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Beitragvon Marv2911 » 02 Jan 2017 14:00
nik hat geschrieben:Hallo Marv,

erst mal Danke für die Schilderung. Ich nutze ja, wenn Salicylsäure nötig, AlgExit, bin aber mit der Vergleichbarkeit darauf basierender Mittel vorsichtig. Mich springt das ziemlich deutlich an, dass das Becken biologisch ziemlich aus dem Ruder ist und erinnert mich an mein 90x45x45, welches ich bewusst nur mit "Baumarktpflanzen" aufgesetzt hatte. Daraufhin ähnelte das deinem doch sehr, zusätzlich Cladophora spec. und sogar schwarz werdendem Sand unter dem unter Blaualgenbelägen absterbenden HCC. Sozusagen alles außer Rotalgen. Da hatte ich dann doch Zweifel das Becken hinbekommen zu können. Ging aber, selbst der Sand wurde wieder hell. Meine Mittel sind AlgExit, nutze ich aber nur bei der Clado spec., Microbe Lift Special Blend in Kombination mit Nite Out II, 6h volles Licht ohne irgendwelche Dimmphasen, geringer Besatz und keine Substratfilterung, d.h. nur mit einem 400 l/h Pümpchen gerührt und möglichst trotzdem mind. Makros zugegeben. Eisenvolldünger kann man schon mal sein lassen. Den UV-C wegen der Algenblüte nicht zu vergessen. Skimmer hatte ich damals noch nicht, inzwischen den von Eheim - und den kann ich dir, wenn ich die Oberflächen deines Beckens sehe, nur dringend empfehlen! Was ich treibe, steht in meiner Sig, leider inzwischen sehr umfangreich. Bodengrund kann ich auf deinen Bildern nicht erkennen, die gedüngten Soils machen mir das nährstoffmäßig undurchsichtig, bin ich kein Fan von, aber ansonsten denke ich schon, das Becken kann man gerade ziehen. -Aber nicht hier. ;)

Gruß, Nik


Hallo Nik, also zur Vergleichbarkeit FAS und AlgExit, Bin ich ziemlich Überrascht!!
Gerade was das Pflanzenwachstum grad im Rahmen der Behandlung beträgt, Alle Pflanzen wuchsen wirklich gut, gefühlt sogar besser. Grad HCC musste ich 2 mal Zurück schneiden! An der Pogostemon Stellatus knickte der Kopf leicht und die "Broad Leaf" Bekam bei den neuen Trieben ZIemlich helle fast Weißliche Blätter auch leicht gedreht. Genauso die Kleine Schwertpflanze in der Mitte ziemlich Glasige Blätter. Ob das jetzt auf einen Mangel zurück zu führen ist oder an der Salicylsäure liegt kann ich nicht beurteilen.

Rotalgen hab ich PInsel und Bartalgen auch schon durch
Boden ist ADA Amazonia, Mitte Kies war mal Deko, jetzt wiese! :D
MC SB und Nite Out hab ich auch schon versucht, sag ja hab hier lange gelesen und vieles versucht.
Aber wie gesagt nicht hier, werd dann noch nen THread eröffnen.

Zurück zum Thema,
Wege der Oberfläche die war währen der Behandlung ausser an ruhigen Berreichen auch relativ klar und sauber, auch wenn das auf den Bildern nicht so aussehen mag.
UVC habe ich schon lange nicht mehr dran.
wenn meine Scheiben aber sauber sind, ist das Wasser Klar.
Liegt alleine an der Tollen Grünzierde Der Scheiben.
Werde Später das Becken reinigen. Die Fäden absaugen dann mal erst vorsichtig geringe Werte aufdüngen
und dann mal mit der H2O2 Keule Probieren.
Habt ihr den FIlter eigentlich weiter laufen lassen oder Kurze zeit ausgelassen und mit zusätzlicher Strömungspumpe behandelt??

Danke Enyo!
Wie du links im Becken siehst, hab ich eine ART twinstar im Becken.
Kommt aber aus China bis 600L becken.
Da der Twistar für dieses Volumen anscheinend keine Programmierung vorgesehen hat, und ich bei dem Preis ehrlich gesagt keine 2 Einsätzen wollte (auch Optisch) hab ich da gespart.
Wobei dir Alge bei mir ziemlich unbeeindruckt von dem Gerät ist! ;)
Grüße Marv
Marv2911
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Beitragvon Setsch » 25 Mär 2017 10:50
Hallo zusammen,

ich habe vor 2 Wochen mein Becken neu aufgesetzt und habe einen ziemlich krassen Algenbefall. Ich gehe stark davon aus, dass es sich um die besagte Staubalgenart handelt :-/
Allerdings ist auch auf Pflanzen und Steinen ein grüner Belag, der sich allerdings relativ leicht wegwischen lässt und sich anschließend im Wasser verteilt. Ich hatte neulich die Scheiben mit einer Karte abgezogen - Ergebnis: nach 2-3 Tagen waren sie wieder zu (siehe Bilder).

Wie man dem Thread entnehmen kann, ist die beste Lösung das Aussitzen, richtig? Also einfach ganz normal weiter düngen und nichts von den Algen entfernen. Das Problem löst sich dann von selbst?

Ich dünge nach dem wöchentlichen Teilwasserwechsel mit KNO3 und K2PO4 NO3 auf 20 mg/l und PO4 auf 1mg/l auf.
dann wird am nächsten Morgen eine geringe Menge Profito gedüngt. Am Tag drauf wird mit Fetrilon FE auf 0,1 mg/l aufgedüngt. Bin noch am Testen, wie hoch der Verbrauch des Beckens ist. Über dem Cube hängen 2x 11W Nano Lights. Gerührt wird über einen Hang-on Filter ohne Filtermaterial.

Hier ein paar Bilder des "Grauens" :flirt:
343483434734346

Schöne Grüße
Sascha
Setsch
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Beitragvon Marv2911 » 07 Mai 2017 18:22
Also zum feedback von mir.
Habe es mit der H202 Variante nicht in den begriff bekommen.
Habe danach Beleuchtung auf 6h reduziert. Algexit. Danach Microbe lift SB und Nite Out versucht.
Und hab jetzt nach über einem Jahr, sogar fast 1 1/2 sämtliche Tips und Varianten was ich hier im Forum gelesen hab, Nicht im den Griff bekommen. Immer nach einer Woche Scheiben zwar nur leicht grün, Aber grün. Und auf steinen und Pflanzen auch. Meine Geduld ist am Ende und habe beschlossen, dass ich es erstmal stilllegen werde. Weil ich mehr als genug Geld wort wörtlich "VERSENKT" habe und meine Nerven erst!
Es ist mehr ein schlechter statt schöner Blickfang spricht alles für sich.
Werde es jetzt ohne putzen usw einfach mal laufen lassen und mein Kleines Becken demnächst wieder einrichten. Wo die Fische dann umziehen. Habt ihr irgendwelche Tipps beim stillegen. Kann ich das Soil iwie retten? Und die Pflanzen vorübergehend? Bin echt geknickt, aber keine Lust mehr.
Grüße Marv
Marv2911
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Beitragvon JasonHunter » 10 Sep 2017 19:13
Hallo Marv,

Ich hatte das gleiche wie du, auch das gleiche ausprobiert, bis ich Walderde benutzt habe. 3x einen Aufguss aus Walderde innerhalb einer Woche hat das Problem restlos eliminiert, in 2 Becken gleichzeitig! Übrige grüne Beläge auf Steinen werden von Garnelen abgeweidet und kehren nicht mehr zurück.
Teichschlamm geht übrigens auch, soll noch effektiver sein.

Probiert mal die natürliche und kostenlose Variante bevor ihr unnötig Geld ausgebt. Bei mir hatte ich nie Erfolg mit Algexit, Microbelift und co... ausser Easy Carbo bei Rotalgen.

Grüsse,

Jason
Mein 50l Nano "Wildscape"

Wildscape
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Beitragvon Mirko1996 » 18 Jul 2018 16:30
Hallo alle zusammen,

Vorgeschichte
natürlich habe ich die Pest auch bekommen. Aber zunächst einmal zum Becken:
30l Nano mit ca. 100 Blue Pearl Garnelen und 2 Geweihschnecken, bepflanzt mit einer Buce, Rotala sp. Green, Staurogyne Repens, und HCC als Bodendecker. Das Becken steht ca. ein Jahr und am Anfang hatte ich extreme Probleme mit Kieselalgen. (identifiziertes Problem: versteinertes Holz als Scaping-Material -> Holz versteinert durch Kieselsäure und gibt diese wieder ans Wasser ab-> Kieselalgen wachsen verstärkt bei zu viel Kieselsäure im Wasser). Also Steine rausgeschmissen und die Kieselalgen sind wie von Geisterhand verschwunden und ebenso schnell war die grüne Scheibenpest da. (Nur auf den Scheiben... alles andere ist Verschont)

Letzte Veränderungen
Bis vor 2 Wochen hatte ich nur Bio-CO2 und bis dahin wuchsen die Algen "moderat" (nach ca. 5 Tagen Scheiben dicht) inzwischen mit Druckgas-CO2 nach 2-3 Tagen dicht. Ich hab auch schon ca. 2 Monate das Becken nicht angefasst und denke dass der Lebenszyklus damit abgewartet war aber die Algen wurden nicht weniger. Als ich die Druckgas-CO2 Anlage in Betrieb genommen habe, hab ich mich endlich mal dazu entschieden zu putzen, aber nach 3 Tagen war wieder alles zu. Die Pflanzen wachsen gut und blubbern am Abend dann auch stark. Also kann ich alle Bedenken hinsichtlich zu wenig Sauerstoff im Wasser, die hier geäußert wurden beräumen.

Meine Theorie
Da meine Freundin so gütig war und mir zum Geburtstag ein Mikroskop geschenkt hat, hab ich mal ein paar von den Algen unter die Linse genommen. Ich kenn mich nicht genau mit den verschiedenen Algenformen aus, aber ich behaupt es sind keine Volvox, wie Tobi zunächst behauptet hat. Könnt euch die Bilder ja selbst mal ansehen.

Euer Erfolg mit H2O2 beeindruckt mich, ich frage mich jedoch warum es so gut funktioniert und vor Allem welche Alternativen es zur Chemiekeule gibt. Da ich kürzlich das Buch von Frau Dr. Walstad gelesen hab, vermute ich entgegen euren Annahmen von Kalium oder Stickstoff oder Phosphat eher Eisen als den Übeltäter. Sie schreibt im Buch darüber, dass man Eisen als limitierenden Faktor für Algen sehen sollte und die Pflanzen sich das Eisen aus dem Boden besorgen können. Mich wundert es auch sehr, dass diese Alge nur an den Scheiben auftritt und nicht auf den Pflanzen.
Ich habe die Vermutung, dass die Pflanzen über ihre Blätter das Eisen aufnehmen, wodurch in deren direkter Nähe kein Eisen mehr vorhanden ist und damit das Wachstum der Algen an der Stelle verhindert(könnte bei dieser Theorie natürlich auch jeder andere Nährstoff sein, wobei Eisen definitiv der ist, der bei allen Düngekonzepten auch am geringsten gedüngt wird). Weiterhin können Algen nur freies Eisen(II) oder Eisen(III) verwerten, was im Wasser eigentlich selten vorliegt. Jedoch wird bei der Fotoreduktion von Eisen dieses freie Eisen gebildet. Die Fotoreduktion läuft am besten mit Wellenlängen im blauen Spektralbereich ab. Jetzt hab ich also auch meine LED-Beleuchtung in der Vermutung. Denn weiße LEDs bestehen eigentlich aus blauen LEDs (haben also einen Peak bei blau) und haben darüber eine mehr oder weniger dicke gelbe Filterschicht um die Farbtemperatur zu beeinflussen. Die selbstgebaute LED-Beleuchtung könnte das ganze also begünstigen.

Die Mikrobiologie in meinem Becken sollte außerdem in Ordnung sein. Ich habe es am Anfang mit ML SB/NO angeimpft und neulich nochmal etwas Teichschlamm hinzugegeben.

Zu den Algen

Jetzt zu den Algenbildern noch etwas: zum Mikroskopieren hab ich die Algen mit einem Schwamm abgezogen und so eine Staubwolke eingesaugt und dann auf den Objektträger getropft. Mir ist aufgefallen, dass die Algen immer mal wieder so kleine Grüppchen bilden. Ich hab die Vermutung, dass sich jeweils immer eine Alge an die Scheibe heftet und aus dieser dann diese kleinen Gruppen herauswachsen. Auf den Bildern sieht man, dass um eine größere meist mehrere kleinere gelagert sind. Beim abwischen von den Scheiben zerstört man vermutlich diese Struktur und macht aus einem Ballen 10 neue Algen was auch das schnelle wieder anheften und vermehren erklärt.




Nächster Schritt ist jetzt erstmal den nächsten (möglichst großen) Wasserwechsel ohne Volldünger zu machen und zu schauen, was die Algen davon halten. Der LED-Beleuchtung kann ich wohl aus finanziellen gründen erstmal nicht zu Leibe rücken.
Mfg Mirko :grow:
Mirko1996
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