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Postby Diskusroller » 12 Aug 2014 16:01
Hallo Jürgen,

den Vollentsalzer hinter der Osmose würde ich mir ersparen. Das hat sowas wie mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

Gruß, Peter
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Postby Juergen9544 » 12 Aug 2014 16:26
Hallo Frank,

danke schon mal für dein Statement.
Das Problem, das ich ja habe sind primär, dass ich immer wieder Bartalgen bekomme. Ursache dafür ist meiner Meinung nach der Volldünger und teilweise nicht verwertetes Eisen. Ursprünglich war eine Beleuchtungszeit von 14h.... zwischenzeitlich musste das eingebremst werden wegen besagten Algen. Ich habe Anfangs das Wasser mit Duradrakon Härtesalz aufgesalzen... dann hat sich ein Wachstumsstopp eingestellt und hatte vor 1 Jahr unwissentlich sehr sehr hohes Kaliumaufkommen.... dann neues Setup gemacht... dann Osmosewasser mit Leitungswasser verschnitten... das hat nur kurzfristig die Pflanzen gerettet... dann wieder Umstellung aus Härtesalz.... wieder Verschlechterung und Stagnation des Pflanzenwuchses. Jetzt solls der Reset richten und Stück für Stück wieder hochgefahren werden sobald die Algen verschwunden sind.

Wegen dem Phosphat: das wird wahrscheinlich schon in 1 Tag weg sein.... ich habe als ich Phosphat zugedüngt habe täglich 0,15 - 0,2mg/L Tagesverbrauch als gehabt wobei es auch sein kann dass sehr viel Verbrauch auch auf Ausfällungen zurückzuführen sind (Schläuche nach 4-6 Wochen wieder mit Belägen voll).

Wegen dem Nitrat: Moni meinte erst mal um zu schauen wie der Ausgangswert ist und dann erst mal 1-2 Wochen ohne NPK fahren dann mal schauen wie es sich entwickelt ob die Fischfütterung für genug Nachschub auch sorgt..... was definitiv ins Null laufen wird, wird Kalium sein das hatte ich in den letzten Wochen auch immer wieder mal dass ich dann Kalium zuführen musste. Das Nitrat ist mit den 5mg im unteren Grenzbereich auch was die meisten Pflanzen, die ich habe, brauchen

Verschnitt mit Leitungswasser mache ich seit den Letzten 4 Wasserwechseln.... ich bin der Meinung das taugt meinen Pflanzen besser (zumindest derzeit). Die Wasserwerte sind heute nachdem 7h zuvor der Wasserwechsel erfolgt ist. Ich nehme 250L Osmosewasser : 50L Leitungswasser (habe diesen Rechner benutzt: http://www.aq-technik.de/Aquarium-Rechner/tww_mit_zielwert.php )


Hallo Peter,

ok dann werde ich das vorerst mal lassen :smile:

Liebe Grüße Jürgen
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Postby Frank2 » 13 Aug 2014 11:52
Hallo Jürgen,

ich habe mir jetzt gestern Abend mal alles durchgelesen. Es sind ja sehr viele super Tipps und Vorschläge da. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und es gibt einfach auch immer unterschiedliche Meinungen und Lösungsansätze zu den diversen Problemen. Schlussendlich musst Du dann selber entscheiden, welchen Weg Du versuchen möchtest.

Ich sage Dir jetzt einfach mal, wie ich es machen würde die erste Zeit:

1. 14 Tage Beleuchtung auf 7-8 h in der vorgesehenen Beleuchtungsstärke
2. Werte wie folgt:
~ Fe 0,05
- Nitrat ~ 10
- Phosphat Stoßdüngungen vor dem wöchenlichen WW möglichst Verbrauch in 2-3 Tagen. Nach dem WW 3-4 Tage auf Null oder nur geringster Nachweis. Alternativ tägliche Düngungen wie beschrieben/vorgenommen. Grünalgen können meines Erachtens in Kauf genommen werden in bestimmten Umfang
- Kalium ~ 3-4
- CO2 15
3. Mikrodüngung kaliumarmer Dünger 1/3 vorgesehene Menge, Kalium ggf. separat aufdüngen auf Zielwert. Wöchentlicher WW gutes 1/3, um Anreicherungen zu vermeiden. Testen.
4. Parallel Behandlung der Bartalgen mit EC Einnebelungsmethode und Überdosierung 3 Tage lang bis sie absterben. Danach ec für mehrere Wochen 2 ml je 50 l weitergeben und dann absetzen.
5. Bei Erfolg Erhöhung Beleuchtung 8-9 h, Erhöhung Co2 auf 20 , Mikrodüngung 50%, WW 50%, Nitrat 15, Kalium 5.
Niemals mehr als 10 h beleuchten im eingefahrenen System.
6. Verschnitt 50/50 ohne Aufsalzung. Wenn Osmosewasser deutlich mehr als 50% beträgt entsprechende Aufsalzung.

Ich finde dass Du durchaus zehrende Pflanzen hast, die auch einen gewissen Anspruch an die Makromenge haben. Daher erscheint mir insbesondere Nitrat zu gering bemessen. Wobei ich die Überlegung teile wonach man mal eine Woche schaut, was denn der Fischfuttereintrag so bringt. Bei mir ist es so, dass er das Nitrat einfach konstant hält. Aber es ist bei jedem anders.
Solange kein ausreichender Makroschirm gespannt ist würde ich keine Mikrodüngung vornehmen.

Das sind so mein Ideen und Gedanken.

Viele Grüße
Frank
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Postby Juergen9544 » 13 Aug 2014 17:58
Hallo Frank,

so wie du es schreibst war auch ähnlich meine Ursprüngliche Düngung mal gewesen. Allerdings muss ich sagen EC kann und möchte ich nicht verwenden obwohl ich es sogar hier habe. Grund: Wenn ich EC verwende dann verkrüppeln mir die letzten 3 Stängel der Pogostemon stellata vollkommen und das möchte ich einfach ausschließen. Diese Woche werde ich mal schauen wie es sich entwickelt mit den Mikros ohne dass ich Makros zudünge. Die Pflanzen haben eine sehr gute sichtbare Assimilation nach 3h Licht auf 100% :smile: . Derzeit würde ich sagen kommen mehr Fusselalgen auf den Vallis auf was ich vermute, durch das etwas niedrige Nitrat kommen könnte (zumindest besteht wohl lt. Algenratgeber ein zusammenhang damit).

Bezgl. Verschnitt des Wassers 50/50 dann bekomme ich ja wieder eine KH von geschätzt 8. Habe hier eine KH von 16 und ist somit Beton. Bin eher tendenziell geneigt dass ich die KH noch etwas senken will, aber jetzt soll sich erst mal das ganze hier stabilisiern sonst drehe ich ja wieder an 25 Stellschrauben und kann wieder nix mehr nachvollziehen... die KH von 4 besteht schon seit Monaten.

Fazit: Da ich jetzt bereits angefangen das Schema von Moni anzuwenden, will ich mal schauen wo mich das hin bringt..... wenn es nichts bringt werde ich weitere Überlegungen ranziehen. Das mit dem 10mg/L Nitrat bin ich auf jedenfall konform mit dir .... ich denke mehr braucht man auch nicht (soviel wie nötig und so wenig wie möglich),
Wegen Kalium: ich habe hier auch noch Ferrdrakon K welcher noch weniger Fe einbringt und dafür mehr Kalium so dass man zur Not hergehen kann, wenn das Kalium gegen 0 läuft dass man davon was zu gibt und somit auch wiederum am Eisen einsparen kann. Fe war mein Grundgedanke auch immer nur 0,05mg/L zu fahren da mehr immer wieder ein Wachstumsschub für die Bartalgen waren.... die Folge war dass ich den Volldünger immer weiter reduziert habe und die Pflanzen (stellata und aquatica ziemliche Chlorosen erlitten haben) mit der halben Dosis ist das wieder Behoben und die Pflanzen sehen grün aus wobei sie noch etwas mehr Farbe vertragen könnten :smile: aber ich hab Moni versprochen die Finger von den Düngerflaschen zu lassen) :D :lol:

Liebe Grüße Jürgen
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Postby kurt » 14 Aug 2014 13:57
Hallo zusammen,

Juergen9544 wrote:Derzeit würde ich sagen kommen mehr Fusselalgen auf den Vallis auf was ich vermute, durch das etwas niedrige Nitrat kommen könnte (zumindest besteht wohl lt. Algenratgeber ein zusammenhang damit).

Was ist das für ein Begriff, Fusselalge?
Wenn es aussieht wie auf der Fusselalgenabbildung (lt. Algenratgeber) nehme ich mal an das es sich um Oedogonium deutsch (Kappenalge /Pelzalge) handelt.
Grünalgen/Oedogonium reagieren auf das NO3/PO4 Verhältnis.
Zu Zeit fahre ich 20 -1, (= 10 mg/l NO3... 0,2 mg/l Po4), das passt schon ganz gut, werden weniger!
Bei fehlenden PO4 gibt es bei mir ein steigendes Grünalgenwachstum.
Muss das aber mal übers Jahr = 1 weiteres beobachten.

PS. Cladophora Besitzer: Oedogonium dockt auch da an.
Ob Stoßdüngung für ein großes Langzeitaquarium das richtige ist?
Man sollte die Handhabung von Groß, Klein, Plattmach/Langzeit Aquarien auseinanderhalten.
Gruß Kurt
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Postby Juergen9544 » 14 Aug 2014 14:32
Hallo Kurt,

Bei diesen sog. Fusselalgen handelt es sich um einen ganz feinen dünnen Flaum. Seit keine Makros mehr gedüngt werden haben sie sich schon deutlich vermehrt aber das beunruhigt mich noch nicht wirklich da ich derzeit auch sehe dass die Bartalgen weiterhin immer weiter zurückgehen und auch nur noch vereinzelte krause Bartalgenhaare zu sehen sind. Die "Fusselalgen" waren auch latent vorhanden als ich das Nitrat : Phosphat bei 17:1 eingestellt hatte. Bezüglich den mal angesprochenen Punktalgen kann ich diese derzeit nicht feststellen.... scheint wohl wirklich nur in Verbindung mit hohem Kalium aufzutreten.

Wegen des leichten öligen Filmes an der Wasseroberfläche: hast du da eine Idee was man da machen kann? Hatte ja die letzten Wochen noch ML/SB rein aber das hat diesmal nicht wirklich was gebracht. Skimmer weiterhin alle 12h für 10min laufen lassen damit dieser abgezogen wird? Dann ist er makroskopisch nicht mehr so deutlich sichtbar. Oder hättest du diesbezüglich noch nen Geheimtip :smile: ?

Werde morgen mal für zwischendrin die Werte messen wie es um das Fe bestellt ist.... ich hoffe dass ich dann nicht das blaue Wunder erlebe :pfeifen: Was würdest du davon halten, wenn es jetzt mit dem Fe zu viel wird aber das Kalium ins leere läuft dann eher die Mikros weiter zurück oder eher Ferrdrakon K mit weniger Fe und SE sowie mehr K?

Was meine Cladophora betrifft: bis jetzt kein weiteres Nest mehr aufgetreten :? :smile: und es war auch nur damals isoliert in der wallichii gewesen welche ja jetzt nicht mehr existent ist :( sollte ich glück gehabt haben dass ich sie gerade noch eliminieren konnte?

Liebe Grüße Jürgen
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Postby Frank2 » 14 Aug 2014 15:29
Hallo Jürgen.

Ich drücke Dir feste die Daumen dass Du die Probleme langfristig lösen kannst und endlich einfach nur noch Spass haben kannst mit Deinem Becken. :winke: Schlussendlich ist es ja dafür eigentlich da, dass man sich davorsetzen und es einfach genießen kann. Ob mit oder ohne Fisch(e). :lol:
Berichte bitte weiter.

Ansonsten schließen ich mich da Kurts Beitrag an.

Eine Frage Kurt - was spricht deiner Meinung nach gegen Stoßdüngungen? Mir kam es noch nie in den Sinn täglich irgendwas irgendwo reinzutun, ich dünge schon immer wöchentlich auf Stoß (Mikros) im Zusammenhang mit dem WW, fertig. Oder meinst Du das in Bezug auf die Makros? Ich bin der Meinung dass es den Pflanzen absolut nicht schadet, wenn mal kurzfristig Ebbe ist im Angebot, eher im Gegenteil . Bei den Makros insbesondere Nitrat und Kalium sollte allerdings schon eine Konstanz da sein.

Ich habe die Tage in irgendeiner Fachzeitschrift bei einem Freund gelesen wonach ein Nitratgehalt von 30 mg vorgeschlagen wurde. Also damit kann ich mich nicht anfreunden das erscheint mir für die meisten Becken für übertrieben.

Grüß
Frank
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Postby shrimpfarmffm » 14 Aug 2014 16:26
Hallo Jürgen,

ich bin zwar noch neu hier im Forum, aber auch schon lange in der Pflanzenaquaristik unterwegs.
Ich meine bei dir ein eher hastiges und teilweise zu heftiges Eingreifen und Verändern wesentlicher Parameter zu erkennen? Könnte ich damit recht haben?
Immer wieder versuche ich bei Problemfällen den Grund zu erforschen. Eine wesentliche Rolle bei Problemen spielte häufig die Mikrofauna. Welches Zusammenspiel in diesem für uns kaum sichtbaren Bereich passiert ist überaus interessant. Über große Veränderungen beeinflusst man auch dieses Habitat für Mikroorganismen nicht unerheblich.
Besonders interessant finde ich in Pflanzenaquarien die Geringfilterung. Die Mikroorganismen siedeln dann vorwiegend im oberen Bodensubstrat. Auch und gerade an den Wurzeln diverser Pflanzen. Hier finden dann die Prozesse statt, die wir aus dem Filter kennen. Letztlich werden so direkt an der Pflanze Nährstoffe verfügbar gehalten bzw. eingelagert und bei Bedarf wieder freigesetzt. Angst dass hier im Mulm Nährstoffe ausgefällt und unerreichbar gehalten würden braucht man wohl nicht zu haben. Der Mulm scheint eher eine Speicherfunktion zu übernehmen. Jedenfalls erscheint es mir klüger diesen Speicher so nahe wie möglich an der Pflanze zu halten und nicht weit weg im Filter, wo nur ein indirekter Zugriff über die Wassersäule möglich werden könnte.

Ich würde dir daher empfehlen dich für ein Düngesystem zu entscheiden. Aram hatte hierzu ja eine wunderbare Zusammenfassung geliefert. Die Parameter solltest du langsam aber kontinuierlich einstellen und auch beibehalten. Eingriffe in das Bodensubstrat würde ich gegen Null fahren. (Gärtnern und Umpflanzen muss natürlich mal drin sein / Der Spaß soll ja bleiben :thumbs: )
Schnelle Veränderungen, Absetzen von Düngern usw. sind leider Eingriffe, bei denen auch die Mikrofauna sich immer wieder neu sortieren muss.

Beim Filtersystem würde ich wie gesagt versuchen dieses so klein wie möglich zu halten um die Prozesse so nahe wie möglich an die Pflanzen heranzutragen. Die direkte Verwertung wird diesen einen Vorteil bringen.

Einen interessanten Beitrag über das Zusammenspiel der Mikrofauna findest du hier:
http://www.heimbiotop.de/Mulm_im_Aquarium.html

Bezüglich deiner Cladophora sp. würde ich sagen, dass du tatsächlich wohl Glück gehabt hast. Jedenfalls ist es dir zu wünschen!

Grüße

Philipp
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Postby kurt » 14 Aug 2014 16:28
Hallo zusammen,

Juergen9544 wrote:Nitrat : Phosphat bei 17:1 eingestellt hatte.

@ Jürgen,
Ein Bereich von 10 bis 20-1 ist OK…sollte man jeweils selbst beobachten,(Pflanzen/Algen lesen lernen).

Juergen9544 wrote:Wegen des leichten öligen Filmes an der Wasseroberfläche: hast du da eine Idee was man da machen kann? Hatte ja die letzten Wochen noch ML/SB rein aber das hat diesmal nicht wirklich was gebracht. Skimmer weiterhin alle 12h für 10min laufen lassen damit dieser abgezogen wird?

Logisch,Skimmer weiterhin, Kahmhaut hat Auswirkungen auf Licht/O2/CO2…

Frank2 wrote:Eine Frage Kurt - was spricht deiner Meinung nach gegen Stoßdüngungen?

@ Frank,
nichts…wenn man viel Wasser wechselt (in guter Qualität).
Kontinuität der Wasserwerte lässt ein Aquarium aber runder laufen.
Mit präziser Düngung kann man den Wasserwechsel gegen null fahren.
Es sollte aber nicht wie Jürgen schreibt die Leitfähigkeit steigen.

Frank2 wrote:Nitratgehalt von 30 mg vorgeschlagen wurde.

Bei zu hohen NO3-Gehalt konnte ich immer ansteigenden Algenwuchs feststellen.
Vorsicht ist aber auch bei nicht nachweisbar geboten, das sollte man vermeiden.
Das alle essenziellen Nährstoffe vorhanden sein müssen sollte wohl selbstverständlich sein.
Gruß Kurt
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Last edited by kurt on 14 Aug 2014 17:08, edited 1 time in total.
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Postby Juergen9544 » 14 Aug 2014 17:03
Hallo Philipp und Kurt,

Ich danke Euch allen sehr mit den Tips aus Euren Erfahrungen :smile:

@ Philipp:

Das heftige eingreifen und vielleicht zu schnelle Handeln müsste ich mit ja und nein beantworten. Das Problem das derzeit in meinem Becken herrscht ist einfach dass die Pflanzen von der letzten Sache noch sehr angeschlagen sind auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt danach aussieht, aber wenn man die Pflanzen beim Gärtnern in der Hand hat dann merkt man einfach die Beschaffenheit der Pflanze.... kräftiger Stengel oder gummiartiger Stengel..... ich glaube schon dass das über den Zustand der Pflanze was aussagt und denke dass Stengel eigentlich knackig sein sollte (wie ne frische Möhre). Das Problem mit der Mikrofauna denke ich, ist bei mir ein Problem auch wenn ich nie einen Nitritpeak oder Ammonium nachweisen konnte daher messe ich es auch nicht mehr.... denn wenn die Mikrofauna gesund wäre dann hätte ich keine Kahmhaut z.B. . Da ich ja sehr viele Ausfällungen hatte habe ich natürlich nun auch noch den Filter leer geräumt und Filterwatte rein und nur noch 1 groben blauen Schaumstoff. Alles in allem sind das definitiv große Veränderungen die sich gerade jetzt leider irgendwo auch nicht vermeiden liesen, da ich ja im Schichtdienst arbeite und jetzt in meinem Urlaub die meiste Zeit habe und hier auch nur genaue Beobachtungen machen kann... das kennt ja auch jeder wenn man Termine über Termine hat. Aber nichts desto trotz habt ihr natürlich Recht Veränderungen langsam durchzuführen um Maßnahmen nachverfolgen zu können ob sie was bringen. Durch den radikalen Schnitt von Filter ausräumen, Becken resetten, Düngung von ganz vorne beginnen kann man glaub ich jetzt auch besser sehen was sich tut.
Mulm sauge ich z.B. überhaupt nicht ab und habe ich seit ich seit dieses Becken in Betrieb habe auch nie gemacht eben wegen der Mikrofauna. Wasserwerte habe ich immer strikt eingestellt und auch halten können abgesehen von Kalium (anfangs) und Eisen (was nicht aufgenommen wurde und sich angereichert hat).
Umpflanzen tue ich überhaupt nicht nach Möglichkeit. Wenn Pflanzen geschnitten werden (was ich erst mache wenn sie an der Wasseroberfläche sind) dann kommen diese Pflanzen wieder an die gleiche Stelle wo sie entnommen wurden. Ich schneide auch nie mehrere Sorten von Pflanzen an einem Tag. Jeden Tag ne andere da ich mal gelesen habe dass radikaler Pflanzenschnitt durch Glucoseverlust an den Schnittstellen zu Algenwachstum führen können (glaube das war sogar hier in Flowgrow irgendwo gestanden)
Düngung will ich auf jedenfall täglich auf kontinuierlichem Level betreiben um einer Unterversorgung entgegenzuwirken genauso einer Algenbildung wie ich es derzeit habe entgegenzuwirken wegen nicht verbrauchtem Eisen.
Wenn das Becken weiterhin so hohe Redoxwerte hat dann muss man sich einfach überlegen ob man den Filter komplett leer räumt und dann nur noch Filterwatte reinpackt und die bakterielle Flora im Becken arbeiten lässt.... was mir auch sehr gelegen käme.

@ Kurt:

Die Leitfähigkeit ist seit dem WW von 233uS auf 238uS angestiegen. WW war am Dienstag. Morgen Früh wenn ich von der Arbeit heimkomme werde ich die Werte komplett durchmessen und hier posten. Redoxwert weiterhin auf hohem Niveau von 592mV aber wahrscheinlich auch normal, da das Wasser weitestgehend unbelastet ist wegen dem WW vom Dienstag.

Liebe Grüße Jürgen
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Postby kurt » 14 Aug 2014 17:28
Hallo zusammen,

Juergen9544 wrote:Wenn das Becken weiterhin so hohe Redoxwerte hat dann muss man sich einfach überlegen ob man den Filter komplett leer räumt und dann nur noch Filterwatte reinpackt und die bakterielle Flora im Becken arbeiten lässt.... was mir auch sehr gelegen käme.

@ Jürgen,
Die Mikroorganismen im Pflanzenaquarium im Becken zu etablieren sollte selbstverständlich sein.

Mit Filterwatte solltest du vorsichtig sein, die verstopft schnell und du musst schon wieder eingreifen
(gleich Filter reinigen).
Dein gröberer Filterschwamm reicht evtl. schon, ein sich änderndes Schwebstoffaufkommen kann man ja erkennen.
Gruß Kurt
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Postby Diskusroller » 14 Aug 2014 17:55
Also ich finde den Thread ja richtig spannend und interressant, auch wenn ich nicht alles so machen würde. Das Schlimme ist: Jetzt steckt das auch noch an: Gestern mal noch zwischendurch 10 ml Kalium dazugegeben, gerade noch 10 ml Phosphat. :? :D
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Postby Juergen9544 » 15 Aug 2014 07:35
Hallo schönen guten Morgen Euch :kaffee2:

Gerade mal Wasserwerte gemessen:

Fe: 0,04mg/L
Nitrat: 5mg/L
Phosphat: n.n.
Kalium 3mg/L

´So ich denke das kann sich doch sehen lassen soweit... :glaskugel:

Liebe Grüße Jürgen
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Postby Plantamaniac » 15 Aug 2014 08:43
Hallo, und das ist jetzt ohne größere Düngeaktionen und nach den beiden Wasserwechseln?
Wenn ja, dann ist das doch schonmal eine gute Ausgangslage :thumbs: .
Chiao Moni
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Postby Juergen9544 » 15 Aug 2014 14:38
Hallo Moni,

ja das sind die Werte nach 2 WW und nur Düngung mit Mikros in halber Dosierung. Bartalgen kann ich gerade eben nur ein paar vereinzelte sehen :smile: Allerdings gibt es auch den baldigen Verlust meiner Pogostemon helferi zu beklagen :( aber das liegt an den Rüsselbarben und werde aus denen Steckerlfisch machen wenn das so weitergeht. Die fressen die total kahl trotz dass ich sie fütter und nicht gerade wenig :keule: :?

Liebe Grüße Jürgen
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