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Beitragvon Sauron » 08 Sep 2018 18:10
Hi Flo,

ich habe die LED Beleuchtung für mein Becken (LxBxH: 100 x 70 x 50 = 350 L) jetzt auch auf die LED Streifen von Lumitronix (6 x LinearZ 560-52-D65) umgestellt. Zusammen mit 4 x 39 W T5-Röhren ist das Becken dann jetzt schon reichlich hell. Langzeit-Erfahrungen habe ich noch nicht, aber verglichen mit den RGB LED´s von Lumlight, die ich vorher über dem Becken hatte, gefällt mir die Lichtfarbe deutlich besser.
Viel Spaß mit Deinem Becken!

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Schöne Grüße aus der Hauptstadt
Thomas


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Beitragvon unbekannt1984 » 09 Sep 2018 16:17
Hallo zusammen,

zu dem Acrylglasbecken: Meint Ihr bei dem Kleber auf dem richtigem Weg zu sein? In den Youtube-Tutorials (gerade die von Joey) wird ja ein auf Lösemitteln basierender Kleber eingesetzt.

Von Evonik gibt es da scheinbar nur den ACRIFIX® 1S 0116 für den Otto-Normal-Bürger. Aber Uhu bietet mit dem UHU Hart Kunststoff einen auf Lösemittel basierenden Kleber für Acryl&Co. an, der (wenn ich das richtig sehe) sehr flüssig ist und in fast jeder Filliale von A.T.U verfügbar ist (zu einem günstigem Preis). Da könnte man zumindest mal eine Tube besorgen und 1 bis 2 Probe-Verklebungen machen (der Belastungstest der für den Evonik-Kleber genutzt wurde sollte dort ebenfalls ausreichen).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon moskal » 09 Sep 2018 17:46
Hallo,

ich sag nur Essigsäureethylester... dadrauf basieren die von mir oben bereits erwähnten niederviskosen kleber die sich für solche Verklebungen eignen. Gibts für privat nicht zu kaufen. Aber Essigesther an sich funktioniert auch schon. Ist aber sehr sehr niederviskos und damit schwer zu verarbeitn.

Gruß, helmut
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Beitragvon pn2fast4u » 14 Sep 2018 18:19
Hallo zusammen,

mal wieder ein Update...

unbekannt1984 hat geschrieben:Von Evonik gibt es da scheinbar nur den ACRIFIX® 1S 0116 für den Otto-Normal-Bürger.


der 1S 0116 ist ähnlich dem 192er fugenfüllend, sprich auch wieder zähflüssig und damit nicht was ich suche. Wenn dann der 1S 0117. Habe übrigens vor ca. einer Woche bei Evonik angefragt welchen Kleber die mir für mein Vorhaben empfehlen würden und wo man den beziehen kann. Bisher leider keine Antwort.

In der Zwischenzeit habe ich mal weiter mit dem 192er experimentiert. Auch die Nadelmethode funktioniert nicht wirklich, die Klebermenge, die man an die Innenkante des Werkstücks auftragen muss, damit genug Kleber für eine komplette Füllung in die Fuge läuft, ergibt einen sehr hässlichen Wulst. Fast schon als hätte man Silikon reingeschmiert :lol:

Ich habe dann lieber nochmal die zeitaufwändigere Variante ausprobiert. Zuerst einseitig großzügig Kleber auf die Klebestelle geben und dann direkt das Gegenstück draufstellen. In den ersten 2-3 Minuten lässt sich das Gegenstück noch gut ausrichten bevor der Kleber wirklich anzieht.
Nachteil: der Kleber quillt zu allen Seiten heraus und man verbringt nach dem Trocknen entsprechend viel Zeit damit die Wülste abzuschleifen.

Als weiteres Gimmick habe ich mir noch überlegt die Kanten mit einer Oberfräse auf ein rundes Profil zu fräsen. Habe mir kurzerhand eine vom Kollegen ausgeliehen und das ging erstaunlich unproblematisch. Hatte davor gelesen, dass das Fräsen wegen Hitzeentwicklung schwierig ist und das Material gern schmilzt. Mit um die 12.000 U/Min. hat es aber gut funktioniert. Eine Kühlen mit Wasser (inkl. nem Tropfen Spüli) war nicht nötig. Lag aber vielleicht auch daran, dass ich relativ wenig Material abgetragen habe.


Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir noch das Polieren. Mittlerweile hab ich hier Schleifpapier bis zu 2500er Körnung und die Rotweiss Polierpaste für Acrylglas. Hab mir extra ne Schwabbelscheibe gekauft und habe das Acryl im Anschluss an das Schleifen damit zusammen mit der Paste poliert. Augenscheinlich sieht das erst mal gut aus und das Acrylglas wird durchsichtig. Bei genauerer Betrachtung mit Gegenlicht hat man aber haufenweise Mikrokratzer (siehe Bild). Die untere Seite des rechten Werkstücks ist noch unbehandelt. Hier sieht man die LEDs deutlich klarer.




Ich habe daraufhin nochmal etwas Paste mit dem Finger aufgetragen und damit nachpoliert, um die Schwabbelscheibe als Übeltäter auszuschließen. Brachte aber keine Verbesserung. Daher gehe ich davon aus, dass diese Paste für ein perfektes Finish immer noch zu grob ist. Hab mir jetzt noch eine Acryl-Glas-Finish Flüssigkeit und spezielle reine Poliertücher bestellt. Wenn ich es damit auch nicht 100% klar bekomme, dann weiß ich auch nicht mehr weiter :smile:

Ich halte Euch auf dem Laufenden. Das wäre doch gelacht, wenn man dieses Voodoo-Thema "Acrylglas-Becken" nicht entschlüsselt bekommt :lol:

Gruß,
Flo
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Beitragvon omega » 14 Sep 2018 21:19
Hi,

pn2fast4u hat geschrieben:der 1S 0116 ist ähnlich dem 192er fugenfüllend, sprich auch wieder zähflüssig und damit nicht was ich suche.

Dichlormethan, gibt's z.B. dort: https://www.modulor.de/dichlormethan-methylenchlorid.html

Grüße, Markus
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Beitragvon omega » 14 Sep 2018 21:30
Hi,

pn2fast4u hat geschrieben:Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir noch das Polieren. Mittlerweile hab ich hier Schleifpapier bis zu 2500er Körnung und die Rotweiss Polierpaste für Acrylglas. Hab mir extra ne Schwabbelscheibe gekauft und habe das Acryl im Anschluss an das Schleifen damit zusammen mit der Paste poliert. Augenscheinlich sieht das erst mal gut aus und das Acrylglas wird durchsichtig. Bei genauerer Betrachtung mit Gegenlicht hat man aber haufenweise Mikrokratzer (siehe Bild).

zum Polieren muß erstmal stufenweise geschliffen werden. 2500er Körnung allein ist viel zu fein. Der Fräser hinterläßt Spuren von - was weiß ich - 100er Körnung. Bis Du bei 2500er wärst, bräuchtest Du locker 6 Zwischenkörnungen. 2500er ist aber eh zu fein. 800er sollte reichen, und dann mind. zwei weitere Zwischenkörnungen.

Grüße, Markus
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Beitragvon pn2fast4u » 14 Sep 2018 23:15
Hi,

omega hat geschrieben:zum Polieren muß erstmal stufenweise geschliffen werden. 2500er Körnung allein ist viel zu fein. Der Fräser hinterläßt Spuren von - was weiß ich - 100er Körnung. Bis Du bei 2500er wärst, bräuchtest Du locker 6 Zwischenkörnungen. 2500er ist aber eh zu fein. 800er sollte reichen, und dann mind. zwei weitere Zwischenkörnungen.


Hab ich gemacht.... 280, 600, 1000, 2500 und dann Schwabbelscheibe mit Polierpaste.

omega hat geschrieben:Dichlormethan, gibt's z.B. dort: https://www.modulor.de/dichlormethan-methylenchlorid.html


Klingt natürlich erstmal sehr ungesund das Zeug. Ich hab keine Ahnung welche anderen Zusätze in einem Kleber wie Acrifix noch drin sind. Bei dem 9019er steht "auf Basis Methacrylsäuremethylester". Ich meine, ich bin kein Chemiker und habe keine Ahnung welche Eigenschaften dieses Dichlormethan noch so hat und ob sich das mit der Anwendung in einem Aquarium verträgt.

Aber danke für den Tipp.

Gruß,
Flo
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Beitragvon omega » 15 Sep 2018 11:59
Hi,

pn2fast4u hat geschrieben:
omega hat geschrieben:Dichlormethan, gibt's z.B. dort: https://www.modulor.de/dichlormethan-methylenchlorid.html

Klingt natürlich erstmal sehr ungesund das Zeug. Ich hab keine Ahnung welche anderen Zusätze in einem Kleber wie Acrifix noch drin sind. Bei dem 9019er steht "auf Basis Methacrylsäuremethylester". Ich meine, ich bin kein Chemiker und habe keine Ahnung welche Eigenschaften dieses Dichlormethan noch so hat und ob sich das mit der Anwendung in einem Aquarium verträgt.

jeder Klebstoff ist ungesund, außer vielleicht Knochenleim, also zählt dieses Arguemnt nicht.
Dichlormethan ist DAS Material zum Verbinden von Acryl. Bei den Amis nennt es sich "acrylic cement", gibt es auch als Produkt mit diesem Namen. Guck Dir doch mal dieses Video an, wie Acryl geschweißt wird: https://www.youtube.com/embed/hT6Ow_cBTps
Dichlormethan verflüchtigt sich vollständig, also keine Gefahr für Aquarieninsassen.

Grüße, Markus
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Beitragvon pn2fast4u » 15 Sep 2018 14:27
Hi,

omega hat geschrieben:Dichlormethan ist DAS Material zum Verbinden von Acryl. Bei den Amis nennt es sich "acrylic cement", gibt es auch als Produkt mit diesem Namen.


Was mich noch skeptisch macht am Dichlormethan: Wieso verkaufen dann nicht alle Acryl-Glas-Kleber-Hersteller nur reines Dichlormethan? Wenn es in der Rohform die besten Eigenschaften hätte, wieso sind dann Zusätze drin oder die Kleber basieren auf ganz anderen Chemikalien?
In diesem Weld-On 4, dass in vielen Videos von Amerikanern verwendet wird ist neben Dichlormethan z.B. noch 40-60% Trichlorethylen drin (falls ich das richtig lese). https://www.gogsg.com/ASSETS/DOCUMENTS/ITEMS/EN/IPS4-01_MSDS.pdf

Beim Thema Polieren bin ich übrigens einen großen Schritt weiter. Mein Fehler war wohl kreisförmiges Polieren, dass sich später dann rächt. Der Trick ist mit jeder Körnungsstufe immer nur in einer Geraden zu schleifen und dann mit der nächst feineren Körnung jeweils um 90° gedreht weiter zu machen. Im Anschluss natürlich wieder mit Schwabbelscheibe poliert. D.h. die Polierpaste ist NICHT SCHULD sondern es lag am Vorschliff.
-> Workflow der also funktioniert: 280, 600, 1000, 2000 (dazwischen jeweils 90° drehen), Schwabbelscheibe mit Acrylpolierpaste

In den Bildern nochmal zum Vergleich das Ergebnis bei "falschem" Schleifen gegenüber der neuen Methode. Das Ergebnis ist jetzt schon sehr gut und wäre für mich ok. Ich werde nächste Woche trotzdem mal noch die Finish-Flüssigkeit drüber polieren sobald sie da ist.




Gruß,
Flo
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Beitragvon omega » 15 Sep 2018 18:56
Hi,

pn2fast4u hat geschrieben:Was mich noch skeptisch macht am Dichlormethan: Wieso verkaufen dann nicht alle Acryl-Glas-Kleber-Hersteller nur reines Dichlormethan? Wenn es in der Rohform die besten Eigenschaften hätte, wieso sind dann Zusätze drin oder die Kleber basieren auf ganz anderen Chemikalien?

das wird wohl an der EU oder den lokalen Gesundheitsämtern liegen. Laut Wikipedia existiert für Dichlormethan kein wirksamer Atemschutz außer schwerer Atemschutz (Gasflasche), bei Zweifel also besser nur im Freien mit Rückenwind anwenden. Aber Waschbenzin und lösungsmittelhaltige Substanzen wie Hartwachsöle für's Parkett und Arbeitsplatten oder Pattex wendet doch auch jeder in Innenräumen an. Oder demontieren die Leute erst die Arbeitsplatte und das Parkett und behandeln die im Garten?
Du willst ja auch keine Serienproduktion starten.
Rauchst Du oder stehst Du ab und an mal mit dem Auto im Stau? Dann brauchst Du Dir über ein paar Versuche mit Dichlormethan ganz sicher keine Gedanken zu machen.

Grüße, Markus
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