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Postby Tobias Coring » 21 Mar 2008 08:00
Hi,

schon großer Bockmist solche Algenberge. Was ich bei euren Berichten jedoch nicht verstehe, dass ihr alle irgendwelche Probleme mit den Spurenelementen bzw. Eisen habt und diese selten oder nur sehr gering nachweisbar sind, ihr auf der anderen Seite aber weiter kräftig Makros hinzugebt. Wie wäre es damit den Volldünger kräftig anzuheben oder den Eisenwert separat zu steigern. (Ihr könnt natürlich auch eure Makrodüngung massiv eindämmen)
Eisen muss jedoch bei weitem nicht bei 0,1 mg/l liegen. Dieser Wert bezieht sich auf Becken anno domini, die stark phosphatlimitiert gelaufen sind.

Wenn die Spurenelemente das Nadelöhr sind, durch das sich dann die Algen an den Makros erlaben, würde ich eher mehr Mikros hinzugeben. Dies würde ich nicht über Preis Mineralsalz machen, da dort keine chelatierten Spurenelemente enthalten sind und zusätzlich die Konzentration der einzelnen Komponenten absolut unbekannt ist. Eisen dort jedoch nicht enthalten sein wird und wenn dann nur unchelatiert. Mit einigen weiteren Spurenelementen wie Strontium usw. kann man im Süßwasser eh nicht viel anfangen ;) und Bor würde ich z.B. auch nicht unkontrolliert in großer Menge in mein Becken geben wollen. Dadurch kann man super Wuchsstillstand induzieren.

Steigert lieber euren Mikrodünger und verabreicht parallel Eisendünger. Die sind für Süßwasserpflanzen optimiert und im richtigen Verhältnis angemischt.

Wenn der Boden irgendwas bei euch ausfällt, dann müsst ihr eben durch eine vermehrte Zugabe gegensteuern. Durch mehr Eisenzugabe wird aber kein Fisch sterben und auch keine Pflanze eingehen. Ab so Eisenwerten von ca. 1-1,5 mg/l konnte ich jedoch bei mir Probleme mit dem Pflanzenwuchs feststellen. Ob die nun an Eisen direkt lagen oder an einem Mangel von Mangan oder anderen Mikros sei jetzt mal dahingestellt (ohne aber dadurch irgendwelche Algenberge zu provozieren). Der Spielraum ist jedoch enorm, in dem man seine Mikrodüngung ansiedeln kann.

Ich hatte vorne im Thema bereits etwas zu NO3 geschrieben, jedoch war im Gegensatz zu euch mein Eisenwert zu der Zeit immer recht konstant bei 0,2-0,5 mg/l. Alles in allem kann man einfach davon ausgehen, dass eben eine Limitierung, die z.B. nicht über PO4 realisiert wird, mit sehr viel mehr Problemen einhergehen kann.

Einzelne Komponenten würde ich dementsprechend nicht für Algenwuchs verantwortlich machen, sondern immer ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Bei euch eindeutig ein Problem mit Eisen und vielleicht einigen anderen Mikronährstoffen.

Ihr müsst euch so gesehen entscheiden in welche Richtung ihr mit eurem Becken gehen wollt. Limitiert oder unlimitiert. Dementsprechend solltet ihr die gesamte Düngung umstellen.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Last edited by Tobias Coring on 21 Mar 2008 09:14, edited 1 time in total.
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Postby Sabine68 » 21 Mar 2008 09:11
Hi Maik,

ich denke da ähnlich wie Tobi, Nik und Christian.
Wenn ich einen höheren Verbrauch an FE habe, gehe ich mal davon aus, daß der Verbrauch an Mikros auch höher ist.
Deshalb würde ich das immer mit einem Volldünger ausgleichen :wink:

Was auch noch eine Möglichkeit wäre, wenn die besprochenen Maßnahmen nicht so greifen, den Volldünger z.B. auf Ferrdrakon wechseln.
Manchmal paßt auch ein anderer Volldünger einfach besser.

Bei der Algenmasse würde ich aber auch versuchen, soviel wie möglich mechanisch zu entfernen und anschließend einen großen Wasserwechsel machen - quasi ein Reset.
Viele Grüße
Sabine


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Postby gartentiger » 21 Mar 2008 12:38
Hi,

ich möchte mal darauf hinweisen das Moose Unmengen von SE verbraten :wink:

Bei meinem Becken mit 250 Nettolitern bin ich bei der 4,2-fachen täglichen Dosierung des ProFito um meinen Fe-Gehalt halbwegs konstant bei 0,25 zu halten. Ausgefällt wird bei mir nix, der Filter ( nur mit etwas Filtermatte bestückt ) ist absolut rein.
Einzig im Becken hab ich etwas Mulm, da die Strömung etwas zu gering ist.

Makros dünge ich momentan auch sehr fett mit Werten ähnlich dem EI.
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Postby GeorgJ » 21 Mar 2008 12:58
MaikundSuse wrote:@Fischeversenken
Die gut 100 € hab ich leider nicht über, obwohl - bei der Menge muss es ja einen guten Rabatt geben. ;)
Normalerweise habe ich 2 mal die Woche 84 Liter Wasser gewechselt.
Die letzten 2 Wochen aus Zeitmangel nur noch ein mal.


Soll ich dir ne Adresse schicken, wo du sie gut und günstig herbekommst?! :wink:
Keep on smiling, keep on scaping!
I :) Aquascaping

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Postby Roger » 21 Mar 2008 13:36
Hallo Tobi,
Wenn der Boden irgendwas bei euch ausfällt, dann müsst ihr eben durch eine vermehrte Zugabe gegensteuern.

das funktioniert nur sehr ungenügend, da nach meiner Erfahrung Ausfällungen, egal ob sie im Filter oder im Bodengrund stattfinden sich mit erhöhten Düngergaben nur ungenügend ausgleichen lassen. Anscheinend werden dann auch Stoffe recht schnell ausgefällt die man nicht mit Wassertests nachweisen kann.

Hallo Christian,
ich möchte mal darauf hinweisen das Moose Unmengen von SE verbraten

danke für den Hinweis, aber ich habe nicht viele Moose im Becken, so das ich für meinen Teil das ausschließe!
Gruß
Roger
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Postby gartentiger » 21 Mar 2008 13:43
Hallo Roger,

viele habe ich auch nicht :wink: Daher würde ich das für dich nicht ausschliessen.
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Postby Tobias Coring » 21 Mar 2008 13:45
Hi Roger,

hast du denn mal probiert wirklich viel Eisenvolldünger zu verabreichen? Alles kann davon definitiv nicht so schnell ausgefällt werden ;) oder hast du dich immer an 0,1 mg/l orientiert?
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Manni » 21 Mar 2008 13:50
Hallo zusammen,

ich möchte mich auch noch mal kurz einklinken:

Ich habe den Eindruck das das EC den Wuchs der "Grünalge" fördert ! :evil:
Was bei Rotalgen und anderen Arten funktioniert, muß ja nicht bei der Grünalge genauso funktionieren !

Versucht es doch mal ohne Carbo, schlechter kann es ja nicht werden oder ? :roll:

Lg
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Postby Roger » 21 Mar 2008 14:18
Hallo Tobi,
bisher habe ich mich immer an den 0,1 mg/l orientiert. Bin aber gerade dabei das massiv zu ändern, was sich bereits in einer deutlich verstärkten Assimilation der Pflanzen bemerkbar macht.

Die Grünalgen scheien dadurch allerdings auch Vorschub zu bekommen. :(
Gruß
Roger
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Postby gartentiger » 21 Mar 2008 14:26
Hi Roger,

bei Grünalgenbildung nach Volldüngererhöhung ist einer der Makro's im Mangel.
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Postby Roger » 21 Mar 2008 15:26
Hi Christian,
dann möchte ich mal wissen wo der Mangel denn noch sein soll :?:

NO3 = 15mg/l
PO4 = 2mg/l
K = 25mg/l
Mg = 6mg/l
Ca = 15mg/l
Ph = 6,5
Kh = 2,5
Gh = 3,5
Fe = 0,2
Gruß
Roger
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Postby Tobias Coring » 21 Mar 2008 15:33
Hi,

ich würde auf zuviel Kalium in Bezug zum Calcium und Magnesium tippen.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby addy » 21 Mar 2008 15:34
Huhu Roger,
ohne dich vor den Kopf stoßen zu wollen. Algen kommen nicht immer von einem Mangel. Oft geht ein Ungleichgewicht der Verschiedenen essentiellen Substanzen einher. Sprich ein oder mehrere Stoffe stehen in einem Ungünstigen Verhältniss zueinander.
Btw: warum hast du so hohe Po4 und vorallem dingen Kaliumwerte?
Ist das gewollt? Denke das das Po4 bei dir die Ursache ist. 2mg/l ist schon viel.
mfG André :hippy:

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Postby nik » 21 Mar 2008 15:35
Hallo zusammen,

ich denke, es macht Sinn SE differenziert zu betrachten. Den Teil der ungebundenen SE und desweiteren den Teil der komplexgebundenen Schwermetalle, vor allem Fe, Mn, Cu.
Einen so hohen Verbrauch an chelatierten Schwermetallen - bis zum 7-fachen der Normaldosierung durch Pflanzen, würde ich ausschließen. Es bleibt ja nur das messbare Fe für eine Betrachtung, aber ob der Mangel nun auf nicht verfügbares Fe, Mn, Cu zurückzuführen ist, ist im Grunde egal, denn die primäre Ursache ist der Verlust an Chelaten. Bleibt der bakterielle Verbrauch der Chelate. In Verbindung mit einem höheren PO4-Gehalt fallen die demaskierten Schwermetalle dann schnell aus.
Stellt sich die Frage, wo werden die Chelate verbraucht. Filtersubstrat ist eine Möglichkeit, die gesamten Oberflächen im Aquarium und davon als Unterpunkt kiesiger Grund - je gröber, je verdächtiger.
Starke Filterung kann man eigentlich in allen geschilderten Fällen ausschließen, an den Oberflächen im Aquarium als Siedelungssubstrat kann man auch nicht wirklich etwas verändern - außer eben bei kiesigen Böden.

Stelle ich doch einfach mal die Annahme in den Raum, dass hohe Zugaben an Chelaten(Volldünger), hohe PO4-Gehalte in Verbindung mit kiesigen Böden (und/oder reichlichem Filtersubstrat) ein Nährstoffproblem durch übermäßigen Verbrauch an Chelaten und anschließenden Schwermetallfällungen begünstigen.

Irgendwie geht das dann auch in die Richtung, dass erst SE-Mängel (möglicherweise vor allem ein Mangel an Schwermetallen) Makro"überschüsse" problematisch in Grünalgen machen.

Gruß, Nik
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Postby Roger » 21 Mar 2008 15:36
Hi Tobi,
Kalium hatte ich aufgrund der Probleme erst von 10mg/l versuchsweise erhöht. Eine Verbesserung oder auch Verschlechterung hat sich dadurch nicht ergeben.
Gruß
Roger
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