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Beitragvon Anja W. » 03 Jan 2017 22:27
Hallo zusammen!

Erstmal - bin absoluter Forums-Neuling, deshalb bitte ich euch etwaige Etikette-Fehler zu verzeihen und mich auch darauf hinzuweisen, damit ich daraus lernen kann :-)
Auch habe ich hier leider kein Thema zu "Wasserchemie" gefunden (könnte auch an mir liegen, bitte um Entschuldigung wenn ich es übersehen habe), hoffe aber trotzdem dass ihr mir hier weiterhelfen könnt. (In den anderen Foren bei denen ich etwas "mitgelesen" habe ist mir der Umgangston zu rauh...)

Ich bin gerade dabei, ein Südamerika/Diskusbecken einzurichten. Das Becken besteht schon länger, allerdings wurde es aufgrund von Zeitmangel sehr vernachlässigt und ich habe es von einem Bekannten übernommen. Nun habe ich es Anfang Dezember neu eingerichtet (Kies, Pflanzen, Wurzeln neu, Filter+Filtermaterial übernommen) mit dem Ziel in hoffentlich absehbarer Zeit ein schönes Diskusbecken im Wohnzimmer stehen zu haben.

Die Wasserwerte waren bisher sehr stabil (wenn auch noch nicht optimal) bei
GH 8
KH 4
PH 7,5
NO2 0
(gemessen mit Sera Tröpfchentest)

Letzte Woche sind daher die ersten 10 Schmucksalmler eingezogen, und sollten wenn alles weiterhin gut läuft in ca zwei Wochen auf 20 aufgestockt werden. Diskusse folgen natürlich erst wenn ich mit den Werten zufrieden bin (möchte auf GH 6, KH 3-4 und PH 6,8 kommen, werde mich dazu noch ausführlich mit Torf beschäftigen).

Gestern Abend ist nun endlich meine CO2-Anlage gekommen, diese läuft aber noch auf "Sparflamme", da ich mit dem Flipper noch nicht zufrieden bin.

Nun habe ich heute eine Steigerung der Werte auf
GH 10
KH 5
feststellen müssen.

Ich habe meines Wissens nach keine Härtebildner im Aquarium (nur Pflanzen, Kies und Wurzeln, alles aus der Zoohandlung und fürs Diskusbecken empfohlen), letzter WW vor zwei Tagen, danach waren die Werte noch "normal" wie oben. Ich dünge mit täglich Profito und habe Anfang letzter Woche die Dennerle Nutriballs wie beschrieben zu den Pflanzenwurzeln gesteckt. Ansonsten keine Veränderung im Aquarium...

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen und jemand hat eine Idee woher diese Steigerung kommen könnte?

Danke und liebe Grüße,
Anja
Anja W.
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Beitragvon Biotoecus » 04 Jan 2017 00:07
Moin,

ich halte solche Abweichungen immer für Messfehler und allgemeines Grundrauschen.
Kein Grund sich irgendwelche Sorgen zu machen.

Wenn Du mit Torf arbeiten möchtest dann sind so 1-2 Liter trockener Torf pro 100 Liter Beckenwasser pro Woche eine ernsthafte Sache.
Ich halte das für eine Enthärtung des Wassers für den verkehrten Weg.

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon Anja W. » 04 Jan 2017 00:31
Hallo Martin,

danke für die rasche Antwort!
Ok, dann werde ich die Werte noch weiter beobachten und hoffe dass sich das wieder gibt...

Danke für den Hinweis mit Torf, mir hätte dabei auch der Nebeneffekt vom dunkleren Wasser gut gefallen... Muss mich aber in das Thema noch vieeeel genauer einlesen um dann eine Entscheidung zu treffen und werde das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!

Liebe Grüße,
Anja
Anja W.
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Beitragvon Plantamaniac » 04 Jan 2017 10:13
Hallo anja, herzlich willkommen.

Die wasserfärbung bekommst du auch super mit erlenzapfen hin.
Einfach in einem filterbeutel in die strömung hängen.
Torf ist so eine sache. Jeder versucht torffrei zu arbeiten um die abbaustätten zu schonen.
Bei einem diskusbecken wird halt schon einiges verbraucht.
Vielleicht kannst du auch erlenzapfen selber sammeln?
Jetzt müßten sie noch recht gut sein.
Ansonsten für kleines geld in diversen onlineverkaufsportalen.

Mit 10 zapfen bekomme ich eine flasche regenwasser kaffeeschwarz hin.
Die zapfen sind aber eine etwas größere sorte und zeitnah nach dem ersten frost gesammelt, bevorregen sie auswaschen konnte.

Falls das nichts für dich ist, kann ich black water powder von glasgarten empfehlen.
Das färbt ziemlich krass und hat ähnliche eigenschaften wie torf und erlenzapfen.
Chiao moni
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Beitragvon Anja W. » 04 Jan 2017 10:34
Hallo Moni,

super, vielen Dank für den Tipp! Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Erlenzapfen nicht genug Farbe abgeben könnten um wirklich einen merkbaren Unterschied zu machen, aber deine Erfahrung hört sich gut an, werde das gleich am Wochenende mal ausprobieren!
Wenn ich die Erlenzapfen selbst sammle, dann am Besten abbrühen, bevor ich sie ins Aquarium hänge, oder?
Oder besser "auskochen" und dann nur mit dem Sud arbeiten? Bleiben dann auch Schadstoffe im Sud zurück? Die Wasserwerte werden duch Erlenzapfen nicht merklich beeinflusst, richtig?

Liebe Grüße,
Anja
Anja W.
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Beitragvon Plantamaniac » 04 Jan 2017 10:46
Hallo, hab dir geschrieben, wieviele zäpfchen ich brauche im 1 liter wasser kräftig einzufärben.
Das würde ich jetzt mal als grundlage nehmen und mich rantasten.
Kommt immer aufs ausgangsmaterial an. Ich koche das nicht ab und nehme das um empfindliche hochzuchtgarnelenbecken aufzufüllen. So lässt sich die standzeit des soil verlängern.
Erlenzapfenwasser desinfiziert auch und beeinflusst die werte ähnlich wie torf
Den garnelen gefällt es sehr, und die jungen kommen nahezu alle hoch, was bei denen keine selbstverständlichkeit ist.
Deswegen mache ich mir wegen schadstoffen keine gedanken. Klar, dort sammeln, wo augenscheinlich wenig schadstoffe in der luft sind.
Nach den erstenmal fülle ich die flasche noch 1-2mal auf, aber da kommt aus den zapfen kaum noch was raus.für dich wäre evt. Ein 5 literkanister von dest. Wasser mit großer öffnung praktisch zum ansetzen.
Die von dm mag ich gerne, durch das klare material kann man gut sehen, was los ist und auch das ausgießen ins becken funzt super, ohne geschlabber.
Ich hol mir davon das 2 litermodel bei rewe, damit ich nicht dauernd neu aufsetzen muss. Das reicht mir.
Chiao moni
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Beitragvon Anja W. » 04 Jan 2017 11:16
Hallo Moni,

vielen Dank für die Tipps! Freue mich schon richtig aufs ausprobieren ;-)

Liebe Grüße,
Anja
Anja W.
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Beitragvon eheimliger » 04 Jan 2017 11:30
Hallo zusammen,
zu den Erlenzäpfchen habe ich auch mal eine Frage, denn bis jetzt schmeiße ich die einfach so ins Becken, so 5-6 noch am Stiel, sieht für mich auch ganz hübsch aus und sie bleiben ca 1 Monat drin.
Ob sie nach 1 Monat noch meßbar Huminstoffe abgeben glaube ich zwar nicht, ich vergesse sie meistens und mach das nur weil sie dann nicht mehr so frisch aussehen, und wenn allen Monat mal was an den Stoffen aus den Zapfen kommt reicht mir das eigentlich.
Worin liegt der Vorteil vom Sud gegenüber dem direktem anbringen ?
Ich pflücke die Zapfen direkt vom Baum und lasse sie einfach trocknen, vorletztes Jahr habe ich soviel gepflückt das ich diese Jahr nicht sammeln brauchte und die haltbarkeit sollte doch schon ein paar Jahre betragen wenn sie trocken gelagert werden, denke ich zumindest.
Desweiteren gebe ich auch ab und zu noch die Seemandelbaumblätter ins Becken, aber nur weil ich sie noch habe, die färben auch etwas. Werde ich aber nicht nachkaufen.
Gruß, Frank
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Beitragvon Plantamaniac » 04 Jan 2017 11:58
Hallo, es nervt mich, wenn die erlenzapfenreste mir den schlauch verstopfen.
Deswegen werfe ich sie in manche becken nicht am stück rein.
Bei dem was anja vor hat, werden das auch ziemich viele sein.
In becken mit sehr vielen garnelen oder bei cpo und diminutus, kann ich die ausgelaugten zapfen reingeben.
Die zerlegen sie in kürzester zeit. Also kein ärger mit dem schlauch.

Ja, mit der haltbarkeit seh ich genauso.
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Beitragvon omega » 04 Jan 2017 14:28
Hallo Frank,

eheimliger hat geschrieben:Ob sie nach 1 Monat noch meßbar Huminstoffe abgeben

wie kommst Du darauf, Erlenzapfen enthielten Huminstoffe? Hast Du sie vor Gebrauch denn kompostiert?

Grüße, Markus
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Beitragvon Plantamaniac » 04 Jan 2017 15:09
Hei markus, hast du mal wieder einen begriff gefunden, der deiner meinung nach nicht richtig angewendet wird?
Dann kläre uns bitte mit den richtigen worten auf, damit wir nicht dumm sterben müssen :shocked:
Chiao moni
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Beitragvon foxi » 04 Jan 2017 16:02
Hallo zusammen,
ja, habe ich auch so aufgeschnappt aus dem Netz - kann man Überall lesen mit Erlenzapfen und den Huminstoffen.
Jedenfalls geben sie irgendwas ans Wasser ab. Bei Zugabe von 15Stk auf 300l. sinkt der Redoxwert um ca 50mv für 2Tage - dann ist er wieder da wo er vorher war. :wink:
Lg vom Volker
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Beitragvon Biotoecus » 04 Jan 2017 16:30
Moin,
bei Zugabe von fünf Erlenzapfen steigt die elektrische Leitfähigkeit um 12 µs/cm in einem 12 Liter Aquarium.
Gruß Martin
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Beitragvon omega » 04 Jan 2017 23:43
Hi,

der Hauptwirkstoff von Erlenzapfen ist Tannin/Gerbstoff. Huminstoff bildet sich bekanntlich durch Verrottung. Daß Erlenzapfen am Baum verrotten, mag ich nicht glauben.

Grüße, Markus
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Beitragvon Lotus » 07 Jan 2017 15:49
Hallo Anja,
wozu hast du eine CO²- Anlage an deinem zukünftigen Diskusbecken? Diskus brauchen kein zusätzl. CO²; Werte oberhalb 18mg/l gelten für die Haltung von Diskus als ungeeignet.
Ciao, Mario.
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