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Beitragvon robox » 17 Feb 2017 17:00
Hallo,

ich möchte mich nur kurz für die hilfreichen Beiträge hier bedanken und meine Erfahrungen schildern.
Die 4-tägige Kur mit 3% Wasserstoffperoxidlösung ( ca. 10 ppm ) und 4 x Dosis Easy Carbo hat bei mir wahre Wunder vollbracht.
Ich hatte einen massiven Befall mit ( glaube ich ) Fusselalgen und einigen Pinselalgen nach einer Neugestaltung des Beckens. Trotz meiner Meining nach korrekter Düngung, Co2 und ausreichend Licht wurde das Problem immer massiver und die Pflanzen wurden förmlich überwuchert und wuchsen schlecht. Ich habe dann in das 112 L Becken morgens mit einem Mix aus 30-40 ml Söchting 3% H2O2 und 10 ml Easy Carbo die befallenen Pflanzen eingesprüht bzw. mit einer Spritze eingenebelt und die Pumpe für 30 min ausgeschaltet. Düngung nur 1-2 ml Flowgrow am Abend. Am fünften Tag dann großer Wasserwechsel und Zugabe von Nite-Out und Special Blend. Nach nun knapp 2 Wochen ist das Becken nahezu algenfrei und bei den Pflanzen hat ein Wachstumsschub eingesetzt. Der komplette Tierbesatz ( Armanos, Orange Sakura, Neons, Zwergbuntbarsche, Keilfleckbärblinge und Trauermantelsalmler ) hat alles bestens überstanden, ebenso alle Pflanzen im Becken. Ich bin jetzt natürlich gespannt, wie die nächsten Wochen werden, aber bislang siehts gut aus.
Einzig ein anscheinend zu geringer Sauerstoffgehalt am Morgen ist mir aufgefallen. Die Fische und Garnelen schwimmen teilweie dann dicht an der Wasseroberfläche rum und atmen schnell. Sobald das Licht an geht normalisiert sich alles, nach 2-3 Stunden assimilieren die Pflanzen mächtig und an den Blättern bilden sich überall Sauerstoffbläschen. Kann der Wachstumsschub der Pflanzen für einen erhöhten Sauerstoffverbrauch in der Nacht verantwortlich sein (Mulm am Boden oder Pflanzenreste sind kaum vorhanden) ? Reicht es die Lilypipe etwas dichter an oder über die Wasseroberfläche zu setzen oder wäre eine Pumpe sinnvoller ?

Großer Dank aber nochmal an Kiko für das Erstellen des Thread !!

Grüße

Robin
Viele Grüße

Robin
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Beitragvon Thumper » 17 Feb 2017 17:17
robox hat geschrieben:Einzig ein anscheinend zu geringer Sauerstoffgehalt am Morgen ist mir aufgefallen. Die Fische und Garnelen schwimmen teilweie dann dicht an der Wasseroberfläche rum und atmen schnell. Sobald das Licht an geht normalisiert sich alles, nach 2-3 Stunden assimilieren die Pflanzen mächtig und an den Blättern bilden sich überall Sauerstoffbläschen. Kann der Wachstumsschub der Pflanzen für einen erhöhten Sauerstoffverbrauch in der Nacht verantwortlich sein (Mulm am Boden oder Pflanzenreste sind kaum vorhanden) ? Reicht es die Lilypipe etwas dichter an oder über die Wasseroberfläche zu setzen oder wäre eine Pumpe sinnvoller ?



Hallo Robin,

versuch doch mal Nachts das Becken mit Sauerstoff zu besprudeln. Ich verwende dazu die JBL a300 Pumpe mit einem Ausströmerstein. Diese läuft bei mir Nachts für 3 Stunden und ich habe seither solche Probleme nicht mehr.


Im Nachgang noch eine Frage meinerseits. Ich habe noch 30%ige H2O2 Lösung bei mir zu Hause rumstehen, kann ich das auch nutzen? Wenn ja, dann nur mit 1/10 der Menge des 3%igem, oder berechnet man das dann anders?
Lass' wachsen,
Bene




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Beitragvon rangersen » 27 Mär 2017 17:44
Hallo Bene,

Ich verwende ebenfalls die 30% Lösung und vor der Verwendung verdünne ich die zu verwendende Menge mit dest. Wasser. Wenn du eine 3% Lösung möchtest so nimmst du 1 Teil 30% Lösung und 9 Teile dest. Wasser.

Wolfgang
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Beitragvon Thumper » 27 Mär 2017 20:21
rangersen hat geschrieben:Hallo Bene,

Ich verwende ebenfalls die 30% Lösung und vor der Verwendung verdünne ich die zu verwendende Menge mit dest. Wasser. Wenn du eine 3% Lösung möchtest so nimmst du 1 Teil 30% Lösung und 9 Teile dest. Wasser.

Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Ja genau so habe ich es gemacht.
Lass' wachsen,
Bene




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Beitragvon Frank2 » 30 Mär 2017 16:04
Code Der komplette Tierbesatz ( Armanos, Orange Sakura, Neons, Zwergbuntbarsche, Keilfleckbärblinge und Trauermantelsalmler ) hat alles bestens überstanden


Warte mal die Langezeitwirkungen ab insb. achte auf Hautveränderungen die nächsten Jahre.

Die 4-tägige Kur mit 3% Wasserstoffperoxidlösung ( ca. 10 ppm ) und 4 x Dosis Easy Carbo hat bei mir wahre Wunder vollbracht.


Ich würde vorschlagen, um mal eine Vergleichbarkeit herzustellen, diese Dosierung 4 Tage lang stündlich in geöffnete Augen zu tröpfeln und auch ein 1 h Vollbad an 4 Tagen darin zu verbringen. Danach bin ich gespannt, ob alles "bestens" überstanden wurde. Mir erscheint das Verfahren in besetzten Becken als Tierquälerei, auch die Haut der Fische hat einen Bakterienmantel und der wurde sicherlich mitgeschädigt. Wie sich das wohl in den Augen anfühlt nach 4 Tagen?

Vielleicht irre ich mich auch und auch wir überstehen das "bestens"? Bis zum gegenteiligen Beweis für mich untragbar in einem mit Tieren besetzten Becken. Für bepflanzte Aquarien und Scapes ohne Tierbesatz, ich vermute das der thread ursprünglich für solche mal eröffnet wurde, sicher eine Option, speziell für eher kurzlaufende Projekte wo gute Biofilme nur sekundär sind. Diese werden natürlich mitbeschädigt wobei in den hier dargestellten Becken sicher keine guten Biofilme vorhanden waren.... .

Grüße
Frank
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Beitragvon Biotoecus » 30 Mär 2017 19:08
Hi,
Hautveränderungen in den nächsten Jahren sind nicht zu erwarten.
Salzbäder wirken direkt innerhalb von Minuten.
Schleimhäute werden in kürzester Zeit abgestossen und neu gebildet.
Gruß Martin
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Beitragvon Natural » 22 Apr 2017 11:06
Moin zusammen,

ich möchte ein paar Pinselalgen mit H2O2 himmeln und habe mir dafür 3% H2O2 aus der Apotheke besorgt. Da steht nun "stabilisiert mit Phosphorsäure" drauf. Kann ich die Lösung so trotzdem benutzen wie hier beschrieben, oder gibt es da einen Haken an der Sache durch die Phosphorsäure?
Viele Grüße,
Tony
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Beitragvon Wuestenrose » 22 Apr 2017 11:29
Mahlzeit…

In 100 Gramm Wasserstoffperoxidlösung 3 % sind 58 mg 85-%ige Phosphorsäure enthalten.

Ich rechne mit 100 Gramm Wasserstoffperoxidlösung ≙ 100 Millilitern, der Fehler, den ich dadurch begehe, ist minimal und absolut zu vernachlässigen. 58 mg 85-%ige Phosphorsäure enthalten 48 mg Phosphat.

Also führt 1 Milliliter der Wasserstoffperoxidlösung 100 Litern Wasser 48 mg / 100 / 100 l = 0,0048 mg/l Phosphat zu. Du kannst die Lösung bedenkenlos verwenden.

Grüße
Robert
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Beitragvon Thumper » 22 Apr 2017 11:30
Natural hat geschrieben:Moin zusammen,

ich möchte ein paar Pinselalgen mit H2O2 himmeln und habe mir dafür 3% H2O2 aus der Apotheke besorgt. Da steht nun "stabilisiert mit Phosphorsäure" drauf. Kann ich die Lösung so trotzdem benutzen wie hier beschrieben, oder gibt es da einen Haken an der Sache durch die Phosphorsäure?


Moin Tony,

das stand auf meiner 30%igen auch drauf. Warum genau das so ist, kann ich dir nicht sagen. Was ich dir sagen kann ist, dass ich keinerlei Probleme damit hatte.
Lass' wachsen,
Bene




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Beitragvon Wuestenrose » 22 Apr 2017 11:41
Mahlzeit…

Thumper hat geschrieben:Warum genau das so ist, kann ich dir nicht sagen.

Weil Du ohne die Stabilisierung durch Phosphorsäure ziemlich schnell eine ziemliche Sauerei in Deinem Chemikalienschrank hättest. Die hättest Du auch, wenn Du nicht die für Wasserstoffperoxidlösungen vorgeschriebenen Aufbewahrungsgefäße mit Druckentlastung verwendest.

Grüße
Robert
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Beitragvon Thumper » 22 Apr 2017 11:47
Wuestenrose hat geschrieben:Mahlzeit…

Thumper hat geschrieben:Warum genau das so ist, kann ich dir nicht sagen.

Weil Du ohne die Stabilisierung durch Phosphorsäure ziemlich schnell eine ziemliche Sauerei in Deinem Chemikalienschrank hättest. Die hättest Du auch, wenn Du nicht die für Wasserstoffperoxidlösungen vorgeschriebenen Aufbewahrungsgefäße mit Druckentlastung verwendest.

Grüße
Robert

Moin,
Danke für die Erläuterung!
Lass' wachsen,
Bene




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Beitragvon Natural » 22 Apr 2017 13:43
Hallo ihr beiden,

Danke für die schnelle Antwort!
Viele Grüße,
Tony
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Beitragvon b21asgi87t » 18 Mai 2017 15:27
Bei dem Thread musste ich ob der "klinischen Verhältnisse" in einem Aquascapingaquarium doch schmunzeln. :lol: Kenne/Kannte ich H2O2 doch nur als Desinfektionsmittel ... und ich wusste auch das es Blondinen benutzen. ^^

Ich bin da vor ca. einem halben Jahr schon mal drüber gestolpert und auch über das Video bei Youtube wo jemand 30% H2O2 auf einem Stein in einem Aquarium anwendet...

Mein Fischdealer machte mich vor 2 Wochen auf ein Gerät aufmerksam : Name: Twinstar ... (ich denke ihr könnt google bedienen^^) ... grob kann man "Sterilisator" dazu sagen ... produziert "agressiven Sauerstoff", vernichtet Algenneubildung, Algensporen und das Set kostet ca. 150€ (Nachrüstelektrode 60€)

DIY ^^: https://www.youtube.com/watch?v=jHg4Dx3rPSo

Das aber nur so nebenbei...

Darüber fand ich mehrere Videos über H2O2. Natürlich auch die die hier im Thread verlingt sind und entdecke die "Wunderwaffe" auch für mich... Es ist ob der Bestandteile und auch der Wirkung ideal für den Aqaristikbereich brauchbar. Nicht nur für den Grund für den er hier im Thread benutzt wird aber auch... Ihr habt einen hübschen Stein in einem Fluß gefunden und wollt ihn desinfizieren? Ihr wollt einen transparenten Aquariumschlauch reinigen? usw. usf.

Vielleicht noch ein paar Hinweise die ich bei meinen Recherchen gefunden habe:

Es gibt stabilisiertes H2O2 und unstabilisiertes H2O2. Stabilisiertes H2O2 enthält wie im Thread schon erwähnt Phosphorsäure und unstabilisiertes enthält das nicht. Dafür hält unstabilisiertes H2O2 nicht so lange und es fliegt einem schneller um die Ohren^^. (Stichwort Druckausgleich Aufbewahrung und Mischen)

Die bei Fischdealern erhältliche Söchting Lösung enthält "speziell stabilisiertes" H2O2 ... was immer das auch heißt ... Der Einsatzzweck der Söchtinger Lösung sind Oxydatoren (Sauerstofferzeugung). Das was bei eurer Algenvernichtung so schön blubbert ist Sauerstoff... reiner Sauerstoff das erklärt die z.t. berichtete stabilisierende Wirkung...

Nun, wie in meinem anderen Thread nachzulesen bin ich bei der Recherche nach Sauerstoff und Bakterien auf H2O2 gestoßen. 2,5 ml (bei 250 Liter Aquarium ... das ist weit(!) unter der Dosis die ihr benutzt um eure Algen zu bekämpfen) mit einem Zerstäuber auf die Oberfläche für 2 Tage und die Kahmschicht war Geschichte.

Da ich Lebewesen im Becken habe (und ich wie ein Poster hier schon schrieb das auch für bedenklich halte) werde ich auf eine weitere Anwendung wohl nur im Notfall zurückgreifen). Mein Blaualgenproblem scheine ich mit dem Zusatz von Starterbakterien schon fast gelöst zu haben und da ich einen Hamburger Mattenfilter betreibe will ich meinen nützlichen Bakterien das nicht antun. Den Fischen, Schnecken usw. auch nicht... schon gar nicht am Limit der maximal verträglichen Dosis... btw. EasyCarbo enthält wie ich mehrfach gelesen habe zusätzlich ein Algizit... 4x Dosis der angegeben Dosis von EC? Seriously Folks? ...

In einem reinen Pflanzenaquarium sehe ich das aber wie die meisten von euch. Es hilft "verschiedene Pflagen" loszuwerden aber es ist imo keine Dauerlösung ...

Was für mich allerdings noch interessant ist ist der Sauerstoff :) Also Oxydatoren... und ich schaue ja gerne hinter die Kulissen ... also habt ich mir selber einen gebaut. (Was soll ich auch 50-100€ ausgeben wenn es für 5€ geht ... was mich nebenbei bemerkt ziemlich stört ist das Aquarianer gerne abgezockt werden). Als Diffusor wird ein sauberer Zigarettenfilter verwendet. Ansonsten ist der Aufbau wie beim BIO-CO2

Die Bilder dazu im Anhang.

und ein Youtube DIY:

https://www.youtube.com/watch?v=-frYe_WPxMc

Abschließend ein paar Hinweise zu H2O2 von der Apothekerin meines Vertrauens :) :

- Verdünnen mit destiliertem Wasser
- Zuerst Wasser in das Mischgefäß,. dann das H2O2
- Arzt x Arzt / Apotheker ^^
- Kühl und Dunkel aufbewahren

und bitte nur wenn ihr wisst was ihr tut ... also nichts für Anfänger

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