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Beitragvon bocap » 29 Apr 2013 21:41
Nabend,

heute an Tag 3 haben sich wieder einige CO2 Bläschen an der Wasseroberfläche gebildet. Diesmal deutlich weniger wie gestern, was wahrscheinlich aber auch daran liegt, dass ich die Blasenzahl deutlich verringert habe. Bei genauerer Inspektion der Oberfläche konnte ich nun doch eine minimale Kammhaut erkennen.
Also wieder mit Küchenkrepp abgezogen und nun ist wieder alles gut.

Auf der Wurzel sieht man an einigen Stellen schon einen richtig schönen, satten Biofilm.
Ich "dünge" momentan jeden zweiten Tag das ML/Nite-Out II und täglich das ML/BC. Das ML/SB verwende ich wöchentlich mit dem Wasserwechsel. Hier mal ein Foto von dem Prachtstück :D
19887

Seit gestern ist mir auch aufgefallen, dass viele kleine Bläschen vom Bodengrund aufsteigen. Sind wahrscheinlich Lufteinschlüsse aus dem Sand. Mal sehen wie lange das noch anhält. Ich hoffe dadurch bilden sich keine anaeroben Zonen oder faule Stellen im Sand.

Ich habe grade noch mal die KH und den pH gemessen. Liegen jetze bei 6 und 6,9, was rechnerich zu einem CO2 von 21 mg/l führt. Also voll im grünen Bereich (sagt auch der Dauertest). Ich versuche jetzt über das CO2 einen pH von 6,7 bis 6,9 zu halten, so dass ich bei konstanter KH einen CO2 Spiegel von ca. 20-30 mg/l habe.

Außerdem möchte ich mich ab heute mal was eingehender mit dem Thema Mineralsalze, sowie dem Ca:Mg Verhältnis beschäftigt. Als Basis dafür und natürlich auch für die weitere Düngung, habe ich mir heute von meinem Wasserversorger einen aktuellen Prüfbericht schicken lassen.
Ca:Mg Verhältnis sieht ja mit 28,7:6,8 erst mal ganz gut aus, ich würde es aber gerne mit einem passenden Mineralsalz auf ca. 3:1 einstellen. Dafür werde ich mir dann auch noch den GH und den Ca Test von JBL zulegen. Der Ca Test soll ja - verdünnt - auch für den Süßwasserbereich brauchbar sein.
Die GH liegt laut Bericht bei 5,6 °dH, die KH aber nur bei 3,3 °dH, messen tue ich mit dem JBL Tröpfchentest aber eine KH von 6° dH. Wie kann das sein? Welcher Wert stimmt?? :? Ist ja nicht ganz unbedeutend für die Bestimmung des CO2 Gehaltes. Ich hoffe mir kann da jemand helfen.

Sonst hab ich erst mal keine Probleme. :D

Hier noch mal ein Foto von heute.
19886
Limnophila sessiliflora, Ludwigia repens und die Bacopa australis sind schon sichtbar gewachsen. :grow:

So, dass wars für heute. Ich hoffe jemand weiß ne Antwort auf mein KH Problem.

Gute Nacht
Sascha

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Wasserbericht 0912.pdf
(1.31 MiB) 82-mal heruntergeladen

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Beitragvon Moritz Aquascaping » 30 Apr 2013 16:01
Hallo

Layout gefällt mir sehr gut, wird sicher sehr hübsch, wenn die hinteren Stengelpflanzen richtig buschig gewachsen sind :thumbs:

Habe selbst gerade bei Bekannten (nicht Aquarianer) ein Aquarium mit den gleichen Abmessungen eingerichtet. Dieses Becken hat leider nur 15 Watt T8!; :nosmile:, da eine stärkere Beleuchtung zu teuer gewesen wäre. :-/ Man merkt im Vergleich mit deinem AQ sofort den Unterschied!!

Beste Grüße,
Moritz
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Beitragvon bocap » 30 Apr 2013 23:19
Hallo Moritz,

danke für die Blumen. :smile:
Die Limnophila sessiliflora hinten rechts in der Ecke werde ich wohl heute Abend das erste mal zurückschneiden und noch ein zwei Lücken mit Triebspitzen auffüllen. Ich habe dazu schon zwei gute Artikel im FAN gelesen.
Ja, der DIY Leuchtbalken mit den beiden 24Watt Leuchtstoffröhren passt wie Arsch auf Eimer in das Becken.
Im direkten Vergleich mit dem Becken von meinem Sohn wo nur ~0,3 W/L leuchten ist das mit den fast 0,9 W/L schon ein riesen unterschied. Die Reflektoren und der helle Sand erhöhen die Helligkeit noch mal ein ganzes Stück.

Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 01 Mai 2013 19:39
Hallo,

so, heute habe ich drei Stengel der Limnophila sessiliflora gekürzt und mit den Triebspitzen noch ein paar kleine Lücken geschlossen. Wenn in ein paar Tagen die Stengel alle an der Oberfläche sind, schneide ich sie mal auf ca. 5cm über dem Boden zurück.
Dann habe ich noch ein paar unschöne Stellen an der Hydrocotyle cf. tripartita und an der Ranunculus inundatus weggeschnitten.

Außerdem habe ich mir aus einem Stück Acrylglas eine einfache Breitstrahldüse gebastelt. Die Bewegung der Wasseroberfläche gefällt mir jetzt noch ein bisschen besser. Das ganze wirft jetzt schöne, sanfte Wellen. Ich hoffe das hilft noch ein wenig gegen die minimale Kammhaut.
19915

Ich habe heute auf dem Boden so kleines Gekrümels entdeckt. Ist irgendwie fast nur um die HCC Inseln rum.
Einzige Bewohner sind 3-4 winzige Schnecken. Tippe mal auf Blasenschnecken die ich mir mit den Pflanzen eingeschleppt habe. Ist das Scheckenkot??
19914

Beim Thema Mineralsalze und Ca:Mg Verhältnis bin ich auch weiter. Ich habe mit für das PMS entschieden, da mein Leitungswasser bereits grob ein 4:1 Verhältnis hat und ich mit dem erhöhten Mg Anteil im PMS das Verhältnis gut auf 3:1 drücken kann ohne großartig die KH anzuheben.
Der GH Test den ich mir gestern übrigens noch gekauft habe hat ein GH von 9 für mein Becken angezeigt.
Also KH ist jetzt 6 und GH 9. Ist übrigens noch identisch mit dem Leitungswasser und fast doppelt so hoch wie im Prüfbericht meines Wasserversorgers.
Deshalb habe ich mir auch grade gleich noch den JBL Ca-Test bei Tobi im Shop bestellt. Am Samstag wenn der erste Wasserwechsel ansteht, werde ich dann das Leitungswasser gleich mal auf Ca und Mg durchmessen und dann entsprechend mit PMS einstellen.
Achso und den kleinen Glas-CO2 Dauertest für Nanobecken habe ich mir auch gleich mitbestellt. Dann bekommt mein Sohn seinen Dauertest entlich wieder. :smile:

Hier dann auch noch mal eine Gesamtansicht von heute. Die milchig weißen Beläge an der Wurzel sind Bakterienkolonieen die sind in den letzten beiden Tagen deutlich größer geworden.
19916

Macht euch noch nen schönen Abend,
Sascha
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Beitragvon bocap » 03 Mai 2013 07:31
Morgähn! :kaffee2:

Kurzes Update:
Das beschriebene Gekrümels aus meinem letzten Beitrag hat zugenommen. Es findet sich nun auch auf einigen Blättern - vor allem denen der Ludwigia repens. Es scheint irgendwo im Becken war noch ein Schneckengelege versteckt, denn ich habe rund 6-7 winzige, fast noch transparente Schnecken auf den Scheiben entdeckt. Ich denke das ist erst mal nichts schlimmes und hoffe das sich das mit der Zeit von alleine reguliert.
Ansonsten sieht alles sehr gut aus. Noch deutlich sichtbare Bakterienblüte auf der Wurzel, aber keine Spur von irgendwelchen Algen. Pflanzen wachsen auch prächtig. Vor allem die Limnophila sessiliflora! :shock:

Thema Teilwasserwechsel:
Morgen ist ja die erste Woche rum und eigentlich steht somit auch der erste TWW an. Aber eben dazu habe ich mir gestern Abend noch so meine Gedanken gemacht. Muß/Soll ich wirklich ca. 50% Wasser wechseln? :?
Was spricht in einem reinen Pflanzenbecken dafür, außer dass man verhindert das sich Nährstoffe anreichern? Ich taste mich momentan an den tatsächlichen Nähstoffverbrauch meines Beckens ran, so wie es Aram in seinem Thread zum optimalen Düngesystem beschrieben hat.
Wenn ich trotz vollständiger Düngung (NPK, Mikros + Spurenelemente) das Nährstofflevel in meinem Becken auf einem geringen bis mittleren Niveau halte, was hat das Leitungswasser dann was ich unbedingt in meinem Becken brauche? Hohle ich mir dadurch nicht evtl. wieder neue Probleme ins Becken, bzw. sorge wieder für ein Ungleichgewicht, welches sich über die Zeit eingestellt hat oder zumindest auf dem Weg war?
Was denkt Ihr? Wasserwechsel oder nicht?

Gruß
Sascha
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Beitragvon troetti » 03 Mai 2013 10:42
Hi Sascha,
das entwickelt sich ja gut. :thumbs:

Der modifizierte Filterausfluss sieht prima aus. Du solltest nur darauf achten, dass die Oberflächenbewegung nicht zu groß ist, denn dadurch treibst Du sehr schnell das zugeführte CO2 wieder aus.
Also, obacht. :wink:

Die Krümel sehen tatsächlich nach AA aus. Nix Schlimmes. Und im Laufe der Zeit kommt da bestimmt noch mehr zu. :D

Der weiße Bakterienbelag wird sich auch in einiger Zeit von alleine erledigen.

50% Wasserwechsel halte ich für sinnvoll, da nicht alle Bestandteile des Düngers gleichmässig aufgenommen werden. Besonders in der Einfahrphase, in der sich die Pflanzen noch eingewöhnen.
Um eine extreme Anreicherung eines bestimmten Düngestoffes zu vermeiden, ist der große Wasserwechsel anzuraten.
In ein paar Wochen, wenn sich Alles "zu Hause" fühlt, sieht die Sache schon anders aus, denn man weiß was besonders benötigt wird und was weniger. Dementsprechend wird gedüngt.
Aber ich denke, dass min. 25% wöchentlicher Wasserwechsel obligatorisch sein sollte. :smile:
Gruß Eddy
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Beitragvon bocap » 03 Mai 2013 12:42
Hi Eddy,

schön das du dich zu Wort meldest.
Ja, es läuft bis jetzt noch alles rund. Keine Spur irgendwelcher Probleme. Aber die kommen noch, da bin ich sicher! :-/

Die Oberflächenbewegung mit dem Auslaß ist schön "smooth". Die Breitstrahldüse erzeugt schöne kleine Wellen die sich fast über die komplette Oberfläche ziehen. Der CO2 Dauertest ist hellgrün bei 20 Blasen/Min.
Also alles i.O.

Mit den Krümeln habe ich mir schon fast gedacht das es Kot ist. Was sollte es auch sonst sein. Hatte mich nur ein wenig über die Menge gewundert die von ein paar kleinen Schnecken erzeugt wird. Mehr wird das hoffentlich nicht. Jedenfalls ist erst mal kein weiterer Besatz geplant.

50% Wasserwechsel halte ich für sinnvoll, da nicht alle Bestandteile des Düngers gleichmässig aufgenommen werden. Besonders in der Einfahrphase, in der sich die Pflanzen noch eingewöhnen.

Richtig, dass nicht alle Nährstoffe gleichermaßen verbraucht werden ist klar, darum messe ich ja wöchentlich NO3, PO4, FE, Ca und Mg, (K Test will ich auch noch haben) um zu prüfen ob sich da was akkumuliert. Sollte das so sein, passe ich natürlich die Düngung an, bzw. wenn's sich nicht vermeiden lässt, dann wird auch mal Wasser gewechselt. Aber sofern sich der Nährstoffspiegel in einem vernünftigen, ausreichend geringen Rahmen bewegt und die Verhältnisse stimmen, was spricht dann noch dagegen kein Wasser zu wechseln?

Ich glaube einige fahren hier ziemlich erfolgreich Becken ohne oder nur mit ganz geringen Wasserwechseln.
Bei Nik läuft es doch auch darauf hinaus wenn ich das richtig verstanden habe.
Das Ganze erscheint mir auch wesentlich sympatischer und logischer im Hinblick auf eine gut funktionierende Mikroflora, bzw. ein gesundes Gleichgewicht im Becken. Meiner Meinung nach bringt frisches Leitungswasser (auch wenn ich es ggf. aufdünge) wieder Unruhe ins Becken.
Ich lasse mich aber gerne mit plausiblen, fundierten Gegenargumenten eines Besseren belehren! :D

Gruß
Sascha
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Beitragvon troetti » 03 Mai 2013 12:49
bocap hat geschrieben:Ich lasse mich aber gerne mit plausiblen, fundierten Gegenargumenten eines Besseren belehren!

Dazu fehlt mir die Erfahrung. :wink:
Darum ganz nach dem Motto "wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal die Fresse halten". :lol:
Und das mache ich an diesem Punkt. :wink:
Gruß Eddy
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Beitragvon bocap » 03 Mai 2013 12:54
Darum ganz nach dem Motto "wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal die Fresse halten".

Das ist auch der Grund warum ich hier momentan eigentlich nur Fragen stelle aber nicht wirklich welche beantworten kann! :D Ich habe aber den Willen irgendwann auch mal was zurück zu geben. :bier:
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Beitragvon Aquariophilo » 03 Mai 2013 13:02
Hi,

Du hast recht, NO3, PO4, K, Fe, Ca, Mg kann man schon ganz gut messen (und bedarfsgerecht düngen), aber die Spurenelemente, aus denen der Volldünger zusammengesetzt ist, sind schwierig zu messen und auch einzeln im Alltag kaum zu dosieren (Aufwand ohne Ende).

Um also dieses (im Volldünger) ausgewogene Verhältnis der Spurenelemente zu erhalten, bitete sich schon ab und zu ein Wasserwechsel an.

Prinzipiell hast Du aber Recht: Ständiger Wasserwechsel bringt tatsächlich Unruhe ins Becken. Ich habe nach dem wöchentlichen WW immer eine Kahmhaut, die sich im Laufe der Woche wieder verflüchtigt, um dann nach dem WW erneut zu erscheinen :? Und das habe ich schon mit verschiedenen Wässern ausprobiert (Leitungswasser, Osmosewasser, Quellwasser). Wahrscheinlich holt man mit dem WW die im Aquarienwasser flottierenden Bakterien zum Teil heraus, und deren Aufgabe wird dann kurzzeitig vonden Kahmhautbakterien übernommen, bis sich die Bakterien des Aquariumwassers wieder vermehrt haben.
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon bocap » 03 Mai 2013 13:13
Hi Stefan,

so sieht halt auch meine Theorie aus.
Die Spurenelemente hatte ich auch schon auf dem Schirm. Die lassen sich natürlich nicht messen und auch nicht gezielt nachdüngen. Aus dem Grund gebe ich momentan auch nur ca. 50% der empfohlenen Dosis an Eisenvolldünger ins Becken. Ein Teil SE kommt ja auch noch durch das PMS. Da die genauen Zusammensetztungen an SE in den Präperaten aber nicht bekannt sind ist es schon eine Blackbox.
Man muß halt meiner Meinung nach abwägen was besser für's Becken ist: Wöchentliche "Unruhe" durch TWW, oder nur dann wenn man merkt, dass etwas nicht so läuft wie es soll und man dann mal einen Teil des Wassers wechselt.

Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 03 Mai 2013 22:40
Nabend!

Heute Mittag hab ich an Eddy geschrieben:
Ja, es läuft bis jetzt noch alles rund. Keine Spur irgendwelcher Probleme. Aber die kommen noch, da bin ich sicher!

Als ich heute Nachmittag von der Arbeit komme und in mein Becken schaue, triff mich fast der Schlag:
Da haben sich nicht grade wenige Pinselalgen auf der Wurzel breitgemacht!
Innerhalb von nicht mal 24 Stunden! :shock:
19948
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Hier nur mal zwei Bilder von Stellen wo ich Sie ganz gut fotografieren konnte.
Auf dem ersten Bild haben die sich sogar ganz frech auf der Bakterienblüte niedergelassen! :keule:

Laut Arams Algenratgeber reloaded 2012 kommen diese häufig durch zu viel Eisenvolldünger, zu wenig Magnesium und wenn die Mikroflora noch nicht stabil läuft. Da heute eh mein Ca-Test aus Tobis Shop angekommen ist, habe ich die eigentlich für morgen geplanten Messungen auf heute vorgezogen.

pH = 6,8
CO2 = 29 mg/l
KH = 6,5
GH = 7,5 (9,75 durch PMS)
NH4 = n.n.
NO2 = 0,4 mg/l
NO3 = 15 mg/l
PO4 = 0,5 mg/l (0,6 mg/l)
Fe = 0,075 mg/l
Ca = 45 mg/l (49,66 mg/l durch PMS)
Mg = 8,6 mg/l (15,54 mg/l durch PMS)

Meine Interpretation daraus:
ph, KH, GH und CO2 soweit i.O. Ammonium nicht nachweisbar, Nitrit 0,4 mg/l und Nitrat 15mg/l. Nitrifikationskette läuft also noch nicht ganz rund, was aber kein Problem ist, da eh keine Fische im Becken sind. Wichtig ist, dass kein Ammonium nachweisbar ist. Nitrat hat sich duch die tägliche Düngung von 2 mg/l etwas akkumuliert. Die momentane Überversorgung liegt bei 0,8 mg/l pro Tag. Die kommenden 4 Tage werde ich erst mal kein NO3 düngen, sodass der Wert sich wieder bis auf 10 mg/l abbaut. D.h. kommenden Dienstag noch mal NO3 messen und dann ab Mittwoch nur noch 1,2 mg/l NO3 pro Tag düngen. Phosphat ist stabil geblieben, was somit einen momentanen Tagesbedarf von 0,2 mg/l bedeutet, der auch weiter gedüngt wird. Ich habe den Wert lediglich auf 0,6 mg/l aufgedüngt um ein besseres N:P Verhältnis zu bekommen.
Eisen ist leicht gesunken aber immer noch mit ca. 0,075 mg/l nachweisbar. Aufgrund der momentanen Pinselalgen werde ich die tägliche Dosis weiter runterfahren. Ich dünge erst mal nur noch 0,01mg/l täglich. So komme ich über die Woche auf ca. 1/3 der empfohlenen Wochendosis. Das Ca:Mg-Verhältnis war mit etwa 5:1 nicht optimal. Ich habe das nun durch Zugabe von 3g PMS auf 3:1 angehoben.

Außerdem habe ich heute die Wochendosis vom ML/Nite-Out II und vom ML/SB zugegeben.

Ich bin jetzt mal gespannt wie sich die Reduzierung vom Profito und vor allem die Zugabe des PMS auf die Bartalgen auswirkt. Hoffe es ist nur von kurzer Dauer. Die im Algenratgeber empfohlene EC-Kur kommt für mich erst mal nicht in Frage, da das enthaltene Glutaraldehyd vor allem für Wasserorganismen - ergo Mikroflora - giftig ist.

Wasserwechsel lasse ich jetzt erst mal bleiben, da die Wasserwerte jetzt ja soweit in Ordnung sind. Ich habe heute lediglich eine unbedeutende Menge Leitungswasser aufgefüllt, welche ich im Laufe der Woche beim Kammhautabziehen entfernt habe oder die anderweitig verdunstet ist.
Apropo Kammhaut, die ist seit gesten übrigens weg! :D

Morgen folgt auch noch mal ein Bild vom gesamten Becken.

Gute Nacht
Sascha
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Beitragvon bocap » 04 Mai 2013 17:37
Hallo liebe Flowgrower,

hier wie gestern versprochen ein aktuelles Foto von heuten.
19953
Das Foto habe ich gemacht, nachdem ich ein paar Stengel der Ludwigia repens, sowie erneut die Limophila sessiliflora gekürzt habe. Ich traue mich momentan noch nicht allzu radikal zurückzuschneiden, da ich denke das es momentan in der sich entwickelnden Mikroflora ein zu großer Eingriff wäre wenn ich 20-30% der Pflanzenmasse entferne. Desshalb lieber öfters immer nur ein kleines bisschen. Obs was bringt? Keine Ahnung! :smile:

Heute ist nach fast vierwöchiger Wartezeit entlich mein Inline CO2 Atomizer aus den Staaten eingetroffen.
19954
Hab ihn natürlich gleich angeschlossen und erst mal ordentlich mit keine Ahnung wieviel Blasen/Minute durchgeblasen. War schon ein ziemlich geiler Nebel im Becken. Habs leider versäumt Fotos zu machen.
CO2 läuft jetzt wieder mit 20 Blasen/Minute und man kann wenn man genau hinsieht ganz kleine, feine Bläschen erkennen die aus dem Filterauslauf rauskommen. Feine Sache!

Sonst gibt's erst mal nix Neues.

Schönes Wochenende,
Sascha
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Beitragvon bocap » 08 Mai 2013 10:30
Hallo zusammen!

Hier mal wieder ein kleines Update.
Ich habe in den letzten Tagen einige andere Threads aufgemacht, wo es unter anderem um die Alge geht die ich momentan im Becken habe (Sind das Kieselalgen?), sowie um das Thema zur Herstellung eines Düngers mit dem ich mein Wechselwasser geziehlt auf meine Wunschwerte einstellen kann (Wechselwasserdünger selber herstellen).
Zum Algenthema denke/hoffe ich das es tatsächlich nur Kieselalgen sind. Da vertraue ich lieber voll und ganz auf die Expertenmeinungen von Tobi und Nik. Danke dafür noch mal! :thumbs:
Meinen Wechselwasserdünger habe ich mir gestern Nacht dann schlussendlich nach lager hin- und herrechnerei mit dem Nährstoffrecher auch zusammengemischt. Es ist jedoch nur ein Dünger zum einstellen von NO3 und PO4 geworden, da die Menge an PMS die ich rein rechnerisch hätte hinzufügen müssen um ein Ca:Mg Verhältnis von 3-4:1 zu erreichen, deutlich die Löslichkeitsgrenze vom PMS (speziell CaSO4) überschritten hätte. Das PMS füge ich dem Leitungswasser dessalb gesondert zu.

Im Vorfeld habe ich nun jedoch erst noch mal die relevantesten Leitungswasserwerte durchgemessen, da die letzte Messung ehrlich gesagt schon ne Weile zurückliegt:
KH = 4,5
GH = 7,0
NO3 = 10 mg/l
PO4 = 0,5 mg/l
K = 2,3 mg/l (laut Wasserversorger)
Fe = ~0,2 mg/l
Ca = 45 mg/l
Mg = 3 mg/l (laut Ca:Mg Rechner)

Mit 10 ml meines Wechselwasserdünger in 20 Liter Leitungwasser komme ich nun auf folgende Werte:
NO3 = 15 mg/l
PO4 = 1,4 mg/l
K = 6,5 mg/l (Bereits inkl. dem K aus dem PMS)
Zusätzlich füge ich den 20 Litern Leitungswasser noch 3 g PMS hinzu um das Ca:Mg Verhältnis auf ca. 3:1 zu schubsen und genügend Spurenelemente einzubringen. Die 3 g führen dann zu Werten von grob 54:17 mg/l.
Außerdem kommt noch die Wochendosis ML/SB ins Wasser rein.

Der PO4 Level im Becken beträgt nach dem WW ca. 0,7 mg/l. Diese sollten dann nach etwa 3 Tagen nicht mehr nachweisbar sein, was sich positiv auf die Reaktionsfreudigkeit vom Phosphat mit vielen SE, insbesondere Fe auswirkt. Die Pflanzen speicher aber wohl ausreichend PO4 für den Rest der Woche. Ich werde das aber auf jeden Fall mal im Auge behalten.

Meine tägliche Düngung beschränkt sich dann momentan auf 0,5 ml vom EL Nitro (1,25 mg/l NO3) und 0,2 ml EL Profito (0,01 mg/l Fe+SE). Zusätzlich kommt noch 1ml ML/BC als Pflanzenspeed und alle zwei Tage 5 ml ML/Nite out II hinzu. Da ich momentan Kalium noch nicht messen kann, gehe ich rein rechnerich an das Thema Akkumulation dieses Stoffes ran. Über den EL Nitro und den Profito füge ich dem Becken über die Woche noch mal 5,9 mg/l Kalium zu, lande also insgesamt bei 12,4 mg/l. Das sollte mehr als ausreichend sein. Wenn ich mal rein theoretisch davon ausgehe, dass kein Kalium verbraucht wird, akkumuliert sich bei 50%igem WW pro Woche das K auf einen Wert von ca. 18 mg/l. Bei einem angenommenen K-Verbrauch von 50% des NO3-Verbrauchs akkumuliert sich K auch ca. 14 mg/l. Sobald das Becken rund läuft, werde ich versuchen auf einen K-armen Dünger umzustellen und dann auch die Wasserwechselintervalle verlängern.
Ziel ist es das Becken ohne jegliche Wasserwechsel und ohne Filtersubstrat zu fahren.

Zum Stand des Beckens:
Aufgrund der Kieselalgen macht es momentan einen eher "schmutzigen" Eindruck. Auch auf der Frontscheibe haben sich die Kieselalgen breit gemacht. Hier kann mein einen leichten, fleckigen, braunen Belag sehen. Außerdem haben sich die unteren Blätter der Rotala rotundifolia mittlerweile alle fast schwarz gefärbt. Die sahen allerdings Anfangs auch schon deutlich mitgenommen aus. Da die mittlerweile allerdings schon einen ordentlichen Zuwachs bekommen habe, werde ich wohl heute oder morgen die Stengel kürzen und die gutaussehenden Triebspitzen neu einsetzten.
Die Triebspitzen der Rotala wallichii haben sich inzwischen auch schon deutlich rot gefärbt. Der Rest hat allgemein einen guten Wuchs. Die Limnophila sessiliflora werde ich am Wochenende vor dem WW wohl jetzt wirklich mal komplett zurückschneiden, damit der Wuchs was buschiger wird.

Fotos stelle ich heute Abend noch mal welche ein.

Schönen Gruß
Sascha
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Beitragvon bocap » 08 Mai 2013 22:25
Nabend,

hier noch ein Foto von heute.
19995
Wie bereits erwähnt wirkt das Becken momentan aufgrund der vielen Kieselalgen ziemlich deckig.
Der leichte braune Belag auf der Frontscheibe, sowie meine Handycam lassen leider monentan keine bessere Qualität zu.

Außerdem habe ich heute noch eine weitere Alge auf meinem Moos entdeckt. Mehr dazu hier --> Sind das Kieselalgen?

Gruß
Sascha
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