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378 Beiträge • Seite 25 von 26
Beitragvon Frank2 » 03 Dez 2017 09:26
Hallo Kurt,

Warten auf Mangelerscheinungen halte ich für problematisch, das ist zu spät.
Die Pflanzen sind dann schon geschwächt, das wissen Algen zu nutzen.


Für alle Arten von Mängeln ja, aber bei P04 kann man eigentlich getrost auch über den Mangel gehen, ohne das was passiert. Ich mache es ja immer so, dass ich P04 limitiert dünge, das funktioniert "algenfrei". Das heißt natürlich nicht, dass man ein Becken dauerhaft mit P04 0 fahren sollte, ich dünge es regelmäßig nach den WW nach, also alle 14 -21 Tage.

Das guter Bodengrund sich positiv auswirkt ist unbestritten, aber wie lange ist das der Fall?
Was macht man nach 1 zwei > Jahren, wenn er ausgelaugt ist, (ausräumen?),
da landet man schnell wieder bei Wassersäulendüngung.
Alter identischer Bodengrund.
Blyxa wächst gut, wurzelt schlecht bis gar nicht, Cryptocoryne wendtii wird riesig, wurzelt stark.
Was machen, evtl. Kompromiss...
Keine Lehm/Tonerde, zu viel Trübung beim herausziehen.
Düngetabletten – Unmengen?... ein paar reichen jedenfalls nic


Es hängt doch auch von der Bepflanzung ab. Wenn ich ein Becken einrichte mit überwiegend Echis und Cryptos macht es schon Sinn, einen zb Nährboden drunter zu legen. Diese Pflanzen zieht man dann ja nicht alle 5 Tage raus, die bleiben doch an Ort und Stelle. Dann düngt man über die Wassersäule bei Bedarf noch Makro und alle 4 Wochen noch etwas Mikro und gut ist es. Düngekugeln - 2 Nutribal von Dennerle versorgen bei mir in einem Becken einen Echi Ozelot mit Höhe 45 cm, breite 40 cm für 1/2 Jahr! 1 Kugel sollte für eine große Grypto Wendtii ebenfalls für mindestens 6 Monate ausreichen. Alternative Düngung über Wassersäule natürlich ebenso möglich.

Grüße
Frank
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Beitragvon kurt » 03 Dez 2017 12:38
Hallo Frank,

Frank2 hat geschrieben:Für alle Arten von Mängeln ja, aber bei P04 kann man eigentlich getrost auch über den Mangel gehen, ohne das was passiert. Ich mache es ja immer so, dass ich P04 limitiert dünge, das funktioniert "algenfrei".

hohe Werte fahre ich auch nicht, aber immer nachweißbar.
(Ø PO4 - 0,3 mg/l u. <)...(Ø NO3 – 10 mg/l u. <) Verhältnis um 25/30:1
Auffällig ist das bei nicht passenden PO4 - NO3 Verhältnissen schnell Oedogonium-Grünalgenwuchs aufkommt,
sich darüber steuern lässt.
Grünalgenwuchs zeigt anderseits an das man genügend Licht hat, (Pflanzenvielfalt).

Frank2 hat geschrieben:Es hängt doch auch von der Bepflanzung ab.

Bodengrund, ja…
Wenn ich mein Cryptocorynenbestand bei Ton/Lehmkugeln ausdünnte hatte ich mehrere Tage eine Trübung,
konnte noch nichtmals am selben Tag neu einpflanzen, man sah nichts.
Die Kugeln wahren oft komplett umwurzelt, zerbröselt, wurden mit herausgezogen.
Die Nährstoffzufuhr darüber war ja super,
befürchtete aber dass sich im Laufe der Zeit der Bodengrund dadurch verdichtet.
Deshalb habe ich ja vorsichtshalber meine Bodendurchsickerung eingebaut.

Nutribal von Dennerle, Bodenhilfsstoff unter Verwendung von Ton.
Wie verhalten sie sich die Dennerle Düngekugeln, ähnlich Lehmkugeln, lösen sie sich auf, trüben? :?:
Deklaration:
0,61 % K2O Gesamtkaliumoxid, 4,83 % Organische Substanz
Ausgangsstoffe: 100 % Rohton
Nebenbestandteile: 0,18 % Mg Magnesium
Zusätzlich enthalten: 0,08 % N Stickstoff, 0,04 % P2O5 Phosphat, 0,61 % Fe Eisen,
0,0023 % Mn Mangan, 0,12 % Ca Calcium
Gruß Kurt
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Beitragvon Frank2 » 03 Dez 2017 16:41
Hallo Kurt,

das Tolle bei den Nutribals ist, dass sie wie ein Kaugummi werden und sich später problemos entfernen lassen.
Das gilt allerdings nicht, wenn man die Pflanze wenige Wochen nach dem Platzieren wieder zieht. Aber dann hat man die Pflanze mE eh falsch gesetzt, das kommt ja nicht unter Stängelpflanzen drunter. Echt super :thumbs:

Ich kenne das mit dem Tonproblem noch von dem alten Lateritboden von Sera, den gibt es ja seit 10 Jahren schon nicht mehr oder länger? Das war eine Sauerei wenn man da was gemacht hat im Becken...

Gruß

Frank
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Beitragvon kurt » 03 Dez 2017 18:47
Frank2 hat geschrieben:das Tolle bei den Nutribals ist, dass sie wie ein Kaugummi werden und sich später problemos entfernen lassen.

prima :gdance: , liest sich gut…ich probiere das mal aus.
An meinen Tigerlotus und der Blyxa, bin ja neugierig.
Alternativ habe ich ja auch noch die Möglichkeit über mein Standrohr die Bodenkammer aufzudüngen.
Gruß Kurt
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Beitragvon kurt » 13 Jan 2018 14:05
Hallo zusammen, Update 13.01.2017

Die eingebrachten Nutribals (Bodendüngekugeln) haben sich bis jetzt noch nicht ausgewirkt,
mal abwarten was wird.

kurt hat geschrieben:mit den Moenkhausias bin ich unzufrieden.
„Gefühlssache“ mit der Aufzucht stimmt was nicht, sie stammen aus einem Großmarkt (Osteuropäisch, evtl. Inzucht?).
Ich werde mich mal nach deutschen Nachzuchten umsehen, in einem Aquarienverein!

Bei meinen Moenkhausias hatt sich nichts geändert, blieben ängstlich,
später waren dann auch beulige offene Stellen seitlich am Körper zu sehen.

Biotoecus hat geschrieben:Moenkhausia sanctaefilomenae kenn ich als Fisch, der wie an einer Perlenkette aufgereiht, durchs das Aquarium zieht.
Das Verhalten sieht man erst ab 200cm Aquarienlänge, Gruppen ab 20 Tieren und gedämpften Licht wie es sich für Waldbäche gebietet.
Bei 400cm AQ Länge und nochmals erhöhter Gruppenstärke auf 40 Tiere ändert sich dann nichts mehr.
Die Rotaugenmoenkhausia wird oft verkehrt gehalten, unterschätz und falsch verstanden.
Gruß Martin

Deshalb bin ich umgestiegen auf Trigonostigma heteromorpha (Keilfleckbarben).
Zum Aquarienverein, deutsche Nachzucht gekauft und siehe da, geht doch…
Die Fische kommen ein entgegen wenn man zum Becken geht, auch bei Hand an der Scheibe!
Der hochrückige Körperbau der Fische passt sehr gut zu meiner 60 cm hohen Frontscheibe, besser als schlank.
Der Schwimmraum wird von den Keilfleckbarben voll ausgenutzt!
Die Fische sind nicht schreckhaft,
das zusehen ohne aufpassen zu müssen macht richtig Spaß. :D

Gruß Kurt
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Beitragvon kurt » 13 Jan 2018 16:50
Hallo zusammen,

habe mal die Trigonostigma heteromorpha Fotografiert, (Nahaufnahmen sind schon faszinierend).



Mikroskopiert wurde auch, diese zwei unterschiedlichen Fadengrünalgen habe ich gefunden

Gibt es hier im Forum Experten die Fadenalgen zuordnen können?
Gruß Kurt
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Beitragvon Frank2 » 14 Jan 2018 08:46
Hallo Kurt,

die Keilflecken sind sensationell in dem Becken. :thumbs:

Genau der richtige Fisch für das Becken. Da haben dann sowohl Beckenbesitzer als auch Bewohner ihre Freude dran.

Gruß
Frank
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Beitragvon Fino » 14 Jan 2018 20:03
Hallo Kurt,

finde auch, dass die Keilfleckbärblinge deinem Becken sehr gut zu Gesichte stehen, schöne Aufnahmen.

Komme noch mal zurück auf das Thema pH-Elektrode und Füllstandshöhe.
Fino hat geschrieben:Nachfüllen mache ich immer bei Bedarf, wenn etwa 2/3 des Elektrolyten verbraucht sind (1- 2 mal im Jahr).

Habe mir vorgenommen, das ein wenig genauer zu verfolgen. An meinem Hauptbecken hatte ich den Elektrolyt so ungefähr Anfang Oktober aufgefüllt (so ganz genau weiß ich es nicht). Heute lag der Füllstand ca. 4 cm unterhalb der Höhe der Auffüllöffnung (siehe Bild 1), bis zu der ich seinerzeit aufgefüllt hatte (ganz genau lässt sich das nicht sagen, da die Elektrode in diesem Bereich undurchsichtig ist. Das wären also rechnerisch etwa gut 1 cm je Monat. Ich denke in ca. 1 Monat werde ich wiederauffüllen müssen. Werde das weiter beobachten. Würde dann wohl bei diesem Becken auf eher 2 - 3 Elektrolytfüllungen pro Jahr kommen.

Um den Niveauunterschied gegenüber der Wasseroberfläche etwas anzuheben, habe ich bei diesem Becken die pH-Elektrode auf eine PVC-Muffe gestellt (siehe Bilder 2/3). Bei Bedarf könnte ich die pH-Elektrode (per PVC-Rohr) noch um weitere 4- 5 cm anheben und die Intervalle entsprechend vergrößern.

Viele Grüße
Klaus

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Beitragvon kurt » 15 Jan 2018 15:00
Hallo Frank & Klaus,

Dankeschön…Komplimente liest man gerne. :bier:
Zum Besatz,
Rangordnungskämpfe, Imponiergehabe, an Balzen, alles vorhanden.
Nachts ruht der ganze Schwarm im freien Wasser, obere Drittel.
Leider habe ich beim Kauf vergessen nachzufragen ob das F1 Nachzucht ist, werde ich noch nachholen!
Nach meiner Erfahrung ist das Verhalten von F1 Fischen natürlicher.
Kostenfrage sollte man immer hinten anstellen, ich werde mich der Erfahrung wegen nun strikt daran halten.

@ Klaus,
Fino hat geschrieben:Um den Niveauunterschied gegenüber der Wasseroberfläche etwas anzuheben, habe ich bei diesem Becken die pH-Elektrode auf eine PVC-Muffe gestellt

Das hatte ich ähnlich gemacht, :D
Für den Distanzring habe ich von einem Schieberohr eines Lufthebefilters ein Stück abgesägt.

Fino hat geschrieben:Mit dem Nachfüllloch hatte ich vor Jahren mal beim Hersteller nachgefragt. Wenn ich mich richtig erinnere, dient das dem Druckausgleich und hat aber für unsere aquaristische Praxis keine Bedeutung, kann man auch geschlossen halten. Die Öffnung mit dem Schieber ist aber sehr praktisch zum Nachfüllen.

kurt hat geschrieben:Laut Anbieter.
Bei der Verwendung von Elektroden mit Flüssigelektrolyt ist bei der Messung/Kalibrierung unbedingt das Nachfüllloch zu öffnen.
Der Füllstand der Elektrolytlösung soll immer mindestens 5 cm über dem Niveau des Messmediums liegen.

Bei Einfüllöffnung offen:
Mit niedrigerem Stand verlangsamte sich die Elektrolyt-Flussrate.
Füllstand zwischen 3 bis 4 cm habe ich ausprobiert, der Elektrolytausfluss war in 2 bis 3 Tagen ca. 1 cm gesunken.
Für mich nicht akzeptabel, einfach zu hoch, den Wartungsaufwand (lästig) wollte ich mir nicht antun.
Vorher hatte ich immer Gelelektroden (Mettler Toledo), die war in dieser Hinsicht Wartungsfrei.
Die Haltbarkeit war aber nur um die 2 Jahre.
Ich hatte aber öfters gelesen das Elektrolytelektroden Haltbarkeiten in Richtung 10 Jahre haben.
Das will ich jetzt mal selber ausprobieren.
Empfohlen wurde ja oft die Schott N61, Umgelabelt heißt sie mittlerweile SI-Analytics N61.
Gut auch...die Elektrolytelektroden SI-Analytics N61 bzw. BlueLine haben Platin Diaphragma.

Fino hat geschrieben:Bei meiner "blueline" ist der Niveauunterschied aktuell so bei 2 cm (siehe Bild). Strömt scheinbar aber noch ausreichend Elektrolyt heraus, jedenfalls misst die Elektrode tadellos.

Das spielte mir in die Karten….deshalb gab es ja meine Nachfrage.
Da meine Elektrode im Lampenkasten untergebracht ist habe ich eine begrenzte Bauhöhe.
2 bis 3 cm über Wasseroberfläche (Schwankung einbezogen) habe ich am 20.11.2017 umgesetzt,
bei Einfüllöffnung geschlossen!
Das funktioniert bis jetzt tadellos, Elektrolyt Niveau ist seitdem gleich geblieben.

Dein rechnerischer Verbrauch, Wartung.
Fino hat geschrieben:Das wären also rechnerisch etwa gut 1 cm je Monat. Ich denke in ca. 1 Monat werde ich wiederauffüllen müssen.

Warum willst du denn jetzt höher gehen wo du mit niedrigen 2 cm Stand gute Erfahrung gemacht hast?
Je höher du gehst umso größer wird die Elektrolyt-Flussrate.
Willst du sehen wie die Flussrate sich verhält, Neugier?
Gruß Kurt
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Beitragvon Fino » 15 Jan 2018 22:36
Hallo Kurt,
kurt hat geschrieben:Warum willst du denn jetzt höher gehen wo du mit niedrigen 2 cm Stand gute Erfahrung gemacht hast?
Je höher du gehst umso größer wird die Elektrolyt-Flussrate.
Willst du sehen wie die Flussrate sich verhält, Neugier?

Füllstand zwischen 3 bis 4 cm habe ich ausprobiert, der Elektrolytausfluss war in 2 bis 3 Tagen ca. 1 cm gesunken.


Ja, insgesamt gute Erfahrungen (wenig Verbrauch), wobei ich aber anfänglich (nach Auffüllen) eher bei 5 cm Füllstand (zum Wasserspiegel) liege. War mir nicht bewusst und auch gar nicht aufgefallen, dass da am Anfang bei gefüllter Elektrode so viel verschwindet. War eher von näherungsweise linearem Verbrauch ausgegangen. Wahrscheinlich habe ich da noch Einsparpotential :smile: . Werde am Wochenende mein Becken im Rahmen eines anstehenden kleinen WW auffüllen und gleichzeitig die Elektrode mit 5 cm oberhalb des Wasserspiegels befüllen und mal beobachten, wie der Verbrauch sich bei der "blue line" verhält. Mal schauen, ob die "blue line" sich auch so dramatisch schnell entleert wie deine N61.

kurt hat geschrieben:2 bis 3 cm über Wasseroberfläche (Schwankung einbezogen) habe ich am 20.11.2017 umgesetzt,
bei Einfüllöffnung geschlossen!
Das funktioniert bis jetzt tadellos, Elektrolyt Niveau ist seitdem gleich geblieben.

Also quasi Nullverbrauch, was mit der geschlossenen Einfüllöffnung zusammenhängt?

kurt hat geschrieben:Vorher hatte ich immer Gelelektroden (Mettler Toledo), die war in dieser Hinsicht Wartungsfrei.
Die Haltbarkeit war aber nur um die 2 Jahre.
Ich hatte aber öfters gelesen das Elektrolytelektroden Haltbarkeiten in Richtung 10 Jahre haben.

Wobei 2 Jahre glaube ich schon viel sind, zumal man Pech haben kann und die neu gekaufte schon etwas gealtert ist, da sie schon länger im Laden gelegen hat.

Hab mir die Lebensdauer meiner Elektrolytelektroden nie notiert, aber sie halten schon deutlich länger. Ich glaube 10 Jahre als Dauereinsatz ist schon ambitioniert. Hängt auch immer von der Wasserqualität und dem daraus resultierenden Verschmutzungsgrad ab.

Viele Grüße
Klaus
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Beitragvon kurt » 16 Jan 2018 11:56
Hallo Klaus

Fino hat geschrieben:Also quasi Nullverbrauch, was mit der geschlossenen Einfüllöffnung zusammenhängt?

ja…
Elektrolytelektrode, beziehe alles mal auf Süßwasseraquarienbedingungen.

Diaphragma wird oft beschrieben, was bewirkt aber die Luftkammer/Polster über dem Elektrolyt,
dazu habe ich bis jetzt nichts gefunden.
Beim Auslaufen des Elektrolyt bei dichter Luftkammer müsste ja Unterdruck entstehen,
sich mit dem Elektrolyt ein Gleichgewicht einstellen?

Zu Richtung Nullverbrauch des Elektrolyt.
Muss der Verschlussstopfen der Einfüllöffnung absolut dicht sein?
Ja, vielleicht sollte man die Einfüllöffnung mal mit Tesafilm verschließen.
Ob Tesafilm den gleichen Effekt hat wie der Gummistopfen oder letztendlich wie ein Membran wirkt,
eine Elektrolyt-Flussrate entsteht?
Gruß Kurt
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Beitragvon omega » 16 Jan 2018 13:36
Hallo Kurt,

kurt hat geschrieben:Füllstand zwischen 3 bis 4 cm habe ich ausprobiert, der Elektrolytausfluss war in 2 bis 3 Tagen ca. 1 cm gesunken.
Für mich nicht akzeptabel, einfach zu hoch, den Wartungsaufwand (lästig) wollte ich mir nicht antun.

Du könntest Dir Elektrolyt in eine Spritze auf Vorrat aufziehen, Kanüle samt Verschlußkappe dran, dann ist die Elektrode ratzfatz wieder aufgefüllt.
Wenn Deine einen derart hohen Ausfluß aufweist, ist das vielleicht eine für ionenarme Medien? Dann solltest Du Dir eine andere holen.

kurt hat geschrieben:Gibt es evtl. ein Kompromiss, gemeint ist niedrigeres Niveau unter 5cm?
Ich kann mir nicht vorstellen dass alle die PH- Elektroden mit Flüssigelektrolyt und 5cm Niveauunterschied betreiben.

Meine Elektrode betreibe ich offen. Und wie hoch andere ihre über dem Wasserspiegel betreiben, ist doch völlig irrelevant. Für sowas gibt's die Gebrauchsanleitung.

Grüße, Markus
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Beitragvon kurt » 16 Jan 2018 15:50
Hallo Markus,

omega hat geschrieben:Du könntest Dir Elektrolyt in eine Spritze auf Vorrat aufziehen, Kanüle samt Verschlußkappe dran, dann ist die Elektrode ratzfatz wieder aufgefüllt.

klar…das ist aber nicht in meinem Sinn.
omega hat geschrieben:Meine Elektrode betreibe ich offen. Und wie hoch andere ihre über dem Wasserspiegel betreiben, ist doch völlig irrelevant. Für sowas gibt's die Gebrauchsanleitung.

Wer zu bestimmten Problemen Hintergrundwissen hat weiß Gebrauchsanleitungen einzuordnen.
Die Hersteller PDF sehe ich Allgemeinbezogen auf alle wässrigen Lösungen, Temperaturen,
heißt Firmen Absicherungsmodus. Denke da gleich an das Lebensmittel Haltbarkeitsdatum.
Es geht auch nicht um andere, oder das haben wir immer so gemacht.

ja… es geht mir ums hinterfragen, was passiert da, was geht?
Es gibt dazu nun mal kontroverse praxisbezogene Aussagen.
“Probieren geht über Studieren“ die Alternative.
Gruß Kurt
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Beitragvon Fino » 16 Jan 2018 22:41
Hallo Kurt,
kurt hat geschrieben:Diaphragma wird oft beschrieben, was bewirkt aber die Luftkammer/Polster über dem Elektrolyt,
dazu habe ich bis jetzt nichts gefunden.
Beim Auslaufen des Elektrolyt bei dichter Luftkammer müsste ja Unterdruck entstehen,
sich mit dem Elektrolyt ein Gleichgewicht einstellen?


interessante Fragen. Ist mir auch nicht klar. Vielleicht sind ja hier Physiker unter uns, die das beantworten können. Klar scheint mir zu sein, dass mit höherer Flüssigkeitssäule in der Elektrode der Druck steigt und der Elektrolytausfluss entsprechend zunimmt (wobei mich ja überrascht, dass das soviel bei deiner Elektrode ausmacht). Ob dieser Druck theoretisch geringer ist, wenn der Schieber (luftdicht) verschlossen ist, würde mich auch mal interessieren. Kann ich ja zumindest hinsichtlich der praktischen Relevanz auch mal für die "blue line" nach dem Motto "Versuch mach klug" testen, wenn meine erste Testreihe "mit verschlossenem Schieber" beendet ist.

Viele Grüße
Klaus
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Beitragvon omega » 17 Jan 2018 00:30
Hi,

das kann man alles im I-Net nachlesen.
Für eine zuverlässige Messung muß durch's Diaphragma Elektrolyt fließen. Je höher der Durchfluß, desto zuverlässiger die Messung. Da 3mol KCl erheblich salzhaltiger ist als Aquarienwasser, entsteht ein osmotischer Druck am Diaphragma: Aquarienwasser möchte in in die Elektrode hinein diffundieren. Die mind. 5cm Füllstand der Elektrode oberhalb der Wasseroberfläche sorgen offensichtlich dafür, diesem osmotischen Druck dahingehend entgegen zu wirken, so daß ausreichend Elektrolyt durch's Diagphragma aus der Elektrode heraus fließen kann, ohne daß Aquarienwasser in sie eindringen kann.
Werden bei offener Nachfüllöffnung die 5cm nicht eingehalten, kann Aquarienwasser in die Elektrode eindringen.
Wird die Nachfüllöffnung verschlossen, kann kein Elektrolyt mehr fließen. Wer auf Glücksspiel steht, kann das gerne machen. Schon mal eine halbvolle Flasche Wasser kopfüber in Wasser getaucht und dann den Daumen von der Öffnung genommen? Da scheint rein gar nichts zu passieren. Die Luftkammer über dem Elektrolyt ist irrelevant. Nimm eine volle Flasche... scheinbar auch nichts. Nimm eine leere Flasche: Wasser dringt ein.

Grüße, Markus
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