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Postby Pumi » 22 Dec 2008 08:01
Tutti wrote:Moin,

meine bescheidene Meinung weicht wieder etwas ab :D ,da du ja gering Filterung betreibst und sich in so feinem Bodengrund (Sand) auch wenig Bakterien ansiedeln können,würde ich mal wieder einen ganzen haufen Mulm ins Becken kippen,ist nur so`ne Idee !
Das Becken ist doch viel zu frisch und noch garnicht eingefahren,für Geringfilterung und sonstige Experimente,wenn sich nach 3-6 Monaten ein stabiles Milieu und ein anständiger Biofilm gebildet hat,dann kann man weiter sehen !
Und ob die EC Zugabe im Bezug auf Bakterienansiedelung gerade gut ist,möchte ich auch bezweifeln !

Grüße Tutti


Hallo Tutti

Genau das gleiche ist mir auch aufgefallen.Ich hab in meinen Filterbecken auch nur Filterschwämme drinnen,und hab von Anfang an immer leicht EC gedünngt.Hatte ewig immer hohen Nitrit,bis ich mit dem EC aufgehört hab,danach ist er jeden Tag weiter runter.
Also ich glaub auch das EC für die Bakterien nichts gutes ist.

LG Mario
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Postby eumel6 » 22 Dec 2008 09:39
Hallo,

Die Aussage ist eindeutig und das Gegenteil von dem wie ich jo (nicht ganz) verstanden habe:
Dauertest bleibt zuverlässig, eben auch wenn andere Säuren und Puffer im AQ-Wasser die KH-pH-CO2-Arithmetik durcheinanderbringen (weshalb ich darauf sowieso kaum was gebe, wenn dann höchstens tendenziell).

Wenn eine Alge, die kalkliebend ist und Kalk einbaut, gut wächst, dann ist die ganze Messerei incl. Dauertest sehr kritisch zu hinterfragen.
Ingo mußte ja durch eine drastische CO2-Erhöhung gegensteuern, worauf die Algen auch reagiert haben. Wenn Interesse besteht, werde ich einmal gesondert versuchen, auf den Komplex Bartalgen(Compsopogon) eingehen. Vielleicht muß man vorher noch generell etwas zu Fadenalgen und zur Komplexität von Fadenalgen, was alles Fadenalgen sein können. Z.B. sollte man einmal hinterlegen, was harte und weiche Fadenalgen sind.

gruß jo
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Postby nik » 22 Dec 2008 11:21
Hi,

mal kurz zur Geringfilterung ...
das bedeutet nicht eine Verringerung biologischer Prozesse, sondern lediglich eine Verlagerung dieser (durch Reduzierung der Filtermaterialien) ins Becken an den Ort des Geschehens! Das bedeutet auch mehr Mulm im Becken! Bei einem vollständig bewachsenen Bodengrund spielt das optisch keine Rolle. Unter/in einem Pflanzenrasen finden sich erhebliche Mengen feinsten Mulms. Das fährt genauso schnell ein wie ein konventionell gefiltertes Becken. Tutti, wenn du "Geringfilterung" noch für ein Experiment hältst, dann solltest du dich erst mal in der Praxis damit beschäftigen was du offensichtlich schon theoretisch beurteilen zu können meinst. Üppige Mulmzugabe ist im Problemfall immer eine gute Maßnahme. EC sehe ich sowieso nicht als must have und mit eher übersichtlicher Anwendungsindikation. Rotalgen lassen sich sehr leicht über eine ausreichende Düngung vermeiden, wobei es einen deutlichen Schwerpunkt bei den Spurenelementen hat. Bartalgen und CO2-Mangel ist auch bekannt, aber bei einer funktionierenden CO2-Versorgung als Ursache schon auszuschließen. Auf der anderen Seite lassen sich Bartalgen (und andere schon gar nicht) nur mit reichlich CO2 nicht erschlagen.
Bei dem nun erwiesenen Algenmix habe ich keinen Zweifel mehr an einer (möglicherweise auch nur partiell) nicht ausreichenden Nährstoffversorgung. Stellt sich die Frage, warum?

Gruß, Nik
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Postby Tutti » 22 Dec 2008 13:36
Moin Nik,

ich will mir nicht anmaßen die Geringfilterung nur als Experiment zu bezeichnen,aber in diesem Fall denke ich das einfach zuwenig Bakterien vorhanden sind,sei es im Filter oder im Becken.
Die Wurzel wurde wohl ständig abgesaugt wegen dem weißen Film,auf dem feinen Sand sind auch keine Backterien,wo also sollen sich genug Bakterien ansiedeln,wenn man dann noch pro Tag 30 ml EC ins Becken gibt ?
Betreibst du deine Becken mit Geringfilterung alle mit Kies ?oder auch welche mit Sand ?und hast du diese Becken auch gleich mit Geringfilterung gestartet?
Wird die Geringfilterung eigentlich noch von anderen erfolgreichen Pflanzenaquarianern empfohlen und praktiziert oder bist du sozusagen der Erfinder diese Methode oder hast du dir das wo abgeschaut ?

Grüße Tutti
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Postby lebeog » 22 Dec 2008 15:11
Aber meine Herren.....jeder wie er mag!

Bezüglich Bakterien wollte ich noch anmerken, dass ich jede Woche ca. 100 Mrd. Bakterien hinzufüge (BioDigest). Mir ist schon klar, dass sich Nitri- bzw. Denitrifikation nicht im freuen Wasser abspielt sondern eher substratgebunden ist, aber ein paar von den Bakterien werden son einen Platz zum Wohnen finden.

Die Wurzel wurde vor Wochen das letzte Mal abgesaugt, der Bakterienfilm hat sich von ganz allein aufgelöst, der Pilzbewuchs ist da schon sehr viel hartnäckiger, ist aber auch auf dem Rückzug.

Bezüglich Easy Carbo: In einem Paralleluniversunm (Forum-Adresse hab ich auf der Arbeit) geht man sogar davon aus, dass via EasyCarbo entweder Bakterien zugeführt bzw. die bestehenden Bakterienstämme ernährt werden.

Bezüglich Mulm: unter den Bodendeckern, in den Ecken und im Filterbecken hat sich schon ordentlich Mulm angesammelt sodass ich denke, dass kein zusätzlicher Mulm mehr nötig ist.

Heute habe ich dann auch die Tests mit dem Photometer durchgeführt, wäre schön, wenn Ihr mir sagen könntet, was Ihr davon haltet.

K: 19,5 mg/L
Si: 2,1 mg/L
PO4: 4,6 mg/L
Fe (ges.): 0,4 mg/L
NO3: 9,75 mg/L
NO2: 0,03 mg/L
Mg: 10,5 mg/L
kH: 3°dkH
GH: 9°dH
ph: 6,3 (Profilux)
CO2 Dauertest (kH4): helles gelbgrün
CO2 errechnet ca. 43 mg/L

Verbessert habe ich unter anderem auch die Strömung, es wurde eine NanoStream 6025 installiert, seitdem wird kräftig gerührt.

Grüße

Jürgen
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Postby Tobias Coring » 22 Dec 2008 15:27
Hi,

also der EI ist ja vorgesehen für Becken mit DICKER Filterung, Tom Barr und generell alle Personen die den EI anwenden, filtern schon recht überdimensioniert und greifen gerne zu "Hochleistungsfiltermedien". Da fällt natürlich auch EINIGES an PO4 und Fe im Filter aus.
Mit der Geringfilterung gab es jetzt schon öfter Probleme mit dem EI, da sich der PO4 Wert eher akkumuliert ...

PO4 von 4,6 ist zu viel. Fe würde ich jetzt noch nicht als kritisch ansehen, ist aber auch schon etwas hoch. Hier kommt wieder die "normale" EI Dosierung in Bezug auf die Filterung ins Spiel. Mit geringerer Filterung bräuchte man auch eine anders zusammengestellte EI Lösung, welche weniger PO4 zuführt. Ich würde daher die EI Lösung vielleicht noch zweimal die Woche verabreichen und mit KNO3 die restlichen Tage aufdüngen. Volldünger etwas reduzieren.

Andere Wasserwerte sehen gut aus.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Tutti » 22 Dec 2008 15:30
Hi Jürgen,


also den PO4 Gehalt von 4,6 mg/l würde ich auf jeden Fall versuchen zu senken,ich betreibe meine Becken z.B. mit 0,05-0,1mg/l PO4.Ansonsten ist K für mich auch etwas hoch würde ich halbieren,fe auch halbieren .

Grüße Tutti

Das PO4 Ergebnis zweifele ich außerdem an,da gab es mal Probleme mit dem Test,inwieweit das ganze jetzt behoben ist,keine Ahnung !
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Postby Roger » 22 Dec 2008 16:40
Hallo miteinander,

Mit der Geringfilterung gab es jetzt schon öfter Probleme mit dem EI, da sich der PO4 Wert eher akkumuliert ...

Das kann ich in vollem Umfang bestätigen. Selbst die geringen PO4 Mengen im PPS-Pro sind für meine geringgefilterten Becken noch zu viel. Ich Dünge im Moment täglich 2mg/l NO3, aber nur max. 0,05mg/l PO4 um den Bedarf zu decken.

Kalium finde ich jetzt auch etwas hoch, jedoch konnte ich bisher noch nicht klar festmachen ob denn Konzentrationen jenseits der 10mg/l irgendwelche Nachteile bergen. Bei Sabine kommt z. B. schon recht viel K aus der Leitung und Ihre Becken laufen damit sehr gut.

Das PO4 Ergebnis zweifele ich außerdem an,da gab es mal Probleme mit dem Test,inwieweit das ganze jetzt behoben ist,keine Ahnung !

Richtig ist, das Antons PO4 Test zu Anfang Probleme bereitet hat und selbst bei Dest. Wasser eine Verfärbung eintrat. Dieser Fehler wurde aber Zeitnah beseitigt und ist bei neueren Tests nicht mehr zu befürchten. Alle Leute die einen fehlerhaften Test bekommen haben, wurden kostenlos mit neuen Reagenzien versorgt.
Gruß
Roger
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Postby Sabine68 » 22 Dec 2008 16:44
Hi zusammen,

das mit EI und Geringfilterung ist sehr interessant.
Ich fahre ja generell mit wenig bis gar keine Filterung, weil ich bei viel Filterung immer irgendwelche Probleme bekam.
Allerdings dünge ich nicht nach EI sondern täglich kleinere Mengen.
Ich muss aber auch gestehen, daß ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr getestet habe. :oops:

@Jürgen
ich würde mich da bezügl. den Werten Tobi und Tutti anschließen.
Po4 auf ca 0,5mg/l, FE auf ca 0,1 und Kalium braucht es auch nicht soviel :wink:
Wobei viel Kalium bei mir bisher noch keine Algen ausgelöst hat.
Aber wenn man es steuern kann sind 5 -10mg/l absolut ausreichend.
Viele Grüße
Sabine


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Postby eumel6 » 22 Dec 2008 18:42
Probe 3
Hier der Hauptanteil Bartalgen(Compsopogon) mit zum Teil ein paar Pinselalgen
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Normal sind solche grauen Compsopogon
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Dazwischen aber bläuliche Exemplare mit erkennbaren Zellstrukturen
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Postby eumel6 » 25 Dec 2008 17:05
Probe5
Blattbewuchs - ebenfalls Compsopogon

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Triebspitze
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"Mittelstück"
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Postby lebeog » 28 Dec 2008 18:55
Sodele, aufgrund von Zeitmangel nurmal ganz kurz was zum aktuellen Stand:
K: 6,8 mg/L
Si: 3,2 mg/L
PO4: 1,05 mg/L
Fe (ges.): 0,1 mg/L
NO3: 6,25 mg/L
NO2: 0,01 mg/L
Mg: 5,75 mg/L
kH: 3°dkH
GH: 6°dH
ph: 6,3 (Profilux)
CO2 Dauertest (kH4): helles gelbgrün
CO2 errechnet ca. 43 mg/L

Was habe ich getan:
- 2x Wasserwechsel je 400 Liter (Gesamtbeckenvolumen: 750)
- Steine ausgekocht, die ich ohne großen Flurschaden aus dem Becken nehmen konnte
- mehrere Bund Wasserpest eingesetzt
- veralgte Pflanzen zum Teil entfernt
- Makrodüngung 20ml alle zwei Tage
- Spurenelemente 10 ml pro Tag
- Beleuchtungspause im Verhältnis 4:4:4 [h]

Grüße
Jürgen
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Postby Roger » 28 Dec 2008 19:02
Hallo Jürgen,

da bist Du jetzt ein gutes Stück in die richtige Richtung weiter gekommen.
Nur der PO4 Gehalt wäre mir noch etwas hoch. Da würde ich in nächster Zeit nur noch mit KNO3 düngen.
Gruß
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Postby lebeog » 30 Dec 2008 16:21
Hallo und willkommen zu meinem letzten Post.....in diesem Jahr :D
Heute habe ich wieder etwas in Richtung Algenbekämpfung unternommen. Bislang bestand meine Beleuchtung aus vier Osram 840 HO Röhren, vier Narva BioVital (960), zwei ATI Color Pro (blaurot) und zwei Korallenzucht Fiji Purple (16000K).
Heute habe ich die exotischen Röhren gegen drei Osram 865 und eine Osram 827 Röhre getauscht.
Aufgrund der Verschiebung der Lichtfarbe von Blau zu Gelb/Rot hoffe ich, dass die Algen weniger Spass haben.
Grüße und einen guten Rutsch
Jürgen
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Postby Sabine68 » 30 Dec 2008 19:09
Hallo Jürgen,

hast du denn jetzt noch die kompletten 624W laufen?Wenn ja und immer noch neue Algen auftauchen würde ich auf alle Fälle auf ca 320W reduzieren.
Es braucht nicht soviel Licht um eine vernünftigen Pflanzenwuchs hinzubekommen :wink:

Das Becken ist dann nicht so schnelllebig und du machst es dir einfacher
Viele Grüße
Sabine


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