Tim Gross (2009)

Limnophila sp. "Guinea Broad-Leaf"

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Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wachstum: schnell
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Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich
  • selten oder gar nicht von anderen Aquarianern zu bekommen

Synonyme [?]: 
  • Limnophila sp. Guinea

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Lamiales - Lippenblütlerartige
Familie [?]: Plantaginaceae - Wegerichgewächse
Gattung [?]: Limnophila

Beschreibung: 

Als eine von vielen aquaristisch neuen Pflanzen tauchte Limnophila sp. "Guinea Broad-Leaf" im Jahre 2008 als Aquarienpflanze auf. Seitdem hat sich diese Pflanze rasch unter den Hobbyisten verbreitet (zumindest in den USA, während sie in Europa noch kaum bekannt ist). Da sie anscheinend nicht für die kommerzielle Vermehrung geeignet ist, werden Tausch oder Handel mit Aquarianern und Verkauf in spezialisierten Geschäften die einzigen Möglichkeiten sein, um an diese Sumpffreund-Art zu kommen.

Die submersen Blätter von "Guinea Broad-Leaf" vermitteln in ihrer Form meistens zwischen denen von fiederblättrigen Limnophila-Arten wie Limnophila indica und solchen Arten wie L. aromatica, die unter Wasser ihre lanzettliche, ungeteilte Blattform beibehalten. Sie sind am Stängel in Quirlen angeordnet, hellgrün gefärbt, fiederspaltig und erinnern etwas an Sellerieblätter. Unter "Vollsonne" können sie viel feiner geteilt sein.

Als eine kleine und zarte Pflanze lässt sich L. sp. "Guinea Broad-Leaf" nicht im Hintergrund verwenden, wie man es von anderen Sumpffreund-Arten kennt. Stattdessen eignet sie sich am besten als Busch im Mittelgrund des Aquariums, wie z.B. Bacopa australis, und kann durch Beschneiden zu konturierten Hügeln geformt werden.

Die Kultur dieser Art ist nicht übermäßig schwierig, wenn die nötigen Bedingungen geboten werden. Zuallererst braucht Limnophila sp. "Guinea Broad-Leaf" eine gute Makronährstoff-Versorgung, ansonsten verkümmert sie rasch, was sich in durchscheinenden Stellen auf den Blättern und anschließendem Zerfall äußert.

Weiterhin ist es ungünstig, wenn die Pflanze beschattet wird und sich die CO2- und Eisenversorgung sowie die Wasserströmung verringern. Wenn ihre Ansprüche erfüllt werden, wächst diese Pflanze eher üppig und schnell, wobei die Stängel viele Seitentriebe bilden, die zwecks Vermehrung abgetrennt und neu gesteckt werden können.

Ein Versuch, sie emers zu kultivieren, ist erst vor kurzem wirklich geglückt (Mai 2011, aquaticplantcentral.com). Dabei haben sich behaarte Sprosse mit eiförmigen, parallelnervigen Blättern entwickelt, die völlig anders als die submersen Blätter aussehen. Wenn es gelingt, die Pflanze zum Blühen zu bringen, wird sich wahrscheinlich die Art bestimmen lassen.

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