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Postby troetti » 08 Aug 2013 22:56
kalkreiber80 wrote:Aber woher weiß ich wie viel Fe ich täglich reinschütte?

Hallo Jan,
ich würde erst einmal den Eisenvolldünger komplett weglassen.
Du solltest sehen, dass Du die Macronährstoffe (Nitrat, Phosphat und Kalium) langfristig ausgewogen in Dein Düngesystem bekommst.
Versuche es mit
- NO3 = 20mg/l
- PO4 = 1,2 - 1,5 mg/l
Wenn Du AR NPK oder auch "nur" AR Phosphat verwendest, sollte genügend Kalium vorhanden sein.
Als vierte Komponente ist CO2 unerlässlich (auch wenn anderen "Leute" nicht der Meinung sind).
Wenn Du einen Dauertest in Betrieb hast, sollte er ein "freundliches" Lindgrün anzeigen.

Die Zugabe von Magnesiumsulfat (Bittersalz) ist auch nicht schlecht. Es geht aber auch ohne.

Wenn Du zwei bis drei Wochen die Werte stabil hast, solltest Du erst dann wieder mit der Eisendüngung beginnen.
Ich selber gebe in dieser Phase WÖCHENTLICH nur 5ml auf 280 Liter zu.
Dann kannst Du die Zugabe bei gleichbleibendenden NPK-Werten langsam steigern.
Aber immer schön beobachten und viel messen. :thumbs:

Good Luck.
Gruß Eddy
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troetti
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Postby Aquariophilo » 09 Aug 2013 08:55
Hallo Jan,

da sind schon viele sehr gute Ratschläge von Eddy, Matz und Tobias dabei :thumbs:

Hast Du das Gefühl, dass das Easy Carbo irgendeine Auswirkung auf die Algen hat (die sollte dann schon deutlich und nicht :glaskugel: sein)?
Wenn nicht: Lass mal das Easy Carbo weg. Es ersetzt nicht die CO2-Druckgasversorgung, und hier gibts auch irgendwo Informationen, dass die neueren Batches wohl eher weniger gegen Algen helfen, sondern lediglich als Pflanzenturbowuchsmittel dienen. Das nütz Deinen Pflanzen aber nichts, wenn die Nährstoffversorgung nicht ausgewogen ist (die von Dir geschilderten Mangelerscheinungen/Wuchsstagnationen deuten das an). Mit Easy Carbo verschärfst Du das Problem (wahrscheinlich :glaskugel: ) dann noch.
Außerdem wird vermutet, dass das Easy Carbo eventuell die Entwicklung der Mikroflora im Becken stören könnte.

Setze die guten Tips um und dann lass das Becken sich nach eingestelltem Nährstoffgleichgewicht stabilisieren, notfalls, indem Du den Algen täglich auf die Pelle rückst :keule: Das kann schonmal ein bisschen dauern, deshalb: Geduld und an die Arbeit, du bekommst das wieder hin :thumbs:
Liebe Grüße
Stefan

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Postby emzero » 09 Aug 2013 10:54
@Edit: Sorry... hatte völlig übersehen, dass es hier auf Seite 2 schon konstruktiv weiter gegeangen ist :shocked:
Hier geht es nur nochmal kurz um das von "Mr. Nitrat" angerissene Thema "Wasserwechsel"


und was soll uns/den Threadersteller das nun sagen/helfen?

Hallo zusammen,

insbes. einen Punkt finde ich in Karl-Heinz Ausführungen sehr wichtig: Den Wasserwechsel.

Ich wundere mich immer etwas, wenn pauschal zu WW geraten wird, ohne das Ausgangswasser zu kennen.
Auf den Seiten der Düngemittelhersteller (warum nur gerade dort? ;)) wird fast ausnahmslos zu grossen und häufigen WW geraten, und dies wird nun immer und überall gebetsmühlenartig (viell. sollte man mal einen Sektenbeauftragten kontaktieren? ;)) wiederholt.

Früher hiess es meistens, alle 14 Tage 20-30% Wasser zu wechseln. Vor 20 Jahren hatte das LW (vorsicht: Pauschalisierung) allgemein noch höhere Qualität, und in erster Linie ging es beim WW darum, "Fischdreck" aus dem Becken zu holen.
In einem Pflanzenbecken relativiert sich aber diese Notwendigkeit drastisch, da wir ja hier näher an den natürlichen Kreislauf kommen, und die Pflanzen den "Fischdrecks" dankend für ihr eigenes Wachstum verwerten.
Im Gegenteil herrscht in einem typischen Pflanzbecken ja sogar Nährstoffmangel, der "Fischdreck" reicht nicht aus, und wir müssen noch kräftig zudüngen.

Was genau wollen wir denn, wenn wir sowieso Mikros+Makros schon künstlich zugeben müssen, eigentlich per WW aus dem Aquarium raus holen?????

Die imho wichtigere Frage ist aber, was mir ggf. mit dem WW ins Becken geben? Ich habe vor einer Weile eine Studie gefunden, dass Deutschland das zweitschlechteste LW in der EU hat. Neben allen möglichen vom Gesetzgeber tolerierten Zusätzen wie Fluoride, Polyphosphate, Silikate etc. ist bekannt, dass sich u.a. auch immer mehr Medikamentenrückstände in unseren LW anreichern.

Aber weg von dieser Pauschalisierung haben wir in Deutschland auch sehr unterschiedliche LW. Der eine bekommt fast reines Quellwasser aus dem Hahn, der andere x-fach aufbereitetes Abwasser oder Regenwasser.
Je nach Aquarium und LW-Qualität kann der Tip zu mehr WW also perfekt passen, aber auch genau so gut ein Schuss sein, der komplett nach hinten los geht.

Ich habe es mal bei einem Algenproblem getestet, und eine zeitlang 2x wöchentl. ca. 45% gewechselt (und dann sogar noch 50% davon Osmosewasser). Das Fazit war, dass die Algen dadurch erst so richtig explodierten, und es erst besser wurde, als ich den WW wieder reduziert hatte ... lag vermutl. einfach am hohen Phosphatgehalt meines LW und insbes. den zugesetzten Polyphosphaten.

Man muss sich doch nur mal hier die unzähligen Erste-Hilfe-Threads anschauen. In manchen Fällen erkennt man klare Fehler in der Nährstoffzufuhr, aber es gibt auch genügend Threads, wo auch Experten keinen Rat mehr hatten, da augenscheinlich keine Ursache für das Problem erkennbar war.

Man kann es natürlich auch anders sehen:
Wir brauchen dringend Wirtschaftswachstum, und in diesem Sinne macht es gleich mehrfachen Nutzen (Zubehörindustrie+Wasserwerker+insbes. "Vater" Staat), kräftig Dünger rein zu kippen und das Zuviel dann anschliessend per WW wieder aus dem Becken zu holen ... und wir haben an langweiligen Sonntagen auch noch was zu tun ;)

Aber ich denke, in diesem Forum geht es weniger um das Bruttosozialprodukt als vielmehr um das Wohl von Fischen und Pflanzen :bier:

Abgesehen davon, dass ich bei den von Jan gemessenen Werten jetzt auch keinen Bedarf für einen grossen WW direkt erkennen kann, wäre imho also erstmal die Frage zu klären, welches Wasser er denn gegen welches wechseln würde.
Platt gesagt: Ist das Wechselwasser wirklich "besser" als das Beckenwasser?
Greetz Hartmut

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Postby kalkreiber80 » 10 Aug 2013 07:32
Hallo,

tja, was mach ich jetzt ?????

Ich häng nochmal die Wasseranalyse vom Wasserverband an. So sollte es eigentlich aus der Leitung kommen.

Wasserwerte Leitung.PDF
(121.44 KiB) Downloaded 130 times



Zu dem EasyCarbo, also ich würde sagen das im Moment eigentl. nix bringt. Ich habe aber auch erst vor zwei Wochen wieder damit angefangen. Weil ich eben dachte das es evtl. doch hilft.

Das was ich bis jetzt gemacht habe war nur das Bittersalz ins Becken getan. Seitdem habe ich auch erstmal nicht mehr gedüngt. Morgen Abende werde ich nochmal die Werte messen.

Was ich auch feststelle das sich vermehrt Mulm am Boden absetzt obwohl die Filter sauber sind. Das war früher auch nicht. Ist das ein Zeichen das Pflanzen absterben?

Der Fischbesatz hält sich in Grenzen es sind folg. Fische drin:

20 Trauermantel
10 Otos
4 Maronis
1 Skalar (Überbleibsel von 5 Stück, akzeptiert keine neuen Kollegen)

Ich hätte evtl. noch einen Punkt was mit den Algen zu tun haben könnte.
Am Morgen scheint immer die Sonne ins Becken auf einer Fläche von ca. 60x30cm für ca. 2h im Hochsommer.

Seit meiner letzten Algenaktion, sind Sie wieder ganz schön gewuchert.

Fotos folgen.

Danke

Gruß Jan
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Postby emzero » 10 Aug 2013 10:47
Hallo Jan,

Danke für die Trinkwasseranalyse. Du hast allgemein ein sehr nährstoffarmes Wasser (und direkte Hinweise zu Deinem Problem kann ich in dem Wasser nicht erkennen :thumbs:)
Um die Verhältnismässigkeiten der Nährstoffe nicht durcheinander zu bringen, würde ich die Wert für insbes. N-P-K deshalb nicht zu hoch ansetzen (die in diesem Thread genannten Zahlen sind dazu sehr interessant)
Allerdings sind die Werte für NO3, PO4 und insbes. K+Mg etwas sehr knapp.

Um also gute Wasserwerte für Dein Pflanzenwachstum hinzubekommen, würde ich folgendermassen vorgehen:

1. Magnesium beim WW per Bittersalz auf 6-8 mg/l aufdüngen (Nährstoffrechner), um Ca:Mg auf 4:1 (ggf. 3:1) zu bringen

2. Nitrat und Kalium beim WW auf ca. 10 mg/l (aufgrund der geringen Stoffdichte, insbes. Ca, würde ich nicht dauerhaft höherere Werte einstellen) aufdüngen, und hier ein ungefähres 1:1-Verhältnis zu erreichen. Hier gibt es allerdings auch Ansichten (s. Link oben), Kalium höher anzusetzen.
Dann zu Anfang öfter mal messen, und täglich soviel N+K zugeben, dass diese Werte in etwa erhalten bleiben - Du also täglich nur den Verbrauch zudüngst.

Hier gibt es allerdings das Problem, dass Du Kalium nicht messen kannst, und der NO3-Verbrauch meistens höher ist als der von Kalium. Deshalb finde ich hierfür einen Kaliumnitrat (KNO3)-basierenden Dünger optimal, der N:K im Verhältnis von 10:6 zugibt (AR Makro-Basic N - oder ggf. direkt KNO3 aus der Apotheke)

3. Phosphat ist mannigfaltig problematisch und ich bin ich aus leidiger Erfahrung nicht mehr dafür, hier dauerhaft hohe Werte zu fahren, sondern Phosphat immer nur einmalig beim WW auf Stoss zu düngen (Forumssuche "Stossdüngung" Author: "nik").
D.h. beim WW soviel PO4 zugeben, dass es bis allerspätestens zum nächsten WW (gern ein paar Tage früher, da Pflanzen sich bei PO4 bevorraten) aufgebraucht ist. Auch hier wirst Du also erstmal etwas messen müssen, um den Verbrauch zwischen den WW rauszufinden.

Ich kenne mich nicht so gut mit fertigen Düngern aus, aber hierfür könntest Du Dir 4 Substanzen rel. preiswert aus der Apotheke holen, und Dir dann mit Hilfe des Flowgrow-Nährstoffrechners passend zusammenbasteln:
Magnesiumnitrat (Bittersalz)
Kaliumsulfat
Kaliumnitrat
Kaliumhydrogenphosphat

Statt der letzten drei täte es vermutlich auch ein fertiger NPK-Dünger für die Stossdüngung beim WW und ein N+K-Dünger für die tägliche Zugabe, aber bzgl. der Inhaltsstoffe einzelner Dünger kenne ich mich leider nicht so gut aus, da ich es mir lieber individuell passend zurechtmixe.

Mit Eudrakon N wäre ich im Rahmen der Fadenalgen-Problematik erstmal zurückhaltend, da er auch Ammonium/Urea enthält, und Stickstoff erstmal nur über NO3 düngen (s. Empfehlung oben)
Lt. http://aquascaping.flowgrow.de/aquascaping/naehrstoffe/item/161-method-of-controlled-imbalances sollen Fadenalgen nämlich auf Ammonium zurückzuführen sein. Ob das in dieser Absolutheit stimmt, würde ich erstmal mit einem Fragezeichen versehen, würde aber erstmal trotzdem diese Möglichkeit mit einbeziehen, bis die Algen wirklich weg sind.


P.S.: O.g. Tip, den SE-Dünger zu reduzieren bitte, insbes. wenn Du PO4 runter fährst (PO4 bindet einiges an insbes. Eisen), bitte dringend beherzigen!
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Postby kalkreiber80 » 11 Aug 2013 07:30
Hallo,

danke für die Tipps ich werde Sie versuchen umzusetzen.
Könnte ich auch gleich den NPK von AR verwenden um die angegebenen Werte zu erreichen ?

Was meint Ihr trotzdem für eine Woche dunkelkur ?

Würde es zum jetzigen Zeitpunkt bzw. nach der Dunkelkur etwas bringen ein Paket mit schnellwüchsigen Pflanzen einzusetzen ?

Ich werde heute den großen WW vornehmen und die Algen entfernen.
Fotos & Wasserwerte von Vorher und Nachher werde ich heute noch einstellen.

Danke

Gruß Jan
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Postby tobischo08 » 11 Aug 2013 11:39
Hallo Jan,
kalkreiber80 wrote:Was meint Ihr trotzdem für eine Woche dunkelkur ?

Das war ein vorschlag um die Algen los zu werden um danach quasi bei 0 anzufangen...
kalkreiber80 wrote:Würde es zum jetzigen Zeitpunkt bzw. nach der Dunkelkur etwas bringen ein Paket mit schnellwüchsigen Pflanzen einzusetzen ?

Das ist eigendlich immer nicht schlecht für den (neu)anfang.
kalkreiber80 wrote:Könnte ich auch gleich den NPK von AR verwenden um die angegebenen Werte zu erreichen ?

Das würde ich nach der Dunkelkur machen.

Tobias
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Postby emzero » 11 Aug 2013 12:59
Könnte ich auch gleich den NPK von AR verwenden um die angegebenen Werte zu erreichen ?

Hallo Jan,

dafür hat der liebe Gott (oder war es das Flowgrow-Team? :? ) den Nährstoffrechner erschaffen :)
db/calculator/dose?tankvolume=100&interval=7&components[1][nutrientCode]=nitrate&components[1][fertilizerEntityId]=636&components[1][dose]=25&components[2][nutrientCode]=phosphate&components[2][fertilizerEntityId]=&components[2][dose]=&components[3][nutrientCode]=potassium&components[3][fertilizerEntityId]=&components[3][dose]=&components[4][nutrientCode]=iron&components[4][fertilizerEntityId]=&components[4][dose]=&components[5][nutrientCode]=calcium&components[5][fertilizerEntityId]=&components[5][dose]=&components[6][nutrientCode]=magnesium&components[6][fertilizerEntityId]=7833&components[6][dose]=4&nitrate=4&phosphate=0.02&potassium=1.1&calcium=&magnesium=2.4&waterchange=7&waterchangepercent=0

Also bei 25 ml + 4 g Bittersalz auf 100 ltr. Frischwasser passt das imho schon ganz gut.
Das Bittersalz würde ich echt noch dazu geben. 100g in Apothekenqualität kosten ca. 5 EUR. Im Raiffeisenmarkt bekommst Du dafür einen Sack, der bis bald an Dein Lebensende reichen wird.

Ich glaube allerdings nicht, dass Dein Becken für 14 Tage mit dieser Menge Phosphat auskommt.
Du kannst es natürlich (auch schon aus reinem Interesse) erstmal so probieren und messen, wann das PO4 verbraucht ist bzw. ob und wann die Pflanzen Mangel zeigen (PO4-Speicherkapazität) oder erste grüne Punktalgen auftreten. Dann kannst Du auch die benötigte Menge für 14 Tage besser abschätzen
Hier fehlt mir einfach die :glaskugel:
Aber ich denke, Du wirst den AR NPK bei dieser Vorgehensweise noch mit etwas Kaliumhydrogenphosphat oder AR MB Phosphat aufmotzen müssen.
Greetz Hartmut

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Postby kalkreiber80 » 11 Aug 2013 18:16
Hallo,

ich werde wie folgt vorgehen.

Heute habe ich den großen WW gemacht (ca. 325L --> das Becken hat einen geschätzten Inhalt von ca. 400-450L).

Ich schalte heute noch das Licht und das CO2 für eine Woche aus und verdunkle das Becken komplett (ich gebe keinerlei Dünger etc. dazu). Ich habe keine Sauerstoffpumpe, kann ich auch den Filterausströmer so einstellen das er genug Blasen erzeugt ?

Während bzw. nach der Woche werde ich folgendes tun.

- AR-NPK Dünger bestellen (was ist besser, nach der Woche sofort auf Stoß zu düngen oder doch nur die tägliche Zugabe?)

- Werde zuvor meine Werte messen und dann dementsprechend Dünger zugeben
- Mg werde ich auch noch mit hinzufügen
- CO2 einschalten
- Licht auf 7h ohne Pause (CO2 werde ich ohne Versatz ein und Ausschalten Licht an = CO2 an / Licht aus = Co2 aus)
- Kein FE hinzufügen

Falls der NPK nicht ausreicht habe ich zur Not auch noch AR-Phosphat und Kalium da. Habe auch noch beim Suchen der Membranpumpe noch einiges anderes an Düngern gefunden (Ferrdrakon / Ferrdrakon K).

Nach ca. 2 Tagen werde ich dann messen um zu sehen wie sich die Nährstoffe eingepegelt haben und dann dementsprechend nachdüngen oder eben wieder reduzieren. Dies werde ich solange tun bis die Werte konstant bleiben.

Wenn´s dann evtl. wieder laufen sollte werde ich dann langsam mit Fe beginnen.

So hier mal noch paar Bilder (Vorher / Nachher):
Ich hab Sie mal als PDF eingefügt (Bildergröße):

Algen Vorher.pdf
(933.16 KiB) Downloaded 145 times


CO2-Test vor WW.pdf
(453.28 KiB) Downloaded 100 times


Gesamt Vorher.pdf
(247.2 KiB) Downloaded 112 times


Wasswechsel (Menge).pdf
(243.31 KiB) Downloaded 90 times


Nachher.pdf
(821.76 KiB) Downloaded 139 times



Die jetzigen WW muss ich erst noch messen ich stell Sie dann noch mit ein.

Gruß Jan
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Postby kalkreiber80 » 11 Aug 2013 19:26
Hallo,

achso hatte ich im vorhergehenden Post vergessen.

Ich werde nach der Dunkelkur noch schnellwachsende Pflanzen einsetzen.

Gruß Jan
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Postby kalkreiber80 » 13 Aug 2013 19:14
Hallo,

hat niemand mehr etwas zu meinen zwei letzten Posts zu sagen ?
Vor allem in Bezug auf die Bilder (CO2-Dauertest / Algen etc.) und die Sache mit dem Sauerstoffsprudler ?
Ist mein geplantes vorgehen erst mal so i.O. ?

Achso das Becken ist seit Sonntag komplett eingepackt.

Danke

Gruß Jan
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Postby Matz » 13 Aug 2013 19:39
Hallo Jan :-),
ich denke, das ist ok so!
Bitte nach der Dunkelkur nochmal einen guten Wasserwechsel mit absaugen, da könnte schon so einiges "rummulmen" dann.
Dein Dauertest sieht eig. ok aus, für meinen Geschmack dürfte er noch ne Spur heller sein. Hängt aber auch vom Besatz ab, was die abkönnen.
Ich denke ein Sprudler wäre besser, aber wenn du ndeinen Auslauf so einstellst, dass er leicht plätschert, sollte es auch ok sein.
CO2 würde ich jetzt gefühlt nicht ganz ausschalten. Ich weiß nicht wirklich genau, was während der Dunkelkur mit dem Zitronensäurezyklus abgeht (ob da überhaupt was abgeht), kann mir aber nicht vorstellen, dass gar überhaupt nix passiert (ohne Licht). Deshalb würde ich ein wenig CO2 pro Tag zugeben.
Wie gesagt: reine "Bauchsache" :pfeifen: !
Bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby emzero » 14 Aug 2013 10:22
Hallo Jan,

sorry dass ich mich nicht mehr gemeldet habe, aber beim Thema Dunkelkur kann ich nicht gut mitreden. Ich habe das nur mal bei einer Blaualgenplage praktiziert und das ist auch schon 20 Jahre her.

Da Grünalgen den Pflanzen sehr nahe stehen, "bekämpfe" ich sie eigentlich immer nur indirekt, indem ich versuche, eine Stärkung der Pflanzen und eine generelle Stabilisierung des Beckens zu erreichen.

Ich erlebe Grünalgen-"Plagen" eigentlich immer als Resultat eines stockenden Pflanzenwuchses (zuletzt z.B. beim Lampenwechsel). Sobald "das Problem behoben" ist und die Pflanzen wieder richtig loslegen, verschwinden sie normalerweise mit der Zeit von alleine. Ich versuche dann nur, so viel wie möglich Algen mechanisch zu entfernen, um den Prozess zu beschleunigen.

Ich habe es auch mal mit H2O2 probiert, hatte aber nicht den Eindruck, dass es etwas gebracht hat, und fürchte, dass die zwar sichtbare Schädigung der Algen durch das H2O2 durch eine gleichzeitige Schädigung der Mikroflora/-fauna und ggf. sogar der Pflanzen aufgehoben wurde, und sich dadurch ggf. sogar kontraproduktiv ausgewirkt hat.

Ich würde mich aber freuen, wenn Du mal berichtest, was die Dunkelkur bei Dir gebracht hat.
Greetz Hartmut

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Postby kalkreiber80 » 14 Aug 2013 20:24
Hallo,

@Matz:
Dein Dauertest sieht eig. ok aus, für meinen Geschmack dürfte er noch ne Spur heller sein. Hängt aber auch vom Besatz ab, was die abkönnen.


Um diese Färbung zu erreichen muss ich schon ca. 3-4Blasen/ Sekunde ins Becken jagen.

Einleitung: Inline Atomizer - Diffusor

Keine starke Oberflächenbewegung,

Gruß Jan
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Postby troetti » 14 Aug 2013 20:58
kalkreiber80 wrote:Um diese Färbung zu erreichen muss ich schon ca. 3-4Blasen/ Sekunde ins Becken jagen.

Ja und?
Man sollte nicht die Blasen pro Sekunde zählen, sondern auf die Färbung des Dauertest's achten. :wink:
Um die richtige CO2-Zufuhr in meinem Becken zu erziehlen, sind es mit Sicherheit 4 Blasen in der Sekunde. :smile:
Gruß Eddy
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