Post Reply
77 Beiträge • Seite 3 von 6
Beitragvon bocap » 25 Okt 2016 09:40
Hallo Sarah,

Edda13 hat geschrieben:Es gab noch ein interessanteres, welches bei 1200 Grad gebrannt ist, allerdings ist dies nicht preiswerter als Soil. Es nennt sich "Akadama gebrannt" http://www.bonsai.de/shop/akadama-gebrannt-15-mm-p-5893.htm.

Davon würde ich absehen. Wenn das gebrannt ist, dann ist das ja quasi wie Seramis oder so. Ist das dann nicht auch leichter??

Edda13 hat geschrieben:Auch die hohen CO2-Werte im Threat deines alten Aquariums - klar, es waren keine Fische drin - aber ich hätte innerlich gelitten. :lol:

Die hohen CO2 Werte die ich anfangs im alten Sandbecken hatte waren ja nicht gewollt. Das war weil die Zugabe noch nicht vernünftig eingestellt war. Hatte ich ja jetzt hier im Becken die ersten Tage auch. Für den Dauerbetrieb stelle ich mein CO2 immer irgendwo zwischen 30 und 40 mg/l ein.
Ich weiß zwar nicht was für eine Diskrepanz laut Nik auffallen sollte, wenn ich meinen Dauertest bei der nächsten Messung mit abfotografiere, aber das mache ich gerne. Kein Problem. Ich habe die KH4 Dauerflüssigkeit, die bei 30 mg/l grün wird. Anfänglich war die in dem Becken recht gelb, was sich mit den >60 mg/l CO2 bei der ersten Messung deckt. Mittlerweile passt die Farbe zum Messergebnis.

Edda13 hat geschrieben:Respekt vor deinen akribischen Messungen! Dies bekomme ich in der Regelmäßigkeit nicht hin, dafür bin ich zu faul, befürchte ich.
Edda13 hat geschrieben:Allerdings befürchte ich, dass ich dann an meiner Messdisziplin arbeiten muss. :D

Nein, alles gut. Messen muss man nicht zwingend. Es ist in meinen Augen anfangs allerdings sehr hilfreich um zu verstehen was so verbraucht wird. Ich habe bei den letzten Becken, sowie bei meinen beiden Becken im Keller über Monate nix mehr gemessen. Über eine rechnerische Betrachtung in Verbindung mit Wasserwechseln geht das auch sehr gut. Ist halt eine andere Betriebsweise, welche aber auch sehr gut funktioniert! Hierbei muss du optimaler Weise ein mal dein Ausgangswasser messen. Ich würde lieber messen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Werte vom Wasserversorger (zumindest von meinem) nicht immer wirklich passen. Ausgehend von den Ausgangswerten guckst du dann wie und womit du dein Wasser aufdüngen musst, damit du bei einem Wasserwechsel von x% ausreichend Nährstoffe einbringst. Dann geht das auch alles super über wöchentlichen Wasserwechsel und einmalige Stoßdüngung.

nik hat geschrieben:Die bei unbestimmt vielen oder wenigen Nährstoffen fehlende Speicherfähigkeit des Akadama ist angesichts einer Betrachtung von Stickstoff zweifelsfrei.

Kannst du das bitte mal näher erläutern. Quellen?

nik hat geschrieben:Das muss bei seinen geringen Gehalten sehr schnell in den Mangel laufen.

Tut es aber nicht. :wink:

nik hat geschrieben:Sascha hat aber nicht erwähnt, dass er das Becken mit Düngedosieranlage betreibt und dann ist eine wie auch immer positiv angeführte Speicherfähigkeit schlicht belanglos.

Richtig, momentan läuft die zwar noch nicht, aber das ändert sich bald. So eine Dosieranlage ist aber auch schon sehr praktisch. :smile: Grade wenn man magere Wasserwerte fährt und täglich düngt ist das sehr, sehr hilfreich. Mit mager meine ich hier aber z.B. auch Nitratwerte von <5 mg/l bis hin zu n.n. Bei täglicher, bedarfsgerechter Stickstoffdüngung funktioniert auch das problemlos ohne das Pflanzen Mangelerscheinungen zeigen.

nik hat geschrieben:Jenseits seiner schön anzusehenden Aquarien wirkt das alles ein bisschen verspannt, so wie auch für Pflegearbeiten das Wasser in Kanister abzulassen und dann wieder zurück zu geben.

Was soll denn daran verspannt sein?? In ein paar Wochen werde ich nur noch alle paar Wochen mal Wasserwerte messen und dann beläuft sich der Pflegeaufwand auf vielleicht 30 min. alle 1-2 Wochen. Also ich finde das sehr entspannt! :lol:
Das auffangen des Wassers in Kanister und anschließende wieder zurückgeben erachte ich hierbei für unkomplizierter und weniger zeitaufwändig als das abgelassene Wasser durch neues VE-Wasser zu ersetzten was ich ja auch erst mal wieder aufsalzen müsste, also Nährsalze abwiegen... blablabla... Außerdem bleiben so die Wasserwerte im Becken exakt die gleichen wie vor den Pflegearbeiten. :wink:

nik hat geschrieben:Dass die Becken so gut laufen, liegt an seinem besonderen Augenmerk auf die Mikroflora und der Nichtfilterung.

Einspruch euer Ehren! Das "Easing" aus meiner Signatur lief vom ersten bis letzten Tag komplett mit vollgepacktem Filter (blauer Vorfilterschwamm, Lavagranulat, , Filterwatte und Purigen) und Bakterienzusätze á la Microbe Lift gab es da auch keine. Das "Hidden Places" hat ebenfalls nie auch nur ein Tröpfchen irgendeines Microbe Lift Produktes gesehen und auch hier lief das Becken etwa das letzte halbe Jahr mit voller Filterbestückung identisch zum "Easing".
Wo liegt da bitte das besondere Augenmerk auf "Nicht-/Geringfilterung" und die Mikroflora??
Es geht auch sehr gut mit viel Filterung und ohne diese ganzen Baktrienprodukte. Alles keine Hexerei. Wichtig ist halt, dass man egal bei was man da tut, seine Wasserwerte kennt und die Düngung der Betriebsweise anpasst. Nicht mehr nicht weniger!

Wieso denn jetzt wieder "Nichtfilterung" und ML-Produkte??
Weil meine Betriebsweise wieder eine andere ist! Die beiden oben genannetn Becken liefen mit wöchentlichen Wasserwechseln von 25-50% sowie größetenteils wöchentlicher Stoßdüngung.
Jetzt soll es von Anfang an ein Becken ohne Wasserwechsel werden, wo sicherlich eine gut funktionierende Bakterienflora sehr sinnvoll ist. Da hoffe ich mit den ML-Produkten grade Anfangs etwas nachhelfen zu können. Außerdem habe ich hier fast ausschließlich auf Invitro-Pflanzen gesetzt, die ja steril sind und somit nix an Mikroflora mitbringen. Das der Filter (bis auf ein kleines Säckchen Purigen) leer ist, hat zum einen damit zu tun, dass ich hier perspektivisch bis auf ein paar Garnelen und Schnecken keine Tiere einsetzten will, also überhaupt kein Bedarf für Filtersubstrat besteht, ich viel Wasserdurchsatz haben will ohne eine zusätzliche Strömungpumpe installierern zu müssen und wie Volker schon richtig erkannt hat, durch die ganze Lava und das Lavagranulat unter dem Akadama mehr als genug Filterfläche vorhanden ist.

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon nik » 25 Okt 2016 11:13
Hallo Sascha,
bocap hat geschrieben:Nach dem Abbau meines „Hidden Places“ habe ich in dem 75er Becken ein neues Layout gestartet, welches ich mit wöchentlichen großen Wasserwechseln (Leitungswasser), fetter Düngung und fetter Filterung fahren wollte. Doch irgendwie wollte das Becken nicht so richtig in die Gänge kommen. Die erwarteten Algen am Anfang waren zwar nach wenigen Wochen weg, aber trotzdem hat das Becken einen permanent „schmutzigen“ Eindruck gemacht. Irgendwie fehlte dem Teil die Frische.
Obwohl noch nicht mal zwei Monate alt, habe ich die Reißleine gezogen und es wieder ausgeräumt (Nicht zuletzt auch, weil mir das Layout einfach nicht mehr gefiel :kotz: ).
Ich weiß zwar aus eigener Erfahrung, dass es auch sehr gut mit Leitungswasser, fetter Düngung und vollem Filter geht, aber mager und ungefiltert hat bei mir irgendwie immer eher zum Erfolg geführt. Also… Motto für das neue Becken lautet demnach „Schuster bleib bei deinen Leisten“ oder wieder mal „Back to the Roots”. :wink:

:wink:

Du hast es in dem Fall mit fetter Düngung halt nicht hinbekommen, es kann sowieso immer mal schief laufen, was nicht heißt, dass das nicht geht. Die Geringfilterung spielt eine deutlich größere Rolle. Trotzdem ist auch die kein absolutes Kriterium, eher hilfreich, ziemlich hilfreich. Ich dünge gerade anfangs reichlicher und anorganisch, später lässt sich das in weiten Bereichen variieren. Wobei das absolut nicht hohe Nährstoffgehalte sind, weit weg von den Werten eines Estimative Index.
Schau mal, deine Gewichtung der Mikroflora - mit oder ohne Microbe Lift - finde ich gut, du weißt um den Wert geringer Substratfilterung, die sparsame PO4-Stoßdüngung ist auch prima. Da ist es egal ob du das mit niedrigen Nährstoffwerten mit ein paar Nachkommastellen mehr und Kanisteraltwasseraquaristik garnierst.
Dass du dann bei niedrigen Salzgehalten üppige 30-40 mg CO2 fährst, passt halt nicht zu deiner dir sonst bedeutungsvollen Nährstoffsparsamkeit. Selbst im Starklichtaquarium reichen 15 mg/l CO2, so der Wert nicht zu sehr abfällt oder anders herum, CO2 ausreichend nachgeführt wird. Was sich sicher durch eine Regelung erreichen lässt. Ich brauche das nicht mehr, es geht auch so. Und wenn dir nach Quellen zur Speicherfähigkeit von Ton/Lehm und Nitrat ist, dann lege ich dir eine Recherche ans Herz, warum Nitrat im Grundwasser landet.

Gruß, Nik
Konzept eines Pflanzenaquariums
Benutzeravatar
nik
Team Flowgrow
Beiträge: 6339
Registriert: 17 Aug 2007 11:06
Wohnort: vom Frankfurter Hügelchen, Bergen-Enkheim
Bewertungen: 6 (100%)
Beitragvon bocap » 25 Okt 2016 12:51
Hallo Nik,

nik hat geschrieben:Du hast es in dem Fall mit fetter Düngung halt nicht hinbekommen, es kann sowieso immer mal schief laufen, was nicht heißt, dass das nicht geht.

Genau! Das letzte halbe Jahr im Hidden Places lief es mit der fetten Filterung und Düngung halt genauso wie im Easing super. Meine Vermutung ist eher, dass es bei dem Layout am vielen Holz lag. Habe da leider nur dieses Foto, was ich seinerzeit nur mal bei Facebook hochgeladen habe.

Das war schon etwas holzlastig und hatte nie wirklich klares Wasser so wie jetzt im aktuellen Layout trotz Purigen und Filterwatte. Die war übrigens alle paar Wochen fast schwarz! :pfeifen:
Richtig, dass ist übrigens Sand im Becken... und zwar nur Sand. Da ich weitestgehend nur mit Aufsitzern arbeiten wollte habe ich das Akadama nicht für nötig erachtet und wollte mich noch mal am Sand versuchen. Der roch übrigens bereits nach den paar Wochen schon teilweise nicht mehr so sonderlich appetitlich! :kotz:

nik hat geschrieben:Dass du dann bei niedrigen Salzgehalten üppige 30-40 mg CO2 fährst, passt halt nicht zu deiner dir sonst bedeutungsvollen Nährstoffsparsamkeit.

Hat aber einen Grund wieso ich das so hoch fahre. Licht stelle ich mit, in der Regel 60 lm/L, ja auch reichlich zur Verfügung. Das CO2 passe ich da eher dem Licht, als dem Level der anderen Nährstoffe an. Licht und CO2 sind die mit Abstand wichtigsten "Nährstoffe". Wenn davon üppig vorhanden ist, ist dass in meinen Augen schon mehr als die halbe Miete. Dann halte ich einen pH von 6,0 bis 6,5 für günstig was die pH-Wert-abhängige Verfügbarkeit von Nährstoffen angeht. Um diesen pH Bereich zu erreichen ist bei einer in meinen Augen günstigen KH von 1,5° bis 3° ein CO2 Gehalt von 30-40 mg/l nötig.

nik hat geschrieben:Und wenn dir nach Quellen zur Speicherfähigkeit von Ton/Lehm und Nitrat ist, dann lege ich dir eine Recherche ans Herz, warum Nitrat im Grundwasser landet.
nik hat geschrieben: Die bei unbestimmt vielen oder wenigen Nährstoffen fehlende Speicherfähigkeit des Akadama ist angesichts einer Betrachtung von Stickstoff zweifelsfrei.

Ging mir dabei weniger um die Speicherfähigkeit von NITRAT, als um STICKSTOFF allgemein. Zumindest als NH4-Kation wird es vermultich vom Akadama adsorbiert. Wie es sich mit anderen, organischen Stickstoffformen verhällt, weiß ich im Detail nicht. Es wird von Bonsaizüchtern allerdings empfohlen, je höher der Anteil an Akadama im Bodensubrat ist, Stickstoff eher in organischer Form zu düngen.
Macht Akadama sicherlich in Bezug mit üppiger Urea oder NH4-Düngung interessant?!

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon nik » 25 Okt 2016 14:00
Hallo Sascha,
bocap hat geschrieben:Macht Akadama sicherlich in Bezug mit üppiger Urea oder NH4-Düngung interessant?!

nicht wirklich, denn die bei Ammonium gegebene Speicherfähigkeit des Tons ist im Gleichgewicht mit dem Wasser - und Ammonium ist im Wasser meist nur in geringem Umfang vorhanden. Wäre das anders, dann schösse das resultierende Nitrat durch die Decke. Man könnte es mittels Urea auf ständig etwas höhere Ammoniumgehalte bringen, das wird halt durch den gewünschten, resultierenden Nitratwert begrenzt. Wenn Urea sowieso eine Option ist, dann könntest du eine Pufferfunktion über die Verfolgung der Entwicklung des Ammoniumgehalts bei aussetzender Ureazugabe erkennen. Die wird es haben, ich nehme sie als gering an, da der Ton vor allem mit Ca und Mg beladen ist. Die verschiedenen Kationen haben an Ton eine unterschiedliche Bindungsstärke. Bei Ca und Mg ist sie hoch, für ein Gleichgewicht werden sie überproportional gebunden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass für Ca und Mg eine höhere Pufferwirkung anzunehmen ist. Für Ammonium weiß ich sie so nicht. Irgendwo habe ich was, weiß aber nicht ob Ammonium dabei ist. Die Speicherung von Ammonium ist auf niedrigem Niveau - d.h. das wenige Ammonium, das im Wasser ist - unbekannt geringer, weil es relativ geringer gebunden wird als z.B. Ca und Mg. Da kommt vermutlich nicht viel, in der Summe zu wenig bei rum.

Gruß, Nik
Konzept eines Pflanzenaquariums
Benutzeravatar
nik
Team Flowgrow
Beiträge: 6339
Registriert: 17 Aug 2007 11:06
Wohnort: vom Frankfurter Hügelchen, Bergen-Enkheim
Bewertungen: 6 (100%)
Beitragvon bocap » 26 Okt 2016 09:51
Guten Morgen,

kurzer Zwischenbericht...
bocap hat geschrieben:Also stelle ich gleich noch Calcium auf 25 mg/l und Magnesium auf 8 mg/l ein. Das mache ich mittels CaCO3 und MgSO4.7H2O. Wenn dann bis kommende Woche die GH merklich sinkt, hatte ich mit meiner Puffertheorie recht. Ansonsten halt nicht! :wink:

Gestern hat eine kurze Leitwertkontrolle ergeben, dass da seit Samstag wohl ein bisschen was "verschunden" ist. Daraufhin habe ich spontan einfach mal die GH sowie Calcium titriert und siehe da...

GH = 4,5°
Ca = 20,8 mg/l
Mg = 6,9 mg/l

Also sieht es wohl dann doch so aus als würde das Akadama die GH irgendwo um GH 3,5-4° rum puffern. Vielleicht gibt es aus diesen Gründen auch entsprechend K ab?

Samstag messe ich erneut und dünge wieder entsprechend auf. Nachdem ich mir aber gestern noch mal ein paar Seiten von Andreas Pantanal-Thread durchgelesen habe, überlege ich das Ca:Mg:K Verhältnis auf 2:1:1 einzustellen.
Einfach um ein engeres Ca:K Verhältnis zu gewährleisten.

Was passiert eigentlich mit dem Sulfat, bzw. Chlorid was ich ggf. als Begleitanion dünge? Verbrauch kennt ja niemand so wirklich, würde ich aber eher mal als gering einschätzen. Wenn ich aber ausschließlich die GH erhöhen will, ohne die KH und Nitrat gleichzeitig mit anzuheben, dann geht das nur mit entsprechenden Sulfat- und Chloridsalzen. Je nachdem was der Bodengrund also so an Calcium und Magnesium adsorbiert, fallen evtl. nicht ganz unerhebliche Mengen Sulfat, bzw. Chlorid an! Höhere Konzentrationen bei Sulfat werden zwar immer als unbedenklich eingestuft, aber auch hier wird es sicher (vielleicht) ab gewissen Konzentrationen Wechselwirkungen mit anderen Anionen (Nitrat?) geben. Höhere Chloridmengen werden da aber glaube ich schon kritischer gesehen, oder?
Macherey Nagel führt auch brauchbare Sulfat und Chlorid Testkits. Vielleicht kann ich die ja über Tobi beziehen? Ich fände das schon außerordentlich spannend mal zu gucken was da so passiert! Neue Baustelle?! :bonk:

Heute Morgen habe ich übrigens mal auf 0,05 mg/l Fe aufgedüngt, da ich meine, dass meine Rotala Wallichii obenrum was blaß ist.

EDIT:
Grade mal den Nährstoffrechner bemüht...
Mit Calcium- bzw. Magnesiumnitrat im richtigen Verhältnis, wöchentlich NO3 auf 10 mg/l aufdüngen.
Erhöht die GH wöchentlich um rund 0,5° bei einem Ca:Mg Verhältnis von 2:1
Hmmm.... :-/


Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon NickHo » 26 Okt 2016 10:05
Hi,
bocap hat geschrieben:Was passiert eigentlich mit dem Sulfat, bzw. Chlorid was ich ggf. als Begleitanion dünge? Verbrauch kennt ja niemand so wirklich, würde ich aber eher mal als gering einschätzen.

bocap hat geschrieben:Höhere Konzentrationen bei Sulfat werden zwar immer als unbedenklich eingestuft, aber auch hier wird es sicher (vielleicht) ab gewissen Konzentrationen Wechselwirkungen mit anderen Anionen (Nitrat?) geben. Höhere Chloridmengen werden da aber glaube ich schon kritischer gesehen, oder?

Das würde ich auch durchaus interessant finden. Vielleicht weiß jemand mehr dazu?
Bin gespannt :smile:

Viele Grüße
Nick
NickHo
Beiträge: 255
Registriert: 27 Okt 2012 15:34
Wohnort: Westmünsterland
Bewertungen: 26 (100%)
Beitragvon bocap » 31 Okt 2016 13:34
Hallo,

Sulfat- und Chloridtestkit von Macherey-Nagel sind bei Tobi bestellt.
Hoffe mal das ich die bis Samstag schon habe. Bin mal gespannt was sich da messen läßt.
:glaskugel:

Wasserwerte von Samstag, 30.10.2016:
pH = 6,21
LW = 315 µS/cm
CO2 = 30 mg/l
KH = 1,7°
GH = 4,5° (5,3°)
NO3 = 8 mg/l
PO4 = n.n.
K = 12 mg/l
Ca = 20,8 mg/l (25 mg/l)
Mg = 6,9 mg/l (8 mg/l)

*Werte im Klammern nach Aufdüngung

KH, GH, Ca und Mg sind über die Woche wie erwartet wieder gesunken.
Ca habe ich mit CaCl2.2H2O wieder auf 25 mg/l aufgedüngt. Mg mit Bittersalz wieder "nur" auf 8 mg/l. Will jetzt erst mal abwarten was die beiden neuen Testkits mir über Sulfat und Chlorid sagen bevor ich überlege wie ich da weiter aufdüngen werde.
Ich habe bezüglich dieser beiden Werte mal was recherchiert und diverse Hydrokultur-, bzw. Hydroponicnährlösungen miteinander vergleichen. Dabei war was durchschnittliche Ca:SO4 Verhältnis eigentlich immer bei rund 1:1. Das findet man auch in dieser Quelle wo zusätzlich noch ein Ca:Cl Verhältnis von 2:1 genannt ist. Daran möchte ich mich versuchen zu orientieren.

Erstmals konnte ich nun nach zweieinhalb Wochen auch mal einen Nitratverbrauch feststellen. Der MN-Test hat hier zwischen 5 und 10 mg/l keine Abstufung mehr. Die Gelbfärbung liegt aber dieses mal minimal under dem 10 mg/l Gelb. Ich habe hier mal 8 mg/l geschätzt.

Kalium hat es mit ca. 3 mg/l über die Woche auch verbraucht.

So langsam kommt das Becken in Fahrt. Es hat minimal Braunalgen in vereinzelten Flecken an der Scheibe und am Filterauslauf. Außerdem eine leichte Pelzalge auf einigen der Steine, vornehmlich da wo viel Licht hinfällt. Ich habe aus diesem Grund Mitte letzter Woche mal ein paar Garnelen eingesetzt. Mittlerweile ist es mit den Pelzalgen auch schon wieder etwas besser geworden.

Foto werde ich heute Abend noch mal eins machen, wenn der Halloweenstreß vorbei ist! :werwolf: :hexe:

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon chrisu » 01 Nov 2016 14:15
Hallo Sascha,
bocap hat geschrieben:Foto werde ich heute Abend noch mal eins machen, wenn der Halloweenstreß vorbei ist! :werwolf: :hexe:

Ich warte :keule:
Mfg Christian
Benutzeravatar
chrisu
Beiträge: 1849
Registriert: 05 Aug 2007 10:01
Bewertungen: 4 (100%)
Beitragvon bocap » 01 Nov 2016 14:31
Hi Christian,

:lol: Kommt heute Abend, versprochen. Ist gestern doch was später und feuchter geworden wie gedacht. :pfeifen:

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon bocap » 01 Nov 2016 21:25
Huhu,

hier mal die Entwicklung der letzten drei Wochen:

12.10.2016
18.10.2016
01.11.2016
Etwas Braunalgen kann man vor allem gut am Filterauslauf sehen. Hier wird ja oft als Grund ein hoher Silikatwert angeführt. Da das Becken aber komplett mit VE-Wasser aufgesetz ist, kann an dieser Theorie ja schon mal was nicht stimmen. Etwas grüne Pelzalgen auf den Steinen wo gut Licht hinkommt, ansonsten bin ich mit dem Stand der Dinge ganz zufrieden.
Bis jetzt noch kein Wasser gewechselt, oder sonst was im Becken gereinigt... außer alle paar Tage mal die Schlitze vom Filtereinlauf.

Überlege momentan ob ich die Rotala Wallichii rausschmeißen soll und dafür noch was von der Rotala indica stecken soll. Würde glaube ich harmonischer aussehen. Die Rotala macrandra rechts fliegt wahrscheinlich auch. Hier überlege ich diese durch die Rotala macrandra "Mini Type 4" zu ersetzen.

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon chrisu » 01 Nov 2016 23:25
Hallo,

entwickelt sich ja bestens :thumbs:
Was für eine Pflanze ist die hellgrüne auf den Steinen?

Ich dünge jetzt auch viel magerer und bin begeistert! Hätte nicht gedacht das es bei guter Beleuchtung mit so niedrigen Wasserwerten so problemlos funktioniert
:tnx:
Mfg Christian
Benutzeravatar
chrisu
Beiträge: 1849
Registriert: 05 Aug 2007 10:01
Bewertungen: 4 (100%)
Beitragvon bocap » 02 Nov 2016 09:28
Hi Christian,

chrisu hat geschrieben:Was für eine Pflanze ist die hellgrüne auf den Steinen?

Riccardia spp.

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon bocap » 05 Nov 2016 19:26
Hallo zusammen,

Hier erst mal die Wasserwerte vom 05.11.2016:
pH = 6,10
LW = 329 µS/cm
CO2 = 42 mg/l
KH = 1,9°
GH = 4,9°
NO3 = 5 mg/l
PO4 = n.n.
Ca = 22,2 mg/l
Mg = 7,8 mg/l
K = 12 mg/l
Fe = 0,03 mg/l
SO4 = 35 mg/l
Cl = 12 mg/l

Mit den Werten bin ich soweit zufrieden. Kalium wird nicht wirklich weniger in der Wassersäule.
Seit gestern habe ich den Sulfat- und Chloridtest vom Macherey-Nagel. Der Sulfattest funktioniert über die Trübungsmessung, ähnlich dem Kaliumtest. Der Chloridtest ist ein gewöhnlicher colometrischer Test.
Rechnerisch hätte ich rund 40 mg/l SO4 und 15 mg/l Chlorid im Wasser erwartet. Demnach über die ersten rund vier Wochen ein nur sehr geringer Verbrauch. Ich werde morgen nach der Zugabe vom ML Special Blend noch mal den Sulfatgehalt messen, da ich vermute, dass dadurch auch Sulfat eingebracht wird.
Ansonsten werde ich heute nichts speziell aufsalzen. Montag wie gehabt 0,5 mg/l PO4 und Mittwoch noch mal 0,05 mg/l Fe.

Kommende Woche werde ich dann das erste mal die Pflanzen etwas zurückschneiden müssen.

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
Beitragvon chrisu » 05 Nov 2016 23:01
Hallo,

bocap hat geschrieben:Kalium wird nicht wirklich weniger in der Wassersäule.

Welchen Wert strebst du an?
Mfg Christian
Benutzeravatar
chrisu
Beiträge: 1849
Registriert: 05 Aug 2007 10:01
Bewertungen: 4 (100%)
Beitragvon bocap » 05 Nov 2016 23:16
Hi Chris,

ich versuche ein Mg:K Verhältnis von 1-2:1 einzustellen.

Lieben Gruß
Sascha
Mein aktuelles Projekt:
Black Stones & Green Veins, 75x45x45, 152 Liter


Easing
Hidden Places
Benutzeravatar
bocap
Beiträge: 1231
Registriert: 26 Feb 2013 20:57
Wohnort: 52355
Bewertungen: 36 (100%)
77 Beiträge • Seite 3 von 6
Ähnliche Themen Antworten Zugriffe Letzter Beitrag
Aquascape "Hidden Places" - Journal
Dateianhang von bocap » 16 Aug 2015 21:46
259 20041 von Peetzi Neuester Beitrag
16 Okt 2016 17:11
Aquascape "Huntsman's Trail" - Journal
Dateianhang von bocap » 10 Mai 2016 20:15
12 1462 von bocap Neuester Beitrag
07 Nov 2016 07:18
Aquascape "Beyond Jungle" - Journal
Dateianhang von bocap » 05 Nov 2014 14:31
162 13511 von bocap Neuester Beitrag
16 Aug 2015 21:48
Mein erstes Aquascape "Green Meadow"
Dateianhang von SvenSpeiche » 05 Feb 2018 18:57
2 332 von SvenSpeiche Neuester Beitrag
18 Feb 2018 12:49
Aquascape "Green Between"
Dateianhang von bocap » 08 Jan 2015 16:43
9 986 von bocap Neuester Beitrag
13 Jan 2015 12:27

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast