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Postby phenomenia » 29 Mar 2016 18:52
Danke für den Hinweis auf Urea. Das Problem mit dem Anreichern von PO4 und K habe ich auch gesehen. Wobei das nach einer Woche noch nicht so stark war bei mir.

"Chemie" (Syntetische Hilfsmittel) kommt mir nicht ins Becken. Da würde ich die Pflanzen eher komplett ersetzen.

Felix
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Postby Martin85 » 29 Mar 2016 19:13
Hi Felix,

Was mir noch aufgefallen ist das dein Eigenwert gegen Null ist ? Ist das noch immer so?
Hast du Mangel Erscheinungen an den Pflanzen ( Löcher, Verfärbungen)?

Martin
Liebe grüße aus Erding.

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Postby Martin85 » 29 Mar 2016 19:14
Eisenwert Fe
Liebe grüße aus Erding.

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Postby phenomenia » 29 Mar 2016 20:34
Hallo,

mein FE Wert liegt bei etwa 0,05mg/l. Mangelerscheinungen (Löcher, gelbe Blattspitzen) kann ich nicht wirklich beobachten.

Felix
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Postby kurt » 30 Mar 2016 12:03
Hallo zusammen,

phenomenia wrote:besten Dank für deinen Hinweis auf die Fusselalgen!

@ Felix,
Kurzer Grünalgen Belag…
Immer wieder taucht der Begriff Fusselalgen auf…was soll das sein? Fussel sehen anders aus,sind was anderes.
Die Bezeichnung sollte mal geändert werden!
Es sieht aus wie ein Pelzbelag, dementsprechend heißen sie auch Pelzalgen,
Bez. unter Grünalgen-Arten (Oedogonium) suchen.
Es entsteht ein bis zu 10mm hoher dichtwachsender Rasen (Fäden).
Sie sind fest mit dem Blatt verbunden und lassen sich mechanisch nicht entfernen.
Einsatz von Algenfressenden Fischen und Schnecken ist nützlich (vorbeugend).
Guck mal,

Pelzalgen reagieren schnell auf Nährstoffverhältnisse, überwiegend auf NO3- PO4.
Pelzalgen Belag ist darüber manipulier/reproduzierbar, also durch Verschiebungen im NO3- PO4 Verhältnis.
Ein gutes Verhältnis wäre ca. 20:1
Ein Gehalt von z.B. 6 bis 10 mg/l NO3 und 0,3 mg/l PO4 funktioniert (Oedogonium geht zurück).
Nitrat sollte aber nicht zu hoch angesetzt werden da sonst der PO4 Wert über das Verhältnis zu hoch wird.
Natürlich müssen auch die anderen Wasserwerte stimmen/passen, beständig sein.

Großbecken,
bei hohem PO4 u. NO3 Verbrauch im Pflanzenbecken.
Damit es keine zu großen Verschiebungen im Ionenverhältnis beim Düngen durch anhängige Salze gibt sollte man sich mit der Ammonium und Urea Düngung befassen/schlau machen.
In kleinen Becken löst man das dagegen mit Wasserwechsel (resetten).
Gruß Kurt
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Postby phenomenia » 30 Mar 2016 12:47
Hallo Kurt,
vielen Dank für das ausführliche Feedback. Da scheint einer in Chemie gut aufgepasst zu haben ;)
:tnx:

Ich muss mal schauen ob ich Dünger finde um NO3 und PO4 fast "rein" düngen zu können. Dann fällt die Dosierung sicherlich um einiges leichter.
Ich bin in Chemie leider nicht so super bewandert und muss immer nachschauen welche Stoffe wie wirken und welche Stoffe mit welchem wie regieren um sich dann in "etwas Neues" zu "verwandeln".

Die Aquamax Seite sieht auf jeden Fall sehr interessant aus. Da werde ich mal genauer schauen. Hatte meine Algen auf dem Rasen auch schon mal durch eine 10x Lupe angeschaut. Werde das mal genauer mit den Fotos von Aquamax vergleichen um ggf eine genaue Bestimmung/Validierung durchführen zu können.

Wie lange würdest du schätzen müsste man das NO3/PO4 im "optimalen" Bereich (6 - 10mg/l NO3) haben bis erste erkennbare Ergebnisse erscheinen -> Algen verschwinden/absterben? Geht das innerhalb von Tagen oder sprechen wir hier eher über Wochen?

Nachdem ich die Düngung so stark hochgefahren habe, hatte ich ja das explosionsartige Aufreten von Faden und "Punktalgen". Würdest du dennoch so stark weiterdüngen? Ich hatte zu dem Zeitpunkt etwa 1mg/l NO3 und PO4 weiß ich nicht genau.

Die dunkelgrünen Punkte sind das was ich als "Punktalge" bezeichne:
30859

Werde gleich nochmal NO3 und PO4 testen, hatte die letzten 3 Tage gar nicht mehr gedüngt und heute wieder eine "Tagesration" reingebracht.

Felix
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Postby Martin85 » 30 Mar 2016 13:17
Hallo nochmal,

ja da kann ich @Kurt nur recht geben Urea und Ammoniumhydrogencarbonat sollte mit absoluter Vorsicht und
mit genauer Befassung erst zugegeben werden.
Man sollte dabei z.B. auch den NH4 Wert im Auge behalten weil das meiste sowieso vor her verbraucht wird als es in NO3 umgewandelt wird.
Mit einem Nitrat Dünger ist man natürlich auf der sicheren Seite.

Grüße Martin
Liebe grüße aus Erding.

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Postby kurt » 30 Mar 2016 19:58
Hallo zusammen,

phenomenia wrote:Wie lange würdest du schätzen müsste man das NO3/PO4 im "optimalen" Bereich (6 - 10mg/l NO3) haben bis erste erkennbare Ergebnisse erscheinen -> Algen verschwinden/absterben? Geht das innerhalb von Tagen oder sprechen wir hier eher über Wochen?

@ Felix,
Wenn alles andere in Ordnung ist geht das innerhalb von ein paar Tagen.
Alle wichtigen Wertbereiche/Vorgaben sollten aber vorher beständig sein, eingehalten werden.
Tägliche Düngung ist am besten.
Wichtig ist auch das Aquarienmilieu/ Mikroorganismen.
Hier- Pflege der Mikroflora
Punktalgen:
Wie hoch ist denn dein Kaliumwert?
Ein hoher Kaliumwert begünstigt Punktalgen.
Gruß Kurt
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Postby java97 » 30 Mar 2016 21:54
Hallo Felix,
phenomenia wrote:Nachdem ich die Düngung so stark hochgefahren habe, hatte ich ja das explosionsartige Aufreten von Faden und "Punktalgen". Würdest du dennoch so stark weiterdüngen? Ich hatte zu dem Zeitpunkt etwa 1mg/l NO3 und PO4 weiß ich nicht genau.

Stark hochgefahren und dann nur 1mg/l NO3? :sceptic:
Punktalgen werden auch durch PO4-Mangel gefördert.
schöne Grüße
Volker
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Postby phenomenia » 31 Mar 2016 11:01
java97 wrote:Stark hochgefahren und dann nur 1mg/l NO3? :sceptic:


Ja, fand ich auch ziemlich erstaunlich! Habe z.b. im Zeitraum vom 21.03 bis 26.03 täglich mindestens 21ml Aquarebell "Licht" Dünger in das Becken (300l) gegeben. Dieser sollte pro 1ml 0,37mg/l NO3 "Sättigung" ergeben. Am 23.03 und 25.03 erfolgte sogar eine noch eine stärkere Zugabe. Insgesamt habe ich innerhalb der 6 Tage 147ml eingegeben - also nach meinen Berechnungen gigantomanische 54mg NO3 Zugabe über 6 Tage. Natürlich wird auch täglich was verbraucht, aber das dabei nur sowenig hängenbleibt fand ich auch sehr krass. Per Tröpfchentest habe ich am 27.03 dennoch nur etwa 1mg/l NO3 gemessen. :shock:

Von PO4 wird bei dem Licht Dünger pro ml eine Menge von 0,2mg/l Sättigung angegeben. Demnach hätte ich 29,4mg PO4 innerhalb der 6 Tage zugeführt.

Felix
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Postby Martin85 » 01 Apr 2016 17:49
Hallo Felix,

hast du in der Zeit dan auch einen guten Pflanzen wuchs wahrgenommen?
Ich habe mir nämlich jetzt teilweise noch nicht Fertig den Threat über die Microflora durch gelesen.
@ Kurt danke.
Und habe festgestellt das meine Filterung zu Überdimensional ist. Da ich der Meinung bin viel zu viel zu Düngen um die Werte zu halten. Und die Nährstoffe mehr im Filter verbraucht werden als im Becken. Zusätzlich habe ich am Filter Ausgang (nur dort ) immer wieder Probleme mit Algen. Was auf nicht verwertbare Stoffe für Pflanzen hin deuten könnte.

Gruß Martin
Liebe grüße aus Erding.

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Postby Martin85 » 01 Apr 2016 17:51
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Postby phenomenia » 01 Apr 2016 18:07
Hallo Martin,

also wenn würde ich eher sagen dass das Pflanzenwachstum "stagniert" - zumindest bei Hygrophila pinnatifida und Microsorum pteropus 'Trident'.

HCC und die Ludwigia "Rubin" wächst nach wie vor recht gut und ich lasse sie mittlerweile sogar weit aus dem Becken wachsen. (Ich hoffe das das keinen Einfluss auf die Wasserqualität hat.)

Cryptocoryne beckettii hingegen wächst seit etwa 6 Wochen wesentlich besser und breitet sich stark aus.

Die Eleocharis sp. "Mini" hatte ich vor drei Wochen testweise an einem kleinen Stück runtergeschnitten um die Algen zu entfernen und letzte Woche fast die ganze Fläche im Becken. Das Stück das ich vor 3 Wochen runtergeschnitten habe sieht schon wieder total "veralgt" aus, sodass man es schon wieder schneiden müsste und auch der Rest zeigt schon wieder einen feinen "Flaum" :'(

Der Hinweis auf den Verbrauch der Nährstoffe im Filter ist interessant, aber würde das dann nicht fast alle Becken betreffen? Wäre aber auf jeden Fall eine Erklärung warum mein NO3 Gehalt so niedrig ist.

Bin am überlegen ob ich mal wieder ein paar schnellwachsende Pflanzen einsetze. Hatte lange Zeit nen "Wasserfreund" drin, der mittlerweile aber rausgeflogen ist. Evtl sollte ich wenigstens übergangsweise mal wieder etwas "Wasserpest" oder ne "Vallisnera" einsetzen. Besser die nehmen die Nährstoffe auf als die Algen.

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Postby java97 » 01 Apr 2016 18:14
Sorry, bitte löschen!
schöne Grüße
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Postby Martin85 » 01 Apr 2016 19:39
Hallo,
ich meinte das jetzt nicht auf die einzelnen Pflanzen bezogen, sondern ob die gesamte Pflanzenmasse und Assimilation in den Zeitraum der höhen Düngung zugenommen hatte.
Denn wenn meine einen Mangel von irgendwas haben und ich die Werte wieder Anpasse habe ich über mehrere Tage eine starke Assimilation und das Wuchstempo ist anhand der gesamt Masse nach einer Woche auch sichtbar höher. Übrigens den Urea/Ammonium Dünger gebe ich in der Woche nur 2mal mit 5ml auf 350l Netto zu. das ist sehr minimal was ich mir da an PO4/K spare der Rest muss per Wasserwechsel wieder ausgeglichen werden.
Mischung ist 15g Urea+15g Hirschhornsalz auf 1 l Destilliertes Wasser.

phenomenia hat geschrieben:
Habe z.b. im Zeitraum vom 21.03 bis 26.03 täglich mindestens 21ml Aquarebell "Licht" Dünger in das Becken (300l) gegeben. Dieser sollte pro 1ml 0,37mg/l NO3 "Sättigung" ergeben. Am 23.03 und 25.03 erfolgte sogar eine noch eine stärkere Zugabe. Insgesamt habe ich innerhalb der 6 Tage 147ml eingegeben - also nach meinen Berechnungen gigantomanische 54mg NO3 Zugabe über 6 Tage

in der Zeit hätte es doch irgendeine Veränderung geben müssen (Assimilation, Wachstum) wo soll das alles hin?
deswegen denke ich auch an der Microflora oder an ein anderen Ungleichgewicht.

Lies mal bitte den Microflora link durch von kurt.
Liebe grüße aus Erding.

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