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Beitragvon Erwin » 23 Feb 2015 17:33
Hallo Frank,

hier http://www.diskusportal.de/filter-einfahren-milchmethode--t26783-s15.html hat es Gerhard Rahn am 26.12. 2008 nochmal genauer erklärt.

MfG
Erwin

PS: sehe gerade, ich kenne es dann auch schon seit 2008 :smile:
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Beitragvon Frank2 » 23 Feb 2015 17:49
Code Wenn du einmal gesehen hast, wie es anfangs Tage dauert bis die Trübung verschwunden ist, und später nur noch Stunden, weist du was die Bakkis machen.
Ich kenne die Milchmethode seit über 5 Jahren. Sie hat bei mir bisher immer funktioniert. Ein Gerhard Rahn würde es auch sicher nicht publizieren, wenn es nicht funktionieren würde.


Glaube ich Dir absolut und sofort Erwin. Für Bakterientrübungen erscheint es mir geradezu perfekt, daher meine Nachfragen. Und wenn es bei 7,1 funzt, dann wird es auch bei 7,6 noch funzen.
Beim nächsten Beckeneinfahren habe ich das im Hinterkopf gespeichert! :D
Den link werde ich mir gleich mal zu Gemüte führen. Thanks.

Grüße
Frank
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Beitragvon omega » 23 Feb 2015 18:39
Hi,

Milch zum Einfahren? Ich weiß nicht. Das Eiweiß/Fett-Verhältnis von Kuhmilch liegt bei ca. 1:1, bestenfalls 2,3:1 (fettarme Milch). Bei Fischfutter liegt es dagegen bei 4:1 bis 10:1. Mit Milch kultiviert man in seinem Aq. also im Verhältnis eine ganze Menge fettabbauender aber vergleichsweise wenig nitrifizierende Bakterien. Ein derartiges Verhältnis wird bei Fischbesatz m.E. auch nicht benötigt.

Inwiefern ein Filter arbeitet, läßt sich anhand der zurückgehenden Milchtrübung nur bzgl. Fettabbau einschätzen. Ob und wie gut aber die Nitrifikation funktioniert, zeigt ein Trübungsrückgang sicher nicht an. Wir wissen, ja daß sich Nitrobacter und Nitrosomonas etc. im Vergleich zu anderen Bakterien recht langsam vermehren.

Grüße, Markus
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Beitragvon Wuestenrose » 23 Feb 2015 19:37
'N Abend…

Ich hab's mir ja bislang verkniffen, aber ich halte die "Milch-Methode" für 'ne ziemliche Schnapsidee. Was soll das denn bringen, außer daß man sich 'nen Milchfettabbauenden Bakterienstamm im Aquarium heranzieht?

Grüße
Robert
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Beitragvon java97 » 23 Feb 2015 23:48
omega hat geschrieben:Das Eiweiß/Fett-Verhältnis von Kuhmilch liegt bei ca. 1:1, bestenfalls 2,3:1 (fettarme Milch). Bei Fischfutter liegt es dagegen bei 4:1 bis 10:1.

Bei Magermilch ca. 11-12:1... :wink:
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon omega » 24 Feb 2015 00:51
Hi,

java97 hat geschrieben:Bei Magermilch ca. 11-12:1... :wink:

0,1-0,5% Fett, igitt. Daß sich sowas noch Milch nennen darf? Bei mir kommt 10%ige Kondensmilch in den Kaffee und 3,8%ige Bio ins Müsli
Egal. Hinter den Links war nicht die Rede von Magermilch, klingt für mich aber plausibler als die fetteren Versionen.

Grüße, Markus
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Beitragvon Frank2 » 24 Feb 2015 08:26
daß man sich 'nen Milchfettabbauenden Bakterienstamm im Aquarium heranzieht?


Robert das tust Du damit ja nicht im Beispiel da diese Bakkis einen anderen PH wert benötigen, um überleben zu können. Daher auch meine Nachfragen diesbezüglich.

Ich sehe es eher als eine Möglichkeit bei einr aufkommenden Bakterienblüte i.V.mit einer Animpfung mit Nitrobacter etc.. Ich finds interessant und würde es bei einer Bakterienblüte in der Einlaufphase ausprobieren.

Frank
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Beitragvon Wuestenrose » 24 Feb 2015 10:17
Hallo…

Die Milchsäurebakterien bauen nicht das Fett, sondern den Milchzucker zu Milchsäure ab. Das sind andere Bakterien.

Grüße
Robert
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Beitragvon java97 » 24 Feb 2015 11:12
Hallo Markus,
omega hat geschrieben:0,1-0,5% Fett, igitt. Daß sich sowas noch Milch nennen darf? Bei mir kommt 10%ige Kondensmilch in den Kaffee und 3,8%ige Bio ins Müsli

Deine Aufzählung war halt nicht komplett. Darum ging es mir, nicht um die geschmacklichen Vorlieben... :wink:
Ich nähme, wenn überhaupt, auch Magermilch zum Einfahren.
schöne Grüße
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Beitragvon Plantamaniac » 24 Feb 2015 12:07
Hallo, die Spezialisten gegen Trübungen finden Milch allgemein sehr gut :thumbs: .
Egal ob Pantoffel, Räder, Rettichtierchen, Cyclops, Moina, Wasserflöhe, alle sind hellauf begeistert, wenn es Milch, Kaffeesahne, oder Milchpulver gibt.
Als Rückstände gibt es Dünger pur für die Pflanzen :grow: .
Wer einmal regelmäßig sein Pflanzenbecken mit solchen Futtertieren + ihrem Kulturwasser versorgt hat, kann die positiven Auswirkungen deutlich sehen :thumbs:
Warum erst über Gläser oder Eimer gehen, wenn man die Milch/Joghurt direkt ins Becken geben kann?
Für mich ist das eine deutliche Förderung der Microflora :thumbs:

Ein auch sehr guter Bakterienbooster sind Haferflocken( zb. 1 Haferflocke auf 1 Liter). Manche Kleinstlebewesen bevorzugen Kohlehydrate.
Aus Infusorien kann man durch Reis/Hafer/Weizenfütterung ganz andere Microorganisen heranzüchten, als durch Fütterung mit Milch. Es müssen schließlich auch Pflanzenreste die Kohlenhydrate enthalten, verarbeitet werden.

Einfahren ohne Wasserwechsel finde ich nicht gut. Es sind meistens noch genug Produktionsrückstände oder unerwünschte lösliche Bestandteile von Naturmaterialien im Becken die Ärger machen können. Von daher werden meine neuen Becken immer behandelt wie länger laufende Becken.
Normaler Wasserwechselrythmus, Fütterung (Schnecken und Microorganismen) und verhaltene Microdüngung.
Macrodüngung wird meistens erst mit einsetzen größerer Pflanzenmengen gestartet. Vorher ist das Leitungswasser und die Fütterung mit genug Macros.

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Beitragvon Wuestenrose » 24 Feb 2015 18:43
'N Abend…

Plantamaniac hat geschrieben:Ein auch sehr guter Bakterienbooster sind Haferflocken( zb. 1 Haferflocke auf 1 Liter).

Eine Haferflocke? Tatsächlich e_i_n_e g_a_n_z_e Haferflocke?


Das macht dann also eine 0,0035-%ige Haferflockenlösung. Sei mir nicht böse, aber ich glaube nicht, daß sich davon irgendwas oder irgendwer beeindrucken läßt.

Ein Liter Vollmilch enthält ja bereits von sich aus rund 50 Gramm (Gramm, nicht Milligramm) des Kohlehydrats Laktose.

Grüße
Robert
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Beitragvon Plantamaniac » 24 Feb 2015 21:12
Hallo, eine Haferflocken ernährt eine Flasche Moina für 2 Wochen.
Ohne Fütterung verhungern sie :wink:
Die fressen nicht die Flocke selber sondern die entstehenden Bakterien.

Einfach mal die ersten paar Suchergebnisse:
Ganz unten bei Haltung und Zucht stehen die Körner
http://kakerlakenparade.de/paramecium.html

Ja, 1 Löffel ist wohl doch ein wenig zuviel :sceptic:
http://www.afizucht.de/html/infusorien.html

Und wenn man seine Jungfische nicht umnieten möchte ist weniger allemal mehr :gdance:
http://www.regenbogenfisch-forum.de/board1-allgemeines/board31-futter/151-pflege-und-zucht-von-infusorien/

Das sind nur Beispiele, wen es interessiert und der ein Microskop hat kann es selber versuchen.
1 Liter Aquarienwassermit etwas Mulm mit 1 Haferflocke füttern, warm stellen, paar Tage warten und mit einer Vergleichsprobe vergleichen.

So kann man kleinste Fischlarven ganz einfach über die kritischen 2 Wochen bringen :gdance:
Sie können sich einfach auswählen, welche Microorganismen, die entstehen, gerade in ihr Maul passen.

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Beitragvon Wuestenrose » 24 Feb 2015 21:41
Nochmal zurück zum Anfang,

wenn Du in einen Liter Milch, der bereits von sich aus 50 Gramm des Kohlehydrats Laktose enthält, "wegen der Kohlehydrate" eine 0,035 Gramm wiegende Haferflocke gibst, dann bewirkt das genau gar nix.

Edit: Stopp, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil: Du gibst die Haferflocke gar nicht in die Milch, sondern verfütterst die Haferflocke anstelle der Milch, richtig? 'Tschuldigung, dann habe ich Dich falsch verstanden.

Ansonsten bin ich Deiner Meinung: An Technik und Deko hängen Produktionsrückstände, Pflanzen bringen den Düngersud aus der Gärtnerei mit. Ich will das nicht im Aquarium haben und wechsle bei einem komplett neu aufgesetzten Aquarium in den ersten Tagen sogar massiv Wasser. Ich kenne nur einen, wenig tugendhaften Grund, auf Wasserwechsel während des Einfahrens zu verzichten: Faulheit.

Grüße
Robert
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Beitragvon Erwin » 24 Feb 2015 21:55
Hallo Robert,

an meinen letzten Wasserwechsel kann ich mich nur noch ganz dunkel erinnern. Und nein, ich habe keine Altwasserbecken.
Aber ich gestehe, ich bin zu faul in der Einfahrphase einen Hahn aufzudrehen, der mir stündlich zwischen 1 und 8 Liter Wasser wechselt. :wink:

Die eine Haferflocke ist schon ziemlich viel, wenn man die Menge mal auf größere Beckeninhalte umrechnet. Soviel Flocken- bzw. Granulatfutter würde ich nicht ins Becken streuen, den Haferflockensud schon.

MfG
Erwin
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Zuletzt geändert von Erwin am 24 Feb 2015 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Plantamaniac » 24 Feb 2015 21:58
Hallo, ja genau, entweder oder :roll:

Normal gibts beim Fischlarven aufziehen die verschiedenen Infusorien nacheinander. Der Größe nach.
zb. die Filigranregenbögen sagen einem nicht, wann die nächste Größe fällig ist :keule:
sondern leben einfach ab :irre: .
Also gibt es eine Haferflocke direkt in den Larvenpott und sie haben Selbstbedienung :grow:
Das kippt auch nicht um. Mehr wäre zuviel, gäbe Bakterienblüte und das war es dann auch :?

Trotzdem Frage ich mich, warum ein halbes Glas Pantoffeltierchen täglich sich so positv vom Gesamteindruck auf ein 100 Liter Becken auswirkt :sceptic: Sind es die Nährstoffe, oder die Pantoffeltierchen?
Das Glas fasst etwa 1/2 Liter und enthält 100ml alten Ansatz, 900ml Leitungswasser und 5 Tropfen Kaffeesahne :?
Nach 2 Tagen ist es wieder klar, also mit leichten Schlieren und riecht dezent nach Milch.
Wieviel Ammonium, Nitrat, Kalium, Phosphat sind dann enthalten wenn das Leitungswasser kaum Ammonium, 25mg/L Nitrat, 3mg/L Kalium, 1.2mg/L Phosphat mitbringt. Wenn sich das nicht bemerkbar macht müssen es wohl doch die Pantoffels selbst sein :?
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