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Beitragvon nik » 24 Apr 2014 07:40
Hallo zusammen,

In einem völlig besatzfreien Nano, in dem ich mir eine fluffige, watteartige Grünalge über das neu erworbene Gestein importiert hatte und sich als behandlungsresistentes Übel erwies, habe ich dann ebenfalls mit H2O2, 6%, herum gespielt. Ansonsten ist das Setup filterlos, nur gerührt, mit gewaschenem, feuergebranntem Quarzsand, in vitro Marsilea angustifolia und aufbereitetem, demineralisiertem Wasser.

Meine Strategie waren abwechselnde Phasen von H2O2- und Special Blend Zugaben. Das funktionierte. Ich bin noch nicht sicher ob das nun wirklich in einem guten und stabilen Zustand ist, aber derzeit tut sich in Algen nichts mehr. Allerdings liegt nach der erfolgreichen Operation der Patient M. angustifolia ziemlich ermattet im Bett. Will heißen, optisch ist die Großteils ruiniert und es wird Monate dauern, daraus wieder einen attraktiven Bestand zu machen - wobei ich die Pflanze tendenziell als anspruchsvoll bezeichnen würde. Die sollte man nur in funktionierende Becken setzen.

Gruß, Nik
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Beitragvon Hauerli » 24 Apr 2014 08:42
Hi vielen dank für eure Infos, jedoch scheint mir diese Runde hier ein wenig von dem Thema "Scheibenpest" abzudriften und gehört wohl eher in den Thread bezüglich der H2O2 Anwendung.
Ich denke es ist nur hilfreich wenn man seine H2O2 Anwendung explizit in Richtung Scheibenpest formuliert um andere Leser in diesem Thread nicht weiter zu verwirren, die eure Herangehensweise dann für eine Option bei ihrer Scheibenpest halten.
Hauerli Photography

Grüße,
Max
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Beitragvon Tobias Coring » 24 Apr 2014 08:50
Hi,

Christians Variante wird sicherlich auch bei der Scheibenpest helfen :). Ist ja schon eine gute Dosis.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

Lass es wachsen!

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Beitragvon Hauerli » 01 Mai 2014 11:19
Hi ,


Es scheint wirklich funktioniert zu haben WoW.

Habe die Scheiben komplett abgekratzt, einen sehr großen Wasserwechsel gemacht um möglichst viel der frei schwebenden Alge zu entfernen.
Danach habe ich am ersten Tag mit 20ml 3% Wasserstoffperoxid begonnen, ( 56l Becken ) was ja der Menge von Chris entspricht.
Den ganzen Tag die Fische beobachtet und keine wirkliche Veränderung gesehen.
Ab dem 2en Tag habe ich dann Morgens 20ml und Abends 20ml hinzugegeben.
Dies 3 Tage, am 4 Tag habe ich einen 50% WW gemacht.

Seit 5 Tage habe ich nun keine Anzeichen der Alge.
Normalerweise war diese nach 3 Tagen wieder extrem vorhanden.

PS: Zerstört das Wasserstoffperoxid auch meine guten Bakterien und sollte ich evtl. Aufbereiter hinzugeben ? Bis jetzt sehe ich eigentlich nur eine positive Entwicklung.
Hauerli Photography

Grüße,
Max
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Beitragvon Arami Gurami » 01 Mai 2014 12:39
Hi,
eigentlich kann es nicht schaden, die Mikrobiologie des Beckens nochmal neu anzukurbeln. Ich denke, dass so massive Maßnahmen wie diese Extremkuren mit H2O2, Desamar B100 oder EC schon auch ganz schön dass System angreifen. Es kann natürlich alles gut gehen (vor allem, wenn das Becken vorher auch stabil war).
Es könnte aber z.B. die Gefahr bestehen, dass sich nun Cyanos ausbreiten. Mir ist auf jeden Fall schon zu Ohren gekommen, dass so etwas nach einer Extrembehandlung passiert ist.

Insofern ruhig neu animpfen z.B. mit Special Blend/Nite Out II.
Liebe Grüße,
Aram
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Beitragvon chrisu » 01 Mai 2014 12:50
Hallo,

schaden wird es nicht aber ich hatte nie Probleme. Ich habe während und nach der Kur immer viel Urea und/oder Ammonium gedüngt.
Mfg Christian
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Beitragvon SveK » 27 Mai 2014 20:12
Hallo zusammen ,

ich moechte euch meine Erfahrungen mit dieser verdammten ,ich beschlagnahme dein becken Alge :putzen:
mitteilen .Ich muste mir gut drei Monate das Uebel ansehen ,und wollte schon alles resetten.
Was mich davon abgehalten hat ,war die Tatsachen das trotz allem die Pflanzen ,viele seltene die ich dank Kiko und anderen erhalten hatte ,super wuchsen und algenfrei blieben.

Vor gut zwei Wochen ging es ihr nun an den Kragen :keule:

Tag 1 . Ich habe mein Becken 180 brutto etwa 160l netto zu 3/4 geleert, Fiche raus und Filter aus .
Scheiben gereinigt ,mit leicht verduentem Easy Carbo besprueht ,und etwa 60 ml auf das restliche Wasser
geschuettet, Stroemungspumpe rein und einen mit Filtervlies bestueckten Eheim Aussenfilter angeschlossen.
Nach etwa 15 Minuten habe ich das EC durch staendigem Wasserwechsel aus dem Becken entfernt.
Das Wasser ,welches im eigentlichen Filter verblieb habe ich manuel geleert.
Becken aufgefuellt, und siehe da glasklares Wasser :gdance: .

Tag 3. Leider habe ich schon wieder einen leichten Gruenalgen anflug an der Frontscheibe :werwolf: .

Tag 4. Bin wie am ersten Tag vorgegange ,nur das ganze mit einer 3% igen H2O2 Loesung und etwa 90ml in das
zu 3/4 geleerte Becken .

Tag 6. Keine Anflug von Gruenalgen in sicht ,und glasklares Wasser . :gdance:
Habe Wasser getestet: No3 20 /P 0 /Fe 0.05 ,danch P auf 0.5 aufgeduengt und ML special blend nach Anleitung zugefuegt.
Tag 7. Wasser leicht milchig :( und leider wurde das die ganze Woche ueber immer schlimmer.Die Scheiben blieben in dieser Zeit aber sauber .
Ich weiss nicht ob es am Phospaht oder am ML special blend lag ,aber jetzt habe ich eine Bakterienbluete.
Schlussendlich entschied ich mich in einen 24w China UVC klaerer zu investieren :bonk: ,und schloss in auch gleich letzten Freitag an.
Am Sonntag war das Wasser nun wieder kristallklar :bananadance: :greendance: :bananadance: :greendance:
Hab am Montag den UVC abgeschaltet und bis jetzt laeuft alles 1A. :grow: :grow: :grow:

Durch die EC und H2O2 Behandlung habe ich meine Blyxa japonica leider verlohren .
Micranthemum umbrosum ist weiss geworden ,scheint sich aber zu erholen .
Alle anderen Pflanzen wie Rotala goias , butterfly , macrandra mini , nanjenshan,mexicana green,mexicana araguaia,green,yao yai,bangladesh,singapor,Cupea , Limnophila belem,punctata und vietnam ,Myriophyllum guyana,Proserpinaca palustris,Micranthemum monte carlo,Ranunculus inundatus, Alternanthera reineckii mini
haben die Behandlung scheinbar gut ueberstanden.

Danke an dieses Forum und alle aktiven User die ihr Fachwissen und Erfahrungen teilen ,denn gebe es Flowgrow nicht haette ich schon lange das Handtuch geschmissen.

Mfg Sven
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Beitragvon Hauerli » 28 Mai 2014 08:53
Hi ,

Ich würde dir wünschen das es bei dir auf Dauer funktioniert, jedoch zweifel ich daran wenn ich deine Beschreibung lese.
Es ist schon mehrfach bestätigt worden das EC die Pest nicht vollends entfernt, auch ich habe schon Tonnen davon verbraucht ohne dauerhafte Wirkung.

Was ich zur Zeit versuche ist Wasserstoffperoxid über mehrere Tage ins Aquarium und damit auch die Scheiben reinigen.
Lustigerweise hatte ich auch vor einer Woche eine Algenblüte und seit dieser habe ich auch noch keine Algen an den Scheiben.
Ich denke diese wurde durch das Killen aller Bakterien mit Wasserstoffperoxid aber weiterer Beleuchtungsdauer von 10 Std ermöglicht.


Das Problem ist jedoch meistens bei mir, das es nach allen möglichen Versuchen bis zu 2 Wochen frei ist und dann die Alge mit umso mehr Energie zurückkommt.

Teilerfolge wie du habe ich auch zu verbuchen aber leider noch nicht dauerhaft bis jetzt.

PS: Mein momentaner Versuch besteht in 5 Tagen a 25ml 3% Wasserstoffperoxid ( 60l mit Besatz, dieser Quickfidel habe mich an die Dosis auch langsam heran gewagt ) danach WW so viel wie geht und dann werde ich das Becken mit Bakterien animpfen. Beleuchtungsdauer reduziert auf 6 Std.

PSS: Was ich mich frage ist wie lange das Wasserstoffperoxid bei Beleuchtung zum Zerfall benötigt. gebe sicherheitshalber das Wasserstoffperoxid 3 Std vor Beleuchtungsbeginn hinzu.
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Grüße,
Max
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Beitragvon SveK » 28 Mai 2014 19:22
Hallo Max,

du hast da glaube ich ,was ueberlesen
Tag 4. Bin wie am ersten Tag vorgegange ,nur das ganze mit einer 3% igen H2O2 Loesung und etwa 90ml ,in das
zu 3/4 geleerte Becken


Es sind jetzt schon 2 Wochen vergangen und alles ist im gruenen :thumbs: bereich .
Die Bakterienbluete kam eher durch das ML da ich nach der H2O2 Behandlung und Wasserwechsel im Durchflussverfahren glassklares Wasser hatte.
Erst nach ML wurde das Wasser milchig.

Gruss Sven
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Beitragvon Hauerli » 02 Jun 2014 12:47
Hi Sven ,

Hi das habe ich tatsächlich überlesen.
Mit dem Teil ergibt das schon alles viel mehr Sinn :D .

ich habe meine pest übrigens auch erfolgreich beseitigt indem ich einfach in eine Sprühflasche 20 ml 3% Wasserstoffperoxid gegeben habe und damit die grünen Wände besprüht habe.
Danach noch 4 Tage 20ml rein und jetzt is das Wasser wieder glasklar und die Scheiben sind auch frei :) .

Wassertstoffperoxid ist einfach ne Wunderwaffe :D .
Hauerli Photography

Grüße,
Max
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Beitragvon kurt » 02 Jun 2014 16:14
Hallo zusammen,

Hauerli hat geschrieben:Wassertstoffperoxid ist einfach ne Wunderwaffe :D .

Pflanzenaquarium, O2-Wert.
Knackpunkt ist wohl der O2- Gehalt…den sollte man mal vor der Behandlung messen!
Ich gehe davon aus das er zu niedrig ist.
Rückschlüsse gäbe es auch über den Redoxwert.
Mikroorganismen, Oxidation.
Beeinflussung über den O2-Wert, sie sollte überwiegend im Becken stattfinden,
nicht im Filter(Geringfiltern).

Auswirkungen sind im Zusammenspiel zu sehen.
Bekannt ist das hoher Kohlen Säuregehalt sich bei Fischen negativ auswirkt.
Gut sichtbar z. B. bei Diskusfischen, an der Färbung erkennt man das sie sich nicht wohlfühlen.
Das gleiche passiert aber auch mit den Mikroorganismen, nur man kann es nicht sehen.
Dass sie sich nicht richtig entwickeln sieht man am Aquarien Milieu, das Becken läuft nicht rund.
Mikroorganismen sind also die wirkliche Wunderwaffe im Aquarium.

Meine Erfahrung in dieser Richtung ist eindeutig, ein höherer/passender O2- Gehalt ist sehr wichtig für ein funktionierendes Aquarium.
Ich halte auch den oft genommenen hohen Kohlen Säuregehalt 30mg/l CO2 u. > für falsch.
Algen, wie oft geschrieben lassen sich so jedenfalls nicht bekämpfen.
Mit zu hohen Kohlensäuregehalt kommt es bei mir zu Problemen, der Redoxwert wird niedriger (Oxidation) ist gestört.
Bleibe ich auf höchstens 20mg/l CO2 u. < geht der Redoxwert wieder hoch und alles stabilisiert sich!
Auch Prima zu sehen an der Assimilation der Pflanzen.
Dann haben Algen auch das nachsehen, mein Altwasser bleibt klar, es gibt keinen Gelbstich…
Stabile Werte und das Verbrauchs orientiert gedüngt wird ist Voraussetzung…

Einordnen, Messen u. Equipment.
Messwerte im Forum nehme ich im allgemeinen unverbindlich.
Bei mir sind es z.B. gleiche Messfehler da ich immer die gleichen Messmethoden anwende.
Kann sie aber für mich einordnen (= Zeitfrage), wichtiger sind Tendenzen.
Gruß Kurt
Unterwassergarten

Einstimmung…
http://unterwasserleben.bplaced.net//Homepage%203/index.html
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Beitragvon tomxl » 17 Feb 2015 14:38
Hallo,

ich habe mir vor ca. 4 Wochen auch mal diesen Thread reingezogen.
Hintergrund waren die ständig grünen Scheiben an meinen inzwischen 2 Becken.
Habe das Problem mit den grünen Scheiben bereits mehrere Jahre. Habe zuvor auch schon alle mir bekannten Bekämpfungsvarianten durchprobiert und das nicht nur einmal.
Als ich hier nun die Beiträge zum H2O2 gelesen hatte war ich voller Euphorie.
Habe mir gleich mal eine 1 Literflasche in der Konzentration von 20 % besorgt, somit hatte ich ersteinmal genug Vorrat um meine 2 Becken behandeln zu können.
Gesagt/getan. Ich habe mir zuvor hier im Forum noch einmal die Beiträge, die die max Konzentration für besetzte Aquarien beschrieben, durchgelesen. Dann habe ich mir einen günstigen Zeitraum ausgesucht in dem ich auch in der Lage war die morgentliche und abendliche gabe zu gewährleisten. Ich hatte mich dann für eine Gabe von ca.
0,66 ml 3%iger H2O2-Lösung auf 1 Liter Aquarienwasser entschieden.

Mein Vorgehen bei der Anwendung:
1. Becken soweit wie nur möglich geleert.
2. Scheiben mit Filterwatte gereinigt (die Stellen die ich mit der Filterwatte nicht erreichen konnte
habe ich mit dem Schaber gereinigt)
3. Scheiben mit verdünnter H2O2 Lösung aus der Sprühflasche eingenebelt.
4. etwa 15 min einwirken lassen
5. Wasser im Aquarium wieder aufgefüllt
6. Restliche H2O2 Menge hinzugegeben (20 ml 3%iger Lösung in Summe bei 30 Liter Becken)
7. Anschließend 6 Tage früh und abend die Menge von 20 ml 3%iger H2O2-Lösung hinzugegeben.

Schon wärend der Anwendung mit H2O2 habe ich gesehen, dass die grünen Algen an der Scheibe und an den oberen Blättern meiner Pflanzen sich weiter vermehrten :?

Nach dem Beenden der Kur kamen die Algen in gebalter Form wieder. Anscheinend haben die das H2Os benötigt um einen richtigen Wachstumsschub hinzulegen.
inzwischen habe ich die Kur noch 2 mal mit der gleichen Dosierung wiederholt. Leider jedesmal das gleiche Ergebnis.
Was habe ich falsch gemacht bzw. habe ich vielleicht eine anderen Art dieser Algen. Mich wunderte es schon ein wenig, dass ich die auch immer mal auf den Blättern von Pflanzen habe, ganz im gegensatz zudem was hier im Forum über diese Alge berichtet wurde.

Wenn noch jemand eine Idee hat, dann immer her damit. Ansonsten weiß ich langsam nicht mehr was ich noch gegen diese Alge unternehmen soll. Die H2O2 Methode war eigentlich meine letzte Hoffnung.


LG, Thomas
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Beitragvon Frank2 » 17 Feb 2015 16:18
Nach dem Beenden der Kur kamen die Algen in gebalter Form wieder


Hallo Thomas.

Wenn Du auch nur geglaubt hast damit ein Aquarium DAUERHAFT, über Jahre, geradeziehen zu können,bist Du einem Trugschluss aufgesessen. Mit derartigen eingriffen zerstört Du eigentlich alles in Deinem Becken. Die meisten Anwender derart agressiver Substanzen tun dies im Laufe der Jahre immer und immer wieder, ggf auch anderes Zeugs und schlagen sich alsbald mit der nächste Malaise herum. Wenige Ausnahmen abgesehen.

Ich kann Dir leider zu der Scheibenpest wenig bis gar nichts sagen und es tut mir sehr Leid für Dich dass Du damit geplagt bist.
Du wirst nur in seltenen Fällen ein funktionierendes mikrobiell augewogenes Biotop schaffen mit derartigen Eingriffen. Was man nach so einem Eingriff ggf versuchen kann wäre folgendes:

- schnell wachsende Pflanzen reinbringen mit guten Biofilmen ggf aus einem hier im Forum wirklich gut funktionierenden Becken mit schönen Biofilmen. Große Mengen
- Bakterienzugaben (diverse!) über Monate
- du kannst Eksudat herstellen aus eigener Komposterde sofern vorhanden (niemals Blumenerde!) ggf auch Schlamm holen aus einer wirklich guten Teich in der Umgebung so denn vorhanden
- Düngung und Licht überdenken ich kenne die Daten nicht
- das ganze Becken überdenken angefangen vom Bodengrund, dem Zusammenspiel von Licht, Pflanzen und Nährstoffen.

Es ist schwierig ich weiß nicht was ich in so einer Situation wirklich machen würde. Mir tut sowas immer sehr Leid ich weiß wie viel Herblut, Engagement und Arbeit hinter jedem Becken steht.

Viele Grüße und ich drücke Dir die Daumen.

Frank
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Beitragvon tomxl » 17 Feb 2015 16:48
Hallo Frank

das ist ja mal ein richtiger Hammer für mich.
Eigentlich dachte ich, dass sich meine Becken schon in einem einigermaßenem Gleichgewicht befinden.
Soweit ist ja auch alles gut. Die Pflanzen wachsen in beiden Becken super es gibt in beiden becken auch keine Algen bis auf dei Grünen scheiben und gelegentlich Grüne Pflanzenblätter und eine kleine population von Cladophora. Da andere User hier im Forum ebenfalls jahrelang mit dieser "günen Scheibenpest" geplagt waren/sind - und ich glaube diese user wissen was sie tun, ich halte sie einfach für Profis - kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass es zu einem sehr großen Teil an dem Milieu in meinen beiden Becken liegen sollte.
Bodengrund habe ich in beiden Becken unterschiedlichen. In dem kleinen habe ich ein Soil und in dem anderen (240 Liter) ist es ein 2-3 mm Kies.
Hatte dort aber vor ca. 4 jahren auch schon mal mit Soil hantiert, damals gab es ebenfalls dieser Alge.
Ich habe einen Nachbarn der ebenfalls eine 240 Liter Becken hat und sich auch mit dieser Alge plagt, deshalb ist meine Vermutung, dass die Alge entweder über das Trinkwasser oder über die Luft immer wieder ins Becken eingetragen wird.
Ich denke das mit der Luft ist garnicht so abwegig, da wir direkt hinter unserem Haus eine BIO-Obstplantage haben, welche mit Speziellen Algen-Dünger ihre Obstbäume düngt.
Wie gesagt, es ist nur eine Vermutung. Kann mir erhlich gesagt sonst keinen Reim drauf machen wo jedesmal diese Alge wieder her kommt.
Bevor das Dilemma anfing habe ich in einem anderen Ort gewohnt. komischerweise hatte ich damal nie solch eine Alge im Aquarium und auch davor nie.
Sei mir bitte nicht böse aber ich galube beim besten Willen nicht daran, dass die ganze Situation auf ein Ungleichgewicht im Becken und falschen Bodengrund zurückzuführen ist.

Eigentlich wollte ich nur meine Erfahrungen in punkto Bekämpfung dieses grünen Belags mit den usern austauschen, die hier bereits über ihre Erfolge geschrieben haben. Bei denen hat die grüne Hölle ja wenigsten mal bei der Behandlung mit H2O2 einen gewissen "Rückzug" angetreten. Was bei mir ja nun überhaupt nicht der Fall gewesen ist, im Gegenteil.

Trotzdem vielen Dank für Deine offenen Worte.

Lg, Thomas
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Beitragvon Ortin » 13 Mär 2016 20:15
...jetzt wo du es sagst ich habe mal mit Bewurzelungspulver gespielt (neudofix hieß es glaube ich). Das ist auch auf Algenbasis ist. Den Pflanzen hat es gefallen aber viellicht habe ich auch ein paar algen damit angeimpft.
Dennerle hat auch einen Pflanzenwuchsverstärker farblich und der anteil der "organischen substanzen" könnte evtl auch damit zusammenhängen.
http://dennerle.com/de/produkte/aquaristik/pflanzenpflege/spezialduengung/plantagold-7
Nur eine Idee etwas in der Art verwendet?
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