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Postby nobby-ka » 02 May 2011 05:18
Hallo zusammen,

neu anmelden und dann gleich mit einer Frage lospoltern; eigentlich nicht meine Art. Daher erstmal ein paar Worte zu mir:
Ich heiße Norbert Fränkle und administriere selbst ein kleines (aber feines) Fachforum für Diskusliebhaber. Da es Diskushaltern in erster Linie um die Fische geht, sind die Pflanzen kaum ein Thema bei uns.

Ich selbst habe von Kind auf (mit einer längeren Pause) Aquarien. Darin pfelget und züchtete ich bereits erfolgreich viele Arten. In meinen Becken sind eigentlich auch immer Pflanzen; so auch in meinem derzeitigen Gesellschaftsbecken:
Juvel Vision 450, gefiltert über 2 Eheim 12 Liter Außenfilter (1 Vorfilter / passiv mit grobem Filtervlies, 1 Biofilter / aktiv mit sera Siporax und feinem Filtervlies). Im Filterkreislauf hängt seit 14 Tagen ein 36 Watt UV-C-Klärer von JBL. Ich beleuchte 11 Stunden pro Tag mit 3 x 36 Watt T8 Narva Bio Vital.

Im Aquarium tummeln sich ein paar Diskusfische, Corydoras sterbai, L46, LDA 25 und Rotkopfsalmler. Ich bin an der Grenze der Besatzdichte, doch darum geht es hier und jetzt nicht, da ich deswegen keinerlei Probleme habe.
Mein Tiere (und Pflanzen) bekommen alle 3 - 4 Tage 50 % frisches Wasser. Dazu härte ich reines Osmosewasser mit sera mineral salt auf einen Leitwert von ca. 300 µS auf und füge Happy Life RioNequa als Huminstoffe hinzu. Mit dem Wasserwechsel habe ich bisher ab und an etwas JBL Ferropol (40 ml) gegeben.

Nach dem Einsatz des UV-C-Kläreres habe ich nun mit einem erhöhten Nitratwert (40 mg/l - früher waren es 20 mg/l) zu tun, den ich aber mit Sicherheit in den Griff bekommen werde, da der UV-C-Klärer zu Anfang reichlich Biomasse ausgefällt hat und in den Filterkreislauf brachte. Noch ein paar Wasserwechsel, und der Wert passt wieder.

Meine Wasserwerte auf einen Blick:
Temperatur: 28,6° Celsius
Leitwert: 304 µS
pH-Wert: 6.5
GH: 4° dGH
KH: 2° dKH
FE: 0,0 mg/l
NO2 (Nitrit): 0,025 mg/l
NO3 (Nitrat): 40 mg/l (zum Vergleich: VOR dem UV-C-Einsatz hatte ich Nitratwerte von ca. 20 mg/l)
PO4 (Phosphat): reiche ich nach
O2: 8 mg/l
CO2 (errechnet): 17 mg/l

Das Becken ist für Eure Verhältnisse mässig bis schwach bepflanzt :oops: (siehe Bild). Ich "hältere" unter anderem einen roten Tigerlotus (mit dem ich recht zufrieden bin), Valisnerien, Sagitarien, kleinere Cryptos und Echynodorus, Hornfarn als Schwimmpflanze, indischen Wasserstern und Lymnophila sessiflora (als Nitratzehrer und Versteck für meine Rotkopfsalmler-Larven).

Nun zu meiner Frage:
Die Sagittarien und Valisnerien sitzen an den Seiten; Beleuchtungstechnisch also suboptimal, aber sie kommen damit klar, könnten dennoch besser wachsen.
Meine Problemkinder sind die Limnophila und der Wasserstern: Die Limnophila scheint viel zu hellgrün zu sein, der Wasserstern gerät immer wieder außer Form (unten dünn und kahl, oben ausladend) und ist auch recht hellgrün.
Die Cryptos wachsen recht langsam, vermehren sich aber inzwischen.
Die Echinodorus parviflorus Tropica habe ich vor 3 Wochen als Ersatz für eine zu groß gewordene rosata gepflanzt.

Als Massnahme gegen den Eisenmangel gebe ich nun jeden 2. Tag 20 ml Ferropol; was kann ich sonst noch tun, um die Bepflanzung zu optimieren (alle Vorschläge sind willkommen, egal ob Nährstoffplan oder andere Arten); lediglich in 2 Punkten wird es (zumindest vorerst) keine Änderungen geben: Der T8-Beleuchtung (wobie ich hier die vorderste Röhre wieder andrehen könnte) und ich möchte nicht mit CO2 arbeiten, da die Tiere bei meiner Haltung im Vordergrund stehen.

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Postby Olli2 » 02 May 2011 09:46
Hi Norbert,

Schön, dass Du den Weg hierher gefunden hast.
Auch wenn ich Dein Forum selbst sehr gern frequentiere, wirst Du hier bei den Pflanzenfans sicher brauchbarere Tips zur Optimierung bekommen, denn hier gibt es -neben mir- noch einige weitere Diskusliebhaber für die Tiere und Pflanzen einfach zusammen gehören. Allen voran der Bruno, mit dem schönsten Diskusbecken dass ich je gesehen habe.

Ich habe Dir ja schon berichtet, was ich tun würde, insofern warte ich jetzt erst einmal auf das Ergebnis Deines Phosphattests.
Zu Deinem Layout möchte ich nur eines bemerken:
Weniger ist manchmal mehr, weshalb ich die Pflanzenvielfalt eher auf max. 3 Sorten begrenzen würde.
Da Dein Lotus gut wächst und bereits nach dem goldenen Schnitt angeordnet wurde, würde ich wohl noch 2-3 Zwiebeln dazusetzen und Deine limnophila entfernen und lieber noch eine echinodorus setzen. Focus hätte ich auf deiner crypto, wenn die im Wachstum zulegt und sich wie ein Bodendecker etwas ausbreitet würde ich langsam den linken Kopfsalat reduzieren.

Ohne CO2 sind Deine Möglichkeiten etwas begrenzt und durch die hohe Taktzahl Deiner wasserwechsel sehe ich Stengelpflanzen bei Dir als nicht so wichtig an... Obwohl solche arbeitstiere ja andererseits ganz praktisch sind.
Ich habe aber mittlerweile genug Diskusbecken gesehen die auch ausschliesslich mit Wurzelnährern einwandfrei funktionieren.
Und wenn Du künftig etwas grosszügiger mit hochwertigen Düngekugeln bist, wird sich auch der uv nicht so ausfällend auswirken.

Lg
Olli

PS: dieses Forum verträgt Fotos in deutlich höherer Auflösung, da kann man alles noch etwas besser erkennen und ggf. auch mal mit Photoshop aktiv werden.
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Postby Atreju » 02 May 2011 15:40
Hi Norbert !

In Kurzform :
Ich würde des Ganze schleifen, im Vorfeld würde ich mich nach schönen Wurzeln umsehen. Du kannst das Hardscape spielend am Fussboden aufbauen. Du brauchst dazu nur mit einem Klebeband am Fussboden den Grundriss vom Becken abzukleben.


Folgendes gilt eigentlich mehr oder weniger für fast alle Pflanzen, ich gehe daher nicht explizit auf spezielle Arten ein :

wieviel Watt/liter hast Du denn ?
Unter 0,35 W/l erübrigen sich alle weitere Versuche etwas zu ändern.
-wenn ich richtig gerechnet habe hast Du nur 0,24 Watt/Liter-das ist sehr grenzwertig.

Weitere Dinge die für ein gutes Wachstum und ein schönes Naturaquarium unabdingbar sind :

Wie hoch ist die Besatzdichte ?

4, maximal 5 Diskus wären bei mir das absolute Limit für das Becken. Nitrit sollte gar nicht nachweisbar sein.
Der Phosphatwert wäre noch interessant . Und auch was für Topffilter das genau sind ? Wieviel Umwälzung ?
Welches Filtermaterial.

Ohne Co2 ist ein gutes Pflanzenwachstum auch kaum möglich und wenn bei Dir die Tiere im Vordergrund stehen, würde ich schleunigst Co2 und eine gute Beleuchtung besorgen, dann wäre nämlich der Nitrit und Nitratwert binnen 1 Tages dort wo er hin gehört. Einschließlich viel höherer Sauerstoffwerte den die Pflanzen bei mir zuhauf erzeugen. Das Becken kocht jeden Tag am Abend vor lauter Sauerstoffblasen. Grundvorraussetzung für die Verwendung von Co2 ist natürlich eine ausreichend hohe Pflanzenmasse, die das Co2 auch verarbeitet. Ich kann ''kein Co2 im Namen der Fische schon nicht mehr hören'' das ist Steinzeitaquaristik. Ich verwende Co2 jetzt seit über 20Jahren, und seit ca 4-5 Jahren mit ''für Diskusbecken völlig überhöhten Werten'' und plötzlich wächst alles wie Sau,die Fische atmen ruhig und fühlen sich pudelwohl.

Wenn Du zu keinen tiefgreifenden Massnahmen bereit bist, ist es am besten alles so zu lassen und mit den Problemen zu leben.

Schau Dir bitte auch meine Homepage an-dort kannst Du vieles entnehmen.

Ich wollte hier zu keinem Streitgespräch provozieren, sondern nur aufdecken was man ändern muß.


LG

Bruno
Gruß Bruno

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Postby Olli2 » 02 May 2011 15:55
Hi Bruno,

Norbert ist für konstruktive Kritik immer zu haben, keine Sorge^^.
Auch hat er weder Probleme mit Nitrit noch mit Nitrat. Seit er seinen neuen 36 UV-Klärer installiert hat musste nur sein Filter etwas stärker arbeiten, was den aktuell hohen Nitratwert erklärt.

Wichtig finde ich den Hinweis auf CO2 und Pflanzen. Ich bin da voll bei Dir, Pflanzen sind ein Garant für stabile Wasserverhältnisse und somit für die Tiere durchweg positiv.

ich glaube nach wie vor, dass viele der von Dir beschriebenen "Steinzeitaquaristiker" ihre Tiere primär als Trophäen ansehen oder einfach die Motivation fehlt, sich mal mit Pflanzen zu beschäftigen. Viele "Erkenntnisse" werden ja auch einfach nur mündlich von Haltern an Neulinge weitergegeben, die dieses Wissen mehr oder weniger ungeprüft übernehmen. Ausserdem ist es natürlich viel leichter, sich nur auf die Tiere und nicht auch noch um den Pflanzenwuchs zu kümmern.

Aber wir wollen ja keine Grundsatzfrage daraus machen, sondern seinen N1 eine optisch attraktivere Umgebung bauen^^.

Du machst das schon Norbert!

LG
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Postby nobby-ka » 03 May 2011 04:31
Hallo Bruno,

also, die Bestückung der Topffilter hatte ich ja schon beschrieben; der passive ist ein 2028, der aktive ein 2128; da er gedrosselt läuft kann ich Dir den Durchsatz beim besten Willen nicht mitteilen; ich schätze mal ca. 600 - 700 l/h.

Beleuchtung habe ich 3 (4) x 54 Watt = 162 (216) Watt gesamt bzw. 0,36 (0,48) Watt je Liter; also eigentlich kein Handlungsbedarf und von nackten Watt auszugehen kann es ja wohl nicht wirklich sein; was wäre, wenn ich bereits LED-Leisten hätte? :) Das Wasser ist extrem klar und der helle Sandboden reflektiert auch reichlich Licht; außerdem ist auf allen T8-Röhren ein Reflektor aufgesetzt (laut Juwel ja bis zu 100% mehr Lichtleistung). :pfeifen:

Zur CO²-Düngung: Hier bin ich zwar evtl. kompromisbereit, würde es aber eben gerne erstmal ohne probieren; und zwar weil ich gerade in der Größenordnung von ungefähr 1.800,- € in ein Zuchtregal investiere und ein Urlaub ansteht und deshalb in den nächsten Wochen weitere 300 bis 500,- Euro für Aquarientechnik einfach nicht drin sind.

Dass Dir meine Wurzeln nicht gefallen, mag sein, aber ich habe nach Tipps zu den Pflanzen gefragt und ich wüsste nicht, was die Wurzeln damit zu tun haben. Es ist schwer genug vernünftige Wurzeln zu bekommen, die das Wasser nicht belasten; ich tausche aus Sicherheitsgründen die Wurzeln sowieso etwa alle 18 Monate aus.

Die Besatzdichte ist irrelevant und steht ebenfalls nicht zur Debatte; ich habe weder ein Nitrit, noch ein Nitratproblem; beide Werte sehe ich als temporär erhöht an. Heute liefere ich aktuelle Zahlen, da der nächste Wasserwechsel ansteht, sollten aussagekräftige Werte ermittelbar sein.

Auch ich möchte kein Streitgespräch provozieren, sondern konstruktive Kritik und Tipps bekommen und keine Standardphrasen...
Freundliche Grüße aus Karlsruhe

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Postby Atreju » 03 May 2011 08:06
Hi Norbert !

Bei meinen Lichberechnungen bezog ich mich auf die von Dir getätigte Aussage :

Ich beleuchte 11 Stunden pro Tag mit 3 x 36 Watt T8 Narva Bio Vital.


daraus folgt 3x36Watt = 108 Watt / 450 Liter wären das die von mir prognostizierten 0,24Watt/Liter
Es wäre sicherlich schön wenn man mit Reflektoren 100% Leistungssteigerung erzielt....


Wie in jedem Forum erhältst Du wenn Du fragst gebräuchliche Standardphrasen bezüglich des hier vorhandenen Know How's . Du kannst Dir gerne bei Aquarienvorstellungen viele Beispiele ansehen. Ich glaube gerade FlowGrow braucht sich bei den Scapes nicht zu verstecken. An der Optik maßgeblich beteiligt ist eben auch das Hardscape also die Wurzeln, Steine etc..
Daher der Tipp mit den Wurzeln. Wenn Dir Dein Becken so gefällt brauchst Du nichts zu ändern :D

Die Besatzdichte ist sicherlich nicht irrelevant, das ist eigentlich auch die Essenz vieler Problembecken uneinsichtiger Halter. Zaubern kann hier leider auch keiner und wenn die Tiere aufgrund hoher Besatzdichte das Becken zu sehr belasten, sind Probleme vorprogrammiert.

Bei meinem 450 Literbecken hatte ich zwei Eheimfilter mit je ca 1200l/h Umwälzung, was recht gut funktionierte. Bei bepflanzten Becken ist die Umwälzung und die mechanische Grobfilterung vor allem in Verbindung mit Diksus sehr wichtig, was mit einer sehr guten Nährstoffverteilung einhergeht.

Ich möchte hier keinem etwas Aufschwatzen, jeder soll und kann wie er möchtet.

Wenn Du ein paar Dinge bereit bist zu ändern kann das Becken auch so aussehen wie auf den angehängten Bildern oder wie das vom Oliver :






Interessant wäre ob der Phosphatwert ähnlich hoch ist wie der Nitratwert. Dann würde allerdings als limitierender Faktor Kalium über bleiben. Wenn das Verhältnis der Makros nicht passt, verursacht die Fe Düngung nur Algen und der Pflanzenwuchs stagniert. Wenn die Planzen kein Co2 bekommen, können sie hohe Nitratwerte auch schlecht umsetzen-dann freuen sich die Algen. Du kannst es ja nach dem Urlaub mit Co2 versuchen, wenn Du Geld übrig hast.


LG

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Postby Olli2 » 03 May 2011 08:57
Atreju wrote:
Bei meinem 450 Literbecken hatte ich zwei Eheimfilter mit je ca 1200l/h Umwälzung, was recht gut funktionierte. Bei bepflanzten Becken ist die Umwälzung und die mechanische Grobfilterung vor allem in Verbindung mit Diksus sehr wichtig, was mit einer sehr guten Nährstoffverteilung einhergeht.



Und das ist der Schlüssel und hat mich bei der Einrichtung die meisten Nerven gekostet:

Eigentlich bräuchten wir orkanartige Strömungsverhältnisse um in dicht bepflanzten Grossbecken eine optimale Nährstoffverteilung bis in die letzte Ecke sicherzustellen. Dumm nur, dass dann weder die Biofilterung funktionieren würde noch die Pflanzen an ihren zugewiesenen Plätzen stehen blieben ;P

Auch wenn ich kein Freund von regelmäßigen Reinigungen der Schläuche bin bevorzuge ich mittlerweile auch die Filterung über Töpfe. Da hat man pro Filter direkt einen eigenen Ausströmer, dem man beliebig seine Richtung zuweisen kann.

Von meiner doch recht aufwendigen Ausströmertechnik des Innenfilters ist bis zum heutigen Tage rein gar nichts mehr übriggeblieben^^, aber man lernt ja nie aus...

LG
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Postby Atreju » 03 May 2011 09:08
Hi olli !

Jop. Nerven weil man jedesmal bei Neueinrichtung, das LayOut und die Strömungsverhältnisse abstimmen muß.
Aber wenns dann läuft durchströmt einem ein Gefühl der Zufriedenheit :bier:

Ich habe bei voller Pumpenleistung nur ein paar Körbe mit Siporax bestückt und dünge deftigst NPK nach. Das funktioniert schon. Die Pflanzen sind die biologische Filterung :D aber dazu müssen sie auch arbeiten.


LG

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Postby nobby-ka » 03 May 2011 16:24
Atreju wrote:Hi Norbert !

Bei meinen Lichberechnungen bezog ich mich auf die von Dir getätigte Aussage :

Ich beleuchte 11 Stunden pro Tag mit 3 x 36 Watt T8 Narva Bio Vital.



Sorry, da hatte ich einen falschen Wert genannt. Mein Fehler! War wohl noch nicht richtig wach...

Atreju wrote:Die Besatzdichte ist sicherlich nicht irrelevant, das ist eigentlich auch die Essenz vieler Problembecken uneinsichtiger Halter. Zaubern kann hier leider auch keiner und wenn die Tiere aufgrund hoher Besatzdichte das Becken zu sehr belasten, sind Probleme vorprogrammiert.


Bei einem 50 bis 60%igen Wasserwechsel jeden 3. Tag habe ich keine Probleme mit dem Besatz; aber der Vollständigkeit halber: Ich pflege 8 adulte Diskusbuntbarsche in dem Becken. Die Rotkopfsalmler waren ursprünglich 20 Tiere, werden aber stetig mehr; die Sterbais waren zu 15. , sind aber auch schon mehr - hier werde ich aber demnächst ein paar Tiere abgeben. Die LDA 25 sind zu zwölft und 9 L46 tummeln sich vornehmlich unter dem Savannenholz.

So schon, wie Olli's Becken und das von Dir gezeigte sind, wären sie aber dennoch nichts für mich. Ich will freie Sandflächen haben, wenngleich auf Olli's Tipp hin die Cryptos ihre Ableger ausbilden dürfen.

In erster Linie fragt sich: Was tun wegen dem Wasserstern, der mir eigentlich nicht wirklich gefällt; hier hätte ich gerne eine Alternative, die gleichmässiger wächst (also unten auch voll ist / bleibt) und was mache ich mit der Limnophila?

Hier nun die heutigen Wasserwerte:
28,4° Celsius
Leitwert: 278 µS/cm
pH-Wert: 6,5
GH: 4°dGH
KH: 2°dKH
FE: 0,05 mg/l
NO2 (Nitrit): 0,025 mg/l
NO3 (Nitrat): 20 mg/l
PO4 (Phosphat): 2 mg/l
O2 (Sauerstoff): 8 mg/l
CO2 (Kohlenstoffdioxid) - errechnet: 17 mg/l

Und ein paar aktuelle Bilder:

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Postby nobby-ka » 04 May 2011 07:19
Atreju wrote:Es wäre sicherlich schön wenn man mit Reflektoren 100% Leistungssteigerung erzielt....


Hallo Bruno,

realistisch betrachtet werden es wohl so zwischen 25 und 40% Steigerung der Lichtausbeute sein; also werde ich wohl mit nur 3 Röhren zwischen 0,44 und 0,5 Watt je Liter liegen; strenggenommen müsste man ja noch den Bodengrund abziehen, da dieser ja die Pflanzen auch näher ans Licht bringt. Licht sollte also, wie bereits erwähnt, kein Kriterium sein.

Ob ich an den Wurzeln was ändere, muss ich mal schaun; ich geh heute sowieso in 2 Zoogeschäfte und werde mal meine Augen offen halten, ob ich was schönes sehe. Falls ich schöne Wurzeln sehe, würde ich diese gerne mit Moos besetzen; bei meiner Suche habe ich schon die geeignete Angelschnur ausgemacht (25er Fluorocarbon).

Welches Moos eignet sich denn für meine Wasserwerte und mein Vorhaben?
Gibt es eine gute Online-Bezugsquelle die ihr mir empfehlen könnt?
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Postby Atreju » 04 May 2011 08:16
Hi Norbert !


Da ich das selbst schon ausprobiert habe und uns in der Firma auf zig Lampen auch ein ''Experte'' für Ladenbeleuchtungen Reflektoren montierte, kenn ich mich recht gut damit aus. Es ist sicherlich eine kleine Verbesserung, aber selbst 40%ist wesentlich zu hoch gegriffen. Aber das Licht ist nicht das Problem. Du musst nur die 4te Lampe aufdrehen.

Es wird auch nichts nützen wenn Du nach andern Pflanzen Ausschau hältst, da die Inodienabstände aufgrund der schlechten Bedingungen so lang sind. Die wirst Du bei neuen Pflanzen nach kurzer Zeit wieder haben.

Ich würde in folgender Reihenfolge vorgehen :

#Düngung optimieren :
Es fehlt Kalium- das bekommst Du im Shop vom Tobi

#m Co2 wird kein Weg vorbei führen.

#Was spricht dagegen einen Teil der Fische im neuen Zuchtblock unter zu bringen wenn er fertig ist ?
....und einfach ein schönes Naturaquarium als Schaubecken einzurichten ?
Dann würden Dir nämlich die Filter N und P restlos ausfiltern und Du hättest weniger Fischkot.
-> als nächste Stufe könntest Du mit einem NPK Dünger bequem alle MAkros im richtigen Verhältnis düngen.

Wenn alles paßt kannst Du das Becken einmal neu machen mit schönen Wurzeln, die findest Du auch vorgewässert in Tobis Shop. Sie sind absolut diskustauglich, ich weiß wovon ich spreche, hatte vorher nur Probleme damit. Jetzt hab ich Wurzeln, die seit mehreren Jahren halten.

Moose und Pflanzen findest Du übrigens zuhauf hier unter ''Biete'' im Forum. Auch ich habe laufend welche abzugeben.
Auch in sehr großen Mengen. Zum Aufbinden von Moosen auf Wurzeln verwende ich reissfesten Zwirn (wie zum Knöpfe annähen) in grün oder braun.


LG

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Postby nobby-ka » 04 May 2011 08:33
Hallo Bruno,

teilweise bin ich ganz Deiner Meinung.

Was den Bestand betrifft: Ich will zwei der Tiere sowieso zur Zucht ansetzen; aber nicht dauerhaft, sondern maximal für 3 Gelege pro Jahr. Aber ich möchte mich mittelfristig von meinem Pigeon-Bock, meinen Bluediamond-, RedSkribbelt- und Sankeskin-Mädels trennen. Das Becken wird kein Schaubecken werden; da habe ich ganz andere Pläne (230 x 80 x 80 - ist aber im Moment auf Halde, da wir uns mit dem Gedanken tragen umzuziehen). Es soll eigentlich später mal als natürliche Kinderstube für meine ca. 12 Alenquer-/Curipera-Mix(F2)-Nachzuchten dienen, die ich selbst behalten möchte, um sie im Schaubecken zu halten; außerdem sollen sich im 450er die Sterbais und die L46 vermehren.

Ab heute dünge ich zusätzlich mit Kalium und drehe die 4. Leuchte wieder an.

CO² werde ich (ein kleiner Skeptiker, wie ich nun mal bin) erstmal hinten an stellen.

Bezüglich der Wurzel habe ich da eine grobe Idee mit einer ins AQ hängenden und mit Moos bewachsenen Wurzel. Angenommen, ich würde mich für diese Wurzel: http://www.aquasabi.de/Holz/Moorkien-na ... :1618.html entscheiden, um sie zu "bemoosen", wieviel Moos sollte ich mir beschaffen, damit sie gleich recht gut aussieht?

Hast Du keine Bedenken wegen den Farbstoffen im Zwirn?

Den Wasserstern würde ich schon ganz gerne gegen eine andere größere Hintergrundpflanze austauschen, da er mir von der Wuchsform her nicht gefällt.
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Postby Atreju » 04 May 2011 09:02
Hi Norbert !

Das ist beim Moos immer schwierig, das mußt Du selbst abschätzen. Da die Wurzel 50cm lang ist, brauchst Du schon eine große Menge.

Schau in unsere Pfanzendatenbank was Dir gefällt.
Aber wie schon erwähnt erwarte Dir bei den Vorraussetzungen nicht den perfekten Wuchs. Es kann auch sein dass Pflanzen mit mittleren oder schweren Schwierigkeitsgrad eingehen oder nur dahin vegetieren.

Und hier im Diskusbereich findest Du viele Links zu Becken die MIT Co2 besser funtkionieren als ohne.

Wenn Du vorhast ein großes Schaubecken einzurichten würde ich erst recht an dem kleinen Becken alles auszuprobieren.
Ich hab bei meinem 1600Liter Becken seit über 1jahr den gleichen Bodengrund OHNE ein einziges Mal abzusaugen.Das fressen alles die Pflanzen. Den Kies muß ich nicht mehr tauschen, ich fülle immer nur wenn ich eine neue Landschaft baue den fehlenden Kies nach. Die Pflanzen scheinen auch den Kies zu reduzieren.
Teilweise waren sogar 13 Tiere in dem Becken. ich hab sie nur wieder entfernt weil es mir zu vollgestopft aussah.

LG

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Postby derDennis » 04 May 2011 09:39
Hallo Nobby,
obwohl ich ja selber noch nicht grad lange hier bin, sag ich mal willkommen! "Sehen" wir uns auch mal wieder!

Ich hab selber auch erst seit Ende letzten Jahres den Drang, meine Becken auch pflanzentechnisch was aufzupeppen und hab daher auch noch nicht so viel Plan und schon gar keine Erfahrung. Ich kann dir aber sagen, dass du auf Dauer wohl nicht an CO2 vorbeikommen wirst, wenn du möchtest, dass das Grün schön wächst. Ich hab zwar auch noch keine Anlage in Betrieb, aber ich arbeite grad dran. Ende des Monats wirds wohl losgehen.
Natürlich stehen bei mir noch immer die Welse und die Diskus im Vordergrund und die Pflanzen sind schon zweitrangig, aber man muss ja nicht gleich von 0 auf über 30 (mg) Gas geben :wink:

Ich musste nämlich zwei Dinge in den letzten Monaten feststellen:
1. selbst wenn nahezu alles pefekt ist, wachsen viele Pflanzen ohne CO2 Zugabe nicht so richtig schön und dicht! Hab das mal in meinem Fluval Edge ausprobiert. So eins hattest du doch auch, oder?
2. bei einer niedrigen KH und vielen Pflanzen, muss mal den ph-Wert saumäßig im Auge behalten, weil die Pflanzen mangels CO2 die KH rausziehen. Hab das gemerkt, als ich meine V.gigantea mal hab wuchern lassen und noch einiges andere dazugepflanzt hab. Da war nach spätestens 4 Tagen meine KH2 nicht mehr nachweisbar und der ph-Wert von ursprünglich 7,2 auf fast 5 abgeschmiert. Ohne mein Eingreifen wäre das wohl noch weniger geworden.

Ich werde ganz langsam mit der CO2 Düngung anfangen und mal gucken. Sobald ich irgendwelche Probleme bei den Fischen erkennen sollte, ist natürlich Schluss, aber ich denke mal, das wird gehen! Wenn dann die Pflanzen schöner wachsen und meine KH nicht immer verschwindet, dann denke ich, dass das ne deutlich bessere Lösung ist, als strikt nach der "Diskusforums-Standartmeinung" zu gehen und CO2 zu verteufeln.
Gespannt bin ich aber trotzdem!

Was das Nähgarn betrifft, kann ich auch keine Probleme melden. Benutze das schon länger für das Aufbinden von Pflanzen und bisher ohne Probleme. Und selbst wenn es was abgibt, dann wird das auf die Wassermenge eher unproblematisch sein. Denke ich zumindest.

Ansonsten viel Spaß hier im Forum! Man kann einiges dazulernen! :top:
Gruß
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Postby Olli2 » 04 May 2011 10:11
Hi allerseits,

Zu der Befestigung des Mooses:

Habe hier glaube ich mal irgendwo gelesen, dass sich kabelbinder besser eignen. Die sind viel leichter zu befestigen und auch schneller wieder raus. Das Garn wäre mir etwas zu frickelig, zumal man es innerhalb des Beckens schwer befestigen kann.

Reflektoren:

Da bin ich mal nicht Brunos Meinung. Diese gebogenen Teile von JBL sollen 80% bringen.
Ich nutze sie selbst und behaupte, dass sie mindestens für 50% Leistungssteigerung gut sind, eher mehr.
Bis auf die Halterungen und den Preis halte ich sie für sehr empfehlenswert.

Beim Moos solltest Du lieber Norbert eigentlich nur darauf achten, dass es sich um eine Art handelt, die auch tatsächlich Wurzeln austreibt. Ist zwar klar, aber häufig genug wird man da im zoofachhandel schlecht beraten.

Die Idee mit dem schwebenden Holz gefällt mir. Mehr Licht für das Moos und keine Chance für Gammelstellen für den Bereich des Holzes, der sonst unter dem Sand liegt.

Was hältst Du von einer Kombi aus Moos + Anubias?

Lg
Olli
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