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Postby nik » 31 Jul 2019 11:40
HI André,

Haeck wrote:Ich werde mal darauf achten, denn zufaellig jaehrt hier in kurze ein Nano mit diesem Bodengrund.

dann sieht man das schon! Bedarf aber wieder der Erläuterung. Gröbere Substrate sind ja nicht per se schlecht, kann funktionieren, gibt es genug Beispiele. Ich habe es selbst bei einem Becken erlebt auf das ich wesentlich Einfluss hatte. Es ist aber auch deutlich, dass Kiese allgemein häufig mehr oder wenig regelmäßig entmulmt werden müssen. In meinen total pflanzenlastigen Becken ging das nie! Und da konnte ich an der Frontscheibe zusehen wie der Kies/grobe Sand sich von oben nach unten zusetzte. In dem Becken gab es regelmäßig nach zwei Jahren erhebliche Probleme. Jedesmal wurden die Substrate feiner, erst mit dem Sand, den ich heute noch verwende, hatte ich Ruhe. Das hat in der Betrachtung weitere Facetten und deshalb will ich das nur als Tendenz verstanden wissen. Wer weiß was er tut, kann das für sich adaptieren. Durch die Bank Aquarianer, die sich intensiv damit beschäftigen! Auf die Anzahl aller Aquariener betrachtet eine recht übersichtliche Anzahl. ^^
Du hast Düngekapseln in deinem Bodengrund. In meinem feineren Sand betrachte ich schon geraume Zeit von unten zugegebene Nährstoffe und kann sicher sagen, selbst feiner Sand hat bezüglich einer Nährstoffe absperrenden Wirkung eine lediglich verzögernde Wirkung! Das führt in der direkten Umgebung der Kapsel zu einer Erhöhung der Nährstoffkonzentration, geht aber weitgehend per Diffusion erstaunlich flott ins freie Wasser. Zurück im Bodengrund bleiben gefällte Nährstoffe und der durch Wurzeln aufgenommene, nicht sonderlich große Anteil. Wichtiger ist, wie viel die Düngekapseln wovon abgeben. Das kann auch bezüglich deiner P-Düngung eine Rolle spielen. Informationen dazu kann man sich meist nur mühsam selbst zusammensuchen - wobei das auch nur Hinweise darauf lieferte was los sein könnte.

Nik, ich zweifel an deiner Aussage durchaus nicht. Mir bleibt nichts anderes uebrig, als das ersteinmal so zu respektieren. Verstehen wurde ich es gerne :smile:.

We are united in our differences. :bier:

Hauptsache du bekommst das Iwagumi gut ans Laufen. :grow:

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Haeck » 31 Jul 2019 13:22
Moin Nik

nik wrote:dann sieht man das schon! Bedarf aber wieder der Erläuterung. Gröbere Substrate sind ja nicht per se schlecht, kann funktionieren, gibt es genug Beispiele. Ich habe es selbst bei einem Becken erlebt auf das ich wesentlich Einfluss hatte. Es ist aber auch deutlich, dass Kiese allgemein häufig mehr oder wenig regelmäßig entmulmt werden müssen. In meinen total pflanzenlastigen Becken ging das nie! Und da konnte ich an der Frontscheibe zusehen wie der Kies/grobe Sand sich von oben nach unten zusetzte. In dem Becken gab es regelmäßig nach zwei Jahren erhebliche Probleme.


Das Abbild des Bodengrundes entspricht dem aktuellen Zustand eines Nanos, mit einer fast einjaehrigen Laufzeit:




Kieshoehe im Frontbereich 2, im hinteren 15 cm. Der Bodendecker darueber misst 4 cm. Ungeduengt !
Bisher laeufts ohne Probleme. Akkumulierende Tendezen lassen sich bereits erkennen.

Gruesse
André
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Postby kurt » 31 Jul 2019 16:42
Hallo zusammen,

Haeck wrote:
pk-aquaristik wrote: Macht es für den Pflanzenwuchs tatsächlich einen Unterschied, wenn man den Phosphat-Gehalt von 0,5mg/l auf 1mg/l?


Damit laesst sich das Wuchsbild steuern. Die Blattgroesse/Stieldurchmesser aendert sich signifikant und du beugst einer eventuellen Limitierung vor.

dito,
nachweisbar wirkt sich auch auf die Elastizität bzw. Sprödigkeit der Wasserpflanzen aus.

Meine Konstant Werte:
NO3 = 20mg/l ohne Düngung zurzeit.
PO4 = 0,3mg/l tägliche Düngung

Finde nicht nachweißbar ist kein Anhaltspunkt, Po4 aus dem Speicher ist zu unsicher.
Mangelerscheinungen frühzeitig erkennen ist nicht einfach, die richtigen Maßnahmen ergreifen erst recht nicht.
Evtl. Pflanzenschwächungen werden aber von Algen sofort genutzt, die können das.
Die Reaktionszeiten von Algen sind relativ schnell und aussagekräftig.
Mein Ansatz:
Ich habe Algen nicht als Problem gesehen sondern ihr verhalten beobachtet.
Wenn die Algen einmal verschwunden sind, das Aquarium funktioniert,
ist es mit dem beobachten (Lernprozess) vorbei.
Versucht es doch mal anders herum, wie bekommt man bewusst jede Alge die man gerade möchte? :D

Hauptsächlich bemerkbar machte sich PO4 bei mir beim Pelzalgenwuchs.
PO4 Gehalt zu tief bzw. nicht nachweisbar, der Pelzalgenwuchs verstärkte sich (reproduzierbar).

@ André
Bodengrund:
Fahre auch Bodengrund Kies gewaschen 2 mm ungedüngt, Alter > 6 Jahre, entmulmt noch nie.
Bodengrund Scheibenansicht, Bodengrundhöhe 10 cm Mulmtiefe im Bodengrund ca. 1,5cm.
Schichtgrenzung/Linie deutlicher wie bei dir, der Rest ganz sauber.
Stand zurzeit:
Wassersäulendüngung funktioniert gut, Wurzelwachstum ist mickrig.
Wasserpflanzen stehen, alles so gut wie Algenfrei.
In Betrieb genommen habe ich meine Bodendurchsickerung, Anfang Jahr.
Auffällig seit ca. 4 Wochen brauche ich kein Nitrat mehr zu düngen.
Cryptocorynen fangen wieder an zu blühen.
Wurzelentwicklung muss ich noch weiter beobachten.
Unterschiede im Wachstum von Wasserpflanzen mit reiner Wassersäulendüngung bzw. mit zusätzlicher Bodengrunddüngung finde ich sind akzeptabel, im bewussten limitierten Wachstum sehe ich eher Vorteile.
Gruß Kurt
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Postby Haeck » 01 Aug 2019 04:05
Hallo Kurt,

ich stimme dir in vielen Punkten zu.

kurt wrote:Mein Ansatz:
Ich habe Algen nicht als Problem gesehen sondern ihr verhalten beobachtet.
Wenn die Algen einmal verschwunden sind, das Aquarium funktioniert,
ist es mit dem beobachten (Lernprozess) vorbei.
Versucht es doch mal anders herum, wie bekommt man bewusst jede Alge die man gerade möchte? :D


Dein Ansatz war hier bis zum herausfinden des Kanckpunktes gaengige Praxis. Irgendwann hatte ich den Dreh raus, welches Level einer bestimmten Komponente den Wuchs einer Algenart foerderte. Das war der hauptsaechliche Durchbruch zum Erfolg.

kurt wrote:Hauptsächlich bemerkbar machte sich PO4 bei mir beim Pelzalgenwuchs.
PO4 Gehalt zu tief bzw. nicht nachweisbar, der Pelzalgenwuchs verstärkte sich (reproduzierbar).


Unter- oder ueberkonzentriert aeussert sich Po4 hier hauptsaechich durch die Bildung von gruenen Punktalgen.

kurt wrote:@ André
Bodengrund:
Fahre auch Bodengrund Kies gewaschen 2 mm ungedüngt, Alter > 6 Jahre, entmulmt noch nie.
Bodengrund Scheibenansicht, Bodengrundhöhe 10 cm Mulmtiefe im Bodengrund ca. 1,5cm.
Schichtgrenzung/Linie deutlicher wie bei dir, der Rest ganz sauber.
Stand zurzeit:
Wassersäulendüngung funktioniert gut, Wurzelwachstum ist mickrig.
Wasserpflanzen stehen, alles so gut wie Algenfrei.
In Betrieb genommen habe ich meine Bodendurchsickerung, Anfang Jahr.
Auffällig seit ca. 4 Wochen brauche ich kein Nitrat mehr zu düngen.
Cryptocorynen fangen wieder an zu blühen.
Wurzelentwicklung muss ich noch weiter beobachten.
Unterschiede im Wachstum von Wasserpflanzen mit reiner Wassersäulendüngung bzw. mit zusätzlicher Bodengrunddüngung finde ich sind akzeptabel, im bewussten limitierten Wachstum sehe ich eher Vorteile.


Danke, das Du deine Erfahrungen hier zum Ausdruck bringst.

Gruesse
André
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Postby nik » 01 Aug 2019 07:22
Hi André,

keine Algen, keine CB, wenig Mulm, sieht gut aus. Wenn du das ohne Düngung hinbekommst, kann das kein schnelles Becken sein - was längere Standzeit begünstigt. An den Mulm wirst du halt nicht rankommen, wäre bei Sand aber nicht anders. Der Mulm sieht bei mir allerdings anders aus, idR. dunkler und "körniger", so locker, dass der sich leicht rumwedeln lässt. Das ist so absehbar, dass ich leere Eheim Thermofilter an den Becken als "Mulmsammler" nutzen will. Ich hatte das schon mal zufällig, fand das ganz praktisch und denke auch, dass ich das konstruktiv noch begünstigen kann. Ist im Wesentlichen eine optische Geschichte und dient meiner Bequemlichkeit. Der Mulm sieht in deinem Becken anders aus, zu tun hätte ich deshalb nichts.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby kurt » 01 Aug 2019 14:11
Hallo zusammen,

Haeck wrote:Unter- oder ueberkonzentriert aeussert sich Po4 hier hauptsaechich durch die Bildung von gruenen Punktalgen.

@ André,
Eine Entstehung von Punktalgen kann ich bestätigen.
Unter hauptsächlich habe ich bei mir die überwiegende Augenscheinlichkeit der Pelzalgen gemeint.
Gegenüber Punktalgen sind Pelzalgen ja bedeutend auffälliger, störender.

Hier mal ein Bild von Pelzalgen auf einem Helanthium tenellum Blatt.


nik wrote: Mulm sieht bei mir allerdings anders aus, idR. dunkler und "körniger", so locker, dass der sich leicht rumwedeln lässt.

@ Nik,
Das ist bei mir auch so, allerdings in schattigeren Bereichen z.B. unterm Microsorum pteropus.
Unter freiem Licht vorne im Helanthium tenellum sieht sieht der Mulm bei mir eher aus wie bei André,
er ist da heller weniger krümelig.
Gruß Kurt
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