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Beitragvon Kejoro » 21 Okt 2017 19:12
Hallo zusammen,

knapp ein Monat ist vergangen. Viel ist passiert.

Am 18.9. kam es zu einer Trübung:
Morgens
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und abends.
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Hab mich darüber natürlich erstmal gefreut. So eine Trübung ist ein super Indikator dafür, dass sich was verändert. Allerdings haben sich meine Bemühungen, über NO3 die anderen Werte zu schätzen, damit in Wasser aufgelöst. Nach meinem Tagebuch habe ich vom 19.09 bis zum 1.10 kein nachweisbares Nitrat im Wasser. Seit dem 5.10. bin ich wieder über der 10mg/l Grenze.
Noch ein paar weitere Bilder zur Trübung

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Es machte sich fast überall eine Art Flaum breit. Der hat die Algen sowie manche Pflanzen überzogen. An der Spitze der Buce-Algen sieht man das. Der wurde im Laufe der Zeit dicker und war sehr glibberig.
Irgendwann hat sich die Trübung etwas gelegt, aber ich wollte sie weiter erhalten. Deshalb habe ich versucht, diese über Zucker am Leben zu halten. Bei Zuckerwerten von 50-100mg/l hat sie sich stabilisiert. Allerdings machte sich ein schwacher Geruch von Erbrochenen breit... Es gab einen deftigen Wasserwechsel. Die Trübung war damit beseitigt :down: Habe mir dadurch erhofft, einige Dinge auszukonkurieren.

1.10. :
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Das interessante ist, dass nur die Pflanzen gewachsen sind, die diesen sonderbaren Flaum hatten. Die Ludwigia sp. hatte diesen nicht, wurde wieder grün und anschließend unansehlich.
Nitratmangel!
Das HCC wuchs seit Wochen nicht mehr richtig. Bei der Trübung hatte sie Fahrt aufgenommen.
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Selbst unter dem dicken Algenteppich (Bartalgen können es gewesen sein. Mindestens jedoch eine Rotalge-> Alkoholtest) konnten Pflanzen mangelfrei wachsen. Da hätte ich schon gedacht, dass ihnen das Licht knapp wird. Die Staurogyne repens wuchs noch nie derart mangelfrei. Das sieht man im Vordergrund ganz gut.

Im übrigen hat sich das grüne scheibenpestartige Geflecht in ein braunes gewandelt. einzelne Punktalgen sind darin noch zu finden.

Es gibt jetzt auch nematodenartiges Getier im Becken
35864Ähnlich diesen hier, die ich in einem experimentellen Einmachglas zufällig entdeckt hatte. Scheinen Destruenten zu sein und sind damit willkommen. Außerdem freuen sich die Boararas, wenn sie die mal erwischen ^^

21.10:
35865So sieht das Becken nun aus. Die Frontscheibe wurde während der Trübung einmal gereinigt, da der braune Schmodder die Sicht komplett verwehrt hatte. Der hat sich nachfolgend nur dezent rückgebildet , neben wenigen Punktalgen, die auf dem Rückmarsch zu scheinen sind. Allerdings zeigen die Pflanzen Schäden. Sehr gut zu sehen bei der S.repens. Sind das Fraßspuren?

Um die mikrobiologische Situation des Beckens bzgl. der Konkurrenzstärke zu beobachten, neble ich einen Teil der Rotalgen mit EC ein. Eine einmalige Anwendung hat ausgereicht, um das Flammenmoos wieder als solches erkennbar zu machen. Seit knapp zwei Wochen vermehren die Rotalgen sich im Moos nicht mehr.
Heute war der Drachenstein im Hintergrund dran.

Zum selben Zeitpunkt habe ich ein Paper/Vorlesungsskript online gefunden, in dem Stand, dass sich Bakterien am besten bei konstanten Verhältnissen vermehren können. Das war der Zeitpunkt, als ich angefangen habe Makros und Fe täglich hinzuzudüngen.

Kalium war bei mir etwas abgedriftet. Hat die Skala gesprengt. Momentan liegt das zwischen 5 und 15 mg/l. PO4 bei 0.6 mg/l und NO3 zw. 20-30 mg/l. NO3 will ich stetig senken, d.h. nicht durch einen großen Wasserwechsel. 15mg/l ist mein Ziel.

Tägliche Düngerzugabe:
14mg/l NO3, 1mg/l PO4, 2ml Kramerdrak zu jeweils 1/6 über 6 Tage verteilt. Kalium kommt erst, wenn sich der Wert auf 5 mg/l eingependelt hat.

Die Pflanzen werfen Blasen nach etwa 2h Licht. Aber erst seit dem K <=15mg/l ist. Mg ist rechnerisch auf 10mg/l. Das ist zwar eine Abweichung vom empfohlenen Verhältnis, aber es scheint dennoch zu funktionieren.

Das weitere Vorgehen beschränkt sich darauf, die Werte konstant zu halten und totes organisches Material aus dem Aquarium zu entfernen. Es scheint, als geht das in eine gute Richtung :grow:

Viele Grüße,
Kevin
Kejoro
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Beitragvon nik » 22 Okt 2017 08:04
Hi Kevin,

Ich finde es ja schon immer ganz nett, wenn sich jemand mal konsequenter auf diese Betriebsweise einlässt :smile:

Kejoro hat geschrieben:Hab mich darüber natürlich erstmal gefreut. So eine Trübung ist ein super Indikator dafür, dass sich was verändert. Allerdings haben sich meine Bemühungen, über NO3 die anderen Werte zu schätzen, damit in Wasser aufgelöst. Nach meinem Tagebuch habe ich vom 19.09 bis zum 1.10 kein nachweisbares Nitrat im Wasser. Seit dem 5.10. bin ich wieder über der 10mg/l Grenze.

Na ja, die Trübung muss nicht auftreten, aber wenn, lasse ich sie erst einmal laufen. Bei den meisten Algen muss man nichts explizites unternehmen. Clado gedeiht allerdings bestens unter den Bedingungen, da komme ich um AlgExit nicht mehr rum, was insgesamt belastend ist. "Scheibenpest" weiß ich nicht. Damit kann ich nichts anfangen, hatte ich wohl noch nicht. Falls es Cyanos gibt, nehme ich ML Special Blend und NiteOut II als Kombikur. Damit ist man idR. safe.

So wie ich es verstanden habe, hattest du über einen großen Wasserwechsel die Trübung beseitigt und dann Nitrat wieder nachweisbar. Den Zucker habe ich nicht verstanden. Sicher fördert der als Kohlenstoffquelle Bakterien, habe ich bei einer Trübung schon deshalb nicht probiert, weil die Trübung mittels Stickstoff selektiv gut gefördert werden kann. Ansonsten ist eine gute SE-Versorgung auch für die Mikroflora förderlich.

Wenn du wenigstens zweitäglich düngst, dann ist Urea die optimale Stickstoffquelle. Passt einfach supergut in das Düngesystem und ist idR. problemfrei.

Das HCC wuchs seit Wochen nicht mehr richtig. Bei der Trübung hatte sie Fahrt aufgenommen.

Solange durch die Trübung das Licht nicht zum Problem wird und der Stickstoffmangel nicht zu stark, ist das eher der Normalfall. Ich hatte die Trübung zeitweise nur mit einem Fällungsmittel beseitigt, was auch als "Wasserklärer" genutzt wird, da gibt es einige, dann werden die in der Trübung gebundenen Nährstoffe wieder frei, was die Pflanzen jedesmal explodieren ließ.

Zum selben Zeitpunkt habe ich ein Paper/Vorlesungsskript online gefunden, in dem Stand, dass sich Bakterien am besten bei konstanten Verhältnissen vermehren können. Das war der Zeitpunkt, als ich angefangen habe Makros und Fe täglich hinzuzudüngen.

Mag anfangs eine Rolle spielen. Praktisch könnte ich daran nichts signifikantes festmachen. Makros kann man immer auf Stoß düngen, auch den Volldünger. Wichtiger ist, dass es ausreichend ist. Den Volldünger (Fe) kann man täglich zugeben, mache ich aber vor allem deshalb weil es für Urea eh die Notwendigkeit zur täglichen Zugabe gibt. Kalium geht völlig problemlos mit wöchentlicher Stoßdüngung. Phosphat gebe ich anfänglich einmal fett und habe dann eher einen mehrwöchigen Rhythmus. Häufiger als eine zweiwöchige Stoßdüngung braucht es nie! Ich will PO4 einfach idR nicht nachweisbar haben.

Tägliche Düngerzugabe:
14mg/l NO3, 1mg/l PO4, 2ml Kramerdrak zu jeweils 1/6 über 6 Tage verteilt. Kalium kommt erst, wenn sich der Wert auf 5 mg/l eingependelt hat.

Täglich Phosphat? Wozu? Kann ich wegen der Bindungsfreudigkeit nur abraten. Du kannst Phosphat ebenfalls sein lassen und ich garantiere dir, die nächsten 4 Wochen wirst du keinen Phosphatmangel sehen. ^^

Die Pflanzen werfen Blasen nach etwa 2h Licht. Aber erst seit dem K <=15mg/l ist. Mg ist rechnerisch auf 10mg/l. Das ist zwar eine Abweichung vom empfohlenen Verhältnis, aber es scheint dennoch zu funktionieren.

Mit Urea kann ich eh kein K-Problem bekommen, eher als Mangel. Ich habe aber auch ein Altwasserbecken lange über KNO3 gedüngt, das musste eine K-Anreicherung ergeben - und das blubberte wie ein Sektglas. Bei einem stabilen Becken bin ich sicher, dass Kalium in seiner Problemträchtigkeit völlig überbewertet wird! Beim Einfahren achte ich schon auf eine halbwegs saubere Düngung, aber dafür genügt auch >50% Wasserwechsel und dann rechnerisch aufgedüngt.

Das weitere Vorgehen beschränkt sich darauf, die Werte konstant zu halten und totes organisches Material aus dem Aquarium zu entfernen. Es scheint, als geht das in eine gute Richtung :grow:

Ja sieht gut aus. Die S. repens kann ich mir nicht schlüssig erklären, das habe ich bei der, selbst unter schlechten Bedingungen, nie gesehen. Der Zucker vielleicht. Fraßschaden ist das keiner.
Hm, eigentlich wollte ich nur kurz was schreiben ...

Ach ja, wenn du so kleine Mengen wie 2 ml auf 6 Tage verteilst, dann empfiehlt sich die Düngung mit 100 ml Pipettenfläschchen, gibt's in der Apotheke, vielleicht in der Drogerie. 2 ml sind 40 Tropfen, auf 6 Tage sind das 7 Tr./tgl. Ich jetzt weiß nicht, wie groß das Becken ist, ich empfehle die "Normaldosis" Volldünger, d.h. 10 ml/100l und Woche - wegen der SE. Die tun nix. ^^ Urea kann man sich auch eine Lösung für die tägliche Pipettendüngung anrühren.
Die üblich dosierten Volldünger funktionieren prima mit 3 Tr./10l täglich und die Urea-Lösung kann man sich auch so anrühren, dass die ebenfalls mit 3 Tropfen dosiert wird. Zur Nanodüngung hatte ich einen Thread, da steht das drin.

Gruß, Nik
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Beitragvon Kejoro » 22 Okt 2017 09:36
Hi Nik,

So wie ich es verstanden habe, hattest du über einen großen Wasserwechsel die Trübung beseitigt und dann Nitrat wieder nachweisbar.
Richtig. Aber das liest sich so, als wollte ich die Trübung beseitigen. Eigentlich wollte ich diese fördern^^ Urea habe ich anfangs kräftig versucht: 20mg/l Äquivalent. Zum Abend wurde es klarer, weshalb ich zum Zucker griff.

Solange durch die Trübung das Licht nicht zum Problem wird und der Stickstoffmangel nicht zu stark, ist das eher der Normalfall. Ich hatte die Trübung zeitweise nur mit einem Fällungsmittel beseitigt, was auch als "Wasserklärer" genutzt wird, da gibt es einige, dann werden die in der Trübung gebundenen Nährstoffe wieder frei, was die Pflanzen jedesmal explodieren ließ.
Bisher hatte ich das so verstanden, dass die Pflanzen während der Trübung leiden und erst nach dem Fällen jener ein Wachstumsschub erkennbar war. Bei mir gab's aber ein super Wachstum schon während der Trübung.
Als Vergleich:
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Hier liegen knapp zwei Wochen dazwischen; Trübung mal mehr, mal weniger stark. Alles, was diesen Flaum auf sich hat, wächst ohne Mängel. Die Ludwigia ist beim ersten Bild im Hintergrund noch in rot zu sehen. Auf dem zweiten Bild kann man sie zwischen den Steinen auf mittlerer Höhe noch erahnen. Da ist sie grün. Die war blank und mägelte.
Das steht doch im Widerspruch zu deinen Erfahrungen bzgl. Trübungen?

Täglich Phosphat? Wozu? Kann ich wegen der Bindungsfreudigkeit nur abraten.
Ist mir bewusst. Aber ich möchte das jetzt mal ausprobieren, zwecks der Nährstoffkonstanz. Hab das Paper gefunden. Latenzphase: MO stellen sich auf das neue Medium ein. Der Beitrag zu Phosphor ist auch nicht zu unterschätzen. Wo beziehen die MO eigentlich ihren Phosphor her, wenn der nicht mehr nachweisbar ist? Ich tippe hier auf die mineralisierte Umgebung.

Auf die Aquaristik übertragen ist das Medium der Untergrund (Glas, Pflanzen, Deko/Hardscape) und das anströmende Wasser. Letzteres hat die Abweichungen. Deine Praxis zeigt, dass das nicht nötig ist. Aber einen Versuch ist es wert. Kurt zieht das glaube auch durch und hat gute Erfahrungen damit. Da muss ich einfach hoffen, dass die Chelate heil bleiben :D

Mit Urea kann ich eh kein K-Problem bekommen
Ist auch unmöglich. Aber Unschärfen in der berechneten Kaliumkonzentration und eine verkorkste Auf-Sicht-Düngung von der Pottasche haben ihr übriges dazugetan ^^ K:Mg war locker 3:1, eher höher. So ganz unschuldig war Kalium hierbei wohl nicht. Habe beim WW K einfach ausgelassen und es gab eben die besagte Besserung. Wenn's bei mir mal rund läuft, spiele ich hiermit ein wenig. Denke aber auch, dass die Grenzen im Allgemeinen viel zu eng gesetzt sind. Da gibt es mehr Spielraum.

Die S. repens kann ich mir nicht schlüssig erklären, das habe ich bei der, selbst unter schlechten Bedingungen, nie gesehen. Der Zucker vielleicht. Fraßschaden ist das keiner.
Meinst du das Abhandensein von Zucker? Andere Pflanzen zeigen das "Verhalten" auch, nur nicht so extrem. Aber Wachstum ist im Allgemeinen super.

Das Becken hat etwa 25 Nettoliter. Die Düngerzugabe von Kleinstmengen handhabe ich mit 12ml Spritzen. Wochendosis wird einmal aufgeladen und der Rest wird mit AQ-Wasser ergänzt. Täglich 2ml davon und nichts geht schief.
Bzgl Volldünger: WW wird auf 0.1mg/l Fe aufgedüngt. On Top kommt dann noch 2.5ml über die Woche verteilt, was der Normaldosis entspricht. Was passiert eigentlich bei einer Eisenanhäufung, sofern sie nicht weggephosphort wird?

Ich finde es ja schon immer ganz nett, wenn sich jemand mal konsequenter auf diese Betriebsweise einlässt :smile:
Es folgen noch zwei weitere Becken, wo ich das dann konsequent durchziehe. Einmal mit LW-Wasser und einmal aufgesalzenes Osmosewasser. Momentan mache ich das mit in der Theorie begründeten Abweichungen (siehe Paper), um Auswirkungen zu beobachten. Es ist eben ein Spielbecken.
Dass diese Texte immer so lang werde...

Einen schönen Sonntag,
Kevin
Kejoro
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Beitragvon Kejoro » 31 Okt 2017 11:33
Hallo zusammen,

kleines Update, da sich ein wenig was getan hat.
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Bakterienblüte :grow: Die war vor etwa einer Woche grau und wird zunehmend grüner. Dachte, dass die sich so schnell verzieht, wie die erste. Dem ist nicht so.

35946
Was ich auch schön fand, dass die Ludwigia direkt auf den Nitratmangel anspricht.
Für die Denker: Die Staurogyne macht wieder das, was sie soll :D Habe das Phosphat allerdings mit einem guten letzten Schuss abgesetzt, da ich ein Spurenelementemangel ausschließen wollte. Dann kam die Blüte.
Habe eben den PO4-Wert gemessen. Deutliches Stahlblau. Richtig tolle Farbe. Leider abseits der Messskala. D.h. PO4 > 1,8mg/l.

Jetzt will ich erstmal die Blüte beobachten und schauen, wie es läuft. Hab da noch zwei Punkte auf der Scheibe, die da weg müssen :pfeifen:

Was mich verwundert hat: Die Buce im Vordergrund kam aus einem 12L Becken und hatte einige Bartalgen. Kaum war diese 3h in dem Becken, waren diese rot, nun sind sie sehr wahrscheinlich tot.
Habe aber auf der hinteren Buce auf dem Stein ebenso Bartalgen, die wachen zwar nicht mehr, halten sich aber.
Wie kommts? :?

Schöne Feiertage,
Kevin
Kejoro
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Beitragvon 4WSTSee » 04 Nov 2017 08:01
Hallo Kevin
Auch ichbin sprachlos... bis heute
Was ich fragen wollte: benutzt du immer noch MB SB/NOut?

Meiner Erfahrung nach, sollte diese Bakterien nur am Anfang für kurze Zeit benutzt werden. Als Starter. Oder bei Problemen, wie Cianos usw.
Weil zu lange Anwendung verhindert das Aufbauen der eigenen gesunden Aquarium Mikrobiologie.
Nach dem Prinzip des positiven Feedbacks: es hat ja nitrifizierende Bakterien, es braucht keine weiteren mehr zu bilden.
Die Bakteriellen Biofilme kommunizieren innerhalb und unter einander. Biofilme sind sehr komplexen Strukturen. Die Zusammensetzung hängt vom Futter, O2, pH...
Man weiss noch zu wenig über sie.
Kammhaut: am effektivsten ist ein Luftdiffusor. Damit kommt nicht nur O2 rein, sondern auch 4% CO2.

Grünalgen Becken: nebenbei noch Amanos züchten? :)
Lg
Ingrida



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Beitragvon Kejoro » 04 Nov 2017 09:33
Guten Morgen Ingrida,

wenn, dann benutze ich noch das MB SB. NO II ist aus gegangen und das brauch ich m.M.n. auch nicht mehr. 20 mg/l NO3 in Urea kann das Becken auf Stoß abfedern, ohne dass es dem Besatz etwas macht.

4WSTSee hat geschrieben:Weil zu lange Anwendung verhindert das Aufbauen der eigenen gesunden Aquarium Mikrobiologie.
Das verstehe ich. Aber wie verfährt man, wenn die eigene Mikrobiologie in die falsche Richtung läuft? Nennen wir es mal ungesunde Biologie.
Das Lenken, wenn auch nur punktuell, will ich mit dem SB erreichen.
Das MB SB benutze ich ab und an, wenn ich sehe, dass etwas nicht mehr rund läuft - sich ungewollte Beläge bilden. Auf die betroffene Stelle gebe ich dann 1ml mit der Spritze. Genauso verfahre ich, wenn ich einzelne Pinsel-/Bartalgen mit EC eingenebelt habe. 30min nachdem die Pumpe wieder an ist, kommt ein wenig MB SB mit auf die Stelle (hier wieder Pumpe aus^^). Ich sehe es momentan eher als prophylaktische Maßnahme, fürs Gewissen, um die entstandenen Lücken zu schließen. Sollte ich eine gesunde Mikroflora bereits im Aquarium haben, werden die Bakterien vom SB verdrängt.

Mit dem Luftdiffusor bring ich die Umgebungsluft ins Aquarium. Die Blasen vergrößern die zur Diffusion nötige Oberfläche. D.h. es findet ein Gasaustausch statt, der erst aufhört, wenn der Gasgehalt im Wasser der gleiche ist, wie der in der Luft (oder das Wasser gesättigt ist). Die 4% CO2 Stelle ich mal in Frage :D siehe Wiki.
Der Luftdiffusor scheidet leider aus dem Grund aus, dass dieser so irre laut ist und sich das Aquarium im Wohnzimmer befindet.

4WSTSee hat geschrieben:Grünalgen Becken: nebenbei noch Amanos züchten? :)
Das wurde von der Regierung abgelehnt. Die dafür benötigen Kapazitäten überschreiten das Toleranzmaß deutlich :( Aber Lust darauf hätte ich :lol: Allerdings glaube ich, dass es sich hierbei um Cyanos handelt. Der Stickstoff war quasi schlagartig im Wasser weg (Stickstofffixierung). Die Lichtabhängigkeit am Anfang spricht auch dafür.

Ich versuche ab heute, die Trübung in einem Glas aufrecht zu erhalten. Da kann ich besser experimentieren. Hier will ich auch testen, ob MB SB diese auskonkurrieren kann. Mit den Bodencyanos klappt das ja wunderbar.

Schönes Wochenende,
Kevin
Kejoro
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Beitragvon 4WSTSee » 08 Nov 2017 15:41
Hallo Kevin
_->"Die 4% CO2 Stelle ich mal in Frage :D siehe Wiki."
Wo du recht hast, hast du recht. Ich habe mich um im 2 Stellen nach Komma vertan. 4% CO2 ist im Ausatmungluft.
->"der Luftdiffusor scheidet leider aus dem Grund aus, dass dieser so irre laut ist und sich das Aquarium im Wohnzimmer befindet. " Ich weiss nicht was du für Modell hast. Meiner Aquael macht kein Höllenlärm und im Vergleich zu Kindertoben, TV, Radio, PLaystation, Plattenspieler verbreitet er eher die Fengshui Stimmung. Und den Liftdiffusor kann man nach 2-3 Tagen abstellen, weill die Kammhaut weg ist.

Ich stelle hingegen eine Antihypothese, dass du mit dauernden MB SB Zugabe und biologischer Überbelastung keine stabile Beckenbiologie erreichen wirst. Ich bin gespannt wie dein Experiment rauskommt.

Gruss
Ingrida
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Beitragvon Kejoro » 08 Nov 2017 17:38
Hallo Ingrida,

jetzt muss ich nochmal nachfragen, was du mit Luftdiffusor meinst.
Ich kenne zwei Möglichkeiten. Zum einen wäre das der allseits bekannte Sprudelstein + Membranpumpe. Die hatte ich früher (2009 rum) und diese waren ziemlich nervend. Das war diese blaue von Sera. Zum anderen gibt es diese "Aufsätze", die an Pumpen gesteckt werden. Durch das vorbeifließende Wasser entsteht der Unterdruck und dadurch wird Luft ins Aquarium gesogen. Das habe ich auch deutlich nervend in Erinnerung. Mein MiniPat kann das :D
Sonst kenne ich da nichts Weiteres.

Ich würde das gerne austesten. Erklärst du mir noch, was dabei zu beachten ist? Strömung, optimale Verteilung, Oberflächenbewegung,... um ein paar Beispiele zu nennen.

4WSTSee hat geschrieben:dauernden MB SB Zugabe
Das muss ich relativieren, weil es zu drastisch rüberkommt. Die Zugabe erfolgt äußerst unregelmäßig. Momentan verwende ich das nur noch bei den Pinselalgen, die durch EC abgestorben sind. Das mache ich aber nicht täglich, oder wöchentlich. Da können Monate dazwischen liegen. An die letzte Zugabe, kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern^^

Die biologische Überbelastung schließt du aus der Kahmhaut? Weil Füttern geschieht in diesem Becken so gut wie gar nicht. 1x in 2 Wochen momentan, weil die drei Fische genug Kleingetier finden. Mulm wird auch regelmäßig entfernt. Dabei gebe ich mir schon Mühe, die organischen Abfälle draußen zu behalten.

Dann stelle ich noch eine Frage in den Raum: Woran erkennt man, dass ein System biologisch stabil ist?
Ich hätte das durch die Konkurrenzfähigkeit definiert. Wenn man viel "Böses" einbringt, kippt das System nicht, bzw. verändert sich nur minimal bis gar nicht.
Wie seht ihr das?

Auf den Ausgang/ die Entwicklung bin ich auch sehr gespannt :D

Viele Grüße,
Kevin
Kejoro
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Beitragvon 4WSTSee » 09 Nov 2017 17:38
Hallo Kevin
Luftdiffusor: dein Minipat ist kleinerer Bruder vom Aquel 500. Mit einem Luftschlauch und Unterdruck Luft reinpumpen. Ausprobieren.
Ähm.. Biologische Überbelastung: die Bakterien Blüte, die Algenblüte ist Ausdruck von zu vielen Nährstoffen im Aquarium. Die Pflanzen mögen es nicht mehr verwerten, daher haben die anderen Abnehmer freie Fahrt.
Unter Nährstoffen gelten: Licht, CO2, Makros(Nitrat, Phosphat...) und Mikros(Fe, Mg,....).
In deinem Becken ist von allem zu viel, deswegen die Algen.
Also: die Nitrifikation ist in der ersten Linie wichtig für den Besatz, damit die Fische und Garnelen nicht an Amoniak und Nitrit Ex gehen. Das Endprodunkt von der Nitrifikation ist Nitrat, welches von den Pflanzen als Makronährstoff aufgenommen wird. Falls du mit Urea düngst, dann gibt es nicht viel Nitrat, weil es nichts zum Nitrifizieren gibt. Die Algen verputzen Urea im 0,nix.
Bin gespannt wie lange die grüne Suppe sich bei dir halten wird. Ich vermute es wird nicht so einfach sie loszuwerden. :glaskugel:
Irgendwo hier im Forum ist noch ein Thread von Grünalgen Becken.
gruss
Ingrida
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Beitragvon Kejoro » 18 Nov 2017 16:46
Hi Ingrida,

Kahmhaut
habe den Skimmer vor 4 Tagen abgeschalten. Die Kahmhaut ist sichtlich weniger geworden, aber dennoch in geringen Spuren vorhanden. Sieht aus wie ein öliger Film. Es bleiben kleine Blasen darunter hängen.
Seit 3 Tagen blubbert der MiniPat im Becken herum. Die ölige Kahmhaut ist immernoch vorhanden. Das mehr an O2 bringt in meinem Fall also nicht wirklich was.

Nährstoffhaushalt
4WSTSee hat geschrieben:Biologische Überbelastung: die Bakterien Blüte, die Algenblüte ist Ausdruck von zu vielen Nährstoffen im Aquarium. Die Pflanzen mögen es nicht mehr verwerten, daher haben die anderen Abnehmer freie Fahrt.
Das zielt doch wieder ganz klar auf die Nährstofflimitierung ab^^
Das habe ich mit Frank am Anfang des Threads ja schon durchgekaut. Im Forum wurde es auch schon vielfach gezeigt, dass üppige Nährstoffhaushalte kein Algenwachstum hervorbringen müssen. Es kommt eben auf die Verhältnisse und auf den Biofilm an.

Blüte und Nährstoffe
Die Nitrifikation geht trotz Bakterienblüte ganz gut. Nitrat kommt bei mir ausschließlich in Form von Harnstoff ins Becken.

Keine Blüte, bzw. 2 Wochen nach der letzten Blüte: Am 11.10 hatte ich etwa 20-25mg/l NO3 im Becken, eine Woche später zwischen 20 und 30mg/l. Das kann ich nicht soo genau ablesen. Mein männisches Auge löst Farben echt mies auf. Aber die Werte blieben in etwa konstant.
Dann gabs um den 31.10. die Bakterienblüte. Jedenfalls habe ich das im Tagebuch notiert. Habe fälschlicherweise angenommen, dass NO3 auf 0 ist, ohne es nachgemessen zu haben. Bei der letzten Was-auch-immer-Blüte war NO3 konstant auf 0 und blieb auch dort. Hab dann am 4.11. nochmal gemessen, nach fleißiger Ureazugabe zwecks der Förderung, und tada... zw. 40 und 80mg/l Nitrat. Geschätzt waren es zwischen 50 und 60mg/l.
Seither lasse ich Nitrat abfallen. Bin nun bei etwa 30mg/l.
Ich kann also nicht behaupten, dass diese Blüte Ammonium schneller zehrt, als es mein Becken verstoffwechseln kann.
Allerdings spricht diese Nitratanhäufung auch gegen die stickstofffixierende Cyanoblüte...

Als organische Belastung sehe ich im Übrigen nicht das Vorhandensein von Nährstoffen, sondern die Anwenenheit von organisch verwertbaren Material, was unweigerlich mit einer Sauerstoffzerhrung einhergeht. Also totes Material wie Pflanzen, Tiere, Biofilm.

Mein Ansatz gegen Blüte
4WSTSee hat geschrieben:Irgendwo hier im Forum ist noch ein Thread von Grünalgen Becken.
Du meinst den Club der Grünwasseraquarianer :D? Da habe ich raus entnommen, dass die frei-schwimmenden Bakterien auch noch da sind und diese irgendwie gefördert werden müssen. Ich frage mich nur, welche das sein könnten, bzw. wo ich diese her bekomme.
Die Förderung selbst würde dann mit einer Dunkelkur funktioneren.

Habe am 4.11. ein Glas mit der grünen Brühe aus meinem Aquarium mal auf die Fensterbank gestellt. Das Wasser hat immer noch die selbe Färbung, nur weniger intensiv. Es setzte sich grünes Material am Boden ab.
Hab mal die Pumpen im Becken ausgeschaltet und beobachte nun, was passiert, wenn sich dieses Material an den Oberflächen des Beckens absetzt. Da lauert der gut genährter Biofilm. Erhoffe mir dadurch, die Trübung in der Intensität zu schwächen, damit man mal wieder aufräumen kann.
Gänzlich verschwinden wird diese dadurch nicht.

Viele Grüße,
Kevin
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Beitragvon Kejoro » 16 Dez 2017 12:58
Hi,

etwas passiert gerade.

Ansonsten habe zwischenzeitlich den Skimmer entfernt. Das Becken läuft mit einem umbestückten Eden501 schon seit längerem. Kahmhaut ist kaum noch vorhanden. Lediglich stellt sich ein silbriger Schimmer nach etwa 2-3 Wochen ein. Da hat sich einiges in die positive Richtung geändert.

Auch wollte ich einen Nährstoffreset durchführen. Also Wasser bis auf 3cm abgelassen. Algen konnte ich dabei an keiner Pflanze erkennen :smile:
Nach einer anschließenden Dunkelkur von 7 Tagen war das Becken nur noch trüb und nicht mehr grün. Keine zwei Wochen später, war es wieder im Hulkmodus.
Nun seit knapp zwei Wochen fällt mir auf, dass die Trübung abnimmt. Ich kann die Ludwigia wieder erkennen. Auch das Flammenmoos auf dem vorderen Stein ist sichtbar :grow:

Was mir ebenfalls postiv auffällt: Die Beläge in den Schläuchen lösen sich selbstständig.
Was mir nicht so gefällt sind die vereinzelten Grünalgenpunkte an den Scheiben. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Optisch stören die nicht, aber das Becken zeigt damit noch Verbessungspotential.

Eine schöne Vorweihnachtszeit,
Kevin
Kejoro
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Beitragvon Frank2 » 16 Dez 2017 13:45
Hallo Kevin,

Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.


??????????????????????????????????

Das ist ein aquaristischer Albtraum! Stell Dir mal vor jemand richtet ein 320 Liter Becken ein und quält sich dann mit allen Problemen, die es auch nur geben kann... .

Ich kapiere nach wie vor nicht was das alles soll?

Daraus lernt man doch nichts.

Du hast ne Grünalgenblüte, die erschlägt man einmalig mit einem UVC-Klärer (~ 10 tage laufen lassen), wenn man danach verstanden hat, warum dieses Becken nicht läuft und die Dinge ENDLICH ändert, dann war es das und gut ist.
Das hat mit Biofilm rein gar nichts zu tun. Es würde auch nichts bringen Dir Pfllanzen mit astreinen Biofilmen zu überlassen, denn dieser wird sich in diesem Becken erst dann durchsetzen, wenn die Eutrophierung aufhört und Ruhe einkehrt! Nach ein paar Monaten ist es dann gut.

Dir auch eine schöne Vorweihnachtszeit.

Grüße
Frank
Frank2
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Beitragvon Kejoro » 16 Dez 2017 14:30
Hallo Frank,

das mit dem Meckern war ausschließlich auf die Grünalgen auf der Scheibe bezogen :lol: Dass das Becken nicht rund läuft, sieht man direkt.
Einen UVC habe ich nicht im Haus und würde es deshalb gern ohne probieren.
Frank2 hat geschrieben:Daraus lernt man doch nichts.
Sicher? Durch konsequente Nährstoffkonstanz mit den von Nik vorgeschlagenen werten, konnte ich schon einiges erreichen.
- Rotalgen treten nicht mehr auf. Habe mal welche von einem anderen Becken reingegeben. Diese sind direkt gestorben.
- Die Scheibenpest ist zuverlässig weg.
- Die grüne Färbung des Wassers hat deutlich abgenommen (ohne WW!). Nach dem 3cm-WW gab es ein erneutes Aufblühen. Diese ist nun deutlich weniger.
- Grüne Punktalgen an den Scheiben haben deutlich abgenommen.
- Schläuche säubern sich selbst.

In meinem Referenzglas gebe ich ab und an Wasser rein. Dort sind keine Pflanzen drin, damit das Grün des Wassers beurteilt werden kann. Es ist nur noch trüb, ohne erkenntliches grün. Das was jetzt im Aq grün scheint, kommt von den Pflanzen.

Was ich gerne erreichen würde, ist ein Becken, das vollig unanfällig auf Düngevariationen reagiert. Die Probleme in dem 30er sehe ich wie eine Impfung, gegen die der Biofilm "Abwehrmechanismen" entwickeln soll. Dazu benötigt es Artenvielfalt, die wiederum braucht außreichend Nährstoffe.
Es ist und bleibt ein Versuch. Aktuell gibt es sogar Fortschritte, so falsch kann das also nicht sein. Und wenn es noch ein Jahr dauert, bis es rund läuft, so ist es mir das wert.

Sollte ich über 4-6Monate hinweg wirklich eine Stagnation erkennen, dann werde ich deine Tipps umsetzen.

Viele Grüße,
Kevin
Kejoro
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Beitragvon Frank2 » 16 Dez 2017 14:48
Hallo Kevin,

dass geht doch jetzt schon ewig. Das ist doch für ein größeres Becken gar nicht umsetzbar.

Rotalgen treten nicht mehr auf. Habe mal welche von einem anderen Becken reingegeben. Diese sind direkt gestorben.


Nein das glaube ich Dir nicht. Bei mir gehen Pinselalgen, die ich reinsetze auch von selber weg. Die sterben aber nicht einfach so direkt ab, das ist nicht nachvollziehbar. Die entwickeln sich rückwärts, irgendwann sind von 10 dann noch 3 da und man beachtet sie nicht, und dann sind sie irgendwann wirklich weg. Du hast doch erst neulich eine Benebelungsaktion gemacht... also nein, so schnell (direkt) stirbt keine Pflanze in einem versorgten Becken weg, auch keine Pinselalge. Die entwickeln sich rückwärts wenns passt, keine Frage. Ein paar Wochen brauchts aber.... .

Was ich gerne erreichen würde, ist ein Becken, das vollig unanfällig auf Düngevariationen reagiert.


Warum? Das ist völlig wieder der Natur! Ein biologisch 100% intaktes natürliches Biotop kippt um, wenn man es durch menschliches Zutun (bspw. Landwirtschaft) massiv eutrophiert (Makro insb. P04). Ich verstehe das Ziel nicht, was soll das bringen? Und wenn Du ein Becken hast, dass auf Eutrophierung eingestellt wurde und dann lässt Du den Dünger weg oder reduzierst massiv (Düngevariation), dann bricht Dir das weg!

Nach der Grünalgenblüte hat man meist eine gute Chance, dass das Becken echt gut wird - vergeig`s nicht! :smile:

Wenn man mal einen guten Biofilm hat kann man die Nährstoffzufuhr im Mikrobereich wirklich anheben und anheben und anheben ...am besten Stufenweise... und es passiert dann auch auch tatsächlich nichts. Aber warum sollte ich Unmengen an Eisenvolldünger reinkippen, was soll das bringen? Das belastet im Abwasser die Umwelt und es kostet mich sinnlos Geld. N03 bis 50 oder mehr auch kein Problem im übrigen... .

Wie gesagt - ich verstehe das alles rundweg nicht. Und das obwohl ich das Thema Biofilm ja selber sehr hoch ansetze. Gerade deshalb verstehe ich es ja noch viel weniger. :D

Die Schläuche reinigen sich im übrigen ganz von selber irgendwann, Du kannst so einen Schlauch 20 Jahre am Filter lassen und er wird sich nie zusetzen. Wenn Du es richtig machst...

.
Im Forum wurde es auch schon vielfach gezeigt, dass üppige Nährstoffhaushalte kein Algenwachstum hervorbringen müssen


In nicht wenigen Fällen werden diese Becken aber mit H2O2 bzw. EC überdosiert gemanaged! Vergiss das nicht. Dann gibt es noch die, die keine Algen reinbringen )In Vitro Bepflanzung, Emerse etc.. . Und natürlich gibt es auch Becken, die mit extremen Werten gefahren werden und die das alles nicht brauchen und auch dauerhaft stabil sind trotz eingeschleppter Algen.
Bei vielen wird aber permanent geschustert, Scheiben geschrubbt, eingenebelt - glaub nicht alles was Du siehst! Schau Dir mal die Empfehlungen hier jede Woche an zu Blondiermitteln und Co. Das hat für mich mit dem Ziel, im Wohnzimmer zu versuchen etwas Natur zu haben rein gar nichts mehr zu tun. Und erst recht nichts mit Biofilmen!

Gruß
Frank
Frank2
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Beitragvon Biotoecus » 16 Dez 2017 15:24
Moin Kevin,

eine derartige "Berichterstattung" wird hier gnadenlos torpediert.
Das habe ich auch schon erleben dürfen.
Es hat keinen Sinn sein "Lernbecken" hier dermaßen zu dokumentieren.
Man muss auch vorsichtig sein was man so hier dokumentiert.
Da wird einem schnell mal ein "Strick" draus gedreht im Sinne von "Der ist zu dämlich"!

Ich habe meine Intentionen in der Sache vollkommen eingestellt.
Man möchte hier keine Werdegänge von Algenbecken.
Man wünscht sich tolle Scapes und gut gestaltete Becken mit perfekten Pflanzen.

Beste Grüße
Martin
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