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Postby nik » 10 Jan 2008 22:05
Hallo Harald,

ich denke auch, dass die Asiaten im Aquascaping deutlich vorne weg sind. Das Aquascaping hat eine neue Qualität erreicht. Optisch astreine Becken können inzwischen viele, das verlagert sich immer mehr zum Ausdruck den ein Becken vermitteln kann. Und was dann beim ADA Contest so bei den vorderen Rängen herauskam, das ist spektakulär. Da waren zwei Becken dabei, die werde ich nicht vergessen. Eins war farblich so Herbst, herbstlicher geht nicht. Das andere war mir "Maya im Urwald". Diese Ausdrucksstärke macht den Unterschied.
Seitdem ich Contests verfolge - und das ist noch nicht so lange - denke ich immer wieder über ein mögliches Thema nach oder auch den Weg dieses zu erkennen. Zen ist mir zu weit weg und ich habe Zweifel ob ich auf uralten Straßen neue Wege finde. Das Grundprinzip ist mir aber sehr interessant, die Einheit von Körper und Geist. Wir leben hier in einem Umfeld, da hat das den Charakter von Subkultur. Wenn ich an meine Jugend denke, dann war ich da im Grunde gefühlsmäßig deformiert. Das war eine extreme Betonung von Rationalität, passte gut in die Landschaft. Diese Geschichte, Körper und Geist überhaupt erst einmal im Einklang zu erleben hat sich mir erst über intensiven Sport erschlossen. Auch da war der Sport lange Zeit technisch orientiert, rational und limitiert. Irgendwann ist es dann ab und zu mal passiert und ich fand später auch die zugehörigen theoretischen Grundlagen. Es geht um Rückschlagsportarten, ich spiele Tischtennis, für Badminton geben es die Knochen inzwischen nicht mehr her. Wenn es mir gut geht, es zum Ende eines spannenden Matches zugeht, auf hohem Niveau, völlig unentschieden wer das gewinnt, dann ist das eine gut Voraussetzung und kann passieren. Es ist ein Tunnelblick, du nimmst nur mehr den Gegner, das Spielfeld und den Ball war. Mir selbst schlägt der Puls bis in den Kopf, aber ich bin völlig ruhig, sehe ganz klar wie weit ich meinen Körper belasten kann, denke taktisch und spiele intuitiv. Letzeres ist unbeschreiblich, denn man spielt den richtigen Ball zum richtigen Zeitpunkt - und das auf einem Niveau, welches man im Training eigentlich nicht spielen kann. Ob ich gewinne ist völlig ohne Belang, nur der Augenblick zählt. Dieser Zustand lässt sich trainieren, Garantie das zu erreichen gibt es aber nicht. Es gilt nicht nur für Sport, es ist ein ziemlich universelles Prinzip. BTW, dieser Zustand nennt sich Flow - Tobi hat dieses Forum genial benannt! Ich kann halt auch in spinnert und mancher wird sich fragen was hat das mit Aquascaping zu tun? Den Körper des Aquariums beherrschen viele, aber eine Idee, ein Gedanke, vom Geist kommt oft nur wenig rüber. Also suche ich eine Idee. Vom Kopf kommen viele mögliche, aber mir ist der Bauch wichtige Instanz und der verwirft sie bis jetzt alle! Mal sehen. Flow bedeutet den Tunnelblick auf ein Aquarium, das mit seinem Thema den gegebenen Raum vollends ausfüllt, ja es zu bersten droht.

Harald, du kannst wirklich bemerkenswert in plakativ und drückst das auch noch gut aus. Das ist halt das, was mir zum " ... warum wir scheitern" eingefallen ist. Irgendwie hilft's nicht wirklich weiter, ich schick's trotzdem ab.

Gruß, Nik
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Postby Tutti » 10 Jan 2008 23:15
Hallo,

ich möchte auch meinen Teil dazu sagen !
Gerade in diesem Forum,wo sich wirklich Pflanzenverrückte treffen,geht es fast nie um Design oder Layouts oder so sondern in erster Linie darum keine Algen zu haben und zweitens, Pflanzen erstmal überhaupt gut zum wachsen zu bringen!Ich glaube nicht das ein z.B. Japaner der nach Zen oder sonstwie sein Becken gestaltet an Probleme wie Algen und Co.denkt,da geht die ganze Energie ins Layout !!
Wenn hier keiner mehr ein Problem mit Algen hätte,und die Pflanzen immer super wachsen würden,könnte man sich mit dieser Hingabe die hier viele an den Tag legen dem Layout und Design hingeben und dann würden auch viel schönere Becken dabei rauskommen !Es wird sich hier viel zu viel mit den Problemen beschäftigt und die schönen Seiten der Aquaristik leider vernachlässigt !!

. Prinzipiell finde ich diesen ganzen Nährstoffkrimskrams sehr langweilig und auch die speziellen Ansprüche von Pflanzen usw. sind mehr Mittel zum Zweck. Das Designen der Aquarien selber empfinde ich als sehr entspannend und habe viel Freude dabei meine Ideen umzusetzen.
Mit genügend Ressourcen würde das natürlich noch mehr Freude bringen (Riesen Auswahl an Steinen, Wurzeln, Pflanzen... und auch Aquarien )


100% agree besser kann ich es auch nicht außdrücken

Grüße Tutti
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Postby GreenReef » 10 Jan 2008 23:42
Hallo Dieter,
…, auch eine Angriffsfläche. Schön! 8)

…ich hoffe Du missbrauchst sie nicht ;)
Schöne Worte und der Geschichten gibt es viele. Die helfen im Kontext der Praxis, aber so wie ich Zen gelehrt bekommen habe, ist es die Praxis und keine intellektuelle Auseinandersetzung.

...und ich bin mir völlig sicher dass Du eine andere und weitaus perfektere Einführung in das Thema gemacht hättest, daran führt einfach kein Weg vorbei :wink:
…aber das Reden über Zen kann maximal "nur der Finger sein der auf den Mond zeigt" wenn überhaupt...

…dann zeigen doch schon mal unsere beiden Finger zum Mond und wir beide reden hier eigentlich über NICHTS, …auch schön
Aua, das könnte aus einen Katalog für Sofas sein....sorry, aber eine bestimmte reduzierte Art von Ästetik ist zwar schön, sollte aber nicht mit Zen verwechselt werden.

…deshalb redete ich ja auch von Zen-Kunst und nicht von ZEN an sich und schon gar nicht von reduzierter Ästhetik sondern der Reduziertheit als Mittel und Weg zur Ästhetik, …in der ZEN-Kunst spielt die Reduziertheit durchaus ein Rolle, man spricht dort auch von Leere, Stille und Bewegungslosigkeit (Meditation)

Japan hat meiner Meinung nach beim Thema Formalismus und Konventionen schon lange die Krone auf. Da viele Jugendliche dieses nicht mehr aushalten ist die Selbstmordrate in Japan die Höchste.

….ich redete ja auch nicht von aktuellen Problemen der fernöstlichen Welt, sondern von deren uralten Traditionen und deren Künste die sich durchaus und auch nachgewiesenermassen ins Aquacaping integrieren lässt und die Asiaten (oder wie darf ich sie deiner Meinung nach denn nennen) leben uns das auch vor

….und ich redete auch nicht von Eskimos deren Nachkommen sich reihenweise suizidieren oder dem Alkoholismus verfallen weil sie dem Zivilisationdruck nicht mehr standhalten können aber dennoch ihre Überlieferungen haben von denen man auch noch was lernen kann

…und ich lasse mir auch nicht den Schuh anziehen hier ethnologische Meinungen führen zu wollen, wer das für sich zwischen den Zeilen herauslesen will, …BITTE, …mir geht es um Aquascaping und dessen Philosophie, …wer sich davon nicht angesprochen fühlt GUT

…im zerpflücken von Argumenten bin ich auch nicht gerade unschlau, wir können es also angehen

gute Nacht
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Postby tsound » 10 Jan 2008 23:48
Tutti wrote:...,geht es fast nie um Design oder Layouts oder so sondern in erster Linie darum keine Algen zu haben und zweitens, Pflanzen erstmal überhaupt gut zum wachsen zu bringen!Ich glaube nicht das ein z.B. Japaner der nach Zen oder sonstwie sein Becken gestaltet an Probleme wie Algen und Co.denkt,da geht die ganze Energie ins Layout !!
Wenn hier keiner mehr ein Problem mit Algen hätte,und die Pflanzen immer super wachsen würden,könnte man sich mit dieser Hingabe die hier viele an den Tag legen dem Layout und Design hingeben und dann würden auch viel schönere Becken dabei rauskommen !


ich glaube auch, dass das viel damit zu tun hat, oder wie auch tobi weiter oben meinte, dass man sich die besten layouts vorstellen kann, dann aber die pflanzen nicht so dahin wachsen wie man es wollte. :?

die frage ist jetzt nur, wieso muessen die sich um algen und co. keine gedanken machen? haben die ein besseres system? oder sind die becken die man so sieht nur von langjaehrigen 'profi's', wo einfach das "technische" wissen und erfahrung vorgelegt ist?
vielleicht ist das wasser dort einfach genial ;-)
cheers,
thilo
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Postby gartentiger » 11 Jan 2008 07:59
Moin Harald,


vorweg eine Bitte:

Keinen sinnlosen Streit um des Streiten Willen!

…im zerpflücken von Argumenten bin ich auch nicht gerade unschlau, wir können es also angehen


Das muss wirklich nicht sein.



Zurück zum Thema...

Persönlich kann ich mit den Schlagworten wie Zen und Co nicht viel anfangen, da sie für mich einfach keine Bedeutung haben. Ich bin damit weder aufgewachsen noch hab ich mich jemals damit intensiv beschäftigt.

Sehr wohl versteh ich aber den Sinn und das Gefühl dieser besonderen layouts.

Man kann alles erdenkliche zum Thema lernen und lesen als jemand der nicht aus diesem Kulturkreis stämmig ist, das Gefühl an sich bleibt nur wenigen vorbehalten.
Gelingen kann dies wenn man sich von den eigenen Zwängen befreit, nicht nach Sinn und Nutzen sucht.

Mein Vater sagte mir mal folgendes:

"Red nicht soviel sondern handel!"

Damit trifft er den Nagel auf den Kopf.


Dazu kommt noch die mangelnde Disziplin, fehlende Ruhe und Gelassenheit.

Ich will damit keinesfalls unsere Kultur schlecht reden, wohl aber etwas kritisieren.



Hallo Tobi,

wie recht du doch hast. Und auch wieder nicht.

Sicher haben wir nicht die Möglichkeiten wie Amano und Co auf bestimmte hardscapematerialien zurückzugreifen. Die Frage die sich mir stellt: Müssen wir das überhaupt. Wozu die so typischen Becken einfach nur Kopieren?

Wer durch die Natur mit offenen Augen geht findet genug. Vorrausgesetzt er hat den Mut dazu.


Und was das Düngekrams angeht...

Das gehört dazu. Wenn es nicht sogar der wichtigste Faktor ist. Man muss sich mit den Pflanzen intensiv beschäftigen. Vieles geht nur über ausprobieren, manchen klappt auch nicht. Wer aber im Vorfeld die Flinte ins Korn wirft hat schon verloren.


Hallo Tutti,


ja die Angst vor den Algen. Sie kann einen lähmen, es ist aber nur ein sehr kleiner Baustein auf dem Weg.

Wer die Pflanzen versteht und ihnen bestmögliche Bedingungen bietet hat schon halb gewonnen.


Hallo Nik,

dem kann ich kaum was hinzufügen, einfach toll.



Gruss, Christian
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Postby nik » 11 Jan 2008 09:38
Hallo zusammen,

@ Christian
Danke. Das ist ein heikles Posting und hätte leicht ein unabgesendetes werden können.

@ Tobi
Full Ack

@ all
der große Vorteil hier ist der Umgang miteinander. Man kann eigentlich immer davon ausgehen, dass niemand einem an den Karren fahren will. Trotzdem kann das unabsichtlich passieren! Wenn man das so betrachtet und es wieder auf das eigentliche Thema Aquascaping reduziert, sollte das leicht und rückstandsfrei zu lösen sein.

Für mich stellen sich die Herangehensweisen an Aquascaping schon unterschiedlich dar.
Es sieht offensichtlich so aus, dass die ADA Bodengründe das Aufsetzen eines Setups erheblich erleichtern können. Dann gibt es, mind. hier, erstaunlich viele, die sich auf eine ausschließliche Wasserdüngung verlassen. Bei mir hatte das zwei Gründe: Man kann Veränderungen an Pflanzen hervorragend Veränderungen an der Düngung zuordnen. Außerdem gibt es keine Probleme mit sich irgendwann und ungewiss erschöpfendem Bodengrund. Die Blattdüngung braucht es früher oder später sowieso und man hat mit einer passenden in Verbindung mit feinem, "sterilen" Sand - oder gleich ohne Substrat - ewige Standzeiten.
Ich mache das mit der Blattdüngung, weil ich mir langfristig einen Vorteil im Scaping von Pflanzen im Habitus verspreche - ist auch mir nur ein Mittel zum Zweck.
Im Forum nimmt es einfach viel Raum ein, die üblichen Probleme zu erkennen und zu beheben. Es ist eigentlich naheliegend, früher oder später hier im Forum einen optimalen Nährstoffgrund mal selbst anzugehen.

Zurück zum Aquascaping. Ich hatte ja schon ausgeführt, dass das Thema eines Scapes immer stärker in den Vordergrund rückt. Es genügt nicht mehr sich einfach ein schönes Becken hinzustellen - das einem selbst gefällt - und hinterher schaut man ob sich ein passender Titel zu diesem Layout hindengeln lässt. Das ist mir bei meinen beiden laufenden Becken aufgefallen. Das sind speziell meine Becken, aber ein dem Aquascaping genügendes Thema, das haben beide nicht.
Ob das "Asiaten" oder sonstwer mit dem "Thema" so machen, ist eigentlich wurscht, ich sehe darin aber schon einen möglichen Vorteil - gleich wie man das angeht.
Also suche ich ein Thema, mit dem ich etwas ausdrücken kann. Das kann so etwas simples wie "Herbst" sein. [edit] Die Frage ist ob ich ausreichendes damit assoziieren kann, [/]der Rest ergibt sich dann.
Allerdings spiele ich derzeit viel mit Leitungswasserbecken und da tauchen zu lösende Probleme auf, die ich mit VE-"Kunst"-Wasser nicht hatte.

Gruß, Nik
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Postby Ingrid » 11 Jan 2008 11:04
hallo zusammen,
ZEN, ...Selbstkritik oder warum wir scheitern….

das ist eine interessante frage, wo ich mir auch schon viele gedanken drum gemacht habe.

zB. im Kyudo, der japanischen Kunst des Bogenschiessens, …hier ist auch der Weg das Ziel, der Schütze konzentriert sich nicht auf das Ziel sondern auf den Weg wie der Pfeil in das Ziel findet, ...der Schütze lässt den Volltreffer einfach geschehen ohne ein bewusstes Zutun, er hat auch keine störende Gedanken wie „ich muss jetzt treffen“ sondern er weiss intuitiv das er treffen wird


ich kann mich net in die denkweise eines asiaten hineinversetzen ...aber das was du da schreibst harald würde ich so wiedergeben.

als denkanstoß zu meiner überlegung war vor allem der text unter meinem becken bei AGA contest auschalggebend...
zum zeitpunkt der anmeldung war mein becken unvollendet lief gerade 6 mal montate. die UG war nicht mal zugewachsen!
die jury schriebt ja, ich soll die bilder vergleichen. das hieße ich müsste weitere 12 monate das gleiche layouts pflegen und dann wieder anmelden! ....ein neuer langer weg bis zur vollendeung.

aber mal ehrlich, wer hat die ausdauer von uns?
dann haben wir gar nicht die möglichkeit an entsprechendes material zu kommen, hölzer, steine, becken um die gestaltung wie die asiaten es tun, zu machen. aber das wäre auch zweitrangig.

der schütze - also der aquarianer WIR legt ein becken an ohne irgend ein ziel einfach nur das es geschaffen ist aber harmonisch wirkt (goldener schnitt)
über die wochen und monate sogar jahre entwickelt sich ein becken erst zur vollendung!

es durchwandert viele etappen, in dem es sein aussehen stets verändert.
man schneidet düngt schneidet, übrigens sieht eine pflanze nach mehrmaligem stutzen völlig anders aus, wie noch am ersten tag gesetzt. das sehen die asiaten – da bin ich davon überzeugt.
wie letztendlich (s)ein kunstwerk aussieht und wann der scaper das zeil erreicht hat kann nach monaten oder gar jahren sein entscheidet auch das layout selber, als auch vor allem die verwendeten pflanzen. es ist halt dann wenn der halter meinst jetzt ist es reif bzw. strahlt harmonie aus fertig.

mit sicherheit haben die deutschen zuwenig geduld das/ein (vl. halten die gar mehrere becken extra dafür) becken lange genug zu halten, bzw. gestalten. viele setzten das layout kurz vor bildabgabe auf ... diese becken und die nicht vollendeten fliegen vorne weg dann raus.

das sind halt so meine gedanken zu den aquascapes.
Ingrid
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Postby GreenReef » 11 Jan 2008 12:36
Hallo Nik,

Irgendwie hilft's nicht wirklich weiter, ich schick's trotzdem ab.

…und wie das hilft, ….super Beispiel, DANKE
Es ist ein Tunnelblick, du nimmst nur mehr den Gegner, das Spielfeld und den Ball war. Mir selbst schlägt der Puls bis in den Kopf, aber ich bin völlig ruhig, sehe ganz klar wie weit ich meinen Körper belasten kann, denke taktisch und spiele intuitiv. Letzeres ist unbeschreiblich, denn man spielt den richtigen Ball zum richtigen Zeitpunkt - und das auf einem Niveau, welches man im Training eigentlich nicht spielen kann.

…ist es doch nichts anderes als das was die innere Haltung gegenüber dem was gerade getan werden muss angeht, es ist eine bereits automatisierte Herangehensweise gegenüber einer Sache die sich nur mit der intensiven Widmung der Materie erklären lässt, diese Automatisierung begründet sich aus Erfahrung und Training und BallGefühl = INTUITION, dieser aktive Part beim Spiel kommt aus deinem tiefsten Inneren und wenn jetzt noch eine andere Sichtweise hinzukommt die sich mit der alten Geisteshaltung zu einem wunderbaren Paket zusammenschnüren lässt dann wird dein eigenes Spiel noch besser, noch perfekter und zu einem ganz persönlichen Stil

…Biathlon ist ja nun ein eher westlicher Sport, …würden sich die Athleten nicht auch noch den Elemente des Kyudo und ZEN bedienen, würden sie sicher drittklassig hinterherhecheln
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Postby GreenReef » 11 Jan 2008 13:50
Tutti wrote:Hallo,

ich möchte auch meinen Teil dazu sagen !
Gerade in diesem Forum,wo sich wirklich Pflanzenverrückte treffen,geht es fast nie um Design oder Layouts oder so sondern in erster Linie darum keine Algen zu haben und zweitens, Pflanzen erstmal überhaupt gut zum wachsen zu bringen!Ich glaube nicht das ein z.B. Japaner der nach Zen oder sonstwie sein Becken gestaltet an Probleme wie Algen und Co.denkt,da geht die ganze Energie ins Layout !!
Wenn hier keiner mehr ein Problem mit Algen hätte,und die Pflanzen immer super wachsen würden,könnte man sich mit dieser Hingabe die hier viele an den Tag legen dem Layout und Design hingeben und dann würden auch viel schönere Becken dabei rauskommen !Es wird sich hier viel zu viel mit den Problemen beschäftigt und die schönen Seiten der Aquaristik leider vernachlässigt !!

. Prinzipiell finde ich diesen ganzen Nährstoffkrimskrams sehr langweilig und auch die speziellen Ansprüche von Pflanzen usw. sind mehr Mittel zum Zweck. Das Designen der Aquarien selber empfinde ich als sehr entspannend und habe viel Freude dabei meine Ideen umzusetzen.
Mit genügend Ressourcen würde das natürlich noch mehr Freude bringen (Riesen Auswahl an Steinen, Wurzeln, Pflanzen... und auch Aquarien )


100% agree besser kann ich es auch nicht außdrücken

Grüße Tutti

Hallo Tutti,
Ich glaube nicht das ein z.B. Japaner der nach Zen oder sonstwie sein Becken gestaltet an Probleme wie Algen und Co.denkt,da geht die ganze Energie ins Layout !!

…wie wahr, …wie wahr
…sind wir doch mal ehrlich, 95% der Freaks bekommen ein Becken ohne Algen hoch, ….wenn es dann doch mal „passiert“ wird das aus ImageGründen nicht an die grosse Glocke gehängt, OK ;)

….schöne sattfarbene Pflanzen sind für uns auch kein Problem mehr, das haben wir auch drauf

…das Thema Düngung ist bis auf wenige Nuancen ausgelutscht, die einen fahren mager mit Produkten ihrer Wahl und Überzeugung, ….die anderen fahren fett und üppig mit einer ganzen Palette an diversen Wässerchen und Tröpfchen…..
…..beide Parteien kommen aber zum gleichen Ergebnis, ….nämlich zu geilen Pflanzen die einfach nur gut dastehen, ….das haben wir also auch drauf

….einen WunderDünger haben wir nicht und werden ihn auch nicht so schnell finden, …gewisse DüngeSituationen erfordern andere Zusammensetzungen die für uns auch kein Problem darstellen

…so, ….das Grundgerüst ist also da, …hiermit müssen wir uns nicht mehr verstecken und stehen den Produzenten der Spitzenbecken (den Asiaten ;) ) auch in nichts nach

könnte man sich mit dieser Hingabe die hier viele an den Tag legen dem Layout und Design hingeben und dann würden auch viel schönere Becken dabei rauskommen !

….und genau hier haben wir Defizite, ...wobei es uns an Hingabe sicher nicht mangelt sondern an dem gestalterischen NowHow
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Postby senf » 11 Jan 2008 16:57
So,
jetzt sind wir an nem Punkt angekommen wo ich mit reden kann! die ganzen Ssachen die wir auch drauf haben, haben wir uns über ein langen Zeitraum Angeeignet (ich noch nich :oops: aber hier im Forum stehen mehr sehr viele Infos zur verfühgung) und jetzt brauchen wieder Zeit bis wir auch so toll gestalten können. Einige aus der westlichen Kultur können es ja auch schon, bloß die große Masse nicht. Und wenn ich jetzt das ganze mal auf Deutschland beschränke, denke ich das gar nicht so viele Leute es anstreben ein besonders gutes Design zumachen, das erkennt man an sämtlich anderen Sachen die man gestalten z.B. Werbung und Grafik, natürlich gibts erstklassige deutsche Werbung aber nicht besonders viel. Im Oktober war ich in NY und dort könnt ich sehen das dort die Gesselschaft ein viel großeres Intresse an Design und Kunst hat. Und wenn diese intresse im asiatischen Raum vlt. noch stärker ist, ist es auch klar das sich das stärker auf Die Aquaristik ausübt.
:D Aber was ich am Anfang sagen wollte is das die kleine szene die wir hier in Deutschland haben einfach noch mehr Zeit braucht. Es ist doch klar wenn Asien eine großere Szene hat das es dann auch mehr Leute gibt die besonders gut sind. Und es gibt natürlich auch eine viel größere vielfalt als wie bei uns. Dem entsprächend sind die Läden dort auch besser ausgestatet.

Das heißt für uns das wie doppelt so kreativ sein müssten aber müssen wir überhaupt mit den Asiaten mithalten können?

mfg Hauke

Ps.: einfach über die Rechtschreibfehler hinweg lesen :oops:
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Postby diditsch » 11 Jan 2008 17:09
Hallo,

GreenReef wrote: …ich hoffe Du missbrauchst sie nicht ;)

Das kann ich nicht und will ich auch gar nicht. :)

…dann zeigen doch schon mal unsere beiden Finger zum Mond und wir beide reden hier eigentlich über NICHTS, …auch schön

Du hast Recht, wir reden über das NICHTS aus dem alle Erscheinungen (auch unsere schönen Aquarien) kommen.....und unsere beiden Finger die auf den Mond zeigen sehen wirklich ganz gut aus. :o

…und ich lasse mir auch nicht den Schuh anziehen hier ethnologische Meinungen führen zu wollen, wer das für sich zwischen den Zeilen herauslesen will, …BITTE, …mir geht es um Aquascaping und dessen Philosophie, …wer sich davon nicht angesprochen fühlt GUT

OK, es war mir nicht ganz klar worauf du hinauswillst und hier die Schattenseiten der Welt zu diskutieren ist wirklich nicht der richtige Ort....sorry!

…im zerpflücken von Argumenten bin ich auch nicht gerade unschlau, wir können es also angehen

neenee, besser nicht :P

GreenReef wrote:….und genau hier haben wir Defizite, ...wobei es uns an Hingabe sicher nicht mangelt sondern an dem gestalterischen NowHow

Defizite bestehen definitiv. Bei einigen (wie mir) noch auf rein technischer Ebene und der Basisarbeit. Bei manchen Anderen die diese Evolutionsstufe :wink: hinter sich gelassen haben liegt es dann eher beim Gestalten....mit Sicherheit bei den meisten von uns beim "Now&Here" 8)
Nik hat den Zustand ganz treffend beschrieben. Die Übung sollte sein diese Geisteshaltung auf das Aquascaping zu übertragen. Vielleicht erübrigt sich dann die Diskussion um Sieg oder Niederlage.

Gruß

Dieter
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Postby GreenReef » 11 Jan 2008 18:17
Hallo Hauke,
…das wir nicht die Materialen haben die den Asiaten zur Verfügung stehen sehe ich lediglich als ein kleines Handicap, aber nicht als grosses Hemmnis

Das heißt für uns das wie doppelt so kreativ sein müssten aber müssen wir überhaupt mit den Asiaten mithalten können?

…das ist eben die Frage die sich derjenige beantworten muss der an solchen Contest`s teilnimmt, wenn man nur dabei sein will so wie Michael Edwards alias Eddie the Eagle in den 80ern beim Skispringen wäre das nicht so ganz mein Ding, …man kann aber auch so ganz für sich zu Hause ein geiles Layout kreieren ohne damit an die Öffentlichkeit heranzutreten, in beiden Fällen aber weiss man das man nur zweitklassig ist, damit kann man sich zufrieden geben und unseren Herrn einen guten Mann sein lassen oder man stellt sich dem Problem und fragt sich was schiefgelaufen ist, ...es muss dabei nicht unbedingt das vordergründige Ziel sein die „Asiaten“ zu schlagen sondern erstmal in diese Liga vorzudringen, das will heisen den WEG zu finden um ihn dann auch gehen zu können




Hallo Dieter,
...und unsere beiden Finger die auf den Mond zeigen sehen wirklich ganz gut aus. :o

…geil, …da zeigt sich doch der alte AikidoKämpfer, …das gefällt mir *gassho* ;)

Die Übung sollte sein diese Geisteshaltung auf das Aquascaping zu übertragen. Vielleicht erübrigt sich dann die Diskussion um Sieg oder Niederlage.

…unbedingt und JA, …aber wie gesagt mir geht es nicht um den Sieg sondern eher um dies breite Kluft, …um diese Welten die uns von den asiatischen Aquascapes trennen
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Postby GreenReef » 11 Jan 2008 18:22
…hier mal noch was zumNachdenken und schmunzeln

Vor einiger Zeit arrangierte eine deutsche Firma ein jährliches Wettrudern gegen eine japanische Firma, das mit einem Achter auf dem Rhein ausgetragen werden sollte. Beide Mannschaften trainierten lange und hart, um ihre höchste Leistungsstufe zu erreichen. Als der große Tag kam, waren beide Mannschaften topfit, doch die Japaner gewannen mit einem Vorsprung von einem Kilometer.
Nach dieser Niederlage war das deutsche Team sehr betroffen, und die Moral war auf dem Tiefpunkt. Das obere Management entschied, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden müsste. Ein Projekt-Team wurde eingesetzt, um das Problem zu untersuchen und um geeignete Abhilfemaßnahmen zu empfehlen.
Nach langen Untersuchungen fand man heraus, dass bei den Japanern sieben Leute ruderten und ein Mann steuerte, während im deutschen Team ein Mann ruderte und sieben steuerten. Das obere Management engagierte sofort eine Beraterfirma, die eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen sollte. Nach einigen Monaten und beträchtlichen Kosten kamen die Berater zu dem Schluss, dass zu viele Leute steuerten und zu wenige ruderten.
Um einer weiteren Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Struktur des Teams geändert. Es gab jetzt vier Steuerleute, zwei Obersteuerleute, einen Steuerdirektor und einen Ruderer. Außerdem wurde ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um dem Ruderer mehr Ansporn zu geben. "Wir müssen seinen Aufgabenbereich erweitern und ihm mehr Verantwortung geben.", lautete ein Spruch eines Managers.
Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit einem Vorsprung von 2 Kilometern. Das Management entließ den Ruderer wegen schlechter Leistungen, verkaufte die Ruder und stoppte alle Investitionen für ein neues Boot. Der Beratungsfirma wurde ein Lob ausgesprochen, die Steuerleute wurden in andere Abteilungen versetzt und das eingesparte Geld wurde dem oberen Management ausgezahlt.
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Postby Sabine68 » 11 Jan 2008 18:45
Hallo Harald,

man kann aber auch so ganz für sich zu Hause ein geiles Layout kreieren ohne damit an die Öffentlichkeit heranzutreten, in beiden Fällen aber weiss man das man nur zweitklassig ist


Ist das wirklich so? Ich denke nicht.unbedingt :wink:
Ich finde eigentlich sehr wichtig zu hinterfragen, was ich persönlich möchte. Das finde ich eigentlich viel wichtiger, als unbedingt immer in einen Wettbewerb zu treten.

Ich denke, dieser Wettbewerbsgedanke kann einen dann auch blockieren.
Es ist m. E. auch teilweise eine deutsche Eigenart, alles werten zu müssen :wink:
Viele Grüße
Sabine


Gibt dir das Leben Zitronen, mach Limonade draus
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Postby kurt » 11 Jan 2008 18:50
Hallo zusammen,
Durch Philosophie entsteht Lebensqualität und die wird von Sabine goldrichtig wiedergegeben!

Sabine68 wrote:Für mich persönlich hat es dann schon einen Sinn, wenn ich da reingucke und mir geht das Herz auf :wink:


Dann ist man mit sich auch im reinen. :D
Gruß Kurt
Unterwassergarten

Einstimmung…
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