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Beitragvon Zeltinger70 » 11 Mär 2010 20:09
Hallo miteinander,

momentan scheint es mit der Blaualgenbekämpfung voran zu gehen,
nun wachsen wenigstens richtige Algen ... :wink:

Jedoch eine Art die ich in all den Jahren noch nicht hatte,
deshalb stelle ich ein paar Fotos von ihr ein.

Eigentlich finde ich sie recht hübsch, ist nicht so ich möchte sie unbedingt schleunigst loswerden.
Ihr Wachstum ist enorm zügig.
Am WE sah ich sie im AQ zum ersten mal, heute nach fünf Tagen sind bereits sämtliche alten Blätter der Vallisnerien veralgt,
die längsten Algenfäden sind ca. 10 cm lang.
Sie fasst sich fest an (kein Vergleich zu den flaumigen Fadenalgen) und das Milimeterpapier sagt die Fäden sind etwa 0,3 mm stark.
Momentan sind nur die längsten Pflanzentriebe befallen, sie scheint also Sonnenplätz zu bevorzugen.

Sollten Wasserwerte oder andere Angaben zu ihrer Kultiverung für die Bestimmung nötig sein, liefere ich sie gerne nach.

Danke für Eure Hilfe.

Gruß Wolfgang

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Beitragvon Roger » 11 Mär 2010 20:21
Hallo Wolfgang!

Nach Farbe und Verästelung zu urteilen würde ich das für eine Bartalge halten. Allerdings habe ich die in so "buschiger" Form auch noch nicht gesehen. :shock:

Gib doch mal einen kurzen Überblick zu Wasserwerten, Düngung usw.!
Gruß
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Beitragvon Zeltinger70 » 11 Mär 2010 20:52
Hallo Roger,

man bist Du fix. :D

Temp. 25 °
KH 4 ° dH
GH 5 °dH
PH 6,8 morgens -7,2 abends (stetig ansteigend tagsüber)
NO 3 15 mg/l
PO 4 0,025 mg/l
FE II n.n.

Angaben des Wasserversorgers:
GH 6,48 °dH
KH 4,2° dH
Calcium 28,3 mg/l
Magnesium 10,8 mg/l
Kalium 0,9 mg/l
Eisen gesamt: 0.005 mg/l
Mangan 0,008 mg/l
Natrium 10,9 mg/l
NO 3 19,5 mg/l
Sulfat 16,5 mg/l

Düngung bis Montag dieser Woche:
tägl. 3 ml PlantaMin
täglich 5 ml PPSPro
CO 2 28 Blasen/Minute

Düngung seit Dienstag:
tägl. 3 ml Ferrdrakon
tägl. 4 ml Daydrakon
täglich 5 ml PPSPro
CO 2 28 Blasen/Minute


Bodengrund:
"aufgeladenes" Akadama

AQ-Maße 100 x 50 x 50 cm

Beleuchtung:
9.30-13.00 Uhr 2 x 39 W T5 (eine Röhre 960 HQ und eine Röhre 940 FQ)
13.00-16.30 Uhr 4 x 39 W T5 (zwei Röhren 960 HQ und zwei Röhren 940 FQ)
16.30-21.30 Uhr 2 x 39 W T5 (eine Röhre 960 HQ und eine Röhre 940 FQ)

Wasserwechsel:
wöchentlich ca. 50 %.
Derzeit wegen Blaualgenabsaugens zweitägig zusätzlich etwa 20 %

Ergänzend zum AQ:
Ich habe eine siebentägige Dunkelkur (wegen Blaualgen) vor zwei Wochen beendet,
danach waren die Cyanos erstmal nahezu weg, nun kommen sie sehr sparsam wieder.

Dank u. Gruß

Wolfgang
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Beitragvon Roger » 12 Mär 2010 23:16
Hallo Wolfgang,

mich stört das so gut wie nicht vorhandene Phosphat und das fehlende Eisen in Deinem Wasser. :roll:
Fe könnte durch den Düngerwechsel jetzt besser werden, das mußt Du mal beobachten. PO4 würde ich gesondert etwas anheben.

Ich habe eine siebentägige Dunkelkur (wegen Blaualgen) vor zwei Wochen beendet,
danach waren die Cyanos erstmal nahezu weg, nun kommen sie sehr sparsam wieder.

Kalium kannst Du bestimmt nicht messen - oder? Ich würde das Wechselwasser immer auf etwa 10mg/L aufdüngen. Ggf. hilft jetzt auch eine vorübergehende massive Kalium-Aufdüngung die Cyanos zu beseitigen. Darüber gibt es hier im Forum einen Thread in dem die Kaliummethode beschrieben wird. :wink:
Gruß
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Beitragvon Zeltinger70 » 13 Mär 2010 10:13
Hallo,

mich stört das so gut wie nicht vorhandene Phosphat und das fehlende Eisen in Deinem Wasser. :roll:
Fe könnte durch den Düngerwechsel jetzt besser werden, das mußt Du mal beobachten.


Ja, sehe ich genauso ...
nun werde ich erstmal abwarten und am WE messen
leider ist wenn ich unter der Woche abends heimkomme kein Tageslicht mehr vorhanden um brauchbare Ergebnisse ablesen zu können ...
Wenn der Düngerwechsel nichts bringt werde ich zusätzlich täglich mal mit 15 ml Fetrilon-1-Liter-Dösung zudüngen.

PO4 würde ich gesondert etwas anheben.

Kaliumdyhydrogenphosphat ist vorhanden - werde ich dann nochmal den Düngelösung-Rechner bemühen.

Kalium kannst Du bestimmt nicht messen - oder? Ich würde das Wechselwasser immer auf etwa 10mg/L aufdüngen.

Stimmt, kann ich nicht messen, warte nun dass JBL den Test bringt.
Kaliumsulfat ist auch noch da, ich werde eine neue Düngelösung ansetzen.

Die Kaliumaufdünge-Methode war mein erster Versuch gegen die Cyanos, leider erfolglos, jedoch waren sie da noch massiver vorhanden - werde es nochmal probieren.

Dann bleiben mir noch zwei Möglichkeiten:

1. einen Dünger ausfindig machen der mehr Eisen hat ... und probieren.

oder/und

2. das AQ komplett neu machen,
dabei auf einen altbewährten Bodengrund zurückgreifen.
Denn ich habe das Akadama in Verdacht das FE einfach zu "fressen".
Den FE-Wert nicht nachweisbar halten zu können ist mir in all den Jahren nicht vorgekommen.

Jedoch möchte ich keine Neueinrichtung starten bevor die Blaualgen besiegt sind, mag sie mir nicht gleich wieder einschleppen.

Das Wachstum der Algen geht nun langsamer voran, länger scheinen sie auch nicht zu werden ...

Gruß Wolfgang
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Beitragvon Roger » 13 Mär 2010 15:46
Hi Wolfgang,

Stimmt, kann ich nicht messen, warte nun dass JBL den Test bringt.

schneller geh es bestimmt, wenn DU einen bei Anton Gabriel bestellst. :wink:

einen Dünger ausfindig machen der mehr Eisen hat ... und probieren.

Das Problem dürfte hier nicht die Menge an Eisen sein die ein Dünger enthält, sondern wie gut die Spurenelmente vor Ausfällungen geschütz sind und wie schnell sie von den Pflanzen aufgenommen werden können. Das Ferrdrakon ist ein Mittelweg seitens der Chelatierung, besser chelatiert und damit länger verfügbar ist Kramerdrak oder Mikro-Basic.

Im Gegenteil dazu könntest Du den Mikro-Basic-Flowgrow versuchen der den Pflanzen die Nährstoffe sofort und ohne Energieaufwand zur Verfügung stellt. Fe wird damit zwar auch so gut wie nie nachweisbar sein, dafür landet aber trotzdem ganz sicher was bei den Pflanzen.

Denn ich habe das Akadama in Verdacht das FE einfach zu "fressen".
Den FE-Wert nicht nachweisbar halten zu können ist mir in all den Jahren nicht vorgekommen.

Der Bodengrund ist die größte Unwägbarkeit in Deinem Becken die mir auch etwas Sorge bereitet. :roll:
Gruß
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Beitragvon Zeltinger70 » 13 Mär 2010 21:27
Hallo Roger,

fällt mir schwer,
werde wohl aber das Akadama-Projekt bei mir für gescheitert erklären (müssen) ... ich kämpfe noch mit mir. :wink:

Danke für die Tipps bezüglich der Dünger,
zwei davon hatte ich auf der Rechnung, nun habe ich die Bestätigung.

Code schneller geh es bestimmt, wenn DU einen bei Anton Gabriel bestellst. :wink:


Ja, AG hatte ich garnicht mehr auf der Rechnung, dachte allerdings auch der Test von JBL wäre ab März 2010 verfügbar.

Momentan werde ich erstmal so weitermachen,
alles auf einmal zu ändern erachte ich als nicht ratsam,
sonst kann ich keine Rückschlüsse ziehen.

Ist ja erst paar Tage her seit dem ich wieder mit Ferrdrakon dünge.

Kalium habe ich heute nach Deinem Vorschlag aufgedüngt,
ebenso den Phosphatwert auf rechnerisch 0,25 mg/l angehoben.

Morgen werde ich wieder düngen und am späten nachmittag messen um die Düngergaben anpassen zu können.

Danke Dir für Deine Hilfe.

Ich werde die Tage berichten so oder so ...

Gruß Wolfgang
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Beitragvon Zeltinger70 » 21 Mär 2010 19:29
Hallo,

@ Roger

erstmal die Veränderungen:
Die zweitägigen TWW habe ich eingestellt, wechsle etwa alle 3 bis 4 Tage ca. 50 l nur wenn ich Blaualgen absauge.
Wöchentlicher TWW ca. 50 % weiterhin.
Die Alge aus dem ersten Post ist in der Ausbreitung eingedämmt. Wo sie ist, da ist sie auch hartnäckig. Einen Großteil habe ich jedoch entfernt, dort wächst sie augenscheinlich nicht weiter.
Die Blaualgen breiten sich auch kaum noch aus, sind dennoch an ein paar Stellen auf dem Boden vorhanden.
Die Vermehrung des kleinen Froschbisses ist enorm, er wird jedoch momentan als einzige Pflanze noch von Blaualgen befallen, sobald ich am Froschbiss Blaualgen entdecke entferne ich die betreffende Pflanze.
Die Vallisnerien wuchern weiter,
der einzig verbliebene Stängel der Argent. Wasserpest wächst sehr schnell und sieht gesund aus.
Ebenso die Limnophila aquatica.

Momentan dünge ich täglich (auf 250 L brutto):
5 ml Ferrdrakon
5 ml Phosphatlösung (sollte rechnerisch PO4 auf etwa 0,3 mg/l anheben)
20 ml Kaliumlösung (sollte rechnerisch Kalium auf etwa 3,5 mg/l anheben)
20 ml Fetrilonlösung (sollte rechnerisch FE auf etwa 0,20 mg/l anheben)

Nach wie vor bekomme ich FE nicht nachweisbar,
PO4 entweder nicht nachweisbar oder maximal 0,02 mg/l
N03 unverändert bei etwa 10 - 15 mg/l.

Nun ja, vermutlich ist es wirklich so das Akadama bekomme ich nicht gehandelt ...
auch wenn das Pflanzenwachstum besser wird - vermutlich weil die Algen langsam auf der Verliererstraße sind -
werde ich voraussichtlich in den Osterferien das AQ komplett neu machen.

Danach werde ich sehen ob ich mit meiner Düngung die Werte nachweisbar halten kann,
falls dann auch nicht werde ich den Volldünger wechseln.

Vielen Dank nochmal für Deine Unterstützung.

Gruß Wolfgang
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Beitragvon Zeltinger70 » 28 Apr 2010 19:10
Hallo Roger,

krame mal den alten Threat wieder aus,
das AQ habe ich vor gut drei Wochen umgestaltet.
Der alte Akadama-Bodengrund wartet aus seinen letzten Einsatz im Garten. :wink:
Nun habe ich schwarzen Aquarienkies (Rosis) verwendet und siehe da die Werte stabiliesieren sich.
Wohl nicht zuletzt auch weil ich nun Kramer-Drak dünge.

Momentan scheint es richtig rund zu laufen, Blaualgen sind momentan keine zu sehen.
Vereinzelte Bartalgen ... die mich nicht wirklich stören.
Der PH-Wert liegt zwischen 6,7 und 6,8.

Hänge mal paar Fotos an.

Ähmm, ich weiss selbst ich bin kein AQ-Scaper, eher der Pflanzensammler. :D

Gruß Wolfgang

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