Hallo Phil,
Axiss hat geschrieben:Also der Hintergrund zu meiner frage ist eigentlich das ich mein AQ nun schon seit fast 3 Monaten auf einem errechneten CO2 Wert von um die 70 (!!) mg/l fahre. Bei entsprechnder PH 6,5 und KH von 8.
Meinen Fischen geht es aber gut, keine Verhaltensauffälligkeiten, keine Toten Krankheiten oder ähnliches.
Interessant wäre jetzt nur noch die Fischart.
Aber auch ohne diese zu kennen, nehme ich stark an, dass bei deinem Wasser die Tabelle falsche CO2-Werte liefert, oder deine beiden anderen Messungen (Kh oder ph) falsch sind.
Überprüfe den CO2-Gehalt entweder mit einem richtigen
CO2-Test oder mit einem
Dauertest correct.
Auch meine 2 CO2 Dauertests (einer mit PH messlösung von JBL/ einer mit klassischer co2 Testlösung von Serra) sind zwar im Grünen aber eben mittelgrünen also nicht hellgrün oder sogar schon gelben Berreich.
Ich kenne diese Test nicht. Deshalb keine Ahnung ob die korrekt anzeigen. Besser ist ein System, bei dem eine Testindikatorflüssigkeit benutzt wird, die nicht mit dem eigenen AQ-Wasser hergestellt wird.
Ich verstehe eben nicht wie ich rechnerisch auf so hohe werte komme (wird auch viel co2 zugegeben ca. 100 Blasen/min über atomic diffusor mit darüberliegender Pafrathschale ca. 7x7cm = 50 qcm Fläche) die Dauertests aber behaupten das alles ok ist, und die Fische ja eben auch zeigen das so viel eigentlich nicht drin sein kann.
Nochmal, die Tabellen sind nur Aussagekräftig bei absolut sauberen und unbelasteten Wasser.
In Altwasser, bei hohen Nitratwerten, in mit Huminsäuren belasteten Wasser, bei Torffilterung, bei Eichenextrakt, bei Erlenzäpfchen u.s.w. geben diese Tabellen falsche CO2-Werte an. Und meines Wissens werden dann immer zu hohe CO2-Werte angegeben.
Deswegen hat mich die maximalsättigung interresiert. Um nachzuvollziehen ob bei über 70 mg/L co2 überhaupt theoretisch noch raum für gelösten Sauerstoff im Bereich von 30mg/l ist, oder ob das eben rein physikalisch unmöglich ist.
Genau diesen Zusammenhang kann man wohl nicht philosophieren.
Grundsätzlich besteht nämlich (wasser-)physikalisch kein direkter Zusammenhang zwischen dem CO2-Gehalt und dem O2-Gehalt.
Nur..... solange genug O2 vorhanden ist, wird von den Fischen auch ein etwas höherer CO2-Gehalt besser vertragen.
Ist wenig O2 vorhanden, so bereitet den Fischen bereits ein leicht erhöhter CO2-Gehalt Probleme. Zuerst wird dann mit der Erhöhung der Kiemenbewegungen darauf reagiert und später dann mit Schnappen an der Wasseroberfläche.
Ideen wo der Messfehler herkommen könnte? Gibt es etwas was die PH-KH Berrechnung verfälschen kann?
siehe oben
Wasserwerte von heute:
PH 6,5
KH 8
CO2 73mg/l (errechnet)
Damals hat sich der PH bei 7-7,2 und der CO2 wert bei ca. 8 mg/l eingependelt (also völlig normal).
An den beiden Werten stimmt was nicht.
Vorrausgesetzt die KH hat sich nicht geändert...
Wenn du bei deinem Wasser bei ph 7-7,2 8mg CO2 annimmst, dann wäre bei einem ph von 6,5 der CO2 Gehalt nur 32mg/l.
Bei einer PH-Änderung von 0,3 (Absenkung), verdoppelt sich jeweils der CO2-Gehalt.
Also 7,1-6,5 = 0,6
8x2=16
16x2=32
MfG
Erwin