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Beitragvon Borelli » 22 Mai 2018 20:19
Guten Abend liebe Flowgrower,

unten angefügte Alge hat sich leider bei mir eingeschlichen und vermehrt sich plötzlich und rasant. Ich konnte die Alge mit Hilfe des Algenratgebers und Internet-/Forenrecherche nicht eindeutig identifizieren. Sie befällt eigentlich nur "totes" Material, Pflanzen werden weitestgehend verschont. Vielleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen.
Freue mich auf jeden Fall sehr über jede Form der Rückmeldung.
Habe schonmal "vorsichtshalber" etwas EC zugedüngt in der Hoffnung, dass so die Alge schnell wieder verschwindet.

Viele Grüße, Jan-Philip

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Gruß Jan-Philip
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Beitragvon Biotoecus » 22 Mai 2018 20:53
Moin,
das ist eine Pinselalge.
Gruß Martin
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Wenn etwas nicht funktioniert, probier was anderes, vielleicht geht das auch voll in die Hose!
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Beitragvon Plantamaniac » 23 Mai 2018 06:26
Hallo, wenn es nur totes Material befallen würde, könnte man das auch außerhalb des Aquariums reinigen.
Aber die Pflanzen im vordergrund haben es ja auch :?
Chiao Moni
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 06:32
Borelli hat geschrieben:Habe schonmal "vorsichtshalber" etwas EC zugedüngt in der Hoffnung, dass so die Alge schnell wieder verschwindet.


Guten Morgen,

wenn du schon EC ansprichst und dies sogar für die "Düngung" verwendest würde ich es bei der nächsten Anwendung direkt lokal behandeln: in einer Spritze aufziehen und dann langsam die befallenen Stellen einnebeln. Das ganze mit ausgeschaltetem Filter für ca 15-30min. Bei Bedarf wiederholen, aber schon nach einer Behandlung sehe ich bei mir dass die Alge zurück geht, das gilt aber nur dann wenn die Ursache bekämpft wird, sonst kommt sie an anderen Stellen wieder.
Gruß Julian

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Beitragvon Borelli » 23 Mai 2018 08:26
Vielen Dank für eure schnellen Antworten!

@Martin: Danke, mich hat die sehr geringe Größe stark verwundert, bis dato hatte ich Pinselalgen nur größer und "buschiger" gesehen. Beim Einlegen in Alkohol wurde meine Alge rot, scheinst mich also auf die richtige Fährte gebracht zu haben...Danke!!

@Moni: genau, dort sind einige abgestorbene/braune Halme einer Eleocharis, die befallen sind. An gesunden Pflanzen sind jedoch kaum welche. Daher auch meine Angabe, dass Pflanzen weitestgehend verschont werden ;)

@Julian: Danke für den Tipp! Normalerweise dünge ich natürlich nicht mit EC ;) Da ich CO2 als Ursache ausschließen kann vermute ich eine zu hohe Fe oder NH4 Konzentration. Habe vor ca. einer Woche von Easylife Ferro auf Aqua Rebell Düngung Mikro gewechselt. (NPK würde schon vorher von AR gedüngt). Zusätzlich erschwerend kommt durch einen Umzug veränderte Leitungswasserparsmeter hinzu, muss also erst mal eine richtige Dosis gefunden werden.
Oder hättest du noch weitere Idee , auf was Pinselalgen zurückzuführen sein könnten?
Gruß Jan-Philip
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 08:31
Ein Unterschied in der Zusammensetzung der Mikros, speziell beim Eisen aber auch die Art der Chelatierung spielt wohl eine große Rolle. Wenn dann noch veränderte Ca:Mg Verhältnisse hinzukommt, sowie eine andere KH und weitere Parameter ist es eigentlich schwer zu sagen. Ich würde es einfach weiter beobachten, Ca:Mg auf 2:1 bis 3:1 einstellen, Fe wenn möglich reduzieren, falls die Pinselalgen weiter wachsen.
Gruß Julian

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Beitragvon Borelli » 23 Mai 2018 08:41
Danke Julian, versuche die Tipps zu befolgen! Dann reduziere ich erst einmal die Eisenzugabe und beobachte, wie die Algen darauf reagieren. Falls keine Besserung eintritt muss ich mich an die weiteren Parameter ranwagen.
Danke!!
Gruß Jan-Philip
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 08:46
Hast du denn den AR Basic Eisen-Volldünger oder den AR Spezial Flowgrow?
Und düngst du mit dem entsprechenden Dünger täglich oder wöchentlich?
Gruß Julian

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Beitragvon Borelli » 23 Mai 2018 08:53
Ich nutze den AR-basic und dünge in meinem 12 Liter Becken täglich (laut Nährstoffrechner) 0,15 ml Mikro und 0,2 ml NPK. CO2 ist konstant auf 30mg/l wo gestellt. WW alle 3 Tage 50%.
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 09:25
Hast du die Möglichkeit, die tägliche Düngung phoasphatfrei zu gestalten? durch die tägliche NPK-Zugabe wird immer PO4 hochgehalten. Es reicht aber dies auf Stoß auf 0,5mg/L einmal die Woche oder seltener zu Düngen. PO4 reagiert zusammen mit Spurenelementen wie Eisen und fällt dann zu Eisenphoshat aus, ist also nichtmehr pflanzenverfügbar, kann sich mit der Zeit aber wieder rücklösen.

AquaRebell GH Boost N wäre hier das Zauberwort, ohne Kalium und ohne PO4. Mal drüber nachdenken, auch wenn es vermutlich das hier dargestellte Problem nicht beeinflusst.
Gruß Julian

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Beitragvon Borelli » 23 Mai 2018 10:57
Da in meinem Leitungswasser schon relativ viel Kaklium enthalten ist wäre das tatsächlich eine Idee...werde mir den Boost N mal bestellen.

Würdest du den dann sofort benutzen und NPK nur noch z.B. einmal wöchentlich, zur PO4 Zugabe?
Gruß Jan-Philip
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 11:07
wie sind denn deine angestrebten Werte für NO3, K, Ca, Mg?

Grundsätzlich würde ich ungefähr folgendes vorschlagen:

NO3 10-20mg/L
PO4 auf Stoß 0,5mg/L
K 5-10mg/L
Ca 20-25mg/L
Mg 10-15mg/L

geht aber nur wenn man Ca und Mg gezielt einstellen kann, ansonsten versuchen Ca:Mg:K auf ca 2:1:0,5 zu bekommen. Wenn das vom Kalium passt kann der NPK weiter als PO4 Quelle genutzt werden. Sollte der Kaliumwert schon sehr hoch sein ist es besser alles getrennt zu düngen (würde ich eh vorschlagen, aber der vorhandene Dünger muss ja nicht direkt entsorgt werden, aber gezielter eingesetzt werden)
Gruß Julian

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Beitragvon Plantamaniac » 23 Mai 2018 11:10
Hallo, ich frage mich immerwieder, ob die Menschen, die hier beratend tätig werden, schonirgendwannmal mit Pinselalgen kämpfen mußten :glaskugel: ?
Denen ist das alles nämlich schlichtweg egal :keule:
Chiao Moni
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 11:37
Julian-Bauer hat geschrieben:AquaRebell GH Boost N wäre hier das Zauberwort, ohne Kalium und ohne PO4. Mal drüber nachdenken, auch wenn es vermutlich das hier dargestellte Problem nicht beeinflusst.


das wurde hier bereits genannt und es geht aktuell eher darum, die Werte zu kennen als auf die Probleme bei den Pinselalgen einzugehen. Durch den großen Wechsel ALLER Werte nach dem Umzug kann man das sowieso nicht an einem Punkt fest machen was der Auslöser war.

CO2 ist vorhanden, Eisendünger reduzieren und evtl. einen schwach chelatierten ausprobieren sowie der Einsatz von EC sind die Maßnahmen die bei Pinselalgen zu überlegen sind.
Gruß Julian

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Beitragvon Borelli » 23 Mai 2018 11:56
Julian-Bauer hat geschrieben:wie sind denn deine angestrebten Werte für NO3, K, Ca, Mg?

Grundsätzlich würde ich ungefähr folgendes vorschlagen:

NO3 10-20mg/L
PO4 auf Stoß 0,5mg/L
K 5-10mg/L
Ca 20-25mg/L
Mg 10-15mg/L


NO3 (~12mg/l) und K (~7mg/l) sind schon im Ausgangswasser in ausreichender "Grundmenge" vorhanden, sodass bis jetzt nur der ungefähre Verbrauch nachgedüngt wurde.
Ca ist leider in einem Bereich von ~100mg/l, also schon mehr als im Überschuss vorhanden.
Mg (~10 mg/l) und K (~6mg/l) sind beide im Sollbereich, es muss also auch nur der Verbrauch zugeführt werden.

Vor dem Umzug waren meine Ausgangswasserwerte für mich wesentlich einfacher zu händeln und ich hatte bis jetzt auch keine Probleme mit Algen... :-/

Plantamaniac hat geschrieben:Hallo, ich frage mich immerwieder, ob die Menschen, die hier beratend tätig werden, schonirgendwannmal mit Pinselalgen kämpfen mußten :glaskugel: ?
Denen ist das alles nämlich schlichtweg egal :keule:
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Wie würde denn dein Vorschlag aussehen Moni? Ich hatte bis jetzt in dem Becken noch nicht das "Vergnügen" mit den Algen, stehe daher etwas ratlos da :ops:
Gruß Jan-Philip
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