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38 Beiträge • Seite 2 von 3
Beitragvon kurt » 19 Jun 2016 19:51
Hallo Volker,

Wassersäulendüngung, mein Unbehagen.
Ich habe weiter düngen lassen wie vorher (Mager), nicht der Situation angepasst.
Nach meiner Rückkehr gemessen, alle Werte waren im Rahmen.
Fe = auch nicht nachweisbar, trotzdem Bartalgen.
java97 hat geschrieben:Es wurde also in Deiner Abwesenheit zu üppig gedüngt? Was lief da genau falsch?

Zum Ablauf 15.04.
Da habe ich vergessen,
Calcium noch um 10 mg/l angehoben.
Die Bodendurchsickerung in Betrieb genommen.
Gedüngt wurde die Bodenkammer mit Urea (erste Mal, noch keine Erfahrung damit). :irre:
Guck mal
Das könnte das zu viel des guten gewesen sein? :pfeifen:

Nach Aussetzung der Düngung (1 Woche) waren die Bartalgen dann so gut wie verschwunden.
Nun ist alles wieder auf vorherige Werte und Verhältnisse bis auf die noch erhöhte KH = 3.
Die Karbonathärte lasse ich jetzt wieder auf < 2 sinken/verbrauchen (mein Standardwert).
Mal sehen wie die Pelzalgen reagieren. :?
Gruß Kurt
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Beitragvon chrisu » 19 Jun 2016 19:58
Hallo Kurt,

ich hatte mal Bartalgen durch Ammoniumdüngung.
Mfg Christian
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Beitragvon java97 » 19 Jun 2016 21:10
Hallo Kurt, Hallo Christian,
Von Urea und Ammonium lass ich die Finger. Hatte auch mal Bartalgen während dem Einsatz dieser Substanzen.
Es gibt ja Alternativen: Ich verwende Ca-, Mg- und KNO3 und gleiche die dadurch langsam steigende GH alle paar Wochen durch Mini-Wasserwechsel mit ca. 20l Osmose-Wasser aus.
Kurt, verbraucht sich die KH durch Denitrifizierung bei Dir schnell?
Ich kann diesen Effekt in meinem260l- quasi-Altwasseraquarium, trotz mitlerweile recht vielen Fischen (ca. 40 Stck. a ca. 2-3 cm , einer recht produktiven Horde Endler und ein paar Zwergpanzerwelsen) nicht wirklich feststellen. Die KH hält sich trotzdem stabil bei 3. Ich dünge extra wenig Kalium über Kaliumnitrat, damit ich die KH dann mit Kaliumcarbonat pimpen kann aber sie will partout nicht sinken...vielleicht müssen sich die Endler noch etwas vermehren oder meine morgigen Neuzugänge, 8 Iriatherina Werneri werden dazu beitragen...??
Wie viele Fische hast Du?
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon chrisu » 19 Jun 2016 21:34
java97 hat geschrieben:Hallo Kurt, Hallo Christian,
Von Urea und Ammonium lass ich die Finger. Hatte auch mal Bartalgen während dem Einsatz dieser Substanzen.

Hallo Volker,

ich bin großer Fan dieser Substanzen! Wie es aussieht brauchen manche Becken nur Zeit sich daran zu gewöhnen. Damals habe ich von reiner KNO3-Düngung von heute auf morgen auf recht üppige Ammoniumdüngung umgestellt. Das war die Stunde der Bartalgen.
Nach einer gewissen Zeit verschwanden die Bartalgen wieder und kamen selbst bei noch höherer Dosierung nie wieder!
Durch Ureadüngung hatte ich noch nie Probleme mit Bartalgen.
Mfg Christian
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Beitragvon java97 » 19 Jun 2016 21:39
Hallo Christian,
Schön, dass es bei Dir funktioniert. Vieleicht täte es das ja auch bei mir aber ich sehe, abgesehen von preis, eigentlich keine Notwendigkeit dafür.
Wie haltbar ist eigentlich eine angerührte Urea-bzw. Ammonium-Düngelösung?
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon chrisu » 19 Jun 2016 21:51
Hallo Volker,

ich verbrauche meine Düngerlösungen innerhalb von 3-4 Monaten. In der Zeit gabs noch keine Probleme.
Mich hat Ureadüngung überzeugt weil die Pflanzen es sehr mögen, ich kein Kalium zuführe und ich für wenig Geld Unmengen an Dünger herstellen kann.
Mfg Christian
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Beitragvon java97 » 19 Jun 2016 22:35
Hallo Christian,
Vielleicht versuch ich´s ja noch mal.
Man muss die Dosierung langsam steigern, richtig?
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon chrisu » 19 Jun 2016 22:37
Ja ich würde auf jeden Fall mit sehr geringer Dosierung starten und schön langsam steigern.
Mfg Christian
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Beitragvon java97 » 19 Jun 2016 22:47
Hallo Christian,
Alles klar! Danke!
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon Plantamaniac » 20 Jun 2016 07:59
Hallo, wenn noch jemand Pelzalgen hat, also diese rasenartigen, grünen, 1-3mm lang, kann
Otothyropsis piribebuy/ kleiner brauner Oto und Macrobrachium peguensis versuchen.
Die rotten sie zwar nicht aus, halten sie aber so kurz das man sie kaum noch sieht.
Die KBO haben bei mir permanent Laichansatz :D
Die Orange Sakura und Deepbluetiger im Becken weiden sie ehr lieber ab :wink:

Platzen aber auch bald vor Eiern :lol:
Das Bild ist entstanden, bevor 10 KBO eingezogen sind. Jetzt sieht das ehr aus wie Staubalgen.
Seitenscheiben putze ich grundsätzlich nicht. Futter für die Tiere :thumbs:
Die Macrobrachium in einem andern Becken bücken sich und beißen ab.
Aber nur wenn man sie mit leckerem andern Futter knapp hält und sie langeweile haben.
Das aber dann Flächendeckend und gründlich.
Gestern Abend erst wieder zugesehen, wie mehrere sich die Vallisnerien im oberen Bereich vorgeknöpft haben.
Die Pelzalgen sind aber in dem Becken so kurz rasiert, das man sie kaum sieht.
Chiao Moni
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Beitragvon kurt » 20 Jun 2016 11:45
Hallo zusammen,

java97 hat geschrieben:Hallo Kurt, Hallo Christian,
Von Urea und Ammonium lass ich die Finger. Hatte auch mal Bartalgen während dem Einsatz dieser Substanzen.
Es gibt ja Alternativen: Ich verwende Ca-, Mg- und KNO3

@ Volker,
Nitrat ist ja OK, man braucht aber auch PO4.
PO4 über K2HPO4 ? Wohin mit den ganzen Kalium?
Ammonium (NH4)H2PO4 ist eine elegante Umgehung der von daher rührender Akkumulation.
Ich dünge auch schon über lange Zeit ohne Probleme Ammonium, da bin ich bei Christian. :wink:

java97 hat geschrieben:Kurt, verbraucht sich die KH durch Denitrifizierung bei Dir schnell?

neee… 1 KH, das dauert schon Monate.
Hinzu kommt, ich fülle ja verdunstetes Wasser durch VE- Wasser nach.
Deshalb auch über CaCO3 Calcium/Karbonat Anreicherung.

Denitrifizierung kompensiert den KH Abbau.
Denitrifizierung ist fraglich, wenn dann wo und in welcher Größenordnung?

Wasserverhältnisse und Algenwuchs stehen im Zusammenhang, das ist unstrittig.
Ich möchte darüber den Algenwuchs im Rahmen halten, heißt nicht störend, wenig sichtbar.

Mein Problem sehe ich er in den zusätzlichen Versuchen mit der Bodendurchsickerung.
Mich interessiert das Wurzelverhalten bei Düngung über den Bodengrund, Standzeit langfristig gesehen (Jahre).
Da muss ich noch eine klare Linie reinbringen.
Überwiegend bekomme ich Probleme bei Makros, SE weniger.
Heißt geduldig weiter beobachten, messen…
Zu Urea hat mich Martin (Biotoecus) sein Bodenkammer Versuch inspiriert.
Gruß Kurt
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Beitragvon java97 » 20 Jun 2016 12:56
Hallo Kurt,
kurt hat geschrieben:Nitrat ist ja OK, man braucht aber auch PO4.
PO4 über K2HPO4 ? Wohin mit den ganzen Kalium?

Mit dem "ganzen" Kalium??
1mg/L PO4 bringt gerade mal "lächerliche" 0,41 mg/l Kalium ins Wasser. Ich dünge wöchentlich 0,3-0,4 mg/l PO4, das macht also max. 0,164 mg/l Kalium pro Woche, was also höchstens 1/12 des wöchentlichen Verbrauchs von geschätzten 2 mg/l ist. Da muss/kann ich also noch ein wenig Kaliumnitrat düngen um den Kaliumbedarf zu decken.
Du siehst also, das die PO4-Düngung über KH2PO4 nun wirklich kein Problem ist.
Hinzu kommt, ich fülle ja verdunstetes Wasser durch VE- Wasser nach.
Deshalb auch über CaCO3 Calcium/Karbonat Anreicherung.

Was soll sich da durch entmineralisiertem Wasser anreichern??
Denitrifizierung kompensiert den KH Abbau.
Denitrifizierung ist fraglich, wenn dann wo und in welcher Größenordnung?

Ich meine den bakteriellen Abbau von Fischausscheidungen zu Nitrit-Nitrat (heißt das nicht so?).
Dabei wird doch KH verbraucht, oder nicht?
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon kurt » 20 Jun 2016 14:49
Hallo zusammen,

java97 hat geschrieben:Mit dem "ganzen" Kalium??

Verhältnisse, K2HPO4 (Dikaliumhydrogenphosphat).

Symbol......Element....... Atomgewicht...... Atome... Massenprozent
...K..................Kalium.............. 39,0983.....................2.......... 44,8952 %
..H...............Wasserstoff.............1,00794.................. 1........... 0,5787 %
..P..................Phosphor.............30,973762................1...........17,7830 %
..O................Sauerstoff.............15,9994................... 4...........36,7431 %

java97 hat geschrieben:Was soll sich da durch entmineralisiertem Wasser anreichern??

nichts…aber man verdünnt:
Calciumzugabe ist als gesonderte Einzelkomponente zu sehen, Grund, Antagonismus, schlecht löslich.

java97 hat geschrieben:Ich meine den bakteriellen Abbau von Fischausscheidungen zu Nitrit-Nitrat (heißt das nicht so?).
Dabei wird doch KH verbraucht, oder nicht?

Nitrifikation...ja die baut KH ab,
Reaktion,
1. Eiweiß (im Fisch).............zu Harnstoff
2. Eiweiß (im Wasser).........zu Aminosäuren
3. Aminosäuren..................zu Ammonium
4. Harnstoff.........................zu Ammonium
5. Ammonium.....................zu Nitrit
6. Nitrit............................... zu Nitrat

Denitrifikation = 7
Reaktion,
7. Nitrat..............................zu Stickstoff = kompensiert.

@ Volker, wir sind in einem Algen Thread… :?
Gruß Kurt
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Beitragvon java97 » 20 Jun 2016 15:39
Hallo Kurt,
kurt hat geschrieben:Verhältnisse, K2HPO4 (Dikaliumhydrogenphosphat).

Symbol......Element....... Atomgewicht...... Atome... Massenprozent
...K..................Kalium.............. 39,0983.....................2.......... 44,8952 %
..H...............Wasserstoff.............1,00794.................. 1........... 0,5787 %
..P..................Phosphor.............30,973762................1...........17,7830 %
..O................Sauerstoff.............15,9994................... 4...........36,7431 %


Jetzt erst bemerkt:
Warum nimmst Du K2HPO4 und nicht KH2PO4??
Das hat natürlich ein viel "ungünstigeres PO4/K-Verhältnis" als KH2PO4.
Trotzdem würde auch das bei bedarfsgerechter Po4-Düngung nur einen Bruchteil des wöchentlichen Kaliumverbrauchs abdecken.
Hast Du mal ermittelt, wie viel mg/l Kalium Dein Aquarium pro Woche verbraucht?
Ich muss jedenfalls trotz KNO3-Anteil in meinem NO3-Dünger und Po4-Düngung über KH2PO4 ab und zu Kalium zudüngen, damit es nicht in den Mangel gerät.


Nitrifikation...ja die baut KH ab

Die meinte ich. :wink:

nichts…aber man verdünnt:
Calciumzugabe ist als gesonderte Einzelkomponente zu sehen, Grund, Antagonismus, schlecht löslich.


Sorry aber manchmal werde ich aus Deinen stichwortartigen Aufzählungen/Notizen nicht schlau... :?
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon kurt » 20 Jun 2016 19:08
Hallo Volker,

java97 hat geschrieben:Jetzt erst bemerkt:
Warum nimmst Du K2HPO4 und nicht KH2PO4??

Ein Teil meiner Chemikalien haben sich zufällig ergeben, beim Labor aufräumen. :D

Hatte mal mit PPS-Pro angefangen und dadurch eine Kaliumanreicherung gehabt die weit über den Messbereich des Kaliumtest war.
Meine darauf neu angesetzte Stammlösung hat auf 1 Liter 35g KNO3 / 30g K2SO4 / 7g K2HPO4.
Davon habe ich täglich 2 ml eingegeben, Kaliumwert hat sich da nicht Messbar verändert.

Daraufhin habe ich Kaliumfrei über Ammonium gedüngt bis der Gehalt unter 10 mg/l war,
das dauerte Monate.

java97 hat geschrieben:Hast Du mal ermittelt, wie viel mg/l Kalium Dein Aquarium pro Woche verbraucht?

nee…probiere zwischenzeitlich ja mit Ionenverschiebungen (Algenreaktionen testen).
Messe deshalb lieber regelmäßig, gleiche dann mit Einzel Komponenten auf gewünschte Werte aus.

nichts…aber man verdünnt:
Calciumzugabe ist als gesonderte Einzelkomponente zu sehen, Grund, Antagonismus, schlecht löslich.

Über CaCO3 = Calcium mit gleichzeitiger KH Erhöhung.
Wie kommt man besser auf ein gewünschtes Ca. / Mg. Verhältnis + KH wenn man kaum Wasser wechselt
und nur Osmose Wasser nachfüllt?

java97 hat geschrieben:Sorry aber manchmal werde ich aus Deinen stichwortartigen Aufzählungen/Notizen nicht schlau... :?

nun…ich habe keine Lust Romane zu schreiben, du hast mich jetzt genug auf Trab gehalten. :smile:
Gruß Kurt
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