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Postby Roger » 04 Aug 2011 23:51
Hallo ihr beiden!

Nicht das Ihr denkt Ihr macht hier den Alleinunterhalter! :D
Lese hier schon mit, lasse aber Nik mal machen da meine Zeit im Moment auch sehr begrenzt ist.
Was die aufkommenden Bartalgen an geht bin ich sehr gespannt welche Maßnahme ergriffen wird und zu welchem Resultat das führt.
Gruß
Roger
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Postby nik » 05 Aug 2011 08:45
Hi Sascha,

Sash wrote:ok fangen wir mal an. Zuerst werde ich mir wohl eine kleine Schelte abholen, denn:

:D Nö, es war nur nicht klar. Über 2x9000K wäre ich nicht soglücklich gewesen, je eine schickt schon.


Gibt keine mehr. Fadenalgen finden nicht statt!

Okay.
Es mag sich pienzig lesen, aber man muss mit maximalem Anspruch ran gehen. Auch nur 3 Fussel Fadenalgen sind ein im Kern ungelöstes Problem! Deshalb will ich jede erkennbare Schwäche wissen.

Ich bin eigentlich auch schon einigermaßen zufrieden. Habe mir mal die alten Fotos meines Beckens bisher angesehen und allein vom Zustand der Pflanzen ist das schon eine 200%ige Steigerung. Was Scaping angeht, ...

Na ja, dazu ist ja nicht mal spektakuläres nötig. Es ist im Grunde einfach, wenn man weiß worauf man achten muss. Ich möchte an einzelnen Becken aufzeigen das es sich lohnt weiter zu gehen und es im Sinne des Aquarianers zu stabilisieren. Dann muss man auch keine Bedenken haben, dass das bei irgendwelchen Veränderungen gleich aus den Latschen kippt. Das will ich zeigen, das ist mein Job. Ist der erledigt, kannst du dich auf die Gestaltung konzentrieren.

Ist ja auch nicht schlimm, dass man ehrgeizger wird und sich mit dem aktuellen Zustand nicht zufrieden gibt ;)

Hoffentlich! :D Gilt eigentlich immer.

CO2 wird über Aquasabi Japan Style Diffusor 5000 eingebracht. Vorher hatte ich den D. Flipper, aber nun löst sich alles viel besser, sieht besser aus, etc. pp. CO2 läuft durchgehend, ohne Nachtabschaltung und ohne PH Regler. Abends hänge ich das Düsenrohr noch gerne knapp über die Wasseroberfläche zum Belüften, gegen die Kahmhaut und gegen zuviel CO2! Ich könnte die Flasche auch jeden Abend zudrehen und morgens wieder aufdrehen :lol:

Wenn das nötige Kleingeld da ist, hole ich mir wohl einen CO2:PH Regler.

Ganz ungeregelt in einem massiven Pflanzenbecken mag jetzt noch bei reduziertem Licht gehen. Spätestens mit mehr Licht werden dann die Schwankungen im CO2-Gehalt erheblich und dann muss man eine untere Grenze gewährleisten. Das wird dann in der Spitze ein bisschen viel. Mit einem Magnetventil an der Zeitschaltuhr kann man schon einiges erreichen. Ein CO2-Regler ist natürlich komfortabel. Solltest du drüber nachdenken bis das Licht wieder hoch gefahren wird.


Das CA:MG Verhältnis laut Wasserwerk auch ;-)

Abwarten. :D

Hi Roger
Roger wrote:Nicht das Ihr denkt Ihr macht hier den Alleinunterhalter! :D

die praktische Umsetzung meines Geschwafels zu Geringfilterung, gepflegter Mikroflora, ... wird schon einige interessieren.

Lese hier schon mit, lasse aber Nik mal machen da meine Zeit im Moment auch sehr begrenzt ist.

Zeit habe ich sowieso nicht. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.

Was die aufkommenden Bartalgen an geht bin ich sehr gespannt welche Maßnahme ergriffen wird und zu welchem Resultat das führt.
[/quote]
Die Volldüngung in Sachas Becken ist zu mäßig, PMS wird keins verwendet (wäre der der einzig sichtbare Unterschied zu meinem Betrieb), als das SE oder Fe im Überschuss eine Rolle spielen könnten. Auch wenn ich aufgrund des derzeitigen Fokus hier in SE und Fe zu minimieren verführt wäre die Volldüngung zu reduzieren, sprechen meine Erfahrungen eindeutig dagegen. ;) BTW, Jan (Knispel) hat ebenfalls von der algensuppressiven Wirkung von Mg geschrieben. Während ich das ja mit Mg-lastigem, Se-belastetem ;) PMS in der Summe ziemlich Mg-betont fahre, verwendet Jan lediglich Bittersalz - mit frappierend deutlicher Wirkung.
Das Lesen von Tom Barr bestärkt mich auch im Allgemeinen, dass die reichliche und vollständige Nährstoffversorgung der grundsätzlich sinnvolle Weg ist. Derzeit gibt es einen Trend Nährstoffe (partiell) zu minimieren, dabei kann man davon ausgehen das der optimale Bereich der Versorgung recht groß ist. Mir ist es sinnvoller die Bedingungen, d.h. das Setup im Sinne von Begünstigung zu optimieren.
Für mich ist so ein Becken zu begleiten mehrfach interessant. Zum Einen so etwas aus der Ferne zu begleiten und zum Anderen Problemen wie Rotalgen zu begegnen, die ich seit vielen Jahren nicht mal mehr anflugweise erlebt habe - mit einer fast vergessenen Ausnahme und die ist durchaus schlüssig. Es beschäftigt mich wegen der Gründe derzeit sehr, aber Ich habe keine Bedenken wegen Saschas Rotalgen. Das läuft mit ein paar Schwierigkeiten, aber grundsätzlich hat das eine gute Richtung und ich hoffe ja auch über so eine remote-Begleitung einige Becken in einen richtig guten Zustand zu bringen, damit man sieht, das ist kein Zufall! Dann sieht man vor allem auch Düngung in einem ganz anderen Licht! Das Klein-klein in Nährstoffen ist IMHO ein Irrtum. Wie man hier sieht ist das anfänglich von Bedeutung, wenn man über diese Anfänge nicht hinausgeht wird man auch die entsprechenden Probleme weiter haben (Beispiel Ammonium-/Ureaempfindlichkeit). Hat man ein stabiles Becken, dann interessiert das nicht mehr,. Es spielt kaum mehr eine Rolle und man muss es schon dolle treiben -selbst mein Sohn schafft es nicht :D - so ein Becken aus der Spur zu bringen. Allerdings muss man das Becken erst soweit bringen. Die Notwendigkeit dafür will ich einfach zeigen. Kunst ist es im Grunde keine.

Gruß, Nik
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Postby Sash » 05 Aug 2011 11:09
Hallo,

alleine das Lesen eurer Beiträge bereitet schon ungeheure Freude :)

PMS habe ich nicht, soll ich mir welches besorgen?

Morgen mache ich die Wasserproben fertig.


lG und ein schönes Wochenende!
Grüße aus dem Norden,
Sascha
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Postby nik » 05 Aug 2011 11:46
Hi Sascha,

Nö, sonst gibts Mecker von Roger! :D

Im Ernst, ich verwende PMS immer, weil ich es auch wegen der SE als hilfreich betrachte, aber notwendig ist es nicht! Ich verwende das seit 11 Jahren. Manchmal wird von Problemen bei dessen Verwendung berichtet, ich hatte nie welche. In deinem Fall bietet sich ersatzweise Bittersalz an. Gibt es in Gärtnereien, jedem Baumarkt in der Gartenabteilung für geschätzte <5,- €, allerdings gleich 5Kg. Wenn du einen Garten hast/einen Gärtner kennst, lassen sich die Überschüsse gut verwerten. Auch im Garten ist Mg-Mangel häufiger als der von Ca. Vielleicht kannst du ja auch einem Gärtner 500g Bittersalz abschwatzen.

Mein Vorschlag wäre das Ca:Mg Verhältnis in Richtung 2:1 zu versuchen. Das zielt auf die Rotalgen ab! Der Nährstoffrechner hilft. Sonst wäre nur die Stickstoffdüngung anzupassen. Volldüngung wie gehabt. Da PO4 verbraucht wird, macht eine Stoßdüngung auf rechnerische 2mg/l Sinn. Mal sehen was am Ende der Woche davon bleibt.

Gruß, Nik
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Postby Sash » 05 Aug 2011 13:30
Hallo,

für's Protokoll, da ich sonst auch die Übersicht verliere :wink:

Heute wieder 100 Liter Wasserwechsel durchgeführt.
Das Frischwasser nun rechnerisch auf 25mg/l NO3 mit KNO3 aufgedüngt.
PO4 Stoßdüngung mit KH2PO4 auf 2mg/l fürs gesamte Beckenvolumen.
3mg/l Mg über Bittersalz dazugegeben. Nächste Woche könnte man dann 6mg/l dazu geben und wir hätten das 2:1 Verhältnis.

Schauen wir mal, was nächste Woche vom PO4 noch übrig ist.

Ich habe den Wasserfreund wieder eingekürzt und dabei ist mir aufgefallen, dass die Rotala Indica ganz schön krüppelt. Unten fallen die Blätter ab (kein Wunder bei so wenig Licht) und die Triebspitzen sind sehr klein. Laut Wasserpflanzendatenbank stellt sie hohe Ansprüche an Licht und Nährstoffe.
Grüße aus dem Norden,
Sascha
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Postby nik » 05 Aug 2011 14:58
Hi Sascha,

den Rest Bittersalz kannst du gleich zugeben, das ist nicht kritisch.

Sash wrote:Ich habe den Wasserfreund wieder eingekürzt und dabei ist mir aufgefallen, dass die Rotala Indica ganz schön krüppelt. Unten fallen die Blätter ab (kein Wunder bei so wenig Licht) und die Triebspitzen sind sehr klein. Laut Wasserpflanzendatenbank stellt sie hohe Ansprüche an Licht und Nährstoffe.

Die Blätter fallen weniger wegen Lichtmangel ab, denn durch Nährstoffmangel. Die Pflanze zieht im Bedarfsfalle die mobilen Makronährstoffe aus den älteren Blättern ab und deshalb fallen die dann. Wenn der Speicher zu ende ist, kann das auch die Ursache für die verkrüppelten Triebspitzen sein. Andere Möglichkeit für die Triebspitzen wäre ein Mangel an in der Pflanze immobilen Stoffen (eher SE) im Wasser. Gibt es irgendwo ein Problem mit nicht ausreichender Grünfärbung oder blasserem (gelblich-)grün? Die R. indica ist ja sowieso gelblicher grün. Im Moment gibt es aber nach der Düngung sowieso nichts zu tun. das ist jetzt komplett. Kalium macht fette Pflanzen ... und Phosphat kann auch deutlich auf die Triebspitze wirken. In der Ecke vermute ich die Ursache. Ist die verkrüppelte Triebspitze rötlicher? Fasst sie sich härter an als das übrige Blattgewebe?

Gruß, Nik
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Postby Sash » 05 Aug 2011 16:06
Hey,

Die Pflanze zieht im Bedarfsfalle die mobilen Makronährstoffe aus den älteren Blättern ab und deshalb fallen die dann


Das ist mir auch klar, nur kann ich mir das nicht vorstellen, da meine NPK Düngung doch nicht gerade mager ist?

Gibt es irgendwo ein Problem mit nicht ausreichender Grünfärbung oder blasserem (gelblich-)grün?


Nein 8)

Ist die verkrüppelte Triebspitze rötlicher? Fasst sie sich härter an als das übrige Blattgewebe?


Härter ja, rötlicher teilweise ja.
Grüße aus dem Norden,
Sascha
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Postby nik » 06 Aug 2011 09:09
Hi Sascha,

Sash wrote:
Ist die verkrüppelte Triebspitze rötlicher? Fasst sie sich härter an als das übrige Blattgewebe?


Härter ja, rötlicher teilweise ja.

das würde ich bei der Pflanze ziemlich eindeutig einem Phosphatmangel zuordnen. Wobei ich mir nur einen relativen Mangel vorstellen kann, das Leitungswasser bringt schon PO4 mit - oder ich unterschätze allgemein den Nährstoffbedarf in dem Becken. Bin ich schon mehrmals drüber gestolpert, deine Beobachtung nach der PO4-Stoßdüngung spricht auch dafür. Die R.indica sollte sich aber jetzt erkennbar ändern.

Gruß, Nik
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Postby Sash » 08 Aug 2011 12:38
Hallo,

von der KH2PO4 Stoßdüngung am Freitag auf 2mg/l PO4 sind heute noch 1mg/l PO4 übrig.
Kann das überhaupt sein, dass das Becken bei gerade mal ca. 0,3 Watt/Liter und in der Einlaufphase schon soviel PO4 verbraucht? Das wären ja 0,3mg/l PO4 oder sogar mehr pro Tag! Ich glaube, die Blyxa Japonica schluckt das :lol:
Grüße aus dem Norden,
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Postby nik » 09 Aug 2011 09:26
Hi Sascha,

die Wasserproben sind da, muss die noch durch messen, mal sehen wann ich dazu komme.

Auch wenn ich es mir nicht erklären kann, geht der PO4-Verbrauch solange in Ordnung wie die Pflanzen positiv reagieren. Die sind das Maß der Dinge. Speziell die R.indica sollte reagieren.

Wie kommst du denn darauf, die Blyxa wäre so ein Phosphatliebhaber. Tut die optisch auffällig was?

Gruß, Nik
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Postby Sash » 10 Aug 2011 18:24
Hi,

Wie kommst du denn darauf, die Blyxa wäre so ein Phosphatliebhaber. Tut die optisch auffällig was?


Die wächst besonders prächtig seit der zusätzlichen Stoßdüngung von PO4 und ich habe das auch im Forum mal als Erfahrung aufgeschnappt. Natürlich kann es auch an der erhöhten Volldünger-Menge oder anderen Faktoren liegen und natürlich habe ich keinen wissenschaftlichen Beweis dafür ;)
Grüße aus dem Norden,
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Postby Sash » 13 Aug 2011 09:35
Hallo,

heute wurden wieder 100 Liter Wasser gewechselt.

Vor dem WW habe ich Fe und PO4 gemessen.
Von der 2mg/l PO4 Stoßdüngung, welches anfangs so rasant aufgebraucht wurde, waren noch ca. 0,25mg/l nachweisbar.
Ich kann mir das nur so erklären, dass die Pflanzen erstmal ihre Speicher voll gemacht haben und dann weniger brauchten.

Wie wollen wir mit dem PO4 weiter verfahren? Ich wollte es ansich garnicht dauerhaft nachweisbar halten, sondern eher so düngen, dass es 2-3 Tage vor dem WW gegen 0 geht. Demnach würde ich nun statt 2mg/l erstmal auf 1,5mg/l PO4 aufdüngen.
Was meinst du dazu, Nik?

Fe konstant bei 0,1mg/l.

PS: Spann mich mit den Werten, vorallem K, doch nicht so auf die Folter ;)


Schönes Wochenende euch allen!
Grüße aus dem Norden,
Sascha
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Postby nik » 14 Aug 2011 19:38
Hi Sascha,

ich habe Urlaub - und da habe ich mal überhaupt keine Zeit! :D

Im Leitungswasser ergaben sich gute 3mg/l Kalium und ca. 0,35mg/l Phosphat, den Rest habe ich nicht gemessen.

Im Aqu.wasser hat es:

ca. 20mg/l Nitrat
ca. 20mg/l Kalium
ca. 1,3 mg/l Phosphat
ca. 0,25 mg/l Eisen
ca.20mg/l Magnesium.

Messwerte sind immer mit Vorsicht zu genießen! Die Tests sind noch relativ frisch nur der GH-Test war zu alt und tut auch nichts mehr. Interessant wäre noch zu wissen, wann du das Aquarienwasser entnommen hast.

Das ist eine üppige Düngung und soweit erst mal in Ordnung. Später kann man das Niveau senken. Phosphatdüngung würde ich die Woche erst mal üppiger halten und die Pflanzen beobachten. Dann würde ich neigungsweise kein PO4 mehr zudüngen, aber mal sehen.

Gruß, Nik
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Postby Sash » 16 Aug 2011 17:19
Hallo Nik,

das Aquarienwasser habe ich genau einen Tag nach dem WW und entsprechendem Einstellen der Werte entnommen.
Mich wundert es, dass du nur 0,35mg/l PO4 nachgewiesen hast, schließlich gab es eine Stoßdüngung auf 1,5mg/L PO4 aufs gesamte Beckenvolumen :shock:

NO3 und K mit jeweils 20mg/l sehen ja ganz gut aus. K scheint sich dann ja so ziemlich die Waage zu halten was Verbrauch und Düngung angeht. Kann also vor dem WW nicht zu sehr abgesunken sein und kummuliert auch nicht, es sei denn ich mache da einen Denkfehler.

Die leichten Bartalgenansätze an 3 Blättern der Anubias sind nicht gewachsen. Komischerweise befindet sich diese Anubias eher im Schatten, während eine andere volles Licht abbekommt und keinerlei Bartalgen zeigt. Bis auf diese 3 Blätter mit Bartalgen konnte ich keine erkennen. Selbst die Staurogyne, die bei mir sowas immer als erste angezeigt hat wächst nun gesund und algenfrei weiter.

_________________________________________________________________________________________

Eine Sache geht mir nicht aus dem Kopf. Ich habe ja im Zoohandel ein Schaubecken eingerichtet. Warum ist dieses Becken besser gestartet als mein eigenes zu Hause? Gleiche Wasserwerte kommen dort ja aus der Leitung, mit Ausnahme von PO4 (was ich aber zu Hause durch KH2PO4 korrigiert habe).
Dort gabs keine Kieselalgen nach wenigen Tagen, dort gab es keine Kahmhaut, obwohl die Oberfläche viel weniger in Bewegung ist als bei mir. Bislang gibt es auch keine Fadenalgen, was hoffentlich so bleibt.

Das Becken wird ebenfalls für den Beginn 6 Stunden lang beleuchtet, hat kaum Filtermedien (etwas weiße Watte, mein Filter läuft ja leer, hat dafür die Patrone am Ansaugrohr). Beleuchtungstärke ist fast die selbe, gleiche Wasserwechselmenge, gleiche Einstellung der Nährstoffe, nur dass es dort bislang keine tägliche Stickstoffzufuhr gibt, was aber bald passieren muss.

Ich weiss, dass jedes Becken sein ganz spezielles Biotop ist und ein eigenes Milieu entwickelt, aber wieso läuft es da so perfekt an, wie du es von deinen eigenen Becken berichtest und bei mir zu Hause gab es Kieselalgen, dann Fadenalgen und Kahmhaut.

Warum nur, Nik, warum nuuuuuuuur? ;)
Grüße aus dem Norden,
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Postby Sash » 12 Oct 2011 15:33
Hallo,

nach langer Zeit mal wieder ein Update.

Das Becken läuft gut, Pflanzenwachstum ist ziemlich rasant. Ich bekomme es aber nicht so richtig hin, den Hintergrund richtig einheitlich hochzuziehen. Vorallem die Rotala wächst nach wenigen cm schon krumm :twisted:

Die Pflanzen selbst sind algenfrei. Allerdings zicken wie immer bei mir die Heternanthera (schwarze Streifen/Knicke an den Blattspitzen) und die Alternanthera Reineckii rot (kleiner, verdrehter Neuzuwachs).

100%ige Stabilität der Mikroflora im Nik'schen ( ;-) ) Sinne habe ich allerdings bisher nicht erreicht. Folgende Baustellen sind vorhanden:

- Sand ist an einigen Stellen bräunlich (kein Belag, sondern Verfärbung ansich,)
- Schläuche und Diffusor setzen sich immer noch zu, wobei sich auf dem Diffusor kein brauner Schmierbelag mehr bildet, sondern Grünalgen
- An der Front- und rechten Seitenscheibe, wo tagsüber mal für 1-2 Stunden Sonnenstrahlung ankommt, sind in 2-3 cm Sandtiefe grünliche/bläuliche Algen in kleinen kreisartigen Formen zu erkennen
- An einigen Steinen und Wurzeln, wo keine Pflanzenmasse vorhanden ist, sowie in einigen Blyxas hat sich eine fadenalgenähnliche Cladophora Art eingenistet, die aber sehr langsam wächst und leicht zu entfernen ist. Habe das Gefühl, dass sie die PO4 Stoßdüngungen sehr liebt.

Mitlerweile ist die volle Beleuchtung drüber. Scheiben brauche ich bisher nicht zu reinigen. Wasser ist glasklar.

Düngung:

- Frischwasser mit KNO3 auf 15mg/l NO3 (runter von 25mg/l NO3) aufgedüngt
- Frischwasser mit KH2PO4 auf 0,5mg/l PO4 aufgedüngt (runter von 1mg/l PO4). Zusätzlich bringt das LW ca. 1mg/l PO4 mit ein. Unter der Woche gibt es dann eine Stoßdüngung mit KH2PO4 von 0,5mg/l PO4 aufs gesamte Beckenvolumen.
- Frischwasser mit Kramerdrak voll aufgedüngt

- Täglich 2mg/l NO3 durch AR Spezial "N" (runter von 3mg/l NO3)
- Täglich 3-4 ml AR Spezial Eisen
- Täglich 5-6 ml Kramerdrak

Den Kramerdrak benutze ich gerade testweise anstelle des Mikrobasic, der bei mir auch wunderbar funktioniert, da ich die Wirkungen der so genannten "beneficial elements" testen möchte. Bislang konnte ich keine Veränderungen oder Verbesserungen beobachten.





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