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Beitragvon Aquariophilo » 15 Mär 2015 22:17
Hallo zusammen,

@ Florian & Sebastian: Entschuldigt, dass ich Euch gar nicht geantwortet habe: Eure beiden Meinungen geben meinen Eindruck sehr gut wieder: Ich weiß auch nicht, was ich besser finde, beides "hat was".

Momentaner Stand:



Änderungen:

  • Die Cryptocoryne parva ist rausgeflogen, denn sie wurde sehr invasiv. Es kamen im ganzen Becken überall Ausläufer hoch, die fast nicht zu entfernen waren, ohne das Hardscape zu zerstören. Ich finde das einerseits schade, die hat mir nämlich echt gut gefallen und wuchs zuletzt auch richtig schön dunkelgrün und saftig (zum reinbeißen :essen: ), andererseits sieht man jetzt von den Steinen wieder mehr, was ich auch ganz gut finde, denn die waren vorher ja schon ziemlich zugewachsen.
    Auch brachte die Reduzierung der im Becken vertretenen Arten meiner Meinung nach wieder ein Bisschen mehr Ruhe ins Becken, was ich auch sehr schön finde.
  • Unterschiedliche Düngedosierungen den Volldünger betreffend wurden in mehreren Versuchszeiträumen (immer mehrere Wochen) durchgeführt, es kamen zum Einsatz: Ferrdrakon, AR Spezial Eisen, AR Spezial Flowgrow. Zuletzt wurde der Volldünger immer weiter reduziert, bin gerade bei der vom Hersteller empfohlenen Wochendosis angelangt, mit dem im Hintergrund sichtbaren Resultat: Rotalas verkleinern ihre Triebspitzen, werden sehr blass "oben rum". Mein Becken brauch wohl wirklich recht viel Volldünger, egal, wie ich es drehe und wende. Reduzierungen des Volldüngers werde ich nun nicht mehr weiter verfolgen. Dazu werde ich dann bei Gelegenheit in meinem Verkrüppelungsthread mehr schreiben. Eine weitere Beobachtung habe ich schon hier niedergeschrieben.
  • Geplant sind ein paar pflanzliche Veränderungen: Die Bacopa monnieri "compakt" rechts wird rausfliegen, weil sie bei mir gar nicht kompakt wächst (Richtung Licht sind die Internodien ca 1-2 cm lang), stattdessen wird wieder die Elatine triandra Einzug halten.
  • Der Javafarn "short narrow leaf" wird "gehen" stattdessen möchte ich mal den Bolbitis heudelotii ausprobieren, um mehr Kontrast (dunkelgrün - rot/orange) zu den Steinen und der Rotala sp. "colorata" im Hintergrund zu bekommen. Mir ist da zuviel "Hellgrünes" im Becken
  • Ist der Bolbitis heudelotii eingewachsen, dann werden wahrscheinlich die beiden großen Bucephalandrae "melawi" rausgeschmissen, die passen nicht so recht, wie ich finde. Das sollte nochmal mehr Ruhe ins Becken bringen
  • Ich dünge Nitrat gerade wieder fast ausschließlich in Form von Urea
  • Auf lange Sicht möchte ich die hintere Leuchtstoffröhre (4000K) gegen eine 6500K tauschen. Eine solche habe ich bereits vorne eingebaut.

Algen/Biologie:

  • Die weinrote Rotalge ist auf dem Rückzug (vielleicht auch Dank der 3 Geweihschnecken), es bleibt nur noch ein angeschlagenes Nest auf dem porösesten Stein übrig

  • Je weniger Volldünger ich geben, desto mehr kommen die Rotalgen auf dem Wurzelast in der direkten Filterströmung hoch. Im Moment habe ich Volldüngermangel (blasse Triebspitzen aller Rotalas) deshalb die Rotalgen

  • Die Vergrünung der Frontscheibe hat sich extrem verlangsamt (und das mit Urea-Düngung), ich muss die Scheiben erst nach ca. 2 Monaten reinigen, und selbst dann ist der Grünalgenbelag kaum der Rede wert.
  • Die Steine sind Dank Geweihschnecken völlig algenfrei (nur wenige sehr poröse Stellen widersetzen sich den Radulae (Raspelzungen) meiner kleinen Helferchen) und damit harmonieren die Steine wieder fantastisch mit dem Granatsand, wie ich finde.



Wasserwerte von heute:

Gh: 4°d
Kh: 3°d
Ca: 12 mg/l
Mg: 9 mg/l
K: 6,5 mg/l
NO3: 12 mg/l
PO4: 0,5 mg/l
Fe: 0,08 mg/l
(gemessen mit Wasserpantscher Tests und Photometer bis auf Gh und Kh (JBL), Ca errechnet)

Kommentare sind wie immer gerne gesehen, Nichtposten hält mich aber auch nicht vom Weiterdokumentieren ab :P
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Giftzwerch28 » 15 Mär 2015 22:41
Hallo Stefan!

Interessante Entwicklung und gute Fotos!
Hab zwar nichts weiter beizutragen, lese bei dir aber immer gerne mit.
Also, weiter so.


Gruß Alex
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Beitragvon TLO » 16 Mär 2015 04:59
Aquariophilo hat geschrieben:[*] Je weniger Volldünger ich geben, desto mehr kommen die Rotalgen auf dem Wurzelast in der direkten Filterströmung hoch. Im Moment habe ich Volldüngermangel (blasse Triebspitzen aller Rotalas) deshalb die Rotalgen



Moin!

Sorry für's OT, aber ich dachte zuviel Volldünger führt zu Rotalgen? :?
Beste Grüße,
Thilo
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Beitragvon Aquariophilo » 18 Mär 2015 20:58
Hi,

danke für Eure Antworten.

TLO hat geschrieben:Sorry für's OT, aber ich dachte zuviel Volldünger führt zu Rotalgen? :?


Hmm ja und nein. Ich hatte in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass ich Pinselalgen durch ein Mehr an Volldünger beseitigen konnte (d.h. langfristig deren Vermehrung stoppen konnte), auch mit den Rotalgen auf dem Ast in der Strömung scheint das so zu sein, die wachsen vor allem dann gut, wenn es einen Mangel (d.h. ein Ungleichgewicht) im Mikrobereich gibt.

Diese weinrote Rotalge hingegen hat sich gebildet, als ich wirklich massive Mengen stark synthetisch chelatierte Volldünger verwendet hatte (siehe hier). Es war, anders als in dem verlinkten Post, mehr als die dreifache vom Hersteller empfohlene Dosierung plus die Hälfte der emfpohlenen Maximaldosierung an Daydrakon, also richtig richtig viel. (ca. 0,08 mg/l Fe pro Tag oder 0,6 mg/l pro Woche, stark synthetisch chelatiert. Es muss ein ungeheurer Fe-Wert im Wasser gewesen sein).

Dies war das einzige mal, wo ich bei mir beobachten konnte, dass mehr Volldünger/mehr Spurenelemente (ich gebe ja auch Preis Mineralsalz zu) Rotalgen fördern. Wenn man bedenkt, dass ich doch recht viel Volldünger nutze und in diesem Becken gerade in Bezug auf Mikrodünger schon die tollsten Experimente gemacht habe, dann ist das Becken erstaunlich rotalgenfrei.
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Aquariophilo » 02 Jan 2017 14:46
Oha,

es war ja erst gestern, dass ich hier was geschrieben habe :pfeifen:

Das Becken sieht gerade so aus:


Man kann unschwer erkennen, dass der Hintergrund nicht wirklich wächst, Details zur Düngung etc. kann man hier nachlesen.

Gestalterisch hat es nicht wirklich gewonnen:

Die kleinen Würzelchen zwischen den Steinen wurden von den Garnelen(Schnecken in der Zwischenzeit fast vollständig aufgefressen, auch die großen Wurzeln sind im Vergleich zu dem Zeitpunkt vor 3,5 Jahren, als ich das Becken aufgesetzt habe, sehr viel dünner geworden, sodass ich beim Moosrupfen teilweise aufpassen muss, dass ich nichts durchbreche... Sollte das Becken noch viel länger stehen, muss ich wohl irgendwann neues Holz besorgen.

Mir gefiel es zwar besser, als die Wurzeln stellenweise frei von Moos waren (wie auf dem letzten Bild), aber es ist echt Arbeit die immer frei zu halten, deshalb hier jetzt komplett bewachsen.

Die Leuchtmittel wurden getauscht: Die 4 Jahre alten Osram Vollspektrum 6500 und 4000 K Lampen wurden ersetzt durch 2 Narva BioVital mit 5800 K, also etwas kühleres und wie ich finde, sehr schönes Licht. Das wird so bleiben.

Ein paar neue Pflanzen sind eingezogen:

Bacopa australis (rechts im Mittelgrund)
Hemianthus glomeratus (rechts Hintergrund)
Hemianthus sp. "Amano Pearl Grass" (links Mittelgrund)
Bolbitis heudelotii und B. h. "compact" (dazu läuft eine Vergleichskultur)
Anubias barteri var. nana "bonsai", A. b. var. nana "mini", A. b. var. nana "pangolino"
Fontinalis antipyretica
Fontinalis sp. "Nord Thailand"
Plagiochila integerrima
Fissidens nobilis

Alles wächst... so naja nicht wirklich gut..., gestalterisch kann ich da nicht so viel machen, wie ich es gerne würde.

Zur Fauna gehören nun auch Planarien, die ich nach einem Zwischenfall als feste Bewohner zähle und ab und zu gerne beobachte.

Bei diesem Zwischenfall mit Knoblauch und dem damit verbundenen hohen organischen Eintrag ist meine weinrote Rotalge (und anderes Gesocks wie harte grüne Punktalgen, Cyanos etc.) mächtig vor marschiert.

Das sah auf den Steinen überall folgendermaßen aus:


Deshalb habe ich alle Steine mit einem 1zu1 EC/Wasser-Gemisch spotbehandelt, das verträgt die Rotalge überhaupt nicht, die Steine sind jetzt fast vollständig sauber (siehe Gesamtansicht oben).
Die Rotalge ist allerdings immernoch latent im System vorhanden, setzt sich nach einiger Zeit ganz hauchdünn auf den Aquarienscheiben nieder und befällt ältere Blätter von langsamwachsenden Pflanzen:



Auch das Pilo-Moos ist leicht "schmutzig", da sitzt an älteren Moosteilen ebenfalls diese Alge.

Es macht leider nicht wirklich Spaß, sich das anzusehen. Genau wie hier beschrieben, mag die Alge Licht, Strömung (habe die Strömung nun mal deutlich reduziert) und Volldünger, besonder hohe Konzentrationen von stark chelatiertem Volldünger im Wasser (dadurch ist sie richtig hoch gekommen, aber auch hohe Dosen von organisch chelatiertem Dünger (wahrscheinlich wegen des hohen, gut verfügbaren Eisenanteils). Geringe Dosen Volldünger lassen ihr Wachstum stagnieren, sodass sie dann extreeeeeem langsam gefressen wird. Dann wachsen allerding smeine Pflanzen auch nicht mehr...
Werde in Zukunft irgendwann nochmal eine EC-Kur mit evtl. 8facher Herstellerdosierung probieren um zu sehen, ob ich sie ausrotten kann, allerdings erst, wenn die Pflanzen richtig wachsen, denn ein Fe/SE-Ungleichgewicht scheint es bei mir zu geben.

Habe vor ein paar Wochen mal das ganze Becken durchmulmt (alle Stellen, wo ich drankam), mal sehen, ob ich dadruch die Vermehrung der Alge ebenfalls verlangsamen kann.

Es ist noch eine latente, leichte Kahmhaut vorhanden, die mit der Volldüngung zusammenhängt.

Die Scheiben vergrünen fast gar nicht mehr, nur alle paar Wochen habe ich noch seeehr wenige harte, sehr kleine Punktalgen an den Scheiben (und natürlich einen Hauch von meiner Rotalge).

Alles in allem läuft es so vor sich hin, ohne so richtig Probleme zu machen, aber auch ohne richtig Spaß zu machen. Das wird sich wohl auch nicht ändern, bis ich die Pflanzen ordentlich zum Wachsen bekomme.
Liebe Grüße
Stefan

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