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Postby Plantamaniac » 02 Jul 2019 09:31
Huhu..na sicher...mach hier einfach mit :D
Dafür wurde der Thread eröffnet...
Zeig Deine Pflanzen und das Umfeld...find ich immer total spannend, wie andere das machen...
Den decorativen Aspekt finde ich auch sehr wichtig.
Das Problem ist, das Echinodorus aussterben, weil die Gärtnereien, die sie die ganze Zeit gezüchtet und verbreitet haben, sie aus dem Program genommen haben.
Es ist uns ein Anliegen, das die wunderschönen Zuchtformen nicht von der Bildfläche verschwinden und sind dankbar für jeden, der sich dafür interessiert und mitmischen möchte...und selbst wenn es im kleinen Stil ist...
Jede fürs Hobby erhaltene Echinodorus ist ein Gewinn.
Problem ist, das sich auch bei uns mal die eine oder andere Art urplötzlich verabschiedet. Dann ist es immer gut, wenn man auf ein Backup bei andern Echinodrusfreunden zurückgreifen kann.
Ich denke, ich rede allen andern Echinodorusfreunden aus der Seele...

VG Monika
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Postby Echinodorenwelten » 02 Jul 2019 14:02
Hallo Sigrid,

da kann ich meine Vorposterin Monika nur unterstützen, Echinodorenliebhaberinnen und liebhaber sind immer willkommen. Und Dir Monika mein Dank für die wohltuenden Worte.

Sigrid, ich hab ja schon geschrieben das bei der Auswahl der verwendeten Echis etwas Vorsicht angebracht ist, denn es gibt "gute" und "weniger gute" Pflanzen. Den Unterschied zeigen die folgenden 4 Bilder die ich im Frühjahr 2018 gemacht habe. Und sogar wiedergefunden habe.

Das erste Bild zeigt je einen Topf E. Fantastic Color und E. Tricolor. Auffällig ist schon bei flüchtiger Betrachtung des Bildes das es sich dabei um eine Pflanze Fantastic Color und mehrere Tricolor in einem Topf enthalten sind. Meiner Meinung nach resultiert diese Ansammlung an Tricolors als Folge der Invitro-Kultur. Leider sieht man es nicht selten das mehrere Echis fast verklebt in einem Topf stecken. Ich halte solche Pflanzen für deutlich schlechter als solche die nur einzeln im Gittertopf stecken. Selten bekommt man diese Unart wieder abgewöhnt. Meine E. Altlandsberg ist auch aus so einem Topf entstanden, und auch nach 3 Jahren Dauerkultur treiben dort jedes Frühjahr etliche Pflanzen direkt nebeneinander wieder aus. Die einzelnen Pflanzen sind dabei oft kleiner und empfindlicher als solche die einsam im Topf gesteckt haben.

Das Bild 2 zeigt dann die enthaltenen Pflanzen nach dem groben Entfernen der Steinwolle.

Bild 3 und 4 abschließend dann die Tricolor, deutlich erkennt man das auch trotz eines vorsichtiges Teilens immer noch meherer Pflanzen fest miteinender "verklebt" sind. Ich topfe die so gewonnen Pflanzen dann ein. Die Unart meherere Pflanzen direkt nebeneiander zu haben gefällt mir nicht, aber ich kann es nicht verhindern. Ich habe allerdings auch noch nicht das Experiment gewagt die betroffenen Pflanzen soweit radikal zurückzuschneiden das nur eine einzige verbleibt. Vielleicht hat Monika da ja eine Idee oder auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht ?

vg

Klaus

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Postby PflanzenSigrid » 02 Jul 2019 15:56
Klaus und Monika, vielen Dank für die tollen Infos.

ich werde also darauf achten das ich die passenden Pflanzen erhalte. Und mir schnell die benötigten Sachen besorgen.

Gerne beteilige ich mich an dieser Diskussion. Und ich hoffe mir werden Anfängerfehler und dumme Fragen verziehen.

liebe Grüße

Sigrid
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Postby Plantamaniac » 03 Jul 2019 05:22
Hei, wir haben alle mal angefangen...und teilweise viel Lehrgeld bezahlt.
Das war meine Erste Echi, eine Aquartica

Die war als Jungpflanze über die Pflanzentauschbörse, die es leider nichtmehr gibt zu mir gekommen.
Ich hatte sie im Sommer draußen wurzelnackt in meinen Wasserpflanzenkübel, zwischen die andern Pflanzen gestopft, sie ist nullkommanix rausgewachsen und hat geblüht

Im Herbst, hab ich sie rausgeholt und nicht schlecht gestaunt, was die für ein Wurzelwerk bekommen hat :shock:
Eigentlich sollte sie in einen größeren Topf....aber abschneiden wollte ich das auch nicht.
Also größerer Topf. In dem ist sie heute noch, genauso wie ich sie damals eingetopft habe.
Sie ist eine meiner robustesten Pflanzen, blüht jedes Jahr regelmäßig, überwintert im Haus auf dem Fensterbrett, was mit andern garnicht möglich ist.
Macht mir sehr viel Freude :grow:
Diesjahr mickert sie etwas...vielleicht muß ich sie doch mal umtopfen...oder es ist die Hutpilzpflanze, die sich da reingesäht hat und mit ihr um Nährstoffe und Licht konkurriert.

Klaus, das die heutigen Echis emers nicht wachsen wollen hab ich auch schon festgestellt...
Alle, die ich mir im Laden gekauft habe, werden immer weniger und spätestens im Winter ist dann feierabend.
Die schaffen es nicht, ein kräftiges Rhizom und Speicherorgane an den Wurzeln zu bilden.
Auch die Aflame, die ich mir so sehnlichst emers wünsche, ist so ein Kandidat...
Ich hab noch eine im Aquarium, aber die wird es niemals schaffen, so kräftig zu werden, das sie ganzjährig in einen Topf kann.
VG Monika
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Postby Echinodorenwelten » 03 Jul 2019 22:48
Hallo Monika,

ja die Aquartica. Echt Klasse die Sorte. Meine beiden Töpfe sind die Heimat von Pflanzen die ich im Jahre 2017 im Spätsommer als Adventivpflanzen am Blütenstängel bekommen habe. Konnte sie dem entsprechenend auch erst im August eintopfen. Da sind sie noch ein bisschen gewachsen und wurden dann auf meine brutale Art überwintert. Haben das ohne Probleme überstanden. Sowas braucht man bei Pflanzen die im Knubbel im Gittertopf stecken nicht versuchen. Wenn man solche Pflanzen überhaupt bis zum Winter bekommt.

Bei der Aflame muss ich mal schauen Monika, das ist eine komische Pflanze. Gehört zu den Sorten die früh im Jahr austreiben, dann macht sie erst mal ne kleine Pause und legt dann ab Juli richtig los. Leider ist es neben dem Roten Oktober und der Bordeaux die dritte Sorte die bei mir noch nicht geblüht hat und damit auch keine Adventivpflanzen produziert.

vg

Klaus
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Postby PflanzenSigrid » 04 Jul 2019 11:49
Hey ihr beiden,

vielen vielen lieben dank für eure Infos. vieles ist da neu für mich. und ich hab wohl auch schon einen fehler gemacht.
das nötige werkzeug hab ich mir beschafft, morgen hol ich mir dann hier vor ort ein paar echis.
ich habe in einem gartencenter eine e. red devil entdeckt. kennt ihr die ?. ist eine relativ kleine pflanze, steht da aber schon im wasser und hat jede menge braune blätter. kann man es mit der auch versuchen ?

liebe grüße

sigrid
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Postby Plantamaniac » 04 Jul 2019 13:15
Hei, versuchen kann man alles...
Ob es Erfolg hat, ist halt die Frage...
Pflanzen aus dem Handel sind relativ teuer und wenn vorprogramiert ist, das es nicht klappt, ärgert mich das unbandig...
Trotzdem kann ich ab und zu nicht wiederstehen und denk mir, was solls...
Hier gibt es einen kleinen, feinen Laden, wo andere Aquarianer auch ihre Pflanzenreste oder Ableger hinbringen.
So sehen die PflanzenBecken manchmal auch aus :lol: da drin is alles an Algen, was es gibt..manchmal mehr, manchmal weniger...
Dort hab ich schon wirklich tolle Raritäten gefunden unter anderm auch Echis, vom Blütenstängel unter Wasser für 2€ oder so...da kann man schonmal schwach werden, auch wenn kein Namen dran steht und man erstmal suchen muß, was das sein könnte..paar kann ich gut, wie Red Flame, Green flame, Ozelot, oder kleiner Bär...die erkenn ich mit Scheuklappen...emers und submers...Ok, es is immer mehr oder weniger ein Raten...aber manche sind schon sehr markant...spätestens wenn ich sie hier habe und kann mit andern vergleichen und sie haben gerade beste Farben, dann geht das recht gut...
zb. Deep Purple unter Wasser, aber auch emers sehr carakteristisch...

Submers im Aquarium

emers


Na klasse..das Bild, das ich zeigen wollte find ich ums verrecken nicht :-(
Hier ist es...verfilxt, wie hab ich das nochmal benannt?
resources/image/thumb/91088
Das is meins...ich find es nur nicht auf dem Laptop...
VG Monika
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Postby Echinodorenwelten » 04 Jul 2019 17:46
Hallo, mal wieder was zum abarbeiten.

Hallo Sigrid, ja die Red Devil kenn ich hab aber selbst keine mehr. bei den letzten versuchsexemplaren war nach ein paar wochen schluss. das waren aber auch sehr kleine pflänzchen. und aufpassen musst du auch das da nicht irgendwas als red devil angeboten wird. am besten googlest du mal nach der sorte, da gibt es noch ein paar bilder die pflanzen zeigen die der originalpflanze entsprechen. die auswilderung ist aber schwerer wenn sie schon mal beim händler unter wasser gestanden haben. eigentlich ist der teufel aber gut zu erkennen: relativ kleine sorte mit langen lanzettförmigen blättern die am blattrand eingerollt sind, die struktur des blattes zeigt eine relativ ausgeprägte nervatur.

und hier noch mal eine info zu "weniger geeigneten Pflanzen"- das bild zeigt links eine e. sankt elmsfeuer, rechts eine unschöne e. stadt altlandsberg.

zur sankt elmsfeuer: die pflanzen sind nicht miteinder verklebt sondern stehen nur sehr eng in dem topf. da hat die pflanze im letzen jahr ein extrem großes rhizom gebildet an dem an mehreren punkten im frühjahr neue pflanzen austreiben. nimmt man diese pflanzen aus dem topf sieht man ein wurzelwerk das den ganzen topf in anspruch nimmt, mit vorsichtigem teilen erhält man mehrere nach kurzer umgewöhnung sofort wieder kräftig wachsen.

zur stadt altlandsberg: eine gute altlandsberg bleibt nicht viel kleiner als die sankt elmsfeuer. hier ist die gesamtknubbel deutlich kleiner, und die pflanzen sind nicht nur durch die wurzeln miteinander verbunden sondern man muss beim trennen die pflanzen am vegetationspunkt mit mehr oder weniger gewalt auseinader rupfen. da würden gefühlte 10 kleinste einzelpflanzen übrig bleiben, und die gleiche menge noch mal für die mülltonne.

und etwas das bisher nicht erwähnt wurde: alle echis sind wahre nährstoffvernichter. mit handelsüblichem aquarienpflanzendünger oder gartendünger aus dem supermarkt bzw. baumarkt den man da für 2,95 euro bekommt braucht man echis nicht füttern. da lachen die drüber. ich hab auch lange gesucht bis ich einen meiner meinung nach guten dünger gefunden habe. in einem forum für chillis bin ich auf hakaphos gestoßen. das ist ein mineraldünger der in der kommerziellen pflanzenzucht verwendung findet. auf diversen marktplätzen findet man diesen dünger auch in kleineren mengen (wahlweise 1 oder 5 kg). ich löse dabei 200 gramm hakaphos auf 1 liter wasser, in der wuchsphase bekommen dann die echis von mir alle 2 tage 30 milliliter in die kisten, das entspricht ca. 40 gramm auf einer 10 liter kanne.

vg

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Postby Echinodorenwelten » 04 Jul 2019 21:38
Hallo allerseits,

wie ja schon angesprochen verschwinden leider immer wieder sorten, gärtnereien nehmen echinodoren aus dem sortiment ersetzen sie aber nicht immer durch andere. So verschwinden nicht nur wirklich gute und empfehlenswerte sorten sondern die anzahl der erhältlichen sorten wird immer geringer. grob geschätzt sind in den letzten 5 jahren 10 sorten für immer verschwunden. ich jedenfalls glaube nicht daran das die gärtnerein echinodorussorten sichern - warum sollten sie auch ? höchstens aus liebe zu den pflanzen.

als beispiel die echinodorus dschungelstar no. 16. die ursprungsform wurde ende des letzten jahrtausends von julius hoechstetter gezüchtet, eine wunderbare intensiv rot gefärbte pflanze die für jedes aquarium geeignet war. die gezüchtete ursprungspflanze war auf einmal verschwunden, kurze zeit später gab es eine neue?? dschungelstar no. 16, diese hatte aber nichts mit der ursprungspflanze gemeinsam. zum glück wurde diese sorte jedoch auch von anderen gärtnereien kultiviert und dann unter dem namen Deep Purple vertrieben. Inzwischen ist auch die Deep Purple nicht mehr erhältlich, ich weiss von der existenz dieser sorte bei gerade mal 2 echiliebhabern.

Die Deep Purple ist ein echtes muster für sortenerhalt aus hobby. Meine exemplare zeigt das erste bild.

Genau so ergangen ist es der E. Special Red. Ursprünglich von Tropica vertrieben war auch diese sorte auf einmal von heute auf morgen verschwunden. auch bei dieser sorte freue ich mich über jeden ableger im herbst um so vielleicht im nächsten jahr nicht nur einen topf dieser sorte zu haben. Bild 2 zeigt die Special Red anfang juli 2019.

vg
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Postby Plantamaniac » 05 Jul 2019 05:37
Hei, was man auch nicht vergessen darf, sind die Spielverderber :keule:
Schnecken können in einer Nacht die Pflanzen so schädigen, das sie sich nichtmehr erholen. Bevorzugt fressen sie das Herz der Pflanze bis tief runter weg..bis sich das auswächst, dauert ewig


Gemeinerweise kriechen sie ins nasse Substrat und man findest sie nur Nachts. Bin da mittlerweile Rigoros und streu Schneckenkorn, wenn sich eine durch Löcher outet.
Am Besten die Echis so aufstellen, das keine Schnecken rankommen.

Blattläuse...besonders im Winterquartier oder im Frühling, bis genug Marienkäfer und Schwebfliegen unterwegs sind. ein harter Wasserstrahl kann auch helfen, aber nur Kurzfristig.


Bis die Echis selber blühen, stell ich im Frühling Korbblütler dazu, die locken die Schwebfliegen an und die lassen paar Eier mit ihren Larven da...ebenso Florfliegenlarven.
Bei uns gibt es auch Schlupfwespen. Die leben ihre Eier in die Blattläuse, die dann mumifizieren. Ich kann die Mumien im Salat, an Möhren, Dill und Johannisbeeren finden. Die leg ich dann zu den Echis und die schlüpfenden Schlupfwespen stechen die Blattläuse an. Hier welche, die ich ins Haus geholt habe für mein offenes Aquarium


Eigentlich sind die Echis den Sommer über draußen clean. Die Nützlinge leisten da ganze Arbeit.
Aber im Oktober, wenn die schon ihre Tätigkeit eingestellt haben, schwärmen bei schönem Wetter plötzlich die Blattläuse als flugfähige Insekten aus und befallen alles, was nicht niet und nagelfest ist. Damit schleppt man sie dann ins Winterquartier.

Dann hatte ich noch Probleme mit Raupen...läßt sich erstmal nicht von Schneckenfraß unterscheiden, aber die Kotkügelchen verraten sie dann doch und auch da muß man nachts mit Taschenlampe die Tiere suchen. Gemein sind die quitschgrünen...die heben sich kaum von den grünen Blättern der Echis ab. Oder die Gamaeulen, ein Nachtfalter, dessen braune Raupe sich tags in der Erde verkriecht...die können auch sehr großen Schaden anrichten, den ganzen Winter durch von Pflanze zu Pflanze kriechen und die alle anknabbern.

Das ist so das, was einen ab und zu gewaltig aufregt...
Gift ist tabu...die Adventivpflanzen sollen ja ins Aquarium...Schneckenkorn (Ferramol) geht grad so, wenn sie nicht im Regen stehen und der Wirkstoff hochspritzt.

Brennesselbrühe wollte ich mal probieren gegen Blattläuse, aber im Winter gibt es keine Brennesseln, und im Frühling hab ich für so Spielereien keine Zeit. Steinmehl pudern könnte noch gehen...aber das sieht bescheuert aus...
Mit den Fingern zerdrücken und gleich mit der Sprühflasche Wasser abspülen bringt manchmal etwas erleichterung, aber weil die Blattläuse ja lebendgebährend sind, hilft das nur sehr kurzfristig.

Das wollte ich jetzt mal nicht verheimlichen...es ist nicht immer nur Spaß Echis oder emerse Wasserpflanzen zu halten...kann auchmal in Frust ausarten...wenn man zb. die blöde Schnecke oder Raupe nicht finden kann :-(

Die kalte überwinterung von Klaus hat natürlich den Vorteil, das die Bug's dann auch schlafen...
Ich meinte immer, das sind tropische/subtropische Pflanzen..die vertragen so kalt nicht...aber sie verzehren ihr Rhizom/die Speicherorgane, wenn sie zu warm stehen. Dann gehen sie oft auf den letzten Metern zum Frühling ein.
Ausnahme die Aquartica...die bildet sogar noch Blütenstängel und ist im Frühling topfit, wenn es weitergeht...
Das ist die einzige, die ich uneingeschränkt für die Wohnung am Südfenster empfehlen kann...

Das ist im Feb, im März schneid ich erst die hässlichen Blätter ab...die brauchen jedes bisschen Assimilationsfläche...
Andere würden so um die Zeit dann anfangen den Dienst zu quitieren...
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Postby Echinodorenwelten » 05 Jul 2019 09:34
Hallo Echinodorengemeinde,

oh ja Monika, das begleitproblem ! schnecken sind grausam, ebenso blattläuse. beide haben sich im letzten jahr nicht bei mir gemeldet. allerdings habe ich in 2017 auch gegen beides die keule eingesetzt. das ist nicht unbedingt empfehlenswert. vor allem nicht in hinblick darauf wenn man die echis evtl. auch mal im aquarium verwenden will.

ergänzend zu monikas hinweise noch folgendes:

1. der feind schwarzer vogel ! gerade frisch getopfte echis ziehen amseln und drosseln richtig an, da wird in ungestörten augenblicken schon mal richtig im substrat der töpfe gepickt, das kann sowei gehen das die echi aus dem topf fliegt. dann hat man eine neben dem topf liegende echi und eine kraterlandschaft im topf. leider schrecken die vögel auch nicht davor zurück die blätter richtig kräftig mit den schnäbeln zu bearbeiten.

2. der standort der pflanzen ! zwar kein problem das durch insekten oder vögel verursacht wird. aber man sollte echis nie so stellen das bei regen immer wieder tropfen auf die gleichen blattstellen fallen. das passiert garantiert dann wenn die pflanzen zu nah z.b. unter einer dachrinne stehen. die immer wieder auf genau die gleiche blattstelle fallenden tropfen verwandeln das blatt dann in einen lochkäse.

etwas abweichend von den hinweisen von monika: echis im freiland sind nur bedingt vergleichbar mit echis aus emerser fachgärtnereikultur ! in den gewächshäusern der bekannten und unbekannten gärtnereien sind die pflanzen ständig hoher luftfeuchtigkeit ausgesetzt - die blätter von freilandechinodoren sind deutlich härter da sie sich der wesentlich trockeneren luft angepasst haben. Echis in den gärtnerein stehen nah beisammen und werden darüber hinaus dem wetter entsprechend beschattet. das enge zusammenstehen der pflanzen führt dazu das sie deutlich längere blattstiele haben ! die mögliche beschattung wirk sich auch auf die blattfarbe auf - freilandechis können deutlich intensiver gefärbt sein.

vg

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Postby Dieter Ott » 05 Jul 2019 14:18
Hallo Monika und hallo Klaus,
seit Monaten lese ich hier mit und freue mich an Euren Erfolgen. So ein bisschen habe ich die Kultur von Echinodorus schlueteri im Freiland versucht. Bis zur Blüte hat es gereicht, dann mussten sie ins Winterquartier. Jetzt habe ich neu eingetopft. Mal sehen, was draus wird...
An dieser Stelle melde ich mich, weil ich Euren Beitrag zu den Störungen in der Kultur klasse finde. Ich werde mir die Dinge merken. Prima finde ich insbesondere die Hinweise zu den Nützlingen. Eigentlich ganz einfach...
@Klaus
Von hakaphos gibt es verschiedene Dünger. Welchen meinst Du?
Weiterhin viel Erfolg
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Postby Echinodorenwelten » 05 Jul 2019 15:18
Hallo Dieter,

die schlueteri ist in meinen augen eigentlich eine einfach im freiland zu kultivierende art - vielleicht gibt es aber unterschiede je nach der gärtnerei aus der sie stammt. da halte ich inzwischen so manches für möglich !
wie du sicherlich gelesen hast hatten auch monika und ich schon schwierigkeiten mit der überwinterung - da muss man einfach ausprobieren. ich will auch nicht behaupten das mein weg der kalten und trockenen überwinterung das non plus ultra ist. möglich ist auch das die richtige überwinterung auch mit der art der kultur - also welches substrat wird verwendet, wie tief stehen die pflanzen im wasser, wo stehen sie, wie werden sie gedüngt und und und in einem zusammenhang steht.

ich nehme hakaphos blau, aber die menge des verwendeten düngers richtet sich auch nach der anzahl der echis die ihn bekommen - also viel echis in einer kiste: mehr dünger, wenige echis: weniger dünger.

vielleicht finde wir ja in dir den nächsten EmersEchiWahnsinnigen ?? wäre schön !

vg

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Postby Plantamaniac » 05 Jul 2019 15:33
Hei, das mit den langen Stielen erlebe ich im Moment auch..meine Echis stehen zum Großteil noch im Minigewächshaus, wo es etwas eng zugeht...find ich im Mom mal ganz nett :lol:
Sie wachsen gut und haben ordentlich Zuwachs bekommen...Blüten sind auch schön dran...

Arrg, die Randaleamseln hab ich total vergessen...
Die hacken mir die Pflanzen raus und mopsen mir die Aquarienmoose, die ich in die Töpfe hab..alles hübsch getrennt, wenn eine dran war...is alles vermischt :keule:
Da hilft nur ein Netz drüberwerfen, wenn die brüten..dann is der Spuck wieder vorbei...
Was mich das schon geärgert hat...

Das mit den Tropfen kenn ich so nicht...ich finde, Echis mögen Regenwetter...
Aber wenn das länger ist (2 Wochen), kann es sein, das sie anschließend Verbrennungen bekommen, wenn die Sonne brüllend wieder loslegt... :shocked:

Und dann Pilzkrankheiten..die hab ich ganz vergessen..auch noch nicht dokumentiert.
Letztes Jahr hatte nur die eine, zwischen all den andern..verflixt wie heißt die nochmal, muss ich gucken...
Grauschimmel sind alle anfällig, besonders die Blütenstängel, im Herbst im geschlossenen Gewächshaus...soviel kann man garnicht lüften...sonst is ja auch die ganze Wärme raus...deswegen seh ich das auch etwas kritisch, die Echis im Gewächshaus zu überwintern....bei mir ist die Garage mit 8° am Fenster sehr gut :thumbs:

Dann gibt es noch diese Pilzkrankheit, die der Maple Queen das Muster verleiht...
hat sich manchmal schon auf andere Echis bei mir übertragen, aber es ist nicht dauerhaft.
Im Mom hat es die Osiris grün.

Hallo Dieter...schön das Du mitmischst...zeig doch mal Deine Echis :hechel:
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Postby Echinodorenwelten » 05 Jul 2019 19:05
Hallo

der schwarze vogel hat ein loch gegraben:



ich bitte die unschärfe in teilen des bildes zu entschuldigen, das bild wurde gerade zwischen tür und angel gemacht. das bild zeigt eine tanzende feuerfeder, wer genau hinschaut erkennt nicht nur das buddelloch von dem scharzen vogel, das bild zeigt was interessantes: der austrieb im frühjahr ist ziemlich in der mitte des topfes, wenige zentimeter rechts davon hat die pflanze letztes jahr gestanden. die tanzenden feuerfedern treiben alle brav mit maximal 2 austrieben im frühjahr auf und nicht massenhaft wie leider manch andere sorte.

regenschlag





nein monika, nicht der regen macht den blättern zu schaffen, den können sie ab. was die blätter nicht mögen ist wenn über längere zeit immer wieder genau auf die selbe stelle des blattes regentropfen fallen. das passiert z.b. dann wenn die pflanzen derart in der nähe eines strauches stehen das der regen zwar vom strauch abgehalten wird. aber irgendwann tropf immer an genau der selben stelle der regen von strauch ab - und wenn da die echi steht dann ruinieren diese tropfen das oder die blätter.



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Attachment(s) by uruguayensis » 08 Sep 2009 01:59
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