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Postby Joachim Mundt » 13 Nov 2019 01:15
jelu wrote:Hallo,

Viel schwächer kann ich die förderpumpe nicht stellen, da sie schon fast auf minimaler Leistung läuft


das ist schon ok. seit wann läuft die pumpe mit der minimalen leistung?

wenn das schon länger so läuft dann gehe ich mal davon aus, dass einfach die extreme verschlammung im filter ursache für die algen ist.
lg Joachim
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Postby Kejoro » 13 Nov 2019 06:57
Hi Joachim,

Joachim Mundt wrote:was sind die hintergründe für diese these. es ist eine altbekannte tatsache, dass filter besser arbeiten, wenn sie sehr langsam betrieben werden.
Diese Tatsache ist mir aber auch nicht bekannt. Ich fordere mal hier die "Hintergründe" und vor allem die praxisbelegten Beispiele, die die Hintergründe belegen :D und viel wichtiger: Was siehst du unter "besser Arbeiten"? Der maximale Umsatz von Stoffen ist die eine Seite, aber dass die zu Algen konkurrierenden Mikroorganismen dann im Filter sitzen, bringt an der Stella ja nichts?

Thumper wrote:- Bei langsamem Durchfluss wird der hintere Teil des Filters O2-arm und damit sterben dort die Bakterien und es bilden sich anaerobe Bakterien --> NO3 Verlust.
belege doch bitte mal deine these.
zudem müssen die filterbakterien nicht sterben, denn sie sind fakultativ anaerob und reduzieren dann selbst, wenn du denn recht hättest, was ich allerdings sehr bezweifle.
Bene hat hier mal einen Versuch gemacht, in einem transparenten Setup die Denitrifikation von Bims aufzuzeigen. Hat geklappt^^
Selbst bei höchster Umwälzung pro Stunde(12x), gab es hier die Nitratzehrung.
Jetzt muss man nur noch schauen, ob die im Bims vorherrschenden anaeroben Zonen auch im Schwamm auftreten können. Ich denke, wir sind uns einig, dass es bei geringer Umwälzung am ehesten zu O2-Knappheit kommen kann, als bei hohen Fließgeschwindigkeiten (Umwälzung in Aq-Inhalt/h macht bei dieser Betrachtung keinen Sinn ^^ Die absolute Durchströmungsgeschwindikeit in cm/min ist hier viel aussagekräftiger).

Ich habe auch mal eine nette Erfahrung zur Durchflussgeschwindigkeit machen dürfen. Kleiner Filterschwamm mit 4x4x2cm auf einem Mini-Pat. Den kann man einstellen und zwischen 150l/h und 400l/h auswählen.
Bei der Druchflussgeschwindigkeitsänderung von 150 auf 400l/h gab es eine Trübung, die nach wenigen Tagen wieder verschwand. Die selbe Trübung ist aufgetreten, als ich den Schwamm entfernt hatte, als dieser eine Weile auf 150l/h eingestellt war.
Die Trübung beim Entfernen des Filterschwamms lässt sich ohne Weiteres erklären. Bakterien werden mit dem Schwamm ausgetragen. Die destruierende Gesamtheit schafft es nicht, die organische Belastung umzusetzen und flottierende Bakterien haben die Möglichkeit, sich aus den Stoffen im Wasser zu bedienen und wachsen. Später konkurriert der Biofilm diese wieder aus und das Wasser ist klar, wie eh und je.
Aber selbiges lässt sich eben auch mit der Umstellung von 150 auf 400l/h erzeugen! Das war reproduzierbar, konnte ich beliebig oft wiederholen. Leider steht das Becken so nicht mehr :(

Für mich ist daher klar, dass wenn es um Geringfilterung geht, dann regle ich das über die Menge des Filtermaterials bei höchst möglicher Strömungsgeschwindigkeit und meist geht es wunderbar, dass die Filter komplett ohne Material laufen. Dann ist auch die Strömungsgeschwindigkeit egal.

Schöne Grüße
Kevin
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Postby jelu » 13 Nov 2019 10:17
Hallo,

Das Becken steht seit August 2017. Seitdem läuft die Förderpumpe auch auf der aktuellen Geschwindigkeit

Ganz klares Wasser habe ich fast nie. Habe ständig Schwebeteilchen drin rum schwimmen


Warum die Matten eigendlich mit Aquarienwasser und nicht mit Leitungswasser auswaschen?
Liebe Grüsse
Jessica ;-)
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Postby Thumper » 13 Nov 2019 11:37
Moin,

jelu wrote:Ganz klares Wasser habe ich fast nie. Habe ständig Schwebeteilchen drin rum schwimmen

Dann mach mal die Schwämme sauber. Normal ist selbst mit Schwämmen das Wasser glasklar.

jelu wrote:Warum die Matten eigendlich mit Aquarienwasser und nicht mit Leitungswasser auswaschen?

Bakterien reagieren genauso wie Fische, Garnelen und Schnecken auf sich ändernde Wasserwerte.
Grüße,
Bene


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Postby Joachim Mundt » 13 Nov 2019 13:43
hallo,

Kejoro wrote:... und viel wichtiger: Was siehst du unter "besser Arbeiten"? Der maximale Umsatz von Stoffen ist die eine Seite, aber dass die zu Algen konkurrierenden Mikroorganismen dann im Filter sitzen, bringt an der Stella ja nichts?


unter besser arbeiten verstehe ich eine vollständigere umbauleistung durch längere kontaktzeit. bei zu schneller filterung könnten organische zwischenprodukte auftreten.

es geht nicht um eine konkurrenzsituation, sondern um eine vermeidung von abbauprodukten, die pinselalgen begünstigen.

Kejoro wrote:Bene hat hier mal einen Versuch gemacht, in einem transparenten Setup die Denitrifikation von Bims aufzuzeigen. Hat geklappt^^
Selbst bei höchster Umwälzung pro Stunde(12x), gab es hier die Nitratzehrung.
Jetzt muss man nur noch schauen, ob die im Bims vorherrschenden anaeroben Zonen auch im Schwamm auftreten können. Ich denke, wir sind uns einig, dass es bei geringer Umwälzung am ehesten zu O2-Knappheit kommen kann, als bei hohen Fließgeschwindigkeiten (Umwälzung in Aq-Inhalt/h macht bei dieser Betrachtung keinen Sinn ^^ Die absolute Durchströmungsgeschwindikeit in cm/min ist hier viel aussagekräftiger).


der o2-verbrauch hängt nicht von der durchströmungsgeschwindigkeit ab sondern von der organischen belastung des wassers. da unsere systeme vergleichsweise schwach belastet sind, wird es nicht zu anoxischen verhältnissen kommen. egal wie hoch die durchflussleistung ist.

zum thema denitrifikation ist zu sagen, dass diese selbst im o2-reichen milieu auftritt, denn innerhalb des biofilms können o2-arme bereiche entstehen. bekannt ist das in kläranlagen bei belebtschlamm.

Kejoro wrote:Ich habe auch mal eine nette Erfahrung zur Durchflussgeschwindigkeit machen dürfen. Kleiner Filterschwamm mit 4x4x2cm auf einem Mini-Pat. Den kann man einstellen und zwischen 150l/h und 400l/h auswählen.
Bei der Druchflussgeschwindigkeitsänderung von 150 auf 400l/h gab es eine Trübung, die nach wenigen Tagen wieder verschwand. Die selbe Trübung ist aufgetreten, als ich den Schwamm entfernt hatte, als dieser eine Weile auf 150l/h eingestellt war.
Die Trübung beim Entfernen des Filterschwamms lässt sich ohne Weiteres erklären. Bakterien werden mit dem Schwamm ausgetragen. Die destruierende Gesamtheit schafft es nicht, die organische Belastung umzusetzen und flottierende Bakterien haben die Möglichkeit, sich aus den Stoffen im Wasser zu bedienen und wachsen. Später konkurriert der Biofilm diese wieder aus und das Wasser ist klar, wie eh und je.
Aber selbiges lässt sich eben auch mit der Umstellung von 150 auf 400l/h erzeugen! Das war reproduzierbar, konnte ich beliebig oft wiederholen. Leider steht das Becken so nicht mehr :(


wassertrübungen sind nur äußerst selten durch bakterien verursacht. es handelt sich fast immer um mikroorganismen, meist einzeller, die sich aufgrund veränderter nährstoffsituation in massen vermehren.

Kejoro wrote:Für mich ist daher klar, dass wenn es um Geringfilterung geht, dann regle ich das über die Menge des Filtermaterials bei höchst möglicher Strömungsgeschwindigkeit und meist geht es wunderbar, dass die Filter komplett ohne Material laufen. Dann ist auch die Strömungsgeschwindigkeit egal.


ich persönlich halte überhaupt nichts von der "geringfilterung". man kann nicht durch reduzierung des filtermaterials eine bessere filterwirkung erreichen. wenn dem tatsächlich so wäre müssten alle aquarien mit innenfiltern perfekt laufen - aber das gegenteil ist der fall.

ich als quasi der vater des filterlosen aquariums kann dir nur beipflichten, dass ein aquarium gänzlich ohne filtermaterial top funktioniert, denn tatsächlich ist es ja nicht wirklich filterlos, denn jede besiedelbare oberfläche und ganz besonders der bodengrund bilden filter. und da der bodengrund fast ausschließlich über diffusion funktioniert, ist er der wohl langsamste filter der welt :D
lg Joachim
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Postby Thumper » 13 Nov 2019 14:36
Moin,

Joachim Mundt wrote:unter besser arbeiten verstehe ich eine vollständigere umbauleistung durch längere kontaktzeit. bei zu schneller filterung könnten organische zwischenprodukte auftreten.

Joachim, nach dem Filter ist vor dem Filter.
Wenn du aber langsam filtest, so entsteht zum Ende im Filter eine O2 Armut und damit entwickeln sich dann anaerobe Bakterien und ein damit eingehender NO3 Verbrauch.

Joachim Mundt wrote:der o2-verbrauch hängt nicht von der durchströmungsgeschwindigkeit ab sondern von der organischen belastung des wassers. da unsere systeme vergleichsweise schwach belastet sind, wird es nicht zu anoxischen verhältnissen kommen. egal wie hoch die durchflussleistung ist.

zum thema denitrifikation ist zu sagen, dass diese selbst im o2-reichen milieu auftritt, denn innerhalb des biofilms können o2-arme bereiche entstehen. bekannt ist das in kläranlagen bei belebtschlamm.

Aha? Ich dachte schon mit der Durchflussgeschwindigkeit, weshalb Vulkanische Filtermaterialien (Bims z.B) eine hohe Menge an O2 armen Bereichen (innerlich) aufweißt, die nur langsam durchflossen werden.

Hast du ein Paper zur Hand, was deine Aussage belegt? Ansonsten verweise ich dich gerne an meinen Test, den Kevin freundlicherweise schon verlinkt hat.

Joachim Mundt wrote:ich persönlich halte überhaupt nichts von der "geringfilterung". man kann nicht durch reduzierung des filtermaterials eine bessere filterwirkung erreichen. wenn dem tatsächlich so wäre müssten alle aquarien mit innenfiltern perfekt laufen - aber das gegenteil ist der fall.

ich als quasi der vater des filterlosen aquariums kann dir nur beipflichten, dass ein aquarium gänzlich ohne filtermaterial top funktioniert, denn tatsächlich ist es ja nicht wirklich filterlos, denn jede besiedelbare oberfläche und ganz besonders der bodengrund bilden filter. und da der bodengrund fast ausschließlich über diffusion funktioniert, ist er der wohl langsamste filter der welt :D

Geringfilterung beschreibt ja auch nur, dass man nicht mehr Filtermaterial nutzt als es unbedingt notwendig ist um zusammen mit den Oberflächen im Becken genug Siedlungsfläche für den Bedarf zu haben.
Und wenn ich mir noch eine persönliche Bemerkung erlauben kann: Das du dich als Vater von filterlosen Aquarien schimpfst ist interessant, ich habe von dir noch nie etwas in dem Bezug gehört. :roll:
Grüße,
Bene


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Postby Joachim Mundt » 13 Nov 2019 15:29
Thumper wrote:Joachim, nach dem Filter ist vor dem Filter.
Wenn du aber langsam filtest, so entsteht zum Ende im Filter eine O2 Armut und damit entwickeln sich dann anaerobe Bakterien und ein damit eingehender NO3 Verbrauch.


1. wird eine behauptung nicht wahrer wenn man sie öfter wiederholt.
2. o2-armut bewirkt nur dann eine n3-reduktion, wenn die dafür verantwortlichen bakterien organischen kohlenstoff zu futtern bekommen.

Thumper wrote:Aha? Ich dachte schon mit der Durchflussgeschwindigkeit, weshalb Vulkanische Filtermaterialien (Bims z.B) eine hohe Menge an O2 armen Bereichen (innerlich) aufweißt, die nur langsam durchflossen werden.

Hast du ein Paper zur Hand, was deine Aussage belegt? Ansonsten verweise ich dich gerne an meinen Test, den Kevin freundlicherweise schon verlinkt hat.


dein test mit dem bims ist völlig irrelevant, was das verhältnis von durchflussgeschwindigkeit und n2-abbau angeht. das funktioniert sowohl bei langsamer als auch hoher geschwindigkeit, solange die bakterien genug nahrung haben.

Thumper wrote: Und wenn ich mir noch eine persönliche Bemerkung erlauben kann: Das du dich als Vater von filterlosen Aquarien schimpfst ist interessant, ich habe von dir noch nie etwas in dem Bezug gehört. :roll:


dann schau mal hier: Filter und Filterung. 2. Filterloses Aquarium. beachte bitte, dass hier auf die 1990ern bezug genommen wird. ich gehe mal davon aus, dass dir dr. ralf rombach wenigstens ein begriff ist.
lg Joachim
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Postby Joachim Mundt » 13 Nov 2019 15:41
Thumper wrote:Und wenn ich mir noch eine persönliche Bemerkung erlauben kann: Das du dich als Vater von filterlosen Aquarien schimpfst ist interessant, ich habe von dir noch nie etwas in dem Bezug gehört. :roll:


und im zweifel frag Nik. der war damals live dabei :D
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Postby Thumper » 13 Nov 2019 16:04
Moin,

Joachim Mundt wrote:2. o2-armut bewirkt nur dann eine n3-reduktion, wenn die dafür verantwortlichen bakterien organischen kohlenstoff zu futtern bekommen.

Das ist klar. Allerdings bin ich dennoch der Meinung, dass langsameres Filtern O2 zehrender ist, als schnelles Filtern. Du kannst gerne einen Test durchführen und mich des Gegenteils überzeugen. Mir fehlt dazu momentan die Zeit.

Joachim Mundt wrote:dein test mit dem bims ist völlig irrelevant, was das verhältnis von durchflussgeschwindigkeit und n2-abbau angeht. das funktioniert sowohl bei langsamer als auch hoher geschwindigkeit, solange die bakterien genug nahrung haben.

Genau das gilt es zu Beweisen.

Kevin hatte es ja schon mal angesprochen. Joachim, machst du den Test?
Kejoro wrote:Jetzt muss man nur noch schauen, ob die im Bims vorherrschenden anaeroben Zonen auch im Schwamm auftreten können. Ich denke, wir sind uns einig, dass es bei geringer Umwälzung am ehesten zu O2-Knappheit kommen kann, als bei hohen Fließgeschwindigkeiten (Umwälzung in Aq-Inhalt/h macht bei dieser Betrachtung keinen Sinn ^^ Die absolute Durchströmungsgeschwindikeit in cm/min ist hier viel aussagekräftiger).


B2T, lass uns mal auf Jessicas Rückmeldung warten, wenn ihre Matten sauber waren und das Becken etwas Zeit hatte, die Umstellung zu verarbeiten.
Grüße,
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Postby Joachim Mundt » 13 Nov 2019 16:57
hallo,

Thumper wrote:
Joachim Mundt wrote:2. o2-armut bewirkt nur dann eine n3-reduktion, wenn die dafür verantwortlichen bakterien organischen kohlenstoff zu futtern bekommen.

Das ist klar. Allerdings bin ich dennoch der Meinung, dass langsameres Filtern O2 zehrender ist, als schnelles Filtern. Du kannst gerne einen Test durchführen und mich des Gegenteils überzeugen. Mir fehlt dazu momentan die Zeit


wenn wir davon ausgehen, dass unabhängig von der geschwindigkeit ein gleiches umbauergebnis erfolgt, dann sagt allein die logik, dass die sauerstoffzehrung die gleiche ist.

Thumper wrote:Kevin hatte es ja schon mal angesprochen. Joachim, machst du den Test?
Kejoro wrote:Jetzt muss man nur noch schauen, ob die im Bims vorherrschenden anaeroben Zonen auch im Schwamm auftreten können. Ich denke, wir sind uns einig, dass es bei geringer Umwälzung am ehesten zu O2-Knappheit kommen kann, als bei hohen Fließgeschwindigkeiten (Umwälzung in Aq-Inhalt/h macht bei dieser Betrachtung keinen Sinn ^^ Die absolute Durchströmungsgeschwindikeit in cm/min ist hier viel aussagekräftiger).

B2T, lass uns mal auf Jessicas Rückmeldung warten, wenn ihre Matten sauber waren und das Becken etwas Zeit hatte, die Umstellung zu verarbeiten.


mir fehlt für solche tests zwar nicht die zeit, aber dafür der platz und die messmöglichkeiten.

wie ich schon beschrieben habe, ist n3-reduktion in normalen biofilmen möglich, also auch im schwamm und zwar unabhängig von der durchflussgeschwindigkeit, solange die biofilme ausreichend mit nox und organischem kohlenstoff versorgt werden und das auch im aeroben milieu!

auf die schnelle gefunden unter GRANULARES BELEBTSCHLAMMVERFAHREN IN KONTINUIERLICH DURCHFLOSSENEN BELEBUNGSANLAGEN
Eine Besonderheit von AGS ist, dass sich mit zunehmender Größe der Biomasse Zonen mit unterschiedlichen Sauerstoff- und Substratkonzentrationen ausbilden. Im folgenden Abschnitt soll der Zusammenhang
zwischen mikrobiologischen Stoffwechselprozessen und der strukturbedingten Verteilung von Zonen mit
unterschiedlicher Sauerstoff- und Substratverfügbarkeit erklärt werden. Die Verteilung von aeroben, anoxischen und anaeroben Zonen innerhalb der Biomasse ermöglicht die Ansiedlung unterschiedlicher Bakteriengruppen. Abbildung 1 veranschaulicht die Struktur von AGS im Vergleich zu flockigem Belebtschlamm, sowie die Anordnung relevanter Mikroorganismen. Während der aerobe Außenbereich überwiegend mit Nitrifikanten und heterotrophen Organismen besiedelt ist, befinden sich in darunterliegenden
anoxisch-anaeroben Zonen, denitrifizierende sowie Phosphat und Glykogen akkumulierende Organismen.
Entsprechend dem Substrat- und Sauerstoffgradienten gestaltet sich auch die Verteilung der Stickstofffraktionen. Das durch Nitrifikanten am Außenbereich gebildete Nitrat diffundiert in das Innere der granulierten
Biomasse und wird dort denitrifiziert. Hieraus ergibt sich, dass nitrifizierende als auch denitrifizierende
Prozesse gleichzeitig ablaufen. Diese Eigenschaft wird als simultane Stickstoffentfernung bezeichnet und
gilt als charakteristisch für Biofilme und AGS.
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Postby kurt » 13 Nov 2019 17:41
Hallo zusammen,

mal ohne Zitate, simpel.

Was hängt womit zusammen, meine Erfahrungen dazu (grob)…
Schwebeteilchen im freien Wasser sind normal, ein Aquarium ist schließlich nicht steril.
Klares Wasser, die Definition ändert sich spätestens unter dem Mikroskop.

Filter,
filtert man mit Feinmaterial setzt sich ein Filter schnell zu (verschlammt), die Anschwemmungen müssen da raus,
es muss oft gereinigt werden.
Man kann die Abbauprozesse in das Becken verschieben,
dazu muss man im Becken den passenden sessilen Biofilm aufbauen (kleine Zauberer).
Sauerstoff kommt über gesunden Pflanzenwuchs.
Zwischen Fisch bzw. Pflanzenaquarien muss man allerdings unterscheiden.

Begriff Geringfilterung,
Hintergedanke ist nichts anderes als Abbauprozesse vom Filter in das Aquarium zu verschieben.
Der Filter hat die überwiegende Funktion Strömung zu erzeugen zum Verteilen der Nährstoffe (wichtig).
Beim Pflanzenaquarium funktionieren die Filter leer und mit wenig Filtermedium.

Denitrifikation im Filter,
Bsp. für die extrem langsame Fließ Geschwindigkeit.
Filter 600 l/h am Filterauslauf Bypass angebracht.
Bypass Einlauf im offenen Einlaufbehälter 5 cm über den Wasserspiegel.
Das Wasser läuft dann über Schlauch in ein 5 l Behälter unter dem Aquarium
gestopft gefüllt mit feinporigen 15x15 mm Schaumstoffwürfeln und über Schlauch wieder zurück in das Aquarium.
Der Bypass Schlauch Ø 5mm wurde mit Ventil auf Durchfluss,
60 Tropfen pro/min. eingestellt.
Bei mehr Tropfen = NO3 wurde nicht abgebaut.
Bei weniger Tropfen kam es dann zur Sulfat Reduktion (H2S) heißt es riecht nach faulen Eiern.
Gruß Kurt
Unterwassergarten

Einstimmung…
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Postby Joachim Mundt » 13 Nov 2019 18:28
kurt wrote:Filter,
filtert man mit Feinmaterial setzt sich ein Filter schnell zu (verschlammt), die Anschwemmungen müssen da raus,
es muss oft gereinigt werden.
Man kann die Abbauprozesse in das Becken verschieben,
dazu muss man im Becken den passenden sessilen Biofilm aufbauen (kleine Zauberer).
Sauerstoff kommt über gesunden Pflanzenwuchs.
Zwischen Fisch bzw. Pflanzenaquarien muss man allerdings unterscheiden.


verschlammung sollte unbedingt vermieden werden, weil dadurch eine kanalbildung erfolgt und unvollständige biologische abbauprozesse die folge wären.

solange man nicht gänzlich auf bodengrund verzichtet, ist damit filterfläche vorhanden. bei hohem futtereintrag wird der bg als alleiniges filtermedium jedoch nicht ausreichen.

bei normalem (also vergleichsweise geringem) futtereintrag spielt es keine rolle, ob fisch- oder pflanzenaquarium, denn der o2-eintrag über die wasseroberfläche ist ausreihend.

kurt wrote:Begriff Geringfilterung,
Hintergedanke ist nichts anderes als Abbauprozesse vom Filter in das Aquarium zu verschieben.
Der Filter hat die überwiegende Funktion Strömung zu erzeugen zum Verteilen der Nährstoffe (wichtig).
Beim Pflanzenaquarium funktionieren die Filter leer und mit wenig Filtermedium.


das ziel ist zwar richtig, doch der weg dorthin nicht.

ich nenne es den ersten zugriff: durch die üblicherweise viel zu starke durchflussmenge durch das filtermedium entsteht ein schnellerer zugriff der filterfauna auf die schadstoffe und somit werden diese den organismen im aquarium zum größten teil entzogen. dabei ist es eher unerheblich, wieviel filterfläche vorhanden ist. im gegenteil, je weniger siedlungsfläche ich den mikroorganismen anbiete, desto größer ist die wahrscheinlichkeit, dass abbauprozesse unvollständig ablaufen und dann die damit verbundenen probleme auftauchen können, wie z.b. rotalgen.

ich kann nur davon abraten, einen filter als strömungspumpe anzusehen. ein filter ist allein für die wasserpflege gedacht und strömungspumpen eben für die strömung, wie es der name schon sagt.

kurt wrote:Denitrifikation im Filter,
Bsp. für die extrem langsame Fließ Geschwindigkeit.
Filter 600 l/min. am Filterauslauf Bypass angebracht.
Bypass Einlauf im offenen Einlaufbehälter 5 cm über den Wasserspiegel.
Das Wasser läuft dann über Schlauch in ein 5 l Behälter unter dem Aquarium
gestopft gefüllt mit feinporigen 15x15 mm Schaumstoffwürfeln und über Schlauch wieder zurück in das Aquarium.
Der Bypass Schlauch Ø 5mm wurde mit Ventil auf Durchfluss,
60 Tropfen pro/min. eingestellt.
Bei mehr Tropfen = NO3 wurde nicht abgebaut.
Bei weniger Tropfen kam es dann zur Sulfat Reduktion (H2S) heißt es riecht nach faulen Eiern.


das ist das alte prinzip des bio-denitrators, wie ihn z.b. die fa. sera ab den 1980er jahren im programm hatte. ich habe damals meine eigenen experimente mit diesem prinzip gemacht und es dann verworfen, weil die richtige einstellung nicht einach war :wink:

das problem ist

1. diese art von filter muss mit organischem kohlenstoff gefüttert werden, weil die im wasser gelösten mengen nicht ausreichen
2. man muss genau die passende range des redoxpotentials einstellen, weil bei zu hohem redoxpotential wird nur ch4 produziert
(wenn überhaupt) und bei zu niedrigem wird h2s produziert.
lg Joachim
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Postby jelu » 15 Nov 2019 18:06
Hallo, habe angefangenin meinem Technikbecken etwas sauber zu machem und habe dabei folgendes entdeckt

Keine Ahnung was da passiert ist :shock:

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Liebe Grüsse
Jessica ;-)
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Postby Joachim Mundt » 15 Nov 2019 19:46
jelu wrote:Hallo, habe angefangenin meinem Technikbecken etwas sauber zu machem und habe dabei folgendes entdeckt

Keine Ahnung was da passiert ist :shock:


hallo,

wenn du da nicht gerade dein letztes kaugummi recycled hast, könnte das ein süßwasserschwamm sein.

wie ist denn die haptik von dem ding?

und was ist das obere teil mit dem ?rostfleck? ist das ein glasheizer?
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Postby jelu » 15 Nov 2019 19:54
Hallo,

Es handelt sich hierbei um einen Heizstab und die dazugehörige Halterung

Der Rostfleck ist am Heizstab. Das Glas fühlt sich auch deformiert/ geschmolzen an

Das Graue an der Halterung fühlt sich wie Silikon an. Die Halterung war genau an der Stelle am Heizstab dran, wo dieser Rostfleck ist
Liebe Grüsse
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