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Beitragvon bocap » 22 Okt 2013 13:52
Hallo Nik,

welche Anreicherungen meinst du im Speziellen?
Außer Kalium würde mir jetzt spontan nix einfallen wo ich mir momentan bezüglich Anreicherung in meinem Wasser Gedanken machen müsste. Wenn ich mein Becken mit Duradrakon auf KH4 aufhärte kämen aber auch grade mal 2,6 mg/l Kalium dazu. Das sollte nicht wirklich Kriegsentscheident sein.

Was übersehe ich? :?

Gruß
Sascha
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Beitragvon nik » 22 Okt 2013 14:13
Hi Sascha,
du willst doch bedarfsgerecht zugeben. Für die KH passt das, aber du gibst mit Duradrakon weitere Stoffe hinzu, die nicht im gleichen Maß gebunden werden und sich - im Gegensatz zum ww - akkumulieren.

Gruss, Nik

Sorry, vom Smartphone
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Beitragvon bocap » 22 Okt 2013 14:47
Tach!

okay, da ich mich je ehrlichgesagt mit reinem Leitungswasser was schwer tue (weiß man halt nie so genau was da alles dinnsteckt!), währe eine Alternative doch ein z.B. 25% TWW mit dest. Wasser welches ich vorher auf KH 13 aufhärte, oder? Dann kommt im Becken auch wieder KH 4 raus.

0,75 * 1 + 0,25 * 13° = 4°
Richtig?

Gruß
Sascha
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Beitragvon nik » 22 Okt 2013 17:52
Hi Sascha,

und womit härtest du dein destiliertes Wasser auf?

Du kannst ein beliebig großes Brimborium ;) daraus machen, ein auf Zielwerte eingestelltes Wechselwasser ist die einfachste und naheliegende Lösung. Du musst auch nicht auf mögliche Probleme mit Leitungswasser starren wie das Kaninchen auf die Schlange. Leitungswasser geht. Es geht um best practice und dann hilft mitunter ein Schritt zurück und eine unvoreingenommene Betrachtung. Ich mache es schon Jahre nur mit Leitungswasser und habe vorher lange deionisiert. Momentan fehlt mir eindeutig die Notwendigkeit für den Aufwand der Wasseraufbereitung. Das sind keine "kriegsentscheidenden" ;) Vorteile.

Das Becken ist gestalterisch gut gelungen.

Gruß, Nik
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Beitragvon bocap » 22 Okt 2013 18:15
Hi Nik,

vielleicht mache ich es mir wirklich wieder zu kompliziert... :irre:
Trotzdem bleibe ich dabei, dass mir Leitungswasser weniger sympathisch ist als eingestelltes dest. Wasser. Ich werde heute Abend also mal 10 Liter dest. Wasser auf KH 4 aufhärten und wechseln.

Gruss
Sascha
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Beitragvon bocap » 23 Okt 2013 07:31
Guten Morgen zusammen,

gestern Abend habe ich 10 Liter destilliertes Wasser mit Duradrakon auf KH 4 aufgehärtet und damit einen 25%-igen TWW im Becken gemacht. Außerdem habe ich noch ein paar Stengel Rotala Goias und ein paar Fetzen Riccia sp. 'Dwarf' von Olaf (kiko) gepflanzt.

Die ersten kleinen sichtbaren Bakterienrasen machen sich hier und da auf den Wurzeln breit. Wenn sie größer werden - so wie damals in meinem Sandbecken - dann stelle ich mal ein Foto ein.

Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 26 Okt 2013 23:15
Hallo Leute,

hier mal wieder ein kurzes Update. Momentan sieht es so aus:

Also mir gefällt's! :D
Im direkten Vergleich zum Foto von vor einer Woche sieht man zwar nicht allzu viel, aber live im Detail erkennt man schon, dass sich überal im Becken was regt. Was ich aber bald noch ändern werde ist die Bepflanzung mit dem Moos. Das muß meiner Meinung nach grade auf den Wurzeln noch was mehr sein.

Gemessen habe ich heute folgende Wasserwerte:
pH: <6
CO2 Dauertest: Grün bei 15 bpm
KH: 1° (6°)
GH: 4° (11°)
NH4: n.n.
NO2: n.n.
NO3: 5 mg/l
PO4: n.n. (0,5 mg/l)
K: ? (mind. 4,5 mg/l)
Fe: n.n.
Ca: 20 mg/l (53 mg/l)
Mg: 5 mg/l (15 mg/l)
*Werte in () sind die nach dem Messen aufgedüngten.

Der Nährstoffgehalt des Wassers ist sehr gering. Ammonium und Nitrit sind nach grade mal einer Woche schon nicht mehr nachweisbar. Ammonium habe ich von Anfang an nicht nachweisen können, obwohl das Soil davon viel abgeben soll. Nitrit war nie höher als 0,1 mg/l. Ich würde das mal spontan auf die den Special Blend und den NiteOut II zurückführen. Das Einfahren mit diesen beiden Produkten funktioniert super.
Die KH ist innerhalb von 4 Tagen wieder von ca. 2° auf 1° gefallen. Das messen der KH ist aber ehrlich gesagt momentan eher ein Ratespiel. Mit doppelter Wassermenge kann man beim ersten Tropfen (0,5°) nur mit viel Mühe einen ganz leichten Blauschimmer der Probe erahnen. Der zweite Tropfen läßt das Ganze dann in einen ganz leichten Gelbschimmer umschlagen. Der pH ist weiterhin - auch aufgrund der niedrigen KH - auf unter 6. Das ist mir erlichgesagt ein wenig niedrig. Irgendwas um die 6,5 fänd ich toll. Aus diesem Grund habe ich eben das Wasser im Becken durch Zugabe von Duradrakon auf KH 6 aufgehärtet. Das so dann so aus:
Der Nebel des Grauens... :smile:

Ich habe das bewußt nicht wie vor vier Tagen mit einem Wasserwechsel verbunden. Der Nährstoffgehalt des Wasser ist wie gesagt sehr gering und auch sonst gibt das Becken und der bisherige Verlauf keinen Anlass zu einem Wasserwechsel. Das Soil bindet unter anderem die Hydrogencarbonate sowie das Calcium. Durch Aufsalzen mit Duradrakon werde ich in den kommenden Wochen versuchen eine Sättigung des Soils zu erreichen und die KH dann konstant irgendwo bei 3-4° zu halten. Über eine Anreicherung irgendwelcher Nährstoffe mache ich mir erst mal keine Sorgen. Einzig Kalium fällt mir da spontan ein, was ich momentan aber leider mangels Test nicht messen kann.
Aus einem Bauchgefühl herraus habe ich mich entschlossen auch Phosphat einfach mal auf 0,5 mg/l aufzudüngen. Ich habe zwar mittels meines DIY All-in-One Düngers im Wochenverlauf insgesamt 0,35 mg/l zugedüngt, aber da das Soil ja zu Beginn auch Phosphat binden soll, kann ein bisschen mehr am Anfang sicher auch nicht schaden.
Eisen ist zwar nicht nachweisbar, braucht es aber meiner Auffassung nach bei täglicher Düngung auch gar nicht. Ich dünge momentan 1/4 der empfohlenen Dosierung.
Nitrat ist jetzt innerhalb von einer Woche trotz täglich 1 mg/l nitratäquivalenter Stickstoffdüngung von 10 auf 5 mg/l gesunken. Wenn ich den 20%igen Wasserwechsel von vor vier Tagen mal unbeachtet lassen, macht das einen täglichen Verbrauch von etwa 1,7 mg/l nitratäquivalentem Stickstoff. Ich werde diese Woche aber erst mal weiter nur 1 mg/l düngen und dann mal schauen wies kommendes Wochenende ausschaut.

Mit dem Pflanzenwuchs bin ich zufrieden. Da ich mit Ausnahme von ein paar wenigen Stengeln Hydrocotyle cf. tripartia ja außschließlich mittel- und langsamwachsende Pflanzen im Becken habe sieht man halt nicht jeden Tag den großen Wachstumsschub. Das HCC ist zwar noch weit davon entfernt schön dicht zu sein, aber im Vergleich zu letzter Woche hat sich da schon gut was getan. Und sobald die Eleocharis acicularis im Hintergrund mal hinter den Steinen und Wurzeln hervorwächst, wir das optisch sicher auch noch mal was mehr her machen.

Gestern sind dann auch gleich mal die ersten Garnelen eingezogen. Ein lustiger Trupp aus 10 Amanos und 5 Sakuras. Nach anfänglicher Hektik im Becken ist heute schon wieder Ruhe eingekehrt und es wird gemütlich und friedlich nach Essbarem gesucht. Die Amanos machen sich schon den ganzen Tag munter über die vereinzelten Baktierienrasen an den Wurzeln her. :smile:



Ich erfreue mich momentan mal wieder am - bis jetzt - absolut reibungslosen Start. Ich habe grade noch mal nachgeschaut... Im Sandbecken hatte ich nach einer Woche ein kurzes, spontanes Auftreten von Pinselalgen und auch einen Hauch von Kieselalgen... Bis jetzt ist in diesem Becken von Algen weit und breit keine Spur! :gdance:

Hier zum Abschluss für heute noch ein paar Detailaufnahmen aus dieser Woche:




Ich hoffe es gefällt euch! :bier:

Tschüss,
Sascha
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Beitragvon mat.ze » 27 Okt 2013 16:36
gefällt mir sehr gut. Freue mich schon auf weitere Bilder, wenn die Pflanzen noch ein wenig gewachsen sind.
Gruß Mathias
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Beitragvon Giftzwerch28 » 27 Okt 2013 20:15
Hallo Sascha!

Klasse Fotos, sehr schön anzusehen.
Nebenbei möchte ich mal ein kleines Lob bzw. ein Dankeschön loswerden.
Das was du alles so angehst/probierst, egal ob Geringfilterung, Düngelösungen usw.
ist für mich sehr interessant und regt oft zum nachmachen/selberprobieren an. :thumbs:
Weiter so.


Gruß Alex
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Beitragvon bocap » 28 Okt 2013 08:47
:kaffee2:,

danke Mathias und Alex für euer Feedback.

mat.ze hat geschrieben:Freue mich schon auf weitere Bilder, wenn die Pflanzen noch ein wenig gewachsen sind.

Ich würde mal schätzen, dass das locker noch ein, zwei Monate dauert, bis es langsam so gewachsen ist, wie ich mir das vorstelle. Momentan fehlt noch ein wenig die "Patina". :smile:

Giftzwerch28 hat geschrieben:Das was du alles so angehst/probierst, egal ob Geringfilterung, Düngelösungen usw.
ist für mich sehr interessant und regt oft zum nachmachen/selberprobieren an. :thumbs:
Weiter so.

Nun ja, dass Thema Geringfilterung ist ja nicht auf meinem Mißt gewachsen, ich setzte das nur um. Bei der Geringfilterung glaube ich aber, dass viele Leute da viel zu ängstlich, bzw. vorsichtig rangehen. Ein neues, gut bepflanztes Becken - zu Anfang ja eh noch ohne Besatz - würde ich stets komplett ohne Filtermedien starten. Das führt meiner Meinung nach dann dazu, dass sich der wichtige Biofilm gleich von Anfang an im Becken und nicht in den Filterschwämmen ansiedelt. Grade wenn man Soil im Becken hat, dann hat man damit bereits eine riesige Besiedlungsfläche für Bakterien. Ich bin mir sicher, dass selbst mit normalem Fischbesatzt und sparsamer Fütterung keine zusätzlichen Filtermedien im Filter notwendig sind. Wichtig ist dabei aber auch eine odentliche Umwälzung. Die sorgt für eine gute Nährstoffverteilung, was auch den Bakterien zu gute kommt.

Das mit der DIY All-in-One Düngerlösung ist vom Prinzip her eher ein Produkt meiner Bequemlichkeit! :smile:
Aber auch das ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen. Tropica macht das vor und es gibt einige englischsprachige Anleitungen im Internet, wie man sich einen DIY Tropicadünger herstellen kann. Ich habe lediglich die Nährstoffverhältnisse meinen Vorstellungen nach angepasst. Da fällt mir ein, dass ich heute auch noch mal die Düngelösung testen sollte...


Gestern habe ich auch noch mal pH, KH und GH gemessen:
pH: 6
KH: 3°
GH: 7°
Das Soil hat binnen knapp 24 Stunden rechnerisch 3° KH und 4° GH "geschluckt"! :shock:
Ich bin mal gespannt wie lange das noch anhällt. der pH ist dafür aber erstmalig wieder auf der Testskala messbar.

Gruß
Sascha
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Beitragvon ThePlantEngineer » 28 Okt 2013 18:50
Hey Sascha,

ein tolles Becken hast du dir da zusammen gebastelt. [THUMBS UP SIGN] Ich hab deinen Thread gleich mal abonniert.

Bin sehr gespannt, wie deine Erfahrungen mit Soil langfristig so aussehen. Deine ersten Erfahrungen decken sich schon mal mit meinen, aus meiner 'Garnelen-Zeit' [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]

Viel Erfolg!

VG
Denis
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Beitragvon bocap » 29 Okt 2013 08:22
Guten Morgen Denis,

schön das es dir gefällt! :bier:
ThePlantEngineer hat geschrieben:Bin sehr gespannt, wie deine Erfahrungen mit Soil langfristig so aussehen. Deine ersten Erfahrungen decken sich schon mal mit meinen, aus meiner 'Garnelen-Zeit'

Wie sind denn deine Erfahrungen langfristig mit Soil? In deinem "Kräutergarten 2.0" hast du ja nur noch Sand drin wenn ich das richtig sehe, oder?

Sofern ich das nach gut 1 1/2 Wochen beurteilen kann, läuft das bei mir mit dem Soi bis jetzt doch ganz gut. Ich merke langsam, dass die Pflanzen im Becken angekommen sind und anfangen loszulegen. :grow:
Einziges kleines Ärgernis momentan ist, dass mir die fünf Posthornschnecken die ich aus meinem alten Becken eingesetzt habe, eigentlich fast täglich ein bis zwei kleine Büschel HCC aus dem Soil holen. Ich sammle das dann immer wieder ein und stecke es einfach wieder etwas tiefer ein. Nervt aber trotzdem langsam!

Dann habe ich gestern noch mal meinen DIY All-in-One Dünger auf Phosphat und Eisen getestet.
Der Dünger ist jetzt genau drei Wochen alt (07.10.) und liefert immer noch die eingestellten Mengen an Phosphat und Eisen. Ausfällungen gibt es also anscheinent keine. Auch rein optisch sieht die Lösung gut aus.

Gruß
Sascha
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Beitragvon ThePlantEngineer » 29 Okt 2013 09:45
Moin Sascha,

ja, richtig, mein Käutergarten hat nur Sand (und ein paar Düngekugeln bei den Echis und Cryptos... um ehrlich zu sein).

Ich hab 2 Jahre einen 60l Cube mit ADA Soil laufen gehabt. Die Pflanzen haben gewurzelt wie verrückt. Zu Beginn war es aber stressig sie im Boden zu halten. Insgesamt fand ich das Thema Düngung mit Soil zu unübersichtlich. Deshalb werde ich zunächst mit Sand arbeiten. In meinen Garnelenbecken wiederum ging es für die Zucht ja um einen möglichst nicht vorhandene KH und einen geringen Nährstofflevel. Dafür waren die Soils von Shirakura und z.B. Fluval perfekt. Kombiniert mit verschnittenem Leitungswasser bekommt man auch auf Dauer ein extremes Weichwasser und der pH-Wert liegt stets im sauren Bereich, ohne viel zu tun.

Nun züchte ich nicht mehr und bin bei Pflanzenaquarien gelandet, dort liegt die Priorität natürlich etwas anders. Im direkten Vergleich zu ADA wachsen meine Pflanzen im Sand langsamer, aber das justiere ich mir im Laufe der Zeit noch hin :-)

VG
Denis
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Beitragvon bocap » 29 Okt 2013 14:31
Moin Denis,

ThePlantEngineer hat geschrieben:Insgesamt fand ich das Thema Düngung mit Soil zu unübersichtlich.

Das war der Hauptgrund warum ich mich für ein nicht extra vorgedüngtes Soil entschieden habe. Vor allem aber auch, da dass meiner Meinung nach eh besser zu meinem Ansatz mit Altwasser passt. Da sind mir die vorgedüngten Soils ala ADA, Enviroment usw. auch eher nicht für ausgelegt.

Bezüglich der KH und des pH-Wertes bin ich mal gespannt wo sich das die kommenden Wochen hin entwickeln wird.

Gruß
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Beitragvon bocap » 04 Nov 2013 10:38
Morgen zusammen,

ich möchte euch heute wieder ein kleines Update vom Becken geben.
Ende vergangener Woche sind mir das erste mal in der unteren Hälfte der Front- und rechten Seitenscheibe grüne Punktalgen aufgefallen. Es sind zwar nicht grade wenige, aber man muss schon ziemlich genau hinschauen um sie wahrzunehmen.

Trotzdem finde ich das erst mal ziemlich :censored: !
Ich versuche aber die Ruhe zu bewahren und nicht vorschnell oder unüberlegt zu Handeln.

Laut meiner Recherche sind die grünen Punktalgen voraussichtlich auf folgende Faktoren zurückzuführen:
Viel Licht
Viel Licht habe ich mit 42 lm/L schon, beleuchtet wir aber auch nur 6 Stunden am Stück. Da diesem Faktor werde ich auch erst mal nichts ändern.
Zu wenig CO2
Der Dauertest zeigt am Ende der Beleuchtungsphase noch ein schönes, knackiges Grün an. Also noch mindestens 20 mg/l, was wohl ausreichen sollte. Mehr CO2 würde mir meinen pH noch weiter runterdrücken. Dieser liegt momentan wieder bei unter 6, was mir eigentlich zu wenig ist. Damit "kämpfe" ich zur Zeit auch noch. :smile:
Ungleichgewicht zwischen Phosphat und Kalium
Hier sehe ich einen möglichen Ansatzpunkt. Leider habe ich momentan aber keinen Kaliumtest um zu testen. Rein rechnerisch habe ich dem Becken aber seit dem Start nur insgesamt rund 9,5 mg/l Kalium zugeführt. Allerdings soll das Soil ja auch Kalium abgeben, sodass ich über den momentanen Gehalt im Wasser leider nur spekulieren kann. Ich denke aber, dass er deutlich über 10 mg/l liegt. :glaskugel:
Phosphat wiederum soll von dem Soil am Anfang geschluckt werden. Da ich aber bis vergangene Woche lediglich 0,05 mg/l mit der täglich Düngung zugeführt habe sowie vergangenen und diesen Samstag zusätzlich 0,5 mg/l auf Stoß gedüngt habe, könnte ich mir vorstellen, dass es für den Anfang vielleicht etwas wenig war.
Phosphat war bis jetzt noch zu keinem Zeitpunk nachweisbar. Ich werde heute Abend noch mal testen ob von den 0,5 mg/l von Samstag plus den insgesamt 0,1 mg/l von gestern und heute noch was nachweisbar ist.
Wenn nicht werde ich wieder 0,5 mg/l auf Stoß düngen und Mittwoch dann noch mal messen.
Dabei werde ich beobachten ob die Punktalgen zunehmen oder stagnieren.

Die Wasserwerte von Samstag sahen wie folgt aus:
pH: <6
CO2 Dauertest: Grün bei 15 bpm
KH: 1,5°
GH: 7°
NH4: n.n.
NO2: n.n.
NO3: 5 mg/l
PO4: n.n. (0,5 mg/l)
K: ?, mind. jedoch 9,5 mg/l
Fe: 0,03
Ca: 30 mg/l
Mg: 12 mg/l
*Werte in () sind die nach dem Messen aufgedüngten.

Die Nitrifikation läuft. Ich werde das NiteOut II jetzt nur noch 1x wöchentlich in der normalen Wartungsdosis verwenden. Den Special Blend aber noch zwei Wochen in der erhöhten Startdosierung wie empfohlen.
Trotz meiner minimalen Eisendüngung (1/4 der empfohlenen Menge) ist Eisen das erste mal nachweisbar gewesen. Hier bin ich mal gespannt wie sich der Verbrauch entwickelt wenn ich über die Woche jetzt mal mehr Phosphat zugebe.
Die KH ist innerhalb von sechs Tagen wieder um 1,5° gefallen. Die GH ist bei 7° stehen geblieben. Das Soil saugt also zumindest noch Hydrogencarbonate aus dem Wasser. Wobei mir die KH mit jetz 1,5° wieder etwas niedrig ist. 3°-4° sind hier das Ziel. Ich überlege momentan die KH gezielt mit einem Gemisch aus Natrium- und Kaliumhydrogencarbonat anzuheben. Hier würde sich das Duradrakon KH-Plus von Drak anbieten. Mal sehen ob ich mir das damnächst mal zulegen werde. Dann vielleicht gleich mit einem vernünftigen Kaliumtest von MN. :D

Ansonsten bin ich aber mit dem Start des Beckens und er Entwicklung zufrieden. Die Pflanzen wachsen langsam aber stetig und der letzte Wasserwechsel ist nun auch schon fast zwei Wochen her. Das einzige was mich in den letzten Tagen immer wieder auf die Palme gebracht hat, waren die Schnecken die immer wieder ganze Büschel HCC aus dem Boden geholt haben. Ich habe quasi täglich wieder einiges neu einpflanzen müssen. Seit zwei Tagen ist da aber auch nix mehr hoch gekommen.

Gruß
Sascha
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