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Beitragvon xenusion » 14 Jun 2010 11:39
Moin Flowgrower,

ich komme aus der Tanganjika-Steinwüsten-Ecke, da bei mir praktisch Tanganjika-See aus der Leitung kommt. Mit Pflanzenwuchs war da natürlich nichts, erst recht nicht bei 40 Tropheus auf 500l.

Ich war dann einige Zeit im Ausland und hatte im Büro ein 1000l-Piranha-Becken (tolle Fische!), das hat mich wohl auf üppig grüne Becken "angefixt". Nun bin ich wieder zu Hause, und wie es so ist, ohne Fische geht es nicht.

Platz ist hier für max. 200x70x70cm. Ich habe zwar noch mein altes Tropheus-Becken im Keller (200x50x50), dafür habe ich aber zugunsten von mehr Tiefe einen Abnehmer.

Das Becken soll den flossentragenden Bewohnen möglichst optimale Bedingungen bieten, hier bin ich auch bereit, den nötigen Aufwand zu betreiben. Andererseits habe habe ich gewisse gestalterische Ansprüche in Richtung Aquascape. Letzteres bedeutet für mich geringe KH, leicht saurer pH, ausreichend CO2. Wenn man dann nach passenden Fischen schaut, landet man schnell im Regenwald.

Es mag nun an meiner Erfahrung mit den Scheibensalmlern liegen, dass ich nicht so sehr auf "Minifische" stehe, und ich möchte ja auch vom Sofa aus etwas von den Fischen sehen.

So bin ich auf den Diskus gekommen. Vieles fasziniert mich daran, nicht nur Gestalt und Größe, auch das Verhaltensrepertoire.

Zurück zum Thema: Ich habe mich hier schon durch diverse Threads zum Thema Diskus im Naturaquarium gelesen, kenne die Webseite von Bruno und meine auch die Bedürfnisse des Diskus zu kennen.

Daraus ergibt sich für mich aber, dass sich Aquascapes und Diskus ein wenig beissen, insbesondere in den Punkten Temperatur, CO2 und Filterung.

Ich habe hier schon einiges über Geringfilterung in stark bepflanzten Becken gelesen, und meine das Konzept im Sinne von Minimalfilterung verstanden zu haben.

Nun ist aber ein 900l-Becken mit 10 Disken und einigen Beifischen kein gering besetztes Becken mehr, das geht für mich eher in Richtung stark besetzt, wenn man den Nährstoffeintrag und -umsatz betrachtet.

Nun weiß ich von den Tropheus, wie man stark filtert (2x Eck-HMF über tschechische Luftheber á 1200l mit Nitrat- und Phosphatabsorbern), kenne das Prinzip der Geringfilterung und versuche nun einen Mittelweg für ein 900l-Diskusbecken zu finden.

Ich bin generell kein Freund von Wasserkreisläufen/Schläuchen außerhalb des Beckens und mag mich deswegen mit Außenfiltern noch nicht anfreunden. Hinzukommt der Verlust an Heizenergie bei solchen externen Kreisläufen.

Nun wird hier und auf Brunos Seite ja die Filterung über mind. 2 starke Außenfilter empfohlen, die zusammen doppelt soviel Leistung haben sollen, wie vom Hersteller für das Beckenvolumen angegeben. Auch soll man die Filter im Wechsel reinigen.

Hier siehe ich deutliche Vorteile bei (luftheberbetriebenen) HMF-Eckfiltern (ausgeführt als "negatives Eck", mit dunkler Matte, also gut bepflanz- und versteckbar). Es wird ja immer von der Ausfällung von Nährstoffen im/hinterm HMF gesprochen. Andererseits werden Außenfilter ja in relativ kurzen Abständen gereinigt und der Mulm entfernt. Beim HMF verbleibt der Mulm aber hinter dem Filter und ausgefällte Mineralstoffe/Spurenelemente/Härtebildner stehen über Löslichkeitsprodukte im Gleichgewicht mit dem Wasser. Beim Reinigen eines Aussenfilters/Absaugen von Mulm entfernt man diese vollständig, dadurch nehmen sie auch im Wasser ab.

Mich interessieren jetzt Eure Meinungen/Erfahrungen bzgl. der Filterung. Ist es möglich, in einem gut besetzten Diskus-Becken einen Zustand der Geringfilterung zu erreichen, bei der eine alleinige Umwälzung über Schaumstoffpatronen oder eben einen weitgehend ausgeräumten Außenfilter ausreicht, d.h. eine Filterung über HMF-Matten zwingend eine Überfilterung bedeutet?

Wenn ja, würde ich mich auf das Experiment einlassen und mich schrittweise an eine Geringfilterung (über Außenfilter) herantasten, ansonsten würde ich mit zwei Eck-HMFs starten, wobei ich die bzw. einen davon auch zurückbauen kann.

Viele Grüße,
Olli
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Beitragvon Atreju » 14 Jun 2010 13:57
Hi Oli !

Meine Meinung kennst Du ja von meiner Homepage, mein 1600Literbecken lief jetzt etliche Wochen mit gedrosselten Filtern. Als ich auf 1600Liter 9Fische eingesetzt habe mußte ich aber schon nach ein paar Tagen die Filter hochfahren, da Schwebstoffe nicht mehr ausreichend entfernt wurden. Das Problem bei großen Diskusbecken ist die mechanische Schnellfilterung. Das schafft kein HMF . Ein großes Filterbecken ist auch keine Geringfilterung. Mit Geringfilterung wird, wenn ich richtig liege, hier im Forum zb ein Außenfilter bezeichnet, wo nur ein paar Stück Schaumstoff als Medium drinnen sind, im Idealfall gar nichts. Der Filter läuft dann nur für die Umwälzung. Was das heißt bei großen Barschen müßtest Du von Deinen vorangegangenen Becken wissen. Sollte so ein Projekt mit Geringfilterung funktionieren, wäre es der Stein der Weisen.

Ich kann Dir ein Beispiel nennen was garantiert nicht funktioniert, mit dem hab ich mich vor ca 20Jahren monatelang abgeärgert :

Becken 960Liter 150x80x80, gefiltert wurde mit einem Filterbecken, muß so um die 250-300Liter gewesen sein, mit 4 Kammern. Medium war Filterwatte. Die Pumpe, die das Wasser hochpumpte hatte so ca 1500Liter/h. Ich hatte den Eindruck als ob der Filter gar nicht laufen würde. Kein klares Wasser, Pflanzen sind veralgt. Der Belag auf den Scheiben war monatelang sichtbar. Als es mir gereicht hat, bin ich los, 2 GROßE Eheimefilter gekauft, nach ein paar Wochen war das becken ein blühender Palastgarten. Das Wasser war nach ein paar Tagen glasklar. So große Becken sind kein Spielzeug, mein Garnelenbecken im Wohnzimmer fuhr ich jetzt mal OHNE Filterung :D der war nämlich verstopft, selbst wenn er läuft ist kaum Watte drinnen, das funktioniert alles wunderbar. Nur beim großen Becken mag ich mir das gar nicht ausmalen.
Ganz abgesehen von der Verantwortung, die man hat für einen Schwarm Disken.

Aber vielleicht meldet sich noch nik, er schwört auf Geringfilterung. ich wäre der Letzte der grundsätzlich dagegen wäre, würde mir viel Geld und Arbeit ersparen.

PS : Den HMF habe ich in meinem Zuchtbecken probiert, das Auswaschen gibt eine ziemliche Sauerei, die ich mir bei den Intervallen garantiert nicht mehr an tue.

LG

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Beitragvon robat1 » 14 Jun 2010 14:34
Hallo Olli,

Zusammenfassend verstehe ich dich so.
Du bist kein Freund von Schläuchen und vom HMF und dessen bioligischer Filterung eigentlich überzeugt.
Hast bald ein paar überdurchschnittliche Dreckschleudern im Becken und willst wenig Schwebeteilchen durch ausreichende mechaniche Filterung.
Außerdem willst du Richtung Naturaquaristik mit entsprechender Pflanzenpracht und bist aber Anhänger der Luftheberfreunde.

Deine Lösung sieht so aus.
- Vergiss den Luftheber wegen Co2 und Pflanzen, 2 leistungsstarke Filterpumpen brauchst du stattdessen.
- Betreibe deine 2 geplanten HMF in umgekehrter Richtung (also im Becken über Ansauggkorb ansaugen und hinter die Matte pumpen). So betrieb ich mein Becken 150x60x60 in Extrembepflanzung sehr viele Jahre (siehe 540L) http://www.naturaquaristik-live.de/nal_ ... goto=60039.
- Und sauge bei jedem Wasserwechsel den Mulm hinter der Matte ab, weil das bei deiner Futtermenge nicht anders geht.

So bringst du bis auf den Luftheber alles unter einen Hut und an den Bilder siehst du daß die Düngung trotz überdimensioniertem HMF und meiner Pflanzenmasse kein Problem darstellt.

Robert
Zuletzt geändert von robat1 am 14 Jun 2010 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon xenusion » 14 Jun 2010 14:35
Moin Bruno,
Atreju hat geschrieben:Das Problem bei großen Diskusbecken ist die mechanische Schnellfilterung. Das schafft kein HMF.

Hm, jein, ich habe das Tropheusbecken (500l) über zwei Eck-HMF (5cm 10ppi grob) mit Luftheber (je 1200l/h netto) betrieben, der Beckeninhalt ging damit fast 5x/h durch den Filter, das ist schon ein mechanischer Schnellfilter, alleine schon durch die Umwälzrate.

Tropheus fressen riesige Mengen Grünzeug. Jedenfalls war das Wasser klar. Das mag vielleicht auch an der vegetarischen Ernährung liegen, gut möglich, dass der HMF diese Art von Ka**e besser wegschafft, und vielleicht ist Diskuska**e feiner. ;)

Bedingt durch die große Fläche war es aber auch ein Biofilter. Nitrat, Phosphat und Co. wurde man aber nur durch kräftige Wasserwechsel los - im Prinzip war das ein Durchflussbecken mit 2l Frischwasserzufuhr pro Stunde - und trotzdem musste ich noch Absorberharze gegen Nitrat und Phosphat einsetzen, um die Werte im Griff zu behalten. Da gab es keine einzige Pflanze.

Atreju hat geschrieben:Mit Geringfilterung wird, wenn ich richtig liege, hier im Forum zb ein Außenfilter bezeichnet, wo nur ein paar Stück Schaumstoff als Medium drinnen sind, im Idealfall gar nichts. Der Filter läuft dann nur für die Umwälzung. Was das heißt bei großen Barschen müßtest Du von Deinen vorangegangenen Becken wissen. Sollte so ein Projekt mit Geringfilterung funktionieren, wäre es der Stein der Weisen.


Naja, bei einem Barschbecken ohne Pflanzen kann das nicht funktionieren, das ist klar. So wie ich das von Nik verstanden habe, geht Geringfilterung nur bei üppigem Pflanzenwachstum bzw. soll dieses auch begünstigen, da man den Pflanzen nicht die Nährstoffe wegfiltert. Da fängt man dann mit einem mehr oder weniger voll bestückten Topffilter an und reduziert so lange Filtermaterial, bis noch keine Probleme auftreten, im Idealfall rührt der FIlter dann nur um, ja.

Ob das in einem Diskusbecken geht, müsste man ausprobieren. Das setzt sicher Unmengen an Pflanzen voraus. Unabdingbar ist bestimmt auch die mechanische Schnellfilterung. Reichen dafür nicht evtl. Schaumstoffblöcke am Ansaugrohr, die man sehr häufig austauscht, oder habe ich falsche Vorstellungen davon, wieviel Futter Disken umsetzen?

Atreju hat geschrieben:PS : Den HMF habe ich in meinem Zuchtbecken probiert, das Auswaschen gibt eine ziemliche Sauerei, die ich mir bei den Intervallen garantiert nicht mehr an tue.


Das [Auswaschen] will man ja auch gar nicht, jedenfalls nicht in kurzen Intervallen.

Viele Grüße,
Olli
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Beitragvon xenusion » 14 Jun 2010 14:49
Moin Robert,
robat1 hat geschrieben:Zusammenfassend verstehe ich dich so.
Du bist kein Freund von Schläuchen und vom HMF und dessen bioligischer Filterung eigentlich überzeugt.
Hast bald ein paar überdurchschnittliche Dreckschleudern im Becken und willst wenig Schwebeteilchen durch ausreichende mechaniche Filterung.
Außerdem willst du Richtung Naturaquaristik mit entsprechender Pflanzenpracht und bist aber Anhänger der Luftheberfreunde.


Ja, soweit richtig. :) Wobei ich an den Lufthebern nicht zwingend hänge. Beim Barschbecken war das praktisch, da man keine zusätzliche Heizung im Becken hatte. Bei einem Diskus-Becken muss man ja mit CO2 vorsichtig sein und auch - gerade bei den hohen Temperaturen - für eine optimale Sauerstoffsättigung sorgen (Luftehber statt Sprudelstein?). Ich hatte jetzt bei den tschechischen Lufthebern mit Auslass in Höhe der Wasseroberfläche weniger den Eindruck, dass sie stark CO2 austrieben, dazu war die Bewegung zu gering. Ich habe den pH immer erst hoch bekommen, wenn ich zusätzlich per Strömungspumpe die Oberfläche umgerührt habe.

robat1 hat geschrieben:Deine Lösung sieht so aus.
- Vergiss den Luftheber wegen Co2 und Pflanzen, 2 leistungsstarke Filterpumpen brauchst du stattdessen.
- Betreibe deine 2 geplanten HMF in umgekehrter Richtung (also im Becken über Ansauggkorb ansaugen und hinter die Matte pumpen). So betrieb ich mein Becken 150x60x60 in Extrembepflanzung sehr viele Jahre (siehe 540L) http://www.naturaquaristik-live.de/nal_ ... goto=60039.
- Und sauge bei jedem Wasserwechsel den Mulm hinter der Matte ab, weil das bei deiner Futtermenge nicht anders geht.

So bringst du bis auf den Luftheber alles unter einen Hut und an den Bilder siehst du daß die Düngung trotz überdimensioniertem HMF und meiner Pflanzenmasse kein Problem darstellt.


Mit den Pumpen habe ich kein Problem, geheizt werden muss sowieso. Die Idee mit dem umgekehrten Betrieb ist interessant und nachverfolgenswert. irgendwo habe ich sowas auch schonmal gehört.

Viele Grüße,
Olli

EDIT: Andererseits will ich aber ja nicht wirklich einen Biofilter, von daher ist der HMF hier wohl eher grundsätzlich fehl am Platz, das sollen ja die Pflanzen erledigen. Es muss nur der grobe Dreck raus. Also doch Aussenfilter als Schnellfilter? Auserdem muss ich den CO2-Reaktor auch irgendwie betreiben.
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Beitragvon Atreju » 14 Jun 2010 15:04
Hi all !

Mir fallen da 3 Dinge ein :

*Luftheber verwendet man in Verbindung mit Diskus nur in Zuchtwürfeln wo täglich mind.50% Wasser gewechselt wird, bei einem großen Becken würde man wohl einen Baukompressor benötigen.

*die Funktionsweise vom HMF ist mir durchwegs klar, meiner war nach kurzer Zeit so zugeka....., den hätte sogar der Erfinder selbst getauscht

*Robert, Dein Becken ist wunderschön, aber würde es, so wie es ist mit einem Schwarm Diskus weiterlaufen ?

Und ja Du hast keine Vorstellung was die Viecher Mulm produzieren, ich arbeite an ferngesteuerten mit Lithium Ionen Akkus, die weniger Mist machen ...Filtermaterial zu reduzieren habe ich schon oft versucht. Ebenso eine ausgewogene Makrodüngung wie für ein Pflanzenbecken. Gott sei Dank habe ich das alles hinter mir.

Natürlich kommt es darauf an wieviel Tiere Du halten möchtest, sinnvoll, ausgetüftelt unter Erwachsenen würde ich über 150-200Liter pro Fisch gar nichts empfehlen, vor allem, wenn man schon die Möglichkeit dazu hat das Ganze vernünftig zu betreiben......

LG

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Beitragvon Atreju » 14 Jun 2010 15:19
Aja !

Waren ja sehr viele Fragen und Überlegungen enthalten, nochmal : ich gehe davon aus, daß Du zumindest 6-7Fische als Schwarm halten möchtest, wenn das Becken 900 Liter haben soll, die Pflanzenmenge, die das regenerieren soll bringst Du in das Becken nicht rein. Schau mal unter Schaubecken auf meiner HP, mehr geht teilweise nicht mehr. Die Bilder sind natürlich immer ein paar Tage nach dem Gärtnern gemacht worden, weil die Becken so am Besten wirken. Ich hätte mal den ''Urzustand '' fotografieren sollen. Da war manchmal der Wasserspiegel flächig zugewuchert. Auch das war zuwenig.

Diskusbecken ohne Pflanzen habe ich überhaupt noch nie besessen. Ich wurde als 15jähriger, ist jetzt 23 Jahre her schon von den alten Hasen belächelt, ''weil die Fische werden krank wenn sie mit Pflanzen gehalten werden'' (vielleicht bekommen sie Algen an den Flossen :bonk: ) Beim Kauf meines ersten Amanobuches, das war noch in japanisch und hat soviel gekostet wie ein ausgewachsener Diskus hielten mich sowieso alle für verrückt. ich bereue nichts 8)

Ich merke nur bei meinen Garnelenbecken, daß ein reines Pflanzenbecken soviel stressfreier als mit den Disken ist, das kann sich nur wer vorstellen, der den jahrelangen Unterschied aus eigener Erfahrung kennt.


LG

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Beitragvon robat1 » 14 Jun 2010 15:31
Hallo Bruno,

*Robert, Dein Becken ist wunderschön, aber würde es, so wie es ist mit einem Schwarm Diskus weiterlaufen ?

Ja würde er, wenn er wie ich geschriben habe bei jedem Wasserwechsel mit dem Schlauch abgesaugt wird.
Mein Filter wurde knapp 3 Jahre nicht abgesaugt oder getauscht, weil ich nur geringen Fischbesatz für die Beckengröße hatte (40-50 kleine Fische und 100-200 Garnelen).

Und ja Du hast keine Vorstellung was die Viecher Mulm produzieren,

Und doch ich weis was die Produzieren daher schrieb ich ja überproportionale Drerckschleudern ;-)
Ein Händler den ich kenne hat immer einen gewaltigen Überbesatz an Disketten in den verkaufsbeken und Filter über HMF.

Also wenn man es richtig macht, geht es schon, aber es muß ja nicht sein.
Ich bin halt auch kein Freund von Schläuchen und eine Matte kann der Blickfang in jedem BEcken sein wenn er perfekt bepflanzt ist.
So sah mein HMF in vollem Bewuchs aus, http://www.naturaquaristik-live.de/nal_ ... ht=mutter&
Ich hab dann die paar hundert Zwergfarne doch selbst behalten, aber das V2A-Gestell ist noch zu haben.

Robert

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Beitragvon Atreju » 14 Jun 2010 15:47
Hi Robert !

Schaut prima aus, ich wiederum mag lieber die Schläuche außerhalb des Beckens als den Platz im Becken zu verlieren.
Wie mit allem im Leben ist das Geschmackssache.....

Ob der großen Mengen an Ka..... hat sich für mich im Laufe der Jahre der klassische Topffilter am angenehmsten und effektivsten erwiesen.

LG

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Beitragvon nik » 14 Jun 2010 21:14
Hi Olli, hi @ll,

ich verfolge den Thread natürlich, kann aber im Spezialfall Diskus nur in Grenzen was dazu beitragen. Geringfilterung ist natürlich möglich, da sie lediglich eine ausreichende Nitrifikation, aber eben auch nicht mehr , gewährleisten soll. Es ist völlig wurst ob das per außen- HMF- oder Innen- oder Sonstwasfilter passiert. Diskus haben einen hohen Umsatz, wobei das durch den hohen Umsatz, die hohe Temperatur, die Verfütterung von Rinderherz begünstigt wird. Mein Ansatz sähe ganz klar so aus, auf Rinderherz und damit auf die hohen Temperaturen verzichten zu wollen. Ich denke, das geht, praktische Erfahrung habe ich gar keine! Bruno schreibt gut zum Thema. ;)

Gruß, Nik
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Beitragvon xenusion » 14 Jun 2010 22:52
Moin Nik, moin @ll,

nik hat geschrieben:[..] Diskus haben einen hohen Umsatz, wobei das durch den hohen Umsatz, die hohe Temperatur, die Verfütterung von Rinderherz begünstigt wird. Mein Ansatz sähe ganz klar so aus, auf Rinderherz und damit auf die hohen Temperaturen verzichten zu wollen. Ich denke, das geht, praktische Erfahrung habe ich gar keine! Bruno schreibt gut zum Thema. ;)


Rinderherz wäre sowieso nicht mein Ding, da ich noch nie einen Diskus ein Rind habe reissen sehen (aus demselben Grund bekommen meine Katzen auch nur Futter auf Geflügel- und Fischbasis). Rind habe ich damals nicht einmal an die Piranhas verfüttert, da gab es nur Fisch und Hühnerklein.

Übrigens interessant, das - dicht bewachsene - 1000l Piranhabecken wurde nur von einem Eheim mit 1000l/h gefiltert. Mag daran liegen, dass sich die Tiere bei 25-26 Grad halten lassen und auch eher träge sind, 1-2x die Woche satt füttern reichte. Trotzdem will ich da nicht wieder hin, das ist mir dann doch zu statisch - wie ein Stilleben.

Allerdings sind wohl Disken auch nicht unbedingt etwas für mich, ich habe da inzwischen das Bild eines Zen-Garten vor mir, durch den eine Rotte Schweine streift...

Mal sehen, es gibt ja auch noch andere interessante Fische.

Olli
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Beitragvon Matz » 15 Jun 2010 06:38
Moin Oli, moin Alle :D ,
wie wäre es denn u.a. mit einem schönen Schwarm Puntius denisoni?
Bei einem so großen Becken könntest du gut einen ausreichend großen Schwarm halten und die Fische sind sehr schön und auch Pflanzenbecken kompatibel (wenn nicht in zu wenig Platz in zu großer Anzahl gehalten :roll: ).
Du müsstest da dann nicht soo viele Kompromisse eingehen, wie bei einem Besatz mit Diskus. Ist nur mal so eine Idee, vielleicht kannst du dich ja dafür erwärmen.
Ansonsten wünsch' ich dir viel Erfolg und Spaß bei der weiteren Planung und Einrichtung :top: .
Einen schönen Tag noch,
bis denn,
:bier:
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Beitragvon robat1 » 15 Jun 2010 06:48
Hi,

Piranhabecken wurde nur von einem Eheim mit 1000l/h gefiltert. Mag daran liegen, dass sich die Tiere bei 25-26 Grad halten lassen und auch eher träge sind, 1-2x die Woche satt füttern reichte. Trotzdem will ich da nicht wieder hin, das ist mir dann doch zu statisch - wie ein Stilleben


Ach ja, Die, die Rinder reißen sind dir zu statisch und deshalb willst du nun die quirrlig zappeligen Disketten :lol:

Allerdings sind wohl Disken auch nicht unbedingt etwas für mich, ich habe da inzwischen das Bild eines Zen-Garten vor mir, durch den eine Rotte Schweine streift....


Schweine sind sehr aktive Tiere, wenn sie nicht gerade im Schlammloch schlafen.
Ich glaube du hast von Disketten ein etwas falsches Bild, die beiden Scheiben unterscheiden sich in iherer uninteressanten Herumsteherei eher kaum.

Mal sehen, es gibt ja auch noch andere interessante Fische

Das klingt jetzt ganz vernünftig. ;-)

Erstens kommst Du dann mit der Temp den Pflanzen entgegen von denen die wenigsten mehr als 26C° mögen und viele sogar weniger und zweitens von den Kotbergen die dir einen bestimmten Filter aufzwingen.
Zudem mögen Disketten keine erhöhten C02-Werte was in einem pflanzenstrotzenden Naturaquarium aber fast Pflicht ist.

Nachdem du aber, wie oben geschrieben, keine kleinen Fische magst und offenbar auf Plattfisch stehst, bleibt ja nur der Skalar, der für mich auch nur schön, aber auch wieder eher uninterssant ist.

Ich persönlich würde dir für die mittlere Wasserschicht einen Schwarm der sehr schönen Kongosalmler empfehlen.
Die sind nicht so klein und zeigen im Pflanzenbecken phantastische Farben und sind in Bewegung, ohne hektisch zu sein.

Und an der Oberfläche ein Schwarm Beilbäuche, die auch Bewegung ins Becken bringen.

Robert
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Beitragvon Atreju » 15 Jun 2010 08:21
Morgen !

nik: Thanks, ist meine Passion 8) - Rinderherz wird kaum mehr gefüttert, im SV 2000 zB sind viele pflanzliche Anteile, Muscheln etc. mit der Temp. bin ich auch nicht auf 29Grad. Es gibt einige Beispiele wo Becken mit 27Grad sehr gut funktionieren.

Piranhas hatte ich zwischenzeitlich auch schon, wie Du richtig erwähnt hast fressen sie nicht so oft. Ein Goldfisch pro Woche reicht :| , das war immer ein Massaker.

Ob Diskus fad herumstehen, hängt immer von den äußeren Umständen ab. derzeit kann ich nicht klagen. Natürlich sind Salmer aktiver. Wenn Du Skalare in Betracht ziehst, würde ich Dir Rotrücken F1 empfehlen. Sie sind wunderschön, machen weniger Mist und sind sehr agil. Siehe hier :

http://www.diskus-amazonas.at/diskus-amazonas/Einrichtungsbeispiele/Eintrage/2010/1/24_Maximilian_Bauers_Rotrucken.html

Auf den Bildern waren die Tiere noch jung, der Rücken ist jetzt knallrot, der Rest silber und scharz daß einem die Augen übergehen. Sind übrigens zu haben-von einem Freund .

Ich finde ein größerer Schwarmfisch gehört schon in so ein großes Becken-oder 300 Salmler....gibt ein wunderschönes Schwarmverhalten.

LG

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Beitragvon brauni » 15 Jun 2010 20:56
hey

ich weiß nicht wie weit ich hier noch helfen kann, wenn überhaupt.

in meinem 500l becken halte ich momentan 5disken, alle nicht ausgewachsen.
habe einen eck-hmf eingebaut weil ich durch vorheriges lesen tierisch begeistert war.
dahinter ein klitzkleiner topffilter der ausschlieslich den uvc-klärer und den außenreaktor ansteuert.

durch den hmf aber, werden mir anscheinend zu viel stoffe aus dem wasser gezogen.
fazit:
pflanzen wachsen zwar gut, co2 hilft da, doch die algenbildung lässt auch nich nach.
da ich keine schnellfilterung hab in dem sinne, kommen schon ab und an nen paar einige schwebeteilchen vorbei
und jede woche absaugen is ja eh klar.
im großen und ganzen würde ich gern den hmf rauswerfen und nen ordentlichen außenfilter dranhaun,
wenn das alles finanziell und praktisch so leicht umzusetzen wäre.

also wenn du doch auf disketten gehen solltest, die überigens alles andere als
langweilig rumstehend auftreten (jedem das seine, is ja geschmackssahe)
würd ich dir diesen von bruno besagten schnellfilter ans herz legen ;)

lg
Dominik
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