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Beitragvon PaddyOes » 15 Sep 2015 08:53
Hallo Andreas,

Ich kann das hier geschriebene nur bekräftigen, gerade als Anfänger (der bin ich auch) ist man stark verunsichert, da man hier auf Profis trifft, die über jahrelange Erfahrung verfügen und sich extrem auskennen.
Daher mein Tip: erstmal entspannen, sobald man die Ursache ermittelt hat, kann man diese auch beheben. Daher schlag dir einen Neustart aus dem Kopf, denn der wird es nicht besser machen.

Ich rate dir zu moderater Düngung, regelmäßigen Wasserwechseln und Bakterien die die Beckenbiologie ins Gleichgewicht bringen, dann wird sich vieles erledigen. Stell doch mal die Wasserwerte vom Versorger ein und dann kann man vieles schon mal erklären.


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Liebe Grüße
Patrick
PaddyOes
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Beitragvon Tibu » 15 Sep 2015 09:43
Hi Frank,
Frank2 hat geschrieben:Mit der Düngeempfehlung Kalium bei 1 einzustellen kann ich zumindest nichts anfangen, ...

Du meinst 1 mg/l? Wo wurde das hier empfohlen? Sogar im Leitungswasser sollte doch schon mehr drin sein.
Viele Grüße
Marc
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Beitragvon x-tank » 15 Sep 2015 14:43
Hi Andreas,

habe selbst im Stillen mitgelesen.
Eines vorweg, was hier glaub ich, ein wenig unkorrekt dargestellt wurde.
Dein Becken hat die Maße 120x50x65 – richtig.
Daraus ergibt sich ein Volumen von 390 Liter. Du beschreibst im Text 350 Liter. Denke das war ein Schreibfehler.
Daraus ergibt sich wiederum, deinen Angaben entsprechend, eine Lichtleistung von 17080 Lumen.
Daraus ergibt sich für mich ein Lichtwert von 43,79 Lumen pro Liter.
Bei der Tiefe des Beckens könnte das eher ein zu geringer Wert sein. Hier können Dir die Lichtcracks bestimmt weiterhelfen.
Ich denke, das Licht stellt aber nicht das wichtigste Problem dar.
Teile deiner Nährstoffwerte passen einfach nicht in dein „System“ und diese sollten verändert, angepasst werden.
Im Threat kamen Begriffe wie Redfield-Ratio und „schau mal nach dem perfekten Düngesystem“, etc. zur Sprache.
Ich denke da solltest Du mal dein Wissen vertiefen, ergänzen und „dran schrauben“.
Mit der Beleuchtung, CO²-Zufuhr, Pflanzenbestand, Tierbesatz, passen halt Teile deiner Düngezugaben nicht und können so die Algenpopulation fördern.
Zu wenig Düngung und geringste Nitratwerte, nebst viel zu langer Beleuchtungszeit, können hierfür ein Grund sein.

Ich selbst habe seit 6 Wochen ein weiteres, neues Becken am Laufen und berücksichtige wie wohl viele andere auch, gewisse Grundeinstellungen beim „Einfahren“.
Bei mir handelt es sich um einen Tank 120 x 30 x 30 und dieser wird mit zehn Nichia COB Leuchteinheiten befeuert.
Ich erreiche eine Lichtleistung von ca. 50 Lumen pro Liter, bei nur 28 cm Wasserstand.
Beleuchte 6 Stunden täglich, noch nicht mehr, werde aber langsam steigern und das System beobachten.
Mein Filter, ein Fluval U2, Innenfilter ist nur mit ´ner groben Matte bestückt – keine anderen Hochleistungsfiltermaterialien. Das Teil dient eher als Strömungsgeber.
Hier gibt’s auch einen tollen Bericht, glaube von Nik, zum Thema Geringfilterung, etc.

Ich dünge nach dem Estimative Index und zwar seit dem ersten Tag und Achtung Werbung, mit Produkten von Aqua Rebell.
In der Anfangsphase habe ich EC (Easy Carbo), nach Vorgabe verwendet, ist meiner Meinung nach
´ne Glaubensfrage (zum Becken einfahren) - habe aber keine negativen Erfahrungen gemacht.
Meine Werte (angelehnt zum Vergleich an Deine)
pH – 6,7
kH – 5
gH – 8
NO2 - 0
NO3- ~ 20
PO4 – 1,5
NH4 / NH3 - 0
Fe - < 0,25
Temp 23 – 24
Meine Probleme mit Algen: Ich habe keine.

Auf Anubias barteri nana Gold gibt’s ein paar Punktalgen, ebenso auf Cyperus helferi, welche wohl dem hohen Lichtanteil geschuldet sein dürften.
Ebenso zeigt Cyperus helferi, vereinzelt leicht Chlorosen. Diese ergeben sich aber wohl aus der Überführung eines anderen Beckens, aufgrund der Haltungsbedingungen und der Anpassung.
Hemianthus Glomeratus zeigt an den oberen Triebteilen, größere Internodien, welche wohl dem „Lichtmangel“ zu zuschreiben sind, da Diese in einer Ecke stehen.
Das sind meine Probleme.

Ich glaube Du musst dich einfach noch in gewisse Dinge belesen und dann Werte anpassen und wie eigentlich alle sagen, Geduld haben und Mut. Düngen bedeutet auch Mut.

Grüßle
Marco :bier:
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Beitragvon x-tank » 15 Sep 2015 15:12
ups -wollt nochn paar Bilder einstellen, total vergessen...

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Beitragvon Wuestenrose » 15 Sep 2015 18:03
Servus...

Frank2 hat geschrieben:wo ist denn das Problem beim VORÜBERGEHENDEN Einsatz eines UVC-Klärers? Das ist gar kein Problem.

Sehe ich ebenso. Ich bin eine hartnäckige Wasserblüte, die mich wochenlang genervt hat, letztendlich und auch endgültig durch den Einsatz eines UV-C-Wasserklärers losgeworden. Ein paar Tage UV-C, das Wasser war klar und die Wasserblüte kam auch nie mehr wieder.

Also, wo ist das Problem?

Und wo ist denn hier viel Technik?

Eben. Das ist weniger Technik, als ich am 240er hatte, und noch dazu sauber aufgeräumt im Unterschrank. Bei mir sah das immer viel chaotischer aus...

Grüße
Robert
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Beitragvon Plochi » 15 Sep 2015 19:51
Guten Abend –

und sorry, wenn ich hier gefühlt etwas Staub aufwirble und für Unruhe sorge – das war bestimmt nicht beabsichtigt.
Vielen Dank wieder an alle für Eure vielen Ratschläge, die viele Anregungen zum Nachlesen gegeben haben. Glaubt mir, dass ich schon einige lange Nächte vor dem Rechner saß und diverse Seiten zu den Aquarien-Grundlagen und zur Wasserchemie studiert habe.
Hm …

Ein kurzer Zwischenstand.
Als erstes mal die aktuellen Wasserwerte, reduziert auf die hier am häufigsten erwähnten und nachgefragten (wieder mit dem Sera-Tröpfchen-Wassertest-Set ermittelt)
pH = 7
NO2 = 0
NO3 = 0
NH4/NH3 =0
PO4 = 4mg/l (!)
Fe = 0,1 mg/l
Temperatur = 24° - 25°

Erschreckend für mich der trotz 50%igen WW am vergangenen Sonntag nochmals gestiegene PO4-Wert! Dünger jeglicher Art hatte ich mir seit 1 Woche verkniffen, es ist mir ein Rätsel, wo der Anstieg herkommt. Fischbestand aktuell 20 Corydoras + 2 L46-Welse, gefüttert wird 1x täglich 3 Tabletten bzw. 1 Würfel aufgetautes / längere Zeit gewässertes Frostfutter (Mückenlarven). Augenscheinlich bleiben keine Futterreste übrig, zumindest ist von den Tabletten nach kurzer Zeit nichts mehr zu sehen, da recht fix verputzt.

Ich habe parallel unser Leitungswasser mit getestet … alle Werte wie oben, nur kommt das eben auch schon mit 0,1 mg/l PO4 aus der Leitung. Hm … NO3 weiterhin bei 0 mg/l, ich weiß nun, dass das deutlich zu wenig ist.

Tibu hat geschrieben:Wo kommt eigentlich das Phosphat her? Aus dem Leitungswasser? Mich wundert, dass Du Dich bisher anscheinend partout nicht mit dem Leitungswasser beschäftigen willst. So gesehen müsste ich ja konsequenterweise wieder Abstand nehmen von dem Ratschlag, große WW zu machen. Wer weiß, was Du damit in Dein AQ schüttest?
Ich hatte http://www.flowgrow.de/aquarienvorstellungen/nach-langer-pause-t39169.html#p302663 mal die Ergebnisse eines Labor-Wassertests gepostet, welchen ich kurz vor Lieferung des Aquariums in Auftrag gegeben hatte.

Mit dem JBL-Tröpchentest stehe ich auf Kriegsfuß – der wirft mir beim Aquarien- als auch Leitungswasser 45-50gm/l aus? Laut MHD ist der noch gut, nur ist hier wirklich schwer zu erkennen, wann die Referenz-Farbe erreicht ist. Laut Blasenzähler am Diffusor wird ca. 1 Blase / Sekunde eingeleitet.
Was verwendet Ihr denn für CO2-Tests?

Der UV-C Filter läuft seit 24 Stunden, die Wassertrübung hat schon sichtbar nachgelassen. Ich denke, dass ich Ihn in 2 Tagen ausschalten werde. Nachdem ich nun einen halbwegs klaren Blick auf mein Becken werfen kann, zeigt sich ein unbefriedigender Zustand.
Fadenalgen in der oberen Beckenhälfte, die täglich vorsichtig entfernt werden. Die Wurzel und angrenzenden Pflanzenblätter ist mit einen ca. 0,5cm Algenflaum befallen.

Bei einigen Blättern tauchen nun zu allen Überdruss auch noch Blaualgen auf?


Bitte nicht bezüglich der Anubias-Blätter erschrecken. Nein, das sind keine Futterreste, die Pflanze ist auf der Wurzel festgebunden und steht in der Mitte des Beckens. Die werde ich dann gänzlich entfernen; wobei diese aber auch den schlimmsten Befall darstellt.


Der hier im Beitrag erwähnet Algen-Thread ist sehr informativ … endet aber meistens mit der Empfehlung, mangels nicht komplett möglicher mechanischer Reinigung, befallenes Material aus dem Becken zu entfernen. Irgendwie zeigen bei mir alle Pflanzen langsam aber sicher Algenbefall, d.h. ich müsste wirklich sehr viel herausschneiden und Steine und Wurzel erste einmal gänzlich entfernen, da eine Reinigung –insbesondere der großen Wurzel– kaum noch möglich ist. Die ist zwar sehr schön, nun aber leider sehr unpraktisch. Hm.







Der Filter läuft auf kleinster/geringster Stufe … aber besonders in dessen Bereich habe ich den Eindruck, dass de Algenbefall besonders sichtbar ist.

@Marco
Sehr schönes Becken, ohne Algen - ein Traum.
Die Wand im Hintergrund des Beckens gefällt mir sehr gut, dass hatte och auch schon im Kopf, ließ sich aber bauseitig bei uns nicht ganz umsetzten.
Fein gemacht, auch die (DIY?)-Lampe kommt gut!
Sächsische Grüße –
Andreas

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Beitragvon Plochi » 15 Sep 2015 20:22
Noch was vergessen !

x-tank hat geschrieben:... Eines vorweg, was hier glaub ich, ein wenig unkorrekt dargestellt wurde.
Dein Becken hat die Maße 120x50x65 – richtig.
Daraus ergibt sich ein Volumen von 390 Liter. Du beschreibst im Text 350 Liter. Denke das war ein Schreibfehler.
Daraus ergibt sich wiederum, deinen Angaben entsprechend, eine Lichtleistung von 17080 Lumen.
Daraus ergibt sich für mich ein Lichtwert von 43,79 Lumen pro Liter.
Bei der Tiefe des Beckens könnte das eher ein zu geringer Wert sein.

Hallo Marco,

ja, rein rechnerisch hast Du natürlich recht. Bedingt durch den eingebrachten Bodengrund und die doch recht große Wurzel passten letztendlich nur noch die ca. 350 Liter Wasser ins Becken … sofern ich mich beim Befüllen des Beckens auf meiner Strichliste nicht verhauen habe … zudem kommt im oberen ein ca. 10cm hoher Streifen, der Abdeckung und Beleuchtung verbirgt, reine Wasserhöhe also 55cm (abzüglich nochmals ca. 5 cm Sandschicht.)


Laut technischer Spezifikation von GHL erzeugen die 2 Stück hier verwendeten "Mitras Lightbar Daylight 120" pro 10cm Länge 486 Lumen, ergibt also rein theoretisch 486lm * 12 * 2 = 11.664 lm : 350l = 33,3 lm pro Liter.
Watt pro Liter wird schwierig, das GHL hier nur eine maximale Leistungsaufnahme von 70W pro Lightbar in der von mir verwendeten Länge angibt, was ja letztendlich nicht der erzeugten Lichtmenge entspricht.
In Anbetracht der effektiven Wasserhöhe von 55cm ordne ich das Becken daher m.E. in die Kategorie "Normal-Licht" Becken ein, oder?
Sächsische Grüße –
Andreas

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Beitragvon Tibu » 16 Sep 2015 08:15
Plochi hat geschrieben:PO4 = 4mg/l (!)
...
Ich habe parallel unser Leitungswasser mit getestet … alle Werte wie oben, nur kommt das eben auch schon mit 0,1 mg/l PO4 aus der Leitung. Hm … NO3 weiterhin bei 0 mg/l, ich weiß nun, dass das deutlich zu wenig ist.
...
Ich hatte http://www.flowgrow.de/aquarienvorstellungen/nach-langer-pause-t39169.html#p302663 mal die Ergebnisse eines Labor-Wassertests gepostet, welchen ich kurz vor Lieferung des Aquariums in Auftrag gegeben hatte.

Sorry, ich hatte die Makrowerte in der TWA übersehen. Die 0,1 mg PO4 sind also selbst gemessen und die TWA sagt n.a., was dann ja einigermaßen passt. Sonst hätte ich auf Phosphatierung zum Schutz Deiner Wasserleitungen getippt.
Bei einigen Blättern tauchen nun zu allen Überdruss auch noch Blaualgen auf?

Kein Wunder bei dem Phosphat- und Nitratwert. Bring das Phosphat mittels WW raus und miss nochmal. Bei 75% WW sollte dann ca. 1 mg/l PO4 übrigbleiben. Dünge das Becken auf 5-10 mg NO3 auf (schlagt mich von mir aus, wenn ihr das für zu wenig haltet). Das wären z. B. mit dem AR Basic 35-70 ml bei 350 l Beckenvolumen. Trotz meinem Patzer mit den vermeintlich fehlenden LW-Makrowerten auch hier die vorwurfsvolle Frage, warum Du Dir mit dem Anheben des NO3 so viel Zeit lässt. Aber Du hast ja schon genug Forenerfahrung, da traue ich mich. :wink:

Viele Grüße
Marc
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