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Postby nik » 23 Apr 2012 10:49
Hallo Volker,

ist schon klar. Allerdings hat das zur Folge, dass man ihm sagen muss wie die VEA aussehen muss. Das können nur wenige. Und diese wenigen wollen ganz sicher wissen welche Harze verwendet werden. Und darauf verlassen, welche Eigenschaften das unbekannte Harz hat, weil er zwischenzeitlich aus irgendwelchen Gründen ein anderes stark basisches Harz verkauft, kann man sich auch nicht. Weil das bei dir noch praktikabel ist, macht es das grundsätzlich kein bisschen besser! Unbekannte Harze sind ein no go.

Hallo Andreas,
Andreas 49 wrote:... es IST Scheibenkleister wenn man ewig kein 100% Rezept für die Düngung findet !

ich will nicht von perfekt reden, bei mir sehe ich auch noch Dinge die sich verbessern ließen, aber ich kann düngen wie ich will - und dann ist es erstaunlich egal ob fetter EI gedüngt wird oder sogar überhaupt nicht. Das versuche ich rüber zu bringen. Deshalb sollte man das zuerst erreichen und kann sich dann nur noch der Gestaltung widmen.

Sand ist nicht gleich Sand. Für mich gibt es nur einen sehr schmalen Bereich möglicher Sande, das ist mein bevorzugter feuergebrannter, gewaschener Quarzsand 0,4-0,6mm eines lokalen Sandwerks und der an sich gleiche "Poolfiltersand" mit 0,4-0,8mm. Damit kann man nichts mehr kaputt machen!
Der Nachteil der schwachen Bodendüngung bei Sand, ich mache das gleich gar nicht, wird dafür durch die mögliche fette bzw. variantenreiche Wasserdüngung ausgeglichen.


Aber so , wie das Becken momentan aussieht ( bis auf diese Algen ) , möchte ich jetzt auch nicht
alles wieder einreißen . Da scheinen mir eine Optimierung der Düngung und Vollentsalzung erstmal verlockender . N erhöhe ich erstmal auf 20 mg/ l und vom Eisenvolldünger gibts ab heute auch mehr . Falls das Resultat anders ist als erhofft , stehen nebenan ca. 50l Wechselwasser bereit .

Verstehe ich. Wie gesagt, mit NO3 kann man eigentlich nichts kaputt machen, aber wenn das Becken nicht mehr Volldünger verträgt, dann lässt sich der Bock auch nicht mit Gewalt hinten herum heben. Ich bliebe dann mit der Volldüngerdosis unter dem Erscheinen der Bartalgen. Ursächlich muss das über die Beeinflussung der Mikroflora und die Begünstigung derselben angegangen werden. Geringfilterung und Sand und Licht und anfängliche Düngung ist alles nur eine Begünstigung den gewünschten Zustand der Mikroflora zu erreichen - alles nicht zwingend! Hat man den erreicht, kann man alles mögliche anstellen, sogar intensiv filtern - obwohl man sicher Einfluss auf die Düngung nimmt, aber Algen sind dann nicht mehr.

Aus Erfahrung weiß ich, dass solche (teilproblematischen) Becken recht zäh in diesem Zustand verharren.

Tutti erwähnt immer wieder mal seine intensive Eheim Standardfilterung. Das ist kein Widerspruch, denn er setzt Becken mit Pflanzen so hoher Qualität auf, d.h. bringt mit denen einen aquaristisch geeigneten Biofilm ausreichend ein, dass das Setup keine sonderliche Rolle mehr spielt.
Aber mit emers gezogenen Planzen, die gar keinen Biofilm mitbringen oder Pflanzen aus schlecht laufenden Becken geht das ziemlich sicher schief. Solche Fälle - und das gilt für die allermeisten Aquarianer, Beginner sowieso - sind die von mir erwähnten "Begünstigungen" höchst sinnvoll! Deshalb sollte man versuchen ein Becken in Sachen Mikrobiologie möglichst gut zum Laufen zu bringen. Hat man das erreicht, lässt sich das über die Pflanzenmasse exportieren.

Sorry for hijacking your thread.

Hi Sash,
Microsash wrote:In wie weit macht es Sinn diese [Harze stark sauer/schwach basisch] nachzuschalten ?

Keinen, das schwach basische Harz entfernt schwache Säuren wie CO2 und SiO4 nicht.

Gruß, Nik
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Postby Microsash » 23 Apr 2012 11:26
Hallo,

Gut, dann lassen wir das sein....hatt ich so auch schon gelesen. Dann doch mal ne Mischbettpatrone holen und sehen was der Leitwertmesser dazu meint :flirt:

Ja, über HHS konnt ich die klar provozieren.....bei unverändertem restsetup.

Gruß

Sash
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Postby Andreas 49 » 23 Apr 2012 12:09
Hallo Nik ,

genau das ist es , was ich seit etwa drei Jahren schmerzlich vermisse , einfach nur um die Gestaltung
kümmern müssen . Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf , d. es wieder so wird .
Was den Sand betrifft , so habe ich seinerzeit den Gümmersand benutzt und hatte wahnsinnige Probleme
mit einem merkwürdigen braunen , klebrigen Schleim , der alles überzogen hat . Einigen anderen Usern
ging es , wie ich später erfahren habe , genauso . Woran es lag , konnte niemand genau sagen .
Ich hatte vor einiger Zeit mal in einem anderen Thread was dazu geschrieben und bin verhauen worden . :hintern: :D
Möglicherweise ein Grund , weshalb ich reumütig zu meinem bewährten Substrat zurückgekehrt bin .
Habe übrigens vorhin einen weiteren Hersteller bzw. Vertreiber von Vollentsalzern gefunden :

Aquarienfilterbau.de

Gruß , Andreas
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Postby Andreas 49 » 23 Apr 2012 12:31
Hallo Sash ,

ich habe die Bartalgen durch mehr Co2 , N und + doppelte Dosis EC wegbekommen . Den Eisenvolldünger habe ich
ein paar Tage ganz weggelassen ( keine Chlorosen beobachtet , L. arcuata ist rot geblieben ) . Als ich dann die
Trümmer abgesaugt habe , sind mir diese seltsamen Gewächse im Kies aufgefallen . Ich schicke Jo ( eumel6 )
morgen eine Probe zu , um herauszufinden , um was es sich überhaupt handelt und wie ich dem Zeug zuleibe rücken
kann .

Gruß , Andreas
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Postby nik » 23 Apr 2012 12:38
Hallo Andreas,

auch keine Angabe der Harze und schlechtes Sizing der VEA mit stark basischem Harz. Verwendete Harze kann man eventuell in Erfahrung bringen. Änderungswünsche werden üblicherweise berücksichtigt.

Meine ist schon 15 Jahre alt und ich kam damals mit dem zusammen. Der ist transparent, weiß recht gut Bescheid und bietet seine VEA im Schwebbettverfahren an. Habe ich nie bereut und später wieder bei ihm gekauft. Billig ist er nicht, aber besser. Bei obigem link findet man unter "zur Technik" -> "Ionenaustauscher" reichlich Info.

Gruß, Nik
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Postby Andreas 49 » 23 Apr 2012 12:44
Hallo Nik ,

habe den gerade angeklickt , bekomme nur ein leeres Feld , willkommen
in sechs Sprachen sowie eine Info-Emailadreasse .Hab ich jetzt was
falsch gemacht ?!

Gruß , Andreas

Edit : Ich habs , war wirklich mein Fehler !
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Postby java97 » 23 Apr 2012 13:56
Hi Sash,
Microsash wrote:
Gut, dann lassen wir das sein....hatt ich so auch schon gelesen. Dann doch mal ne Mischbettpatrone holen und sehen was der Leitwertmesser dazu meint :flirt:


Das wird funzen!

Ja, über HHS konnt ich die klar provozieren.....bei unverändertem restsetup.


Die Erfahrung habe ich nämlich auch gemacht. Ohne Urea und HHS läuft´s (leider) deutlich entspannter.
schöne Grüße
Volker
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Postby Andreas 49 » 29 Apr 2012 10:05
Hallo zusammen ,

nach knapp einer Woche mal ein kleines Update . Am Donnerstag 50% WW , N auf 20 mg/l , Fe 0,1 , PO4 0,2
aufgedüngt ( soweit wie mit meinen Tests nachweisbar ).Grünalgen weitestgehend entfernt . Seitdem tägl .
4ml AR Makro Spez. N ( Aufdüngung mit AR Makro Basic N ) und 6 ml AR Mikro Basic Eisenvolldünger . Wer-
te stabil , Fusselalgen gehen etwas zurück . Die Fäden im Kies haben aber stellenweise leicht zugenommen und
werden jetzt direkt mit EC beschossen , mal sehen was es bringt . Die leichten Chlorosen von Arcuata und Pog.
erectus sind deutlich schwächer geworden .
VEA kommt demnächst definitiv , bin mir noch nicht ganz im Klaren , wie groß und welche Marke . Auf jeden
Fall mit Farbindikator um die Wirksamkeit nicht ständig überprüfen zu müssen !
Habe mir gestern das Fotometer von Anton bestellt , da ich , zumindest teilweise , seine Tests benutze ,
aber festgestellt habe , d. die Beurteilung des Farbumschlages mit dem bloßen Auge von vielen in-
direkten Faktoren abhängt , nicht zuletzt von der Tagesform und dem Ergebnis , welches man gerne hätte . :D
So wäre ich erstmal diese unseelige Schätzerei los , da ich nicht unbedingt zu den Pflanzen-Lesern gehöre .
Ist erstmal viel Zeug , aber ich denke , d. ich meine Werte und alles , was damit zusammenhängt optimieren
kann . Das Becken ist jedenfalls auf einem guten Weg , von kleinen Schönheitsfehlern mal abgesehen . :grow:
Danke nochmal für die Beratung in sachen VEA ! :thumbs:

Gruß , Andreas
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Postby ghostfish » 29 Apr 2012 13:07
hi

Kationenharz mit Indikator gibt es Lewatit S100G1.
Anionenharz gibt es glaube ich keins mit Indikator.

Bei den Säulen hat man noch die Wahl ob man den Deckel komplett abnehmen will und zwischen diversen Anschlüssen. Ich habe selbst einfach Gardena genommen.

Größe würde ich so machen das man möglichst selten regenerieren muss also eher groß. Ich habe pro Woche 120L und eine 5L Kationensäule. Bei der Anionensäule braucht man bei stark basisch etwas mehr, als bei schwach basisch, da zusätzlich CO2 "geschluckt" wird.

Richtig lohnen tut sich VE bei größeren Wassermengen, da lohnt evtl. die Anschaffung eines Behälters zum zwischenlagern.

Sehr gute Seite über technisches:
http://dardel.info/IX/
Gruß Thomas
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Postby Andreas 49 » 29 Apr 2012 13:26
Hallo Thomas ,

ich meinte das Kationenharz ( Farbindikator ) . Als Anschluss reichen mir Schlauchtüllen 16/20 .
Falls Du mit lohnen ( Auffangbehälter ) den Aufwand , also Auf und Abbauen , anschließen usw.
meinst , wäre das kein Problem ( berichtige mich falls Du was anderes meinst ) , ich müßte nur
einmal aufbauen und anschließen , dann bleibt alles so stehen . Irgendwo in diesem Thread ist
ein Foto von meiner " Wasseraufbereitung ", da ist auch noch Platz für die Säulen .

Gruß , Andreas
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Postby ghostfish » 29 Apr 2012 13:53
Wenn man alles stehen lässt dann gehts eigentlich. Sollte man nur immer mind. den ersten Säuleninhalt verwerfen weil das Harz einen sog. Leachingprozess hat und in dem Wasser dann Rückstände vom Harz sein können.
Auch praktisch ist ein Gerät zum Leitwert messen, dass kann ruhig was billiges sein.
Gruß Thomas
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Postby Andreas 49 » 29 Apr 2012 14:17
Hallo Thomas ,

Um den ersten Säuleninhalt zu verwerfen reichen zwei Handgriffe ,
Absperrhahn Richtung Abfluss auf und wieder zu ! Komfortabler
gehts , glaube ich , nicht . :D

Gruß , Andreas
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Postby Dash » 30 Apr 2012 07:19
Hallo zusammen,

wenn ich mich kurz zwischenschalten darf! Das Thema war ja "hohe Silikatwerte" und anscheinend liess sich zumindenst das "weiche Fadenalgen-Problem" nicht darauf zurückführen! Meine haben sich in den letzten Tage drastisch zurückgezogen, nachdem ich mehr Phosphat, Kalium (kaliumhydrogenphosphat) und Eisen (Easylife Ferro) gedüngt habe! Ob man immer zu Vollentsalzung greift, bleibt natürlich jedem überlassen und ist sicherlich von Becken zu Becken unterschiedlich! Ich bin auf jeden Fall froh, dass es auch so geklappt hat!Bisher! :)
Viele Grüsse
Dash
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Postby Andreas 49 » 30 Apr 2012 08:02
Hallo Dash ,

freut mich für Dich , wenn es besser läuft ! Was die VEA betrifft , ich habe das seit etwa drei Jahren
auf Grund immer wiederkehrender Probleme im Hinterkopf . Zum einen traue ich dem Versorger nicht
wirklich , was die Angaben der Wasserwerte angeht . D. h. ich habe meine Zweifel , d. da nur das im
Wasser ist , was in der Trinkwasseranalyse steht , zumal andere Aquarianer in der Gegend ähnliche
Dinge schildern ( seltsame Algen ) .
Zum anderen möchte ich da einfach mal Grund hineinbekommen , ich meine damit , in meinem Wechsel-
wasser ist nur das drinnen , was ich selber reintue . Und wenn ich mich darauf einigermaßen verlassen
kann , habe ich schon ein paar Unwägbarkeiten beseitigt ! Es gibt zwar keine Garantie , d. dann alles
besser läuft , aber ich habs halt versucht . :wink:

Gruß , Andreas
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Postby ghostfish » 03 May 2012 16:41
hi

hat eigentlich schonmal jemand dieses Silicatex von JBL probiert?
Da gefällt mir nur nicht das es auch Phosphat entfernt. Aber vielleicht taugt es zur externen Aufbereitung nach VE.

Fadenalgen hätte ich ja auch, aber ich habs immer auf die hohen Natriumwerte geschoben mit dem dadurch entstehenden Mangel an K.
Gruß Thomas
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