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Postby kurt » 28 Jul 2010 16:04
Hallo Nik,

nik wrote:Wegen des Einflusses auf die Chelate - künstliche sind übrigens meist stabiler als natürliche -

ist das tatsächlich so…bzw. auch besser?
natürlich erzeugte Chelate zeigen ein biologisch funktionierendes Aquarium an (Mikroflora), ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Die oft angegebenen enormen Düngemengen brauche ich so jedenfalls nicht, trotz starken Pflanzenwuchs und eingehaltener
Nährstoff-Vorgabewerte.

@ Volker

java97 wrote:Aber ich denke, Du beziehst Dich im ersten Teil ("70 Spurenelemente, etc.) wohl auch eher auf die Ausführungen von Bernd Kaufmann in dem anderen Pinselagenfred, oder? Es scheint, als würdet ihr momentan getrennt-parallel in den zwei Pinselagenthreads diskutieren...

beide durchgearbeitet sind sie aber sehr aufschlussreich… :D
Gruß Kurt
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kurt
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Postby nik » 28 Jul 2010 22:47
Hallo Kurt,

kurt wrote:
nik wrote:Wegen des Einflusses auf die Chelate - künstliche sind übrigens meist stabiler als natürliche -

ist das tatsächlich so…bzw. auch besser?

das sind die richtigen Fragen! Es hat beides Vor-/Nachteile. Das Problem ist die ungewisse Verfügbarkeit natürlicher Chelate. Bei meinem Weich-/Altwasserbecken fand ich die künstlichen Chelate total entspannend. Das Becken hatte immer absurd hohe Sauerstoffgehalte. Die ziemlich stabilen künstlichen Chelate wären vermutlich der Grund warum es keine Nährstoffprobleme gab.


natürlich erzeugte Chelate zeigen ein biologisch funktionierendes Aquarium an (Mikroflora), ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Die oft angegebenen enormen Düngemengen brauche ich so jedenfalls nicht, trotz starken Pflanzenwuchs und eingehaltener
Nährstoff-Vorgabewerte.

Bin ich bei dir. Über Ausfällungen jeglicher Art bin ich wegen möglicher Rücklösungen nicht glücklich. Das macht es unübersichtlich und ungewiss. Tendenziell fünktionieren stärker chelatierte Dünger in Verbindung mit meiner Aquaristik besser und ich habe keine Ahnung warum.
Wie "natürlich" es jeder für sich will, das muss jeder selbst entscheiden. Wir sind trotzdem alle mehr oder weniger "Gärtner" und da sind ausreichend Chelatoren schon hilfreich.

Gruß, Nik
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Postby Bernd Kaufmann » 30 Jul 2010 00:59
Übersicht gesamt...Pinselalgen reduzieren sich, langsam selbst die an der Scheibe verschwinden.
(In der Tat, werden diese langsam hell und von den Garnelen abgeerntet.)

An dern Steinen, der Welshöle hängen dieses immernoch aber als sehr sehr kurze Büschel.

Hab eine Probe an den Bernd Kaufmann geschickt....mal sehen was er berichtet.


Hallo Jens,

Deine Blätter kamen auch an und sind untersucht.


Abgestorben sehen die noch nicht aus. Und wenige sind es auch nicht.


Die konnte ich noch nicht sicher bestimmen. Sie kommt auf den Blättern schon ziemlich zahlreich vor.



Auf diesen stark geschädigten Blättern gab es natürlich wesentlich mehr Bakterien und dementsprechend viele Bakterienfresser. Leider wurde diese Schalenamöbe beim Abschaben vom Blatt beschädigt.

Die ähnlich geschädigten Blätter wirst Du nicht retten können. Auch wenn Du die Algen irgendwie klein kriegst, sind die Blätter irreparabel beschädigt.
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Postby Kora » 30 Jul 2010 14:03
Hallo!

Ich weiß, irgendwie geht es dir, Jens, ums Prinzip und nicht um das Endergebnis (=Pinselalgenfreiheit), aber ich bin sowas von unruhig und ungeduldig geworden während des Lesens, dass ich es trotzdem sagen möchte:

Dein Problem ist eigentlich seit langer Zeit gelöst, nämlich seit dem Punkt, als die Pflanzen richtig gut anfingen zu wachsen und die Pinselalgen "stagnierten".
Warum hast du dann nicht da das Experiment beendet und endlich, endlich mal die Scheiben sauber gemacht, die Steine und Welshöhlen abgekocht/mit Säure übergossen/abgeschrubbt, die noch befallenen Blätter abgeschnitten oder Pflanzen ganz entfernt? Du wärest seit Wochen, Monaten ein glücklicher Mensch mit einem hübschen Dschungelbecken ohne eine Pinselalge.

So ist das nichts weiteres als Masochismus und für ein Wohnzimmerbecken (und nicht einen Forschungskeller) vollkommen unnötig.
Gruß, Kora
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Postby Jens_Vom_Bodensee » 01 Aug 2010 13:57
Hallo Zusammen,
soweit danke euch an der Beteiligung, ich werd nochmals ausführlicher schreiben, bin erst gerade gekommen.

Diese Woche gibt's update und Zusammenfassung.

Bernd: Danke ans mikrosopieren.

Grüsse Jens vom Bodensee
viele Grüsse
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Postby Jens_Vom_Bodensee » 06 Aug 2010 16:34
Hallo Zusammen,

endlich gelingt es mir, weiter zu schreiben.
Danke nochmals an Bernd für's Mikroskopieren.

Aktuell:
jeden Sonntag Wasserwechsel:
NO3 ca. 15mg/l
PO4 nachweisbar
Menge ca. 30% (ca. 60l)
HCl: 4,5ml / 10Liter WW
PMS nach Bedarf, ca. alle 4 Wochen 5gr.
alle 4 Wochen PO4 stossdüngen auf ca. 0,1mg/l
24ml KramerDrak jeden Sonntag
CO2 bei ca. 20mg/l
2x38W mit Reflektoren
Temperatur ca. 24,5 °C
ein blauer Schwamm im Eheim Prof II (kleine Ausführung)
eine Eheim 2206 als Strömungspumpe ohne Inhalt.

Aquarium:
NO3 ca. 10mg/l
PO4 nachweisbar
FE vor WW nachweisbar
oftmals alle 14 Tage fast ein 10L Eimer Pflanzenmasse raus.

zu den Pinselalgen: Die sind soweit erfolgreich verdrängt, nicht vernichtet, analog des Gärtners im Gewächshaus.
Wie aber bringe ich das noch besser hin? mir Fehlt da noch ein bisschen der letzte Rest...so das die Pinsel dauerhaft
verdrängt werden.

Ich habe leichte grüne Punktalgen an der Scheibe, allerdings relativ wenige...

Gefüttert wird alle zwei Tage, immer sehr wenig so das alles gefressen werden kann, moddert nix rum.

Die Blätter die Bernd bekam werden immer rausgemacht, hier gibt's auch nix.


Alle Pflanzen wachsen schon recht gut.

Grüsse Jens vom See

Danke Nik für die Begleitung bisher...
viele Grüsse
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Postby nik » 06 Aug 2010 20:11
Hallo Jens,

du bist schon hartnäckig, ich auch! ;)

Jens_Vom_Bodensee wrote:zu den Pinselalgen: Die sind soweit erfolgreich verdrängt, nicht vernichtet, analog des Gärtners im Gewächshaus.
Wie aber bringe ich das noch besser hin? mir Fehlt da noch ein bisschen der letzte Rest...so das die Pinsel dauerhaft
verdrängt werden.

es ist ja schön, wenn du so anspruchslos bis und von verdrängen sprichst. Die dürfen nirgends mehr sichtbar sein und wenn, dann nur in deutlichen Auflösungserscheinungen.

Aktuell:
jeden Sonntag Wasserwechsel:
NO3 ca. 15mg/l
PO4 nachweisbar
Menge ca. 30% (ca. 60l)
HCl: 4,5ml / 10Liter WW

Jens, du bist schon ein hartnäckiger Fall.
Du wechselst also jeden Sonntag über 10 fast 15% Wasser?`Was soll das? Da warten wir ja hundert Jahre bis was passiert.
Was heißt denn PO4 nachweisbar, Im Leitungswasser gerade so?
Das ist eine offene Baustelle.
PMS nach Bedarf, ca. alle 4 Wochen 5gr.

So funktioniert das nicht! Mit dem PMS wird das Wechselwasser auf gedüngt und noch bei der Erstbefüllung, sonst nichts!
Meinst du, du kannst den Bedarf abschätzen? Also ich brauche dazu Zeit und verwende es schon lange.
Das ist die 2. Baustelle. ;)
alle 4 Wochen PO4 stossdüngen auf ca. 0,1mg/l

Jens, das ist keine Phosphatdüngung, das ist ein Straftatbestand! :D
Wenn du vorsichtig stoßdüngst, dann gibst du 1 mg/l PO4 dazu, es können aber auch 2 mg/l oder 3 mg/l oder mehr sein!
Nächste Baustelle.

24ml KramerDrak jeden Sonntag

Hatten wir schon drüber gesprochen, reagiert hattest du nicht. :D Es ging darum, das am Ende der Woche evtl. kein Fe mehr verfügbar ist. Tägliche Düngung mit 1/7 der Dosis ist effizienter, willst du aber nicht. Soll ich das fette Ausrufezeichen suchen, das ich ich hinter "Das geht nicht" gemacht habe?
Äh, wievielte Baustelle?

CO2 bei ca. 20mg/l
2x38W mit Reflektoren
Temperatur ca. 24,5 °C
ein blauer Schwamm im Eheim Prof II (kleine Ausführung)
eine Eheim 2206 als Strömungspumpe ohne Inhalt.

Gut! :D
Eigentlich sollte der Prof II alleine genug Dampf, d.h. Strömung, für das Becken haben.

Aquarium:
NO3 ca. 10mg/l
PO4 nachweisbar

Nitrat kannst du den wöchentlichen Bedarf stoßdüngen.
PO4 sollte nicht nachweisbar sein. Warum ist es das?
Das ist auch eine Baustelle.

FE vor WW nachweisbar

Ups, dann ist es eine Baustelle weniger. Trotzdem frage ich dich, warum willst du nicht mit einer gleichmäßigen Volldüngerzugabe die Situation verbessern? Fütterst du deine Fische? kannst du nicht bei der Gelegenheit mit einem Dosierer 3 oder 4 Pumpenhübe ins Becken hauen? 2-täglich die doppelte Menge ist auch in Ordnung.

oftmals alle 14 Tage fast ein 10L Eimer Pflanzenmasse raus.

Das ist sicher nicht schlecht, aber Masse ist nicht alles. ;)

Ich habe leichte grüne Punktalgen an der Scheibe, allerdings relativ wenige...

Wie lange? Kannst du das irgendeiner Maßnahme zuordnen?

Danke Nik für die Begleitung bisher...

Bitte! :bonk: :D
Du machst ohne Zweifel mit deinem Becken rum, aber was hältst du davon das endlich mal ziel führend anzugehen?
Der Wasserwechsel ist ein Witz, aber wenn der Aufwand - wegen des Entkarbonisierens mit Salzsäure - zu solch winzigen Wasserwechseln führt, dann dauert das ewig bis man die Wirksamkeit einer Maßnahme erkennt. Wenn ich ein Becken nährstoffmässig resetten will, dann wechsel ich 80% bis hin zum Bauchrutschen der Fische. Ich mache nicht mit jedem Becken gleich häufig Wasserwechsel, aber nie unter 50%.
Vielleicht rechnest du dir doch mal aus, ob es dir die UOA nicht doch wert ist. Aufwand hast du mit dem Wasser so oder so. Dein HCL-Wasser ist Pflanzenaquaristik mit der Hand an der Schulter. Eigentlich ist das eine klare Sache.

Und weiter geht's :D

Gruß, Nik
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Postby Jens_Vom_Bodensee » 16 Aug 2010 16:01
also dann auf ein weiteres update:

NO3 test schlägt nicht mehr an, nach dem WW sind im Becken ca. 5-10 mg/l
PO4 test schlägt nicht an, auch nicht nach dem WW

FE ist am Wochenende Nachweisbar, hier muss ich etwas zurücknehmen, ich werd zunächst auf zweimal Wöchentlich
düngen.

Zum PMS: Hier mache ich das alle 4 Wochen, weil pro Woche ca. 1° reduziert wird.(per Tropfentest)
Je weniger je schwieriger wird das zum Dosieren.

Grüsse
Jens vom Bodensee
viele Grüsse
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