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Postby Japanolli » 03 Aug 2010 12:37
Hallo Franz,

sehen meines Erachtens ganz gut aus die Werte.
Kalium müsste nach Deiner KNO3 Zugabe jetzt bei ca. 22 mg/l liegen.
Je nachdem was Du jetzt bis zum nächsten Wasserwechsel düngst würde ich mal vor dem Wasserwechsel messen, wie sich der K Wert entwickelt.
Gruß
Olli

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Postby Gast » 03 Aug 2010 13:15
Hi Olli, danke für deinen Tip-mache ich. Der K-Wert machte mir zu Beginn auch Sorgen. Ich habe schon mal irgendwo beschrieben, dass ich mich erschreckt habe, weil das Testwasser schon nach dem ersten Tropfen (Testreagenz w) trübe wurde. Ich wurde schnell aufgeklärt, dass ja in vielen Düngern zusätzlich Kalium ist. Ich komme nicht runter von den Werten...zumindest, wenn ich keine Alternativen für KNO3, Eudrakon P und Ferrdrakon finde, die ja immer auch Kalium enthalten (und nicht zu knapp). Aber ich habe den K-Wert nicht nur bei mir gemessen und bin immer zu dem Ergebnis gekommen, dass der Farbumschlag immer nach dem ersten Tropfen der Testreagenz zwei erfolgt und das die Werte in den von mir gemessenen Becken immer hoch oder zu hoch war. Da aber in allen Becken der Pflanzenwuchs ausnahmslos gut war, habe ich mir (noch) keine weiteren Gedanken gemacht. Jetzt schauen wir mal, wie hoch der Wert sich bis zum nächsten WW hochschaukelt.
Servus, franz
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Postby java97 » 03 Aug 2010 14:22
Hi!

Du kannst einen Teil des KNO3 z.B. durch Magnesiumnitrat, MgNO3x 6H2O, ersetzen. Findest Du im Nährstoffrechner.
schöne Grüße
Volker
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Postby Gast » 03 Aug 2010 16:35
Hi Volker, stimmt ja!!! Da ist ja überhaupt kein Kalium drin-ich habe den Tip doch schon einmal bekommen und...nicht archiviert :bonk: . Weist du, ob ich das enthaltene Magnesium berücksichtigen muss-z.B. wenn ich mit Duradrakon aufhärte? Das kann ich doch bestimmt checken, indem ich prüfe, wie sich KH und GH nach der Zugabe von MgNO3x 6H2O verändern...
Ich schau mal, dass ich mir das Zeug aus der Apotheke besorge-danke für den Tip.
Gruß, franz
Gast
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Postby Wuestenrose » 03 Aug 2010 17:03
Hallo Franz,

fjhahn wrote:Weist du, ob ich das enthaltene Magnesium berücksichtigen muss-z.B. wenn ich mit Duradrakon aufhärte? Das kann ich doch bestimmt checken, indem ich prüfe, wie sich KH und GH nach der Zugabe von MgNO3x 6H2O verändern...
Je 22 mg Nitrat pro Liter steigt die dGH um ein Grad. Auf die KH hat Magnesiumnitrat keinen Einfluß.

Viele Grüße
Robert
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Postby styro » 03 Aug 2010 20:07
Hallo Bernd

Hier noch mal ein paar Bilder vom Becken. Im Einhängebecken tummeln sich ein paar Sturisoma aureum, und bei den Pflanzen habe ich die Cryptocoryne links, die Lemna minor, und die paar Triebe Glossostigma elatinoides vergessen. Ebenso weiß ich Moment nicht den Namen der Pflanze rechts hinten.

Gruß

Georg

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Postby Bernd Kaufmann » 03 Aug 2010 20:12
Probe I:
Ca. 1 Jahr alt, wächst auf einer schwarze Plastikwand (Ablaufkasten)
Probe II:
Ca. 3 Monate alt, wächst auf Microsorum pteropus
Probe III:
Ca. 3 Jahre alt, wächst auf der Rückwand an einer annähernd strömungsfreien & dunklen Stelle


Hallo Georg,

auch Deine Proben sind angekommen und untersucht. Die Altersangabe war eine gute Idee, obwohl es sich bei den Algen, die Dich am meisten interessieren werden, durchweg um die klassische Aquarien-Pinselalge handelt. Aber interessant waren für mich vor allem die makroskopisch fast nicht sichtbaren sonstigen Algen und die diversen Altersstufen von Biofilmen, die mit dem Material kamen.

Eines ist sicher: In dem Aquarium gibt es genug Nahrung für vielfältig zusammengesetzte Biofilme (Mikroflora).




In der ältesten Probe waren auch die Pilselalgen mit der größten Länge und den meisten Kieselalgen. Aber auch absterbende Algen gibt es dort reichlich, was ja logisch ist. Dieses organische Material wird von Mikroorganismen, hauptsächlich in Schleimschichten (Biofilmen) organisierten Bakterien abgebaut.






Vielfältig zusammengesetzte, aktive Mikroflora ist immer in solchen Flocken organisiert und entwickelt sich ausschließlich dort, wo es Nahrung gibt, also absterbendes organisches Material. Die einzelnen Organismen sind zwar fast überall im Wasser vorhanden und bei intensiver Suche auch immer einzeln auffindbar, aber zu sichtbaren Gemeinschaften, die auch leistungsfähig sind, organisieren sie sich grundsätzlich nur bei entsprechender Ernährung. Auf gesunden, wachsenden Blättern von Pflanzen findet man nie solche Biofilme.
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Postby Wirbelmann » 03 Aug 2010 20:52
Hallo Bernd,

Bernd Kaufmann wrote:
Nachtrag:
Eines denke ich wäre noch erwähnenswert.
Des Öfteren habe ich schon total mit Pinselalgen überwucherte Pflanzen von Bekannten in mein Becken eingebracht. Die Algen sind aber trotz Nährstoffüberschuss jedes Mal abgestorben, warum sind die nie weitergewachsen?


Hallo Hans,

hast Du die Bekannten noch, bzw. haben die noch Pinselalgen? Und könntest Du eventuell den Versuch dann noch einmal machen und dokumentieren? Und mir vielleicht auch eine Probe dieser Pinselalgen zukommen lassen? Weil Du das angeboten hast - ich würde gerne ein Gesamtbild Deines Aquariums im jetzigen Zustand nach der Entfernung der schnellwüchsigen Pflanzen sehen.


leider funktioniert bei mir die E-Mailbenachrichtigung nicht mehr und so lese ich erst jetzt deinen Beitrag.
Den Bekannten gibt es schon noch, aber der hat leider in Sachen Aquaristik das Handtuch geworfen. Werde mich aber bemühen eventuell anderswo veralgte Pflanzen zu bekommen. Bin selber daran interessiert diesen Versuch zu wiederholen.
Fotos stelle ich ein. Nach der Entfernung der Stägelpflanzen war ich über die Reaktion des Beckens selbst überrascht. Die beiden Echis (bleheri) und (red flame) wuchsen vorher eher normal, also nicht besonders schnell. Nach der Stägelaktion trieben diese Ausläufer so als ob sie das ganze Becken zuwachsen wollten.

Gruß Hans
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Postby styro » 03 Aug 2010 21:10
Hallo Bernd

Zuerst vielen Dank für Deine Mühen, und die aufschlussreichen Bilder. :top: :top: :top:

Bernd Kaufmann wrote:auch Deine Proben sind angekommen und untersucht. Die Altersangabe war eine gute Idee, obwohl es sich bei den Algen, die Dich am meisten interessieren werden, durchweg um die klassische Aquarien-Pinselalge handelt. Aber interessant waren für mich vor allem die makroskopisch fast nicht sichtbaren sonstigen Algen und die diversen Altersstufen von Biofilmen, die mit dem Material kamen.

- Bei der Altersangabe dachte ich mir eigentlich nur, dass Du damit vielleicht ein bisschen den "Lebenslauf" der Schätzchen abschätzen/deuten kannst.
- War mir eigntlich sicher, die "gemeine klassische Pinselalge" zu haben - wie solls bei mir auch anders sein? :bonk:
Bernd Kaufmann wrote:Eines ist sicher: In dem Aquarium gibt es genug Nahrung für vielfältig zusammengesetzte Biofilme (Mikroflora)

- na, dann kann das ganze System nicht sooooo falsch sein - oder? Meine Pinsels vermehen sich nicht rasant, sondern bleiben in Wachstum & Ausbreitung so gut wie stehen (der Bereich vom Microsorum-Blättchen bildet da die Ausnahme). Sofern sich die Situation nicht verschlechtert (und in den letzten Monaten/Jahren wurde es eigentlich langsam aber sicher besser) kann damit leben.

Gruß

Georg
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Postby TT-Fuchs » 03 Aug 2010 21:15
Hallo Bernd,
hast Du eigentlich meine Proben schon bekommen? Ich habe diese am Samstag abgeschickt.

Weiterhin hätte ich - wie bestimmt viele hier - ein sehr großes Interesse daran, mal ein paar Bilder von Deinen Aquarien zu sehen. Es interessiert mich einfach mal, wie viel Pflanzenmasse Du hast und wie die Becken mit vorrangig schnellwachsenden Pflanzen so aussehen.
Viele Grüße aus Leipzig
Holger
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Postby Bernd Kaufmann » 03 Aug 2010 21:41
TT-Fuchs wrote:Hallo Bernd,
hast Du eigentlich meine Proben schon bekommen? Ich habe diese am Samstag abgeschickt.


Hallo Holger,

ja, auch Deine Proben sind hier, aber ich bin noch am Mikroskop.

Weiterhin hätte ich - wie bestimmt viele hier - ein sehr großes Interesse daran, mal ein paar Bilder von Deinen Aquarien zu sehen. Es interessiert mich einfach mal, wie viel Pflanzenmasse Du hast und wie die Becken mit vorrangig schnellwachsenden Pflanzen so aussehen.


Ich stelle mal ein paar Bilder zusammen. Aber ich betreibe kein Aquascaping und meistens geht es bei mir um Versuche bis hin zur Algenproduktion, damit ich an Bilder komme. Wird aber noch etwas dauern, es kommen im Moment täglich nasse Briefumschläge und der Postbote schaut schon langsam etwas misstrauisch. Außerdem habe ich noch eine kleine Nebenbeschäftigung, mit der ich meinen Lebensunterhalt bestreiten muss. :)
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Postby Bernd Kaufmann » 03 Aug 2010 23:34
Hallo Holger,

hier kommen Deine Algenbilder:









Auf dem Cryptocorynenblatt war wie erwartet außer ein paar Bakterien und Cyanobakterien so gut wie nichts zu finden. Aber wo Teile von Algen oder Pflanzen absterben oder organische Teilchen angeschwemmt werden, ist auch bei Dir ordentlich Mikroflora vorhanden. Auf den schnellwüchsigen Spirogyra findet man genau wie auf wachsenden Pflanzen extrem wenige Keime. Mit der Sandprobe bin ich noch nicht durch.
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Postby LarsR » 04 Aug 2010 08:00
Moin,

es sieht so aus, als wären die Bartalgen tatsächlich auf dem schnellen Rückzug :bier:
Ich habe am Wochenende die zwei anderen Wurzeln noch abgekocht und ein paar befallene Blätter entfernt und es bilden sich keine neue Bartalgen mehr. Auch die Fadenalgen scheinen momentan sehr zurückhaltend zu wachsen. Momentan habe ich das Gefühl, dass das Becken auf dem richtigen Weg ist :top:

Gruß
Lars
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Postby Bernd Kaufmann » 04 Aug 2010 10:56
TT-Fuchs wrote:Hallo Bernd,
hast Du eigentlich meine Proben schon bekommen? Ich habe diese am Samstag abgeschickt.


Hallo Holger,

ist der Sand von der Frontscheibe? Hier ein paar Bilder:







Auch hier zeigt sich deutlich: Biofilme entstehen nur dort, wo ausreichend Nahrung zur Verfügung steht. In dem Fall sind es überwiegend Algen, die sich an dieser Stelle bilden und irgendwann auch wieder absterben. In jedem Fall sind aber Mikroflora, bzw. Biofilme im Mikroskop zu sehen und bleiben nicht unsichtbar. Auf noch wachsenden Blättern, selbst langsam wachsender Arten, sind keine Biofilme zu finden, sondern nur einzelne Bakterien.
Viele Grüße
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Postby TT-Fuchs » 04 Aug 2010 11:29
Bernd Kaufmann wrote:ist der Sand von der Frontscheibe?

Hallo Bernd,

das sind ja beeindruckende Bilder. Nein der Sand ist vom Bodengrund im vorderen unbewachsenen Teil des Beckens:

siehe meine Fotos

Da brauche ich mich ja nicht zu wundern, wenn auf Grund der Menge an vorkommenden Algen der Sand nach kurzer Zeit oberflächlich förmlich zusammen klebt.
Viele Grüße aus Leipzig
Holger
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