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Beitragvon Öhrchen » 19 Jan 2014 20:11
Hi,
den Filter kannst du anlassen, damit sollten die Fischlein klarkommen.
Viele Grüße
Stefanie

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Wälder gehen den Völkern voran, die Wüsten folgen ihnen.
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Beitragvon Fino » 19 Jan 2014 22:16
Hallo Sascha,
bocap hat geschrieben: Noch größeres Volumen?? :shock: Ich messe doch beides schon mit doppeltem Volumen. KH und GH in 0,5° Schritten und Calcium in 2,5 mg/l Schritten.

Was heißt schon, ist doch nur das doppelte Volumen :wink: . Ich würde versuchen, mich da näher ranzutasten, um stärker Belastbares zu bekommen. Bei GH und KH kann man mit den handelsüblichen Tests locker mit dem vier- oder fünffachen Volumen testen (Farbumschlag bleibt erkennbar). Bei dem Calciumtest M&N sollte das auch möglich sein (mit dem Test habe ich selbst aber keine Erfahrung), wobei man aber darauf achten muss, dass nach der Verdünnung der pH weiter bei mindestens 12 liegt (ggf. nachjustieren).

Dein Becken gefällt mir übrigens sehr gut.

Viele Grüße
Klaus
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Beitragvon bocap » 20 Jan 2014 09:23
Hallo Werner,

klar, bei vier- bis fünffacher Wassermenge, wird das Ergebnis natürlich genauer ausfallen. Aber das währe selbst mir als "Messextremist" etwas zu übertrieben. Wenn ich KH und GH mit 20 ml Wasser messe, dann bedeutet das ja eine Auflöung von 0,250°/Tropfen. Bei meiner momentanen KH währen das 7 Tropfen und bei der GH sogar 19 Tropfen. Der Calciumtest ließe sich sicherlich auch so verfeinern. Wenn ich den mit 20 ml Wasser mache, dann hat der eine Auflösung von 1,25 mg/l pro Tropfen. Brauche dann hier auch 19 Tropfen. Da passt mir der Kosten-/Nutzenaufwand auf Dauer nicht mehr.
Aber vielleicht werde ich es spaßeshalber nächstes Wochenende einfach einmal versuchen. :wink:

Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 26 Jan 2014 00:48
Hallo zusammen,

Samstag ist wie immer mein Messtag. :smile:
Ich habe heute mal speziell Wert auf eine genaue Magnesiumbestimmung gelegt. Dazu habe ich die GH und Calcium mal mit einfacher, doppelter und testweise vierfacher Auflösung getestet um die Messtoleranzen und die Auswirkung auf die Magnesiumbestimmung zu demonstrieren.

GH mit 5 ml = 1,0° pro Tropfen
Farbumschlag beim 4. Tropfen beteutet eine GH > 3,0° und < 4,0°,
also durchschnittlich 3,5 * 1,0° = 3,5°
GH mit 10 ml = 0,5° pro Tropfen
Farbumschlag beim 8. Tropfen beteutet eine GH > 3,5° und < 4,0°,
also durchschnittlich 7,5 * 0,5° = 3,75°
GH mit 20 ml = 0,25° pro Tropfen
Farbumschlag beim 16. Tropfen bedeutet eine GH 3,75° und < 4,0°
also durchschnittlich 15,5 * 0,25° = 3,875°

Ca mit 5 ml = 5,0 mg/l pro Tropfen
Farbumschlag beim 5. Tropfen beteutet Ca > 20,000 mg/l und < 25,000 mg/l,
also durchschnittlich 4,5 * 5,0° = 22,500 mg/l
Ca mit 10 ml = 2,5 mg/l pro Tropfen
Farbumschlag beim 10. Tropfen beteutet Ca > 22,500 mg/l und < 25,000 mg/l,
also durchschnittlich 9,5 * 5,0° = 23,750 mg/l
Ca mit 20 ml = 1,25 mg/l pro Tropfen
Farbumschlag beim 19. Tropfen beteutet Ca > 22,500 mg/l und < 23,75 mg/l,
also durchschnittlich 18,5 * 1,25° = 23,125 mg/l

Mg aus 5 ml Messung
GH: 3,5° | Ca: 22,5 mg/l | Mg: 1,53 mg/l
Ca:Mg = 14,7 : 1
Mg aus 10 ml Messung
GH: 3,75° | Ca: 23,75 mg/l | Mg: 1,85 mg/l
Ca:Mg = 12,8 : 1
Mg aus 10 ml Messung
GH: 3,875° | Ca: 23,125 mg/l | Mg: 2,78 mg/l
Ca:Mg = 8,3 : 1

Der Test hat mir gezeigt, dass für eine möglichst genaue Magnesiumbestimmung eine GH- und Calciummessung mit 4-facher Auflösung durchaus sinnvoll sein kann. Vor allem in weichem Wasser und bei magerem Nährstoffniveau.

Hier mal meine heutigen Messwerte auf einen Blick:
KH: 1,75°
GH: 3,875°
pH: < 6
NH4: n.n.
NO2: n.n.
NO3: 10 mg/l
PO4: n.n.
K: 3,0 mg/l
Fe: 0,02 mg/l
Ca: 23,125 mg/l
Mg: 2,78 mg/l

Nitrat ist bei momentaner täglicher Düngung von rund 1 mg/l Urea (~ 2 mg/l NO3) über die Woche um etwa 5 mg/l angestiegen. Das bedeutet einen momentanen Verbrauch von ca. 1,3 mg/l NO3 täglich.
Kalium ist leicht von 2,5 mg/l auf 3,0 mg/l angestiegen. Daraus ergibt sich ein momentaner Verbrauch von ca. 0,2 mg/l täglich.

Ich werde meine tägliche NPK Düngerzugabe ab morgen mal um 50% reduzieren. Dadurch sollten Nitrat und Kalium langsam wieder etwas sinken. Ziel währe NO3 <= 5 mg/l und K < Mg.
Magnesium hat sich die letzten zwei Wochen seltsam verhalten. Vor zwei Wochen noch bei 4,03 mg/l hatte ich vergangene Woche einen Wert von 6,21 mg/l und heute 2,78 mg/l gemessen. Die Magnesiumzugaben lagen bei wöchentlich 0,68 mg/l vor zwei Wochen bzw. 0,18 mg/l in der letzten Woche. Ich kann mir diese Sprünge noch nicht erklären. :?

Nachdem ich meine Volldüngerzugabe vergangene Woche ja leicht erhöht habe, konnt ich heute wieder eine minimale Nachweisbarkeit von etwa 0,02 mg/l messen. Allerdings habe ich zum Ende der Woche hin an drei, vier Stellen im Becken wieder minimale Anflüge von Bartalgen entdeckt. Mann muss dafür aber schon sehr genau hinsehen. Ich werde die Volldüngermenge (0,014 mg/l Eisen pro Tag) aber erst mal beibehalten und weiter beobachten.

Da ja zu meinen 15 Garnelen vor etwas mehr als einer Woche noch 5 Perlhühner dazugezogen sind, habe ich interessehalber auch noch mal NH4 und NO2 gemessen. Wie erwartet beides nicht nachweisbar. Zur Erinnerung: Mein Filter ist komlett leer! Die Nitrifikation funktioniert also momentan auch noch so! :wink:
Evtl. werde ich den Perlhuhnbestand in den kommenden Wochen noch auf insgesamt 10 Stück erhöhen. Ich erwarte aber auch dann keine Probleme mit der Nitrifikation.

Der Pflanzenwuchs ist mit den aktuellen Düngerzugaben sehr gut. Alles wächst gesund und vor allem mangelfrei. Selbst meine vor drei Wochen ziemlich runtergeschnittene Staurogyne wächst erwartungsgemäß langsam aber schön saftig grün nach. :grow:

Gruß
Sascha
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Beitragvon Fino » 26 Jan 2014 12:17
Hallo Sascha,
bocap hat geschrieben:Der Test hat mir gezeigt, dass für eine möglichst genaue Magnesiumbestimmung eine GH- und Calciummessung mit 4-facher Auflösung durchaus sinnvoll sein kann. Vor allem in weichem Wasser und bei magerem Nährstoffniveau.

:thumbs: .
Gerade in weichem Wasser ist ohne solch ein verfeinertes Verfahren eine Magnesiumbestimmung sonst reine Kaffeesatzleserei. Man sollte sich aber bewusst sein, dass immer eine gewisse Unschärfe bei der ganzen Messerei bleibt.

Viele Grüße
Klaus
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Beitragvon bocap » 26 Jan 2014 18:26
Hallo Klaus,

ja ich glaube das ich zumindest zukünftig die GH und Calcium mit 4-facher Auflösung testen werde. Aber wie du schon schreibst, eine gewisse Unscharfe bleibt.

Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 03 Feb 2014 13:18
Hallo Leute,

die Werte von Samstag sehen so aus:
KH: 1,625°
GH: 4,125°
pH: < 6
NO3: 5 mg/l
PO4: n.n.
K: 2,25 mg/l
Fe: 0,05 mg/l
Ca: 21.875 mg/l
Mg: 4,63 mg/l

Alle Titrationstests habe ich mit 4-facher Auflösung gemessen (KH, GH, Ca) und den letzten Tropfen der zum Farbumschlag führt nur zur Hälfte mitgezählt. Ich erwähne das ab jetzt nicht mehr extra.

Beim Calciumtest war mir letzte Woche schon aufgefallen, dass beim 18. Tropfen zwar ein eindeutiger Farbumschlag erfolgte, jedoch nach ca. 5-10 Sekunden weiterschwenken dieser sich wieder langsam zurücklöste. Beim 19. Tropfen löste sIch dann nix mehr zurück. Ich habe also letzte Woche 18,5 Tropfen = 23,125 mg/l Calcium gerechnet. Daraus hat sich mit der GH von 3,875° ein Magnesiumwert von 3,87 mg/l ergeben.
Jetzt war mir die Sache aber komisch und so habe ich Ende letzter Woche bei Macherey-Nagel angerufen und habe denen die Sache geschildert. Ein Mitarbeiter aus dem Bereich Wasseranalytik hat mir dann erklärt, dass der 18. Tropfen der den eindeutigen Farbumschlag ausgelöst hat, der zu zählende gewesen währe. Also hätte ich vergangene Woche nur 17,5 Tropfen zählen dürfen, was einen Calciumwert von 21,875 mg/l (wie diese Woche auch) bedeutet hätte. Daraus hätte sich dann ein Magnesiumwert von 3,54 mg/l ergeben.
Kapisch?? :pfeifen:

Daraus ergibt sich dann ein Magnesiumanstieg von rund 1 mg/l über die Woche, was auch die GH-Erhöhung um 0,25° erklärt. Zugedüngt wurde über die Woche über den Kramerdrak aber nur 0,18 mg/l. Rücklösungen/Austausch aus dem Soil??

Nitrat ist erwartungsgemäß von 10 mg/l runter auf 5 mg/l, da ich ja nur noch 1 mg/l Nitratäquvialent täglich gedüngt habe. Der Verbrauch liegt momentan bei durchschnittlich 1,5 mg/l.

Kalium ist ebenfalls durch die über die Woche reduzierte Düngung um 0,75 mg/l gesunken. Der Verbrauch liegt hier bei durchschnittlich 0,25 mg/l.

N:K Verbrauch somit rund 6:1

Nachdem ich nun über dem Kramerdrak die letzten zwei Wochen täglich 0,014 mg/l Eisen gedüngt habe, ist der Wert im Laufe der letzen beiden Wochen auf jetzt 0,05 mg/l angestiegen. 0,014 mg/l Eisen täglich entspricht einer 100% Dosierung mit dem Ferrdrakon. Ich konnte wie bereits beschrieben, feststellen, dass sich minimal Bartalgen zeigen. Ich habe diese ca. 1,5 Wochen lang beobachtet und festgestellt, dass es langsam mehr wurden. Letzten Donnerstag habe ich dann mit 4-facher EC Dosierung die Bartalgen mittels Spotthreament plattgemacht. Die Eisendosierung habe ich jetzt erst mal wieder auf 0,007 mg/l reduziert. Also 50% Ferrdrakon-Volldosierung. Mal sehen was die kommenden zwei, drei Wochen bringen.

Ich dünge seit gestern täglich folgende Nährstoffe (inkl. Kramerdrak)
1,5 mg/l NO3 über Urea
0,075 mg/l Phosphat
0,19 mg/l Kalium
0,013 mg/l Magnesium
0,007 mg/l Eisen

Fotos stelle ich in den kommenden Wochen noch mal welche rein. Ich habe gestern alles kräftig zurückgeschnitten und etwas umgepflanzt. Sieht also momentan ziemlich zerrupft aus.

Gruß
Sascha
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Beitragvon nik » 03 Feb 2014 14:41
Hi Sascha,

du schriebst:
N:K Verbrauch somit rund 6:1

nö, du beschriebst den NO3:K Verbrauch. Das ist ein deutlicher Unterschied!
Beim K hat es Wechselwirkungen mit dem Soil. Nicht wirklich zu bestimmen ob das Pflanzenverbrauch oder Soilwechselwirkung ist. Siehe steigend Mg.

Gruß, Nik
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Beitragvon bocap » 03 Feb 2014 15:42
Hi Nik,

bocap hat geschrieben:N:K Verbrauch somit rund 6:1

Hab ich so geschrieben um zu gucken ob du hier noch mitliest und aufpaßt! :wink:

Du hast natürlich recht. Es muss NO3:K Verhältnis heißen. Die Wechselwirkungen mit dem Soil sind mir da erst mal weitestgehend egal. Geht mit ja hier um meinen individuellen Verbrauch. Das Knottsoil soll aber eher leicht Kalium abgeben wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Außerdem habe ich schön öfters von einem 6:1 Verhältnis in diesem Bereich gelesen. Scheint also nicht ganz verkehrt zu sein. :smile:

Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 09 Feb 2014 11:08
Morgen Leute!

So, gleich geht's los... Becken wird abgebaut...

Gruß
Sascha
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Beitragvon Ada » 09 Feb 2014 11:12
Hallo Sascha,
warum?
Das Becken sieht doch richtig gut aus!
Freundliche Grüße
Adam
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Beitragvon bocap » 09 Feb 2014 22:43
Nabend!

bocap hat geschrieben:So, gleich geht's los... Becken wird abgebaut...

...und im Wohnzimmer wieder aufgebaut!! :gdance: :yeah:

Freunde, mein aquaristisches Kellerdasein hat nun endlich wieder ein Ende!
Nachdem mich meine Frau vor ein paar Monaten mit meinen Aquarien in den Keller verbannt hatte (ich hatte Volldüngerspritzer auf dem Parket verteilt... :pfeifen: ), sagte Sie mir vor ein paar Wochen, dass ich ein Becken gerne nach oben ins Wohnzimmer stellen kann! :smile:
Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen und habe noch in der selben Woche angefangen einen neuen, passenden Unterschrank zu bauen. Mein letzer DIY Unterschrank mit den Maßen 90 x 45 x 85 cm steht hier wieder zum Verkauf!

Hier mal zwei Bilder, quick n' dirty:


Ich hoffe es gefällt euch!

Gestern dann mal wieder die obligatorischen Wassertests:
KH: 1,625°
GH: 3,625°
pH: < 6
NO3: 5 mg/l
PO4: n.n.
K: 2,5 mg/l
Fe: 0,03 mg/l
Ca: 20,625 mg/l
Mg: 3,21 mg/l (4,21 mg/l)
Werte in () sind aufgedüngt.

Ich habe heute lediglich Magnesium mit Bittersalz um 1 mg/l angehoben um ein wenig mehr Puffer zwischen Magnesium und Kalium zu bekommen, da ich die Wassertests nun mal auf zwei Wochen strecken werde. Meine Düngung behalte ich die kommenden zwei Wochen so bei.

Gute Nacht,
Sascha
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Beitragvon bocap » 20 Feb 2014 15:31
Hallo zusammen,

da mein NPK Dünger gestern leergegangen ist habe ich mich kurzerhand entschlossen gleich gestern schon Fazit zu ziehen.
KH: 1,625°
GH: 4,125°
pH: < 6
NO3: 5 mg/l
PO4: n.n.
K: ~ 1,5 mg/l (~ 2,9 mg/l)
Fe: 0,03 mg/l
Ca: 21,875mg/l
Mg: 4,63 mg/l
Werte in () sind aufgedüngt.

Ich habe nun über einen Zeitraum von 5 Wochen folgenden durchschnittlichen, täglichen Verbrauch ermittelt:
NO3: 1,5 mg/l
PO4: 0,075 mg/l --> Entspricht der Tagesdüngung ohne erkennbaren PO4 Mangel
K: 0,3 mg/l
Mg: 0,06 mg/l
Fe: 0,007 mg/l

Die letzten Wochen konnte ich in meinem Becken beobachten, dass sich latent einige wenige Bartalgen in den Riccardia Moospolstern festgesetzt haben. Ich hatte diese vereinzelt versucht mit EC einzunebeln, wobei aber leider auch das Moos immer grau geworden ist. Seitdem lasse ich das bleiben. Scheinen auch nicht mehr zu werden. Ich hatte den Kramerdrak vielleicht anfangs was hoch dosiert. Mit nun nur noch 0,15 ml (3 Tropfen) täglich kann ich mein Eisen schön stabil bei ca. 0,03 mg/l halten.
Außerdem ist mir vor ein paar Tagen aufgefallen, dass sich vereinzelt auf einigen der Blätter der Hygrophila pinnatifida kleine, kurze Algenfädchen (Pelzalgen?) bilden. Da ich dieses Phänomen schon mal in einem anderen Becken beobachten konnte, wo ich von Beginn an Stickstoff ausschließlich über Urea gedüngt habe, bringe ich das nun erst mal damit in Verbindung. Deshalb werde ich in meinem neuen Dünger die Stickstoffzufuhr testweise umstellen.

Der neue Düngeplan sieht wie folgt aus:
Gesetzt ist täglich 0,15 ml Kramerdrak. Das bringt täglich rund 0,08 mg/l Kalium, 0,01 mg/l Magnesium und 0,007 mg/l Eisen.
Mein neuer NPK bringt dann noch 1,5 mg/l NO3 (aus Ammonium- und Kaliumnitrat), 0,06 mg/l Phosphat, 0,23 mg/l Kalium, 0,05 mg/l Magnesium.
Mit beidem zusammen treffe ich dann ziemlich genau meinen durchschnittlichen, täglichen Nährstoffbedarf.

Phosphat habe ich anteilsmäßig noch mal was reduziert. Von vorher 20:1, auf nun 25:1 (NO3:PO4).
Bei mir funktioniert das mit der Phosphatlimitierung anscheinend ganz gut.

Ich lasse mich mal überraschen, wie es sich weiter entwickelt.

Achso... nur für's Protokoll: 7. Woche ohne Wasserechsel! :cool:

Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 24 Mär 2014 10:56
Moin!

Es ist nach langer Zeit (4 Wochen) noch mal Zeit für ein kleines Update.
Vorweg... es gab endlich mal was spannendes zu tun, da sich so langsam etwas langweilige Routine in der Beckenpflege einstellte... :pfeifen:

Ein paar Tage vor meinem letzten Post habe ich an ein paar Stellen an der Seiten- und Frontscheibe einen grünen Belag festgestellt. Ich denke es sind Staubalgen, da sie sich relativ leicht mit einer Karte entfernen ließen.
Ich hatte im Kopf, dass einige duch Phosphaterhöhung gegen diese Alge Erfolg hatten. Also habe ich mich einfach mal dazu entschlossen am 19.02. 0,5 mg/l Phosphat auf Stoß zu düngen. Die tägliche Phosphatzufuhr blieb unverändert. Die Staubalgen haben sich anschließend in der ersten Woche rasant ausgebreitet. Zum Ende der Woche hin waren Filterein- und Auslauf, sowie die Schläuche braun!! :shock: Ich habe mich trotzdem dazu entschieden nach dieser einen Woche erneut Phosphat Stoßzudüngen. Diesmal 0,75 mg/l. Die tägliche Phosphatzufuhr blieb weiterhin unverändert. Die Staubalgen hats nicht gekümmert und Filterein- und Auslauf, sowie Schläuche gingen eh nicht mehr brauner. Zusätzlich haben aber die Bartalgen wieder losgelegt!
Also alles in allem zwei völlig verkorkste Wochen! :wand: :keule:

Ich habe dann vor zwei Wochen das Phosphatstoßdüngen eingestellt. Eine dreitägige Düngerfastenkur gemacht, die Scheiben freigeschabt :putzen: , Filterein- und Auslauf sowie Schläuche gereinigt und die tägliche Kramerdrakzufuhr anschließend auf 2 Tropfen (ca. 0,005 mg/l ) runtergeschraubt. Alle zwei Tage 4-fache Menge EC ins Becken gekippt und siehe da... mittlerweile sind die Bartalgen verschwunden, Filterein- und Auslauf, sowie Schläuche immer noch blitzeblank und die Staubalgen haben sich bis auf eine Stelle in der rechten vorderen Ecke auch nicht wieder ausgebreitet.
Hier mal ein Bild der Stelle des Anstoßes:


Das gesamte Becken sieht mittlerweile so aus:

Etwas verkrautet, aber alles wächst gut und gesund. Wie man sehen kann, perlt es nach ein paar Stunden wie sau und trotz mittlerweile fast drei Monaten ohne Wasserwechsel fühlen sich alle Bewoher pudelwohl. Meine Sakuras habe vor einer Woche Nachwuchs bekommen! :gdance:

Mit dem Layout bin ich allerdings nicht mehr soooo zufrieden. Die Eleocharis breitet sich im ganzen Becken aus und zwischen dem schönen HCC-Teppich haben sich trotz regelmäßigem Absammeln Weepingmoosreste festgesetzt. Außerdem sind für meinen Geschmack mittlerweile zu viele verschiedene Pflanzensorten drin und es wirk zu unruhig. :pfeifen:
Ich werde versuchen die Staubalgen noch in den Griff zu bekommen und dann mal überlegen wie und ob es mit dem Becken weitergeht.

Wasserwerte von vorgestern gibt es natürlich auch:
KH: 2,375°
GH: 3,875°
pH: 5,4
NO3: 3 mg/l
PO4: n.n.
K: ~ 3,5 mg/l
Fe: 0,03 mg/l
Ca: 20,625 mg/l
Mg: 4,3 mg/l (6,3 mg/l)
Werte in () sind aufgedüngt.

Ich fahre nun seit gut zwei Wochen völlig mangelfrei diesen geringen NO3 Wert.
Ich habe mittlerweile die Vermutung, dass das auch bei generell weichem Wasser und niedrigem restlichen Nährstoffniveau kein Problem ist. Es ist halt alles irgendwie ausgewogen. Kein Wert reist irgenwo nach oben oder unten aus oder läuft gar in den Mangel.

Noch mal abschließend zu den Staubalgen:
Ich werde das jetzt erst mal ein paar Wochen einfach beobachten. Teilweise ist ja auch davon die Rede den Lebenszyklus einfach auzusitzen. Wenn das dann nix bringt, dann schabe ich noch mal ab und versuche die Reste dann gleich irgendwie abzusaugen.

Gruß
Sascha
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Beitragvon Ada » 24 Mär 2014 11:37
Hallo Sascha,

täuscht das zweite Bild oder schwimmt da eine Kahmhaut? Falls ja würde ich die Mikroflora noch etwas anschieben.
Ansonsten gefällt mir Dein Becken immer noch.
Freundliche Grüße
Adam
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