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Beitragvon Thumper » 22 Jan 2018 14:35
Moin,
Beate hat geschrieben:Kann ich bitte eine ml angabe für ein 300l becken mit fischbesatz haben? Danke


Ich zitiere mich mal von einer Seite davor, weil es einfach gut passt.

Thumper hat geschrieben:
ml H202 (3%) * (30/Litervolumen aquarium) = H202 ppm Konzentration (in der Wassersäule)
x*(30/10)=20 ppm (ist laut Post 1 für Grünalgen in Ordnung. Ich desinfektiere mit der gleichen Menge)
x*3=20 ppm -> x=6,67 ml

Somit würdest du 6,67 ml 3% H2O2 in 10L Wasser geben.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du auf auf 30ppm hoch gehen (10ml 3% H2O2).


Wenn man dies als Grundlage nimmt und (wegen Fischbesatz) bei 20ppm bleibt, dann gibst du auf 300L:
6,67ml (H2O2 3%) * 300L / 10L = 200ml (H2O2 3%)

Idealerweise ziehst du das in einer Spritze auf und gehst damit direkt an die befallenen Stellen.
Grüße,
Bene


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Beitragvon Beate » 22 Jan 2018 18:19
ja ok, danke, das ist eine angabe, ich kann mit wassersäule nix anfangen, kenn ich nur als dichtung von zelten :lol:
und physik war noch nie meine stärke ppm... keine ahnung was das ist. :?
aber der rest ist schon ok. ich werde das mal versuchen, danke erst mal.
Beate
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Beitragvon Thumper » 22 Jan 2018 18:25
Beate hat geschrieben:ppm... keine ahnung was das ist. :?


Moin,
Parts per million.
Also gelöste Teile auf 1.000.000.
Grüße,
Bene


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Beitragvon Plantamaniac » 23 Jan 2018 08:51
Ähm, guten Morgen, nochmal ganz dumm der Sicherheit wegen, Nachfrage.
>>>>>>>>>>>>>><<
Somit würdest du 6,67 ml 3% H2O2 in 10L Wasser geben.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du auf auf 30ppm hoch gehen (10ml 3% H2O2).
<<<<<<<<<<<<<<<<
Das wäre jetzt die Dosierung mit Tier und Pflanzen im Becken?
Und wie lange? Muß ich dann Wasserwechsel machen, oder einfach drin lassen?

Ob das wohl auch für Desinfektion vor Neubesatz taugt?
Zb. für Quarantänebecken?
Chiao Moni
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Beitragvon Thumper » 23 Jan 2018 09:04
Hallo Moni,

Plantamaniac hat geschrieben:Das wäre jetzt die Dosierung mit Tier und Pflanzen im Becken?
Und wie lange? Muß ich dann Wasserwechsel machen, oder einfach drin lassen?


bei einer kompletten Behandlung würde ich nach 1 Stunde einen großen Wasserwechsel machen.

Im zweiten Beitrag des Themas:
kiko hat geschrieben:Sicherheitshinweis: Eine Komplettbehandlung sollte grundsätzlich immer nur in einem besatzlosen Becken durchgeführt werden. Während wie auch nach einer Komplettbeckenbehandlung ist der Nitritwert zu überwachen.

Hier eine kurze Übersicht, welchen Algentyp man mit welcher Konzentration bekämpfen kann:
# Fädrige Grünalgen: 16-24ppm (aufgrund der Vielzahl an Grünalgenarten kann die Toleranz unterschiedlich hoch sein)
# Blaualgen: 5-12ppm ggf. (wenn nötig höher)
Man dosiert dies für 3-4 Tage je 1x täglich in die Wassersäule. Da man nicht alle Algen mit einer Komplettbecken-Behandlung erwischt, ist es wichtig zeitgleich die Ursachen für das Algenwachstum umgehend abzustellen. Tut man das nicht, wird die Behandlung nur wenig Erfolg haben.


weiterhin...
kiko hat geschrieben:Der Hauptanwendungsbereich für H202 (die Lösung "sinkt") ist die partielle Bekämpfung bodennaher Algen sowie Befall zwischen Bodendeckern usw. Die Spottreatments sollten so ausgelegt sein, dass bei empfindlichen Tierbesatz eine H202 Gesamtkonzentration in der Wassersäule von max. 2-5ppm möglichst nicht überschritten wird.
Nur im Falle weniger empfindlicher Tiere kann man entsprechend erhöhen.



Ich dosiere bei meinem Becken (Besatz: Caridina logemanni & Corydoras Hastatus) auf 20ppm (24ml auf 40L) und mache in der Regel 1 Stunde später einen Wasserwechsel. Damit hatte ich noch nie Probleme.
Grüße,
Bene


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Beitragvon Plantamaniac » 23 Jan 2018 09:27
Danke, habe gerade ein 12er Ablaichbecken, das Clado hat und aus dem die vorherigen Insassen ausgezogen sind.
Schnecken sind noch einige drin, die ich gerade absammele, habe den Verdacht, die fressen mir den Laich weg. :keule:
Dann versuche ich das mal und werde berichten...
Chiao Moni
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Beitragvon Yves » 23 Jan 2018 10:42
Hier mal ein Update. Das Becken nach der Extrembehandlung und dem dann erfolgten Rückschnitt sowie Absammeln aller Algenreste. Und dann 7 Tage später.
Dieses Mal ohne Zugabe von H2O2, Nährstoffen o.ä.

Ich möchte fast wetten, dass das immer noch massives NH4 ist, was aus dem ADA Amazonia kommt.

Yves
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Beitragvon MarkusG » 13 Feb 2018 10:51
Hi Leute,

ich bekomme meine Fadenalgen in einem Becken leider nicht in den Griff, ich kann sie durch absammeln zwar im Zaum halten, sie verschwinden leider jedoch nicht.

Im Becken sind 20 Tigergarnelen die den Fadenalgen auch nicht Herr werden, würde ich meine Pintomischer reinschmeissen würden die kurzen Prozess machen, trau ich mir aber nicht da ich keine Tigermischer haben möchte.

das Becken ist ein 35 Liter Scapers Tank, Netto ca. 25 Liter. Ich habe eine 12% Söchting H2O2 Lösung im Haus. Bin irgendwie zu doof mir die Dosierung auszurechnen, die meisten arbeiten ja mit der 3% Lösung.

Eine Garnelensichere Komplettbehandlung mit 50% WW danach würde mir am besten gefallen.

Die Ursache weiß ich nach wie vor nicht, muss noch mehr tüfteln, dachte es liegt am Dünger fressenden Environment Soil, aber ich hatte das Problem davor auch auf Sand und auf Akadama. Beleuchtung ist eine Chihiros RGB (nur 6 Stunden, normalerweise Volllast, aktuell auf Stufe 5 gedimmt). Die Fadenalgen hatte ich ohne Co2 auf Sand und Akadama auch, jetzt mit stärkerer Düngung und Co2 ist es leider nicht anders.

Die Pflanzen wachsen sehr gut, ich dünge immer auf Stoß beim WW (1 Hub AR Eisen, 6 Hübe AR Estimative Index) merke aber dass nach dem WW mit frischen Dünger die Pflanzen schon merklich Gas geben, traue mich aber nicht die Düngung zu erhöhen.


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Beitragvon TilmanBaumann » 13 Feb 2018 11:41
Eigentlich müsstest du den Dreisatz heranziehen.
Aber kannst du dir eigentlich sparen da das Verhältnis so gering ist. Der Wasseranteil spielt keine Rolle.
Und die Dosierung ist eh alles π*Daumen.

Also, denke dir dir Prozente als Absolutmengen.
12% ist vier mal so viel 'stoff' als 3%.
Also Dosierung durch vier Teilen.

Zulässige Verallgemeinerung meiner Meinung nach.

Halte genug Wechselwasser bereit um Besatz zu retten falls es zu Schwierigkeiten kommt. Höhere Tiere wie Garnelen und Fische sind gegen das Zeug ziemlich unempfindlich. Schnecken reagieren am ehesten darauf.

Wasserwechsel direkt danach halte ich für sinnlos. H2O2 reagiert zu H2O. Über die Dihydrogenmonoxydbelastung deines Aquariums musst du dir im allgemeinen keine Sorgen machen. :D

Es wird vermutlich bald darauf zur Wassertrübung kommen, durch das abgestorbene Biomaterial. Dann würde ich Wasser wechseln.
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Beitragvon Yves » 13 Feb 2018 12:32
Liebe Freunde des Raketentreibstoffs,

mal wieder ein Update und ein Verlauf, sowie (m)eine scheinbare Lösung. Dazu aber gleich mehr.

Einen Tag nach einer weiteren, massiven Überdosis H2O2 (200ml 12%-ige Lösung). Man sieht, dass die Algen sehr weiß werden. Die (extrem durch die Algen vorgeschädigte) Ludwigia hat es dadurch dann zerlegt - die Blätter bekamen an den Stellen, an denen Algen festgesessen haben, aschweiße Löcher.


Keine 9 Tage später und ohne Zugabe irgendwelcher Nährstoffe… (mit Nährstoffzugabe wurde es einfach noch schneller so)


Einen Tag später mehrfacher, kompletter Wasserwechsel, mechanische Entfernung der Algen Trimmen der Eleocharis. Und Entfernung einer der beiden Daytime UWRB Matrix, sodass nur noch eine UWRB Matrix und eine UW Matrix vorhanden waren.


Einen Monat später immer noch kein Algenarmageddon. Man sieht, dass die Eleocharis wächst. Nach Beginn mit der Nährstoffzugabe (15ml AR Estimative Index alle 2 Tage, 5ml AR Flowgrow nach Gefühl - ca. alle 4-5 Tage und 2ml AR GH Boost N nach Gefühl alle 2-3 Tage) leichte Zunahme der Algen… aber absolut im normalen Rahmen.


Mein Fazit

H2O2 eignet sich prima, um durch kurzzeitig entstandene Ungleichgewichte vorwiegend jene Grünalgen zu beseitigen, die mechanisch nur schwierig zu entfernen sind. Hierbei ist die exzessive Dosierung, sofern kein Tierbesatz vorhanden ist, bei den von mir verwendeten Pflanzen relativ unproblematisch.

H2O2 eignet sich meiner Erfahrung nach nicht als dauerhafter „Antagonist“ eines massiven Grundproblems. In meinem Fall wird der Nährstoff „Licht“ einfach zu extrem gewesen sein. Was mich aber nach wie vor wundert, ist, dass durch praktisch nicht extern zugeführte Nährstoffe noch soviel Substanz für die Algen vorhanden war… selbst nach extremen Wasserwechseln und wochenlangen Perioden des völligen Nährstoffentzugs hat das ADA Amazonia Light wohl doch noch ausreichend viel NH4 abgegeben.
Mein (nicht nachgewiesener) Verdacht der Ursache liegt derzeit bei folgenden Aspekten:

- zuviel Licht
- zu wenig Pflanzenmasse für das abgegebene NH4 bzw. zu wenige Wasserwechsel


Viele Grüße
Yves
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Beitragvon Erwin » 13 Feb 2018 13:21
Hallo Yves,

H2O2 enthält idR 1% P als Stabilisator. Hast du einige Stunden nach der Überdosierung mal PO4 gemessen? Vergleiche doch mal, wieviel P enthält ein üblicher reiner Phosphat dünger.
Und auch Ammonium und Nitrit im weiteren Verlauf? Denn du hast doch wirklich alles platt gemacht ausser deinen Algen. Die sind ja wie du schreibst immer noch in absolut normalen Rahmen vorhanden. Also was hat es dann letztendlich gebracht, diese Überdosierung? Eine normale Dosierung über mehrere Tage hintereinander bringt meiner Erfahrung nach wesentlich mehr und ist schonender für die Biologie. Eigentlich brachte es doch nur die Erkenntnis, dass so hohe Dosierungen Käse sind. Hau wieder so viel Licht drüber, wenn du wieder mehr Algen haben willst.

Helau, Alaaf usw....
Erwin

PS. In deinem Fall hätte ich drei Tage Dunkelkur gemacht, dann nur massiv Nitrat auf 60mg/l aufgedüngt und wie du auch schon gemacht hast, die Lichtstärke reduziert.
Schwergängiger Magnetscheibenreiniger?
Silikonspray auf den Aussenscheiben mit einem weichen Tuch trocken wischen und es flutscht wieder.
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Beitragvon Erwin » 13 Feb 2018 13:42
Hallo Yves,

Ich habe mir eben noch deine vorherigen Posts und Bilder deiner anderen Becken angesehen.
Respekt, das gefällt.
Letztendlich dann doch wieder die alte Erkenntnis "Jedes Becken ist anders"

MfG
Erwin
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Beitragvon Yves » 13 Feb 2018 14:06
Hallo Erwin,

Danke :-) Ich messe keine Wasserwerte (mehr), da es (siehe die anderen Becken) prima nach Gefühl klappt.
Dunkelkur, Nitrat auf bis zu 120mg/l usw. habe ich alles ausprobiert. Details dazu findest Du ja in meinen vorherigen Beiträgen.
Der „H2O2 Nuke“ war am Ende mehr meinem Forscherdrang als der reinen Vernunft geschuldet.
Hinsichtlch des PO4 kann es gut sein, was Du sagst. Dagegen spricht aber, dass das Symptombild sowohl vor der ersten Anwendung mit H2O2 als auch nach einer intensiven Beckenspülung inkl. Reinigung des Filters (Eisen-III-Phosphat) ohne weitere H2O2 Dosierung entstanden ist.

Ich glaube einfach, dass der große Sack ADA Amazonia Light (durch NH4) zusammen mit der intensiven Beleuchtung die Ursache war. Denn der Eleocharis konnte man beim Wachsen zusehen, so schnell ging das. Und diese seltsamen Algenarten kannte ich auch aus der Einfahrzeit mit z.B. Nature Soil.
Ich hatte eben gedacht, dass das Amazonia "Light" dafür sorgt, dass ein 50% Wasserwechsel pro Woche ausreicht.

Viele Grüße
Yves
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Beitragvon Yves » 13 Feb 2018 14:15
Die ausgebaute UWRB Matrix macht sich auch viel besser bei dem Taeniatus Lobe Artenbecken :-)

Yves
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Beitragvon Yves » 18 Feb 2018 12:17
Es funktioniert. 5 Tage später waren die typischen Algen nur noch auf dem Boden und dem Hardscape - an den Scheiben endlich harte grüne Punktalgen.
Anbei ein Foto nach dem Wasserwechsel und Putzen.
Es ist nun Besatz an Bord und damit verzichte ich ab jetzt vollständig auf H2O2. Nach dem Wechsel habe ich 15ml AR Estimative Index und 20l Osmosewasser mit 5ml GH Boost N+ hinzugefügt. Ich hoffe, dass damit das Nährstoffangebot und die Wasserhärte nun so optimal sind, dass die Pflanzen den restlichen Algen das "Wasser abgraben" ;-)

Ich denke, dass ich mich damit aus diesem Thread verabschiede, da ich nun kein H2O2 mehr (in diesem Becken) anwende.

Schönen Sonntag an alle!




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