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Postby themountain » 16 Apr 2020 19:39
Schon ne spassige Diskusion hier .
Vor 30 Jahren hat sich kein Mensch nen Kopp ueber CO2 versorgung im Becken gemacht und da gabs auch hollaendische Pflanzenbecken (war sogar schwer in Mode ;) )
Ich wuerde dem Threadersteller raten sich nicht soviele Gedanken um diese Sache zu machen und es einfach mal zu probieren. Wie Moskal schon richtig erwaente muss man bei der Pflanzenwahl sich ein wenig einschraenken aber das ist ja fuer einen Beginner denke ich mal machbar. Das Forum und die Pflanzenbank hier koennen da sicher weiterhelfen.
Aber zu schreiben das man ein Aquarium garnicht ohne externen C02 laufen lassen kann ist hochgradiger
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Postby Joachim Mundt » 16 Apr 2020 22:33
hallo andreas,

da muss ich dir aber leider energisch widersprechen.

anfang der 1970er jahre hat die fa. hilena, vorläufer der fa. dupla, die erste co2-anlage auf den markt gebracht und nach gründung von dupla 1978 wurden co2-druckgas-anlagen immer verbreiteter.

vorher wurde aber von den aquarianern bereits ausgiebig mit bio-co2 herum experimentiert.

als die holländischen pflanzenaquarien in den frühen 1980er jahren in mode kamen, wurden die zum allergrößten teil bereits mit co2 versorgt!

es ist also nicht so, dass die aquarianergemeinde zu der zeit völlig unwissend dastand und nicht wusste, dass co2 der hauptnährstoff der pflanze ist.
lg Joachim
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Postby Mummbel » 16 Apr 2020 23:42
Hi ihr alle,

lch wollt doch eigentlich gar nicht das so eine Diskussion zu stande kommt. Eigentlich wollt ich doch nur wissen welche Variante von den 4 die bessere WÄRE (also nur von den 4). Eine einfache Erklärung zum Thema ohne CO2 und viel oder wenig Licht und eventuell noch wie man düngen müsste, wäre dann auch noch super gewesen, mehr wollt ich nicht.

Sorry dafür. LG Rene
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Postby moskal » 17 Apr 2020 06:28
Hallo,

es lässt sich mit oder ohne extra CO2 Pflanzenaquaristik betreiben, keins von Beidem ist bedingungslos richtig oder falsch. Das wars auch schon.

Hallo Rene,

wenn du z.B. die 24 lm/W nimmst brauchst du dir um Düngung keine tiefgreifender Gedanken machen. Irgendein handelsüblicher Volldünger in niedrigerer Dosierung als angegeben und das wars. Auch nur dann wenn es nötig ist, Fischfutter und Leitungswasser bringen meist genug mit. Bei mir hat sich für guten Pflanzenwuchs sauberer Filter und öfter Wasserwechsel bewährt. Und eine Pflanze, die anzeigt wann es Zeit für Düngung ist. Hier ist es Heteranthera zosterifolia, spätestens 2 Stunden nach einer kleinen Volldüngergabe ist sie wieder sattgrün, auf dem Foto ist auch ein Aquarium ohne CO2 und mit wenig Licht:

und das sind die Fische die in dem Aquarium waren, beide Arten haben sich üppig darin vermehrt:


Es gab einen komerziellen schweizer Wasserpflanzengärtner der alles submers mit wenig Licht und ohne CO2 gezogen hat. Einzige Düngung: Getrocknete Brennesseln mit denen die in den Behältern reichlich vorhandenen Apfelschnecken gefüttert wurden. Der konnte von seiner Wasserpflanzengärtnerei leben.

Gruß, Helmut
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Postby Lixa » 17 Apr 2020 07:59
moskal wrote:Es gab einen komerziellen schweizer Wasserpflanzengärtner der alles submers mit wenig Licht und ohne CO2 gezogen hat. Einzige Düngung: Getrocknete Brennesseln mit denen die in den Behältern reichlich vorhandenen Apfelschnecken gefüttert wurden. Der konnte von seiner Wasserpflanzengärtnerei leben.

Hallo Helmut,

Diese Methode ist am dichtesten an einer biologischen Düngung dran. Wer in die Natur geht, stellt fest dass fast alle Gewässer eine Zufuhr an organischer Masse durch Blätter haben. Sofern der Mensch nicht darin herumgepfuscht und das Wasser überdüngt hat, gibt es schönes Pflanzenwachstum und klares Wasser.

So viel Laub gibt kaum jemand ins Aquarium, aber ich kann es nur empfehlen, denn es ist auch gut für die Tiere. In letzter Zeit habe ich Blätter meiner Zimmerpflanzen in das Becken ohne CO2 Düngung gegeben, weil ich keine Zeit für die Installation des Bio CO2 hatte. Regenwasser und ein wenig Dünger mit viel Futter führt in Kombination mit nicht zu viel Licht zu gutem Wachstum. Nicht so explosives Wachstum wie mit einem Hightech Aquarium, aber gut.
Bevor die Frage kommt: es geht fast jedes Laub. Von draußen genommen kann man frisches Laub mit heißem Wasser übergießen. Nur giftige Pflanzen sollte man meiden. Mein Liebling ist Weide, auch wegen der Optik. Birke ist auch schick.
Brennessel ist sehr proteinreich und müsste viel Nitrat ergeben, wobei es da auch unterschiedliche Arten gibt.

Die Laubmethode funktioniert natürlich schlecht in sterilen Aquarien ohne Schnecken, Garnelen und andere Verwerter :lol:

Viele Grüße

Alicia
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Postby themountain » 17 Apr 2020 11:41
Joachim Mundt wrote:hallo andreas,

da muss ich dir aber leider energisch widersprechen.
....es ist also nicht so, dass die aquarianergemeinde zu der zeit völlig unwissend dastand und nicht wusste, dass co2 der hauptnährstoff der pflanze ist.
Das habe ich auch garnicht behauptet...die Leute haben sich einfach weniger den Kopf darueber zerbrochen und es hat trotzdem geklappt :bier:
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Postby Gast » 17 Apr 2020 13:36
themountain wrote:Schon ne spassige Diskusion hier .
Vor 30 Jahren hat sich kein Mensch nen Kopp ueber CO2 versorgung im Becken gemacht und da gabs auch hollaendische Pflanzenbecken (war sogar schwer in Mode ;) )
Ich wuerde dem Threadersteller raten sich nicht soviele Gedanken um diese Sache zu machen und es einfach mal zu probieren. Wie Moskal schon richtig erwaente muss man bei der Pflanzenwahl sich ein wenig einschraenken aber das ist ja fuer einen Beginner denke ich mal machbar. Das Forum und die Pflanzenbank hier koennen da sicher weiterhelfen.
Aber zu schreiben das man ein Aquarium garnicht ohne externen C02 laufen lassen kann ist hochgradiger
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Warst du vor 30 Jahren überhaupt schon geboren ?
Wenn nicht, denn davon gehe ich schwer aus, dann lass es bitte.
Mit meinen 54 Lenze kann ich da sicher was zu sagen.
Nach lesen deines Beitrags gebe dir jetzt einfach mal „UNSINN“ zurück.
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Postby moskal » 17 Apr 2020 14:32
Hallo,

der Schweizer oder seine Nachfahren hat seine Vorgensweise nachdem er aus dem Berufsleben ausgeschieden ist als pdf online gestellt, ich weiß nur nicht mehr wo. Auf jeden Fall meinte er, daß sich Brennesseln ganz besonders eignen, zum einen wegs der Aktzeptanz seitens der Schnecken und zum anderen wegs der Inhaltsstoffe. Neben des Stickstoffes erwähnte er noch die Mikros.
Was auch funktioniert ist Laubholz und Holzraspelnde Fische. Laubholz weil es im Gegensatz zum Nadelholz Speicherzellen für Nährstoffe hat. Die werden per Fischverdaung dann frei.
Das alles zusammen ist ein höchst spannendes Thema.
Meistens ist es aber so wie Alicia es oben beschrieben hat: Wenn viel Energie per Licht reinkommt muß auch der Rest dazu passen, also auch das verfügbare CO2. Ansonsten ist das wie auf dem Sofa sitzen und Eiweißriegel essen. Das Ganze ist also nicht für Starklicht gedacht.

Allerdings kann auch das ohne externes CO2 funktionieren und dafür eignet sich Schilf und ein wenig Biotoplehm bestens. Es geht um den Becher oben rechts:
wer die Pflanzen die da sonst rumstehen kennt, auch z.B. die aufdringlich blühende unten rechts, weiß daß es dort bretthell ist. Direkte Vollsonne. In dem Becher kommen momentan Utricularia australis aus dem Winter zurück und er stand den ganzen Winter eben an diesem Fenster. CO2 wird keins extra eingeleitet und eigentlich müssten dort üppig Algen wachsen. Tun sie aber nicht:
das liegt zum Einen an der per Binse und Lehm üppigen Mikrofauna und zum anderen hat es in dem Becher einen pH-Wert von 6,5 bei KH 2,5, also über 20mg CO2/l. Ohne externes CO2. Das kommt durch die langsame Verrottung der Binse. Dadurch gibt es auch Nährstoffeintrag.
Es gibt viele Möglichkeiten CO2 ins System zu bekommen, Druckgas oder Gährung ist nur die einfachste mit der man sich am wenigsten auseinandersetzen muß. Wenn man ein Aquarium haben will in dem egal was man aus dem Handel an Pflanzen bekommt gedeihen soll wird es schwierig an CO2 Druckgas vorbeizukommen. Aber es geht auch anders.

Gruß, Helmut
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Postby echi68 » 17 Apr 2020 18:47
Hallo René,
Du mußt Dich für gar nichts entschuldigen. Der Wunsch ein Aquarium mit weniger Technik zu betreiben, ist legitim auch nicht weltfremd. Vermurkste Aquarien gibt es sowohl mit als auch ohne Technik - ob ein Becken funktioniert oder nicht, hängt vorallem vom Geschick des Betreibers ab.
Hier ist der Link zur Webseite von Peter Schneider, dem Wasserpflanzenzüchter aus der Schweiz (http://www.a-perleverlag.ch/home.php?/aquaristik.html). Er hat auch angegeben (zumindest in seinen Heften), mit wieviel Licht man welche Beckengröße beleuchten sollte. Falls Du nicht fündig werden solltest, melde Dich, dann schaue ich gern nach.
LG Kerstin
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Postby moskal » 17 Apr 2020 18:51
Hallo Kerstin,

genau das/diesen Schweizer habe ich gemeint. Also den Teil mit "einmal anders als ausgetretene Pfade". Danke für den Link!

Gruß, helmut
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Postby themountain » 17 Apr 2020 20:39
Laetacara dorsigera wrote:Mit meinen 54 Lenze kann ich da sicher was zu sagen.
.
Ich bin schon zur Schule gegangen als du zur Welt gekommen bist, Schlaumeier. :lol:

und vielen Dank an Kerstin fuer den Link :thumbs:
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Postby echi68 » 17 Apr 2020 23:29
Hallo,
gern geschehen :D .
Rene, zu Deinen 4 Varianten: Ob Düngen oder nicht hängt von der Besatzdichte ab und wie die Fische ihr Futter verwerten. Für den Anfang würde ich Ihn auch bei geringem Besatz erstmal weglassen und das ganze beobachten, und zwar über mehrere Wochen. Die 24lm/l würden wohl reichen, willst Du Schwimmpflanzen einsetzen dann nimm die 34lm/l, kannst Du dimmer dito. Auf jeden Fall gut mit Filterschlamm animpfen, damit die "Kaka" verarbeitet werden kann. :D
Ich habe bei diesem Becken ca.2300lm Tagweiß ca. 5000K drüber. Abmaße 63x23x18 LxTxH, kein Filter/Strömung, die Leuchte ist etwa 20cm über der Wasseroberfläche. Becken steht seit dem 24.02.2020. Zur Zeit leichte Algenblüte.

LG Kerstin
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Postby Mummbel » 18 Apr 2020 13:13
Hi,

Danke euch für die doch noch hilfreichen Kommentare, schönes WE euch allen und bleibt Gesund.

LG René
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