| Verbreitung bzw. Fundort: | Kanada, USA (Osten, Südosten), Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras, Panama, Kolumbien |
| Beschreibung: | Lobelia cardinalis, die Kardinalslobelie, ist eine echte Amerikanerin und wächst in den östlichen und zentralen Regionen der Vereinigten Staaten auf feuchten Böden entlang von Bächen, Teichen und Abzugsgräben. In ihrer emersen Form bringt sie grüne Blätter mit purpurfarbiger Unterseite und attraktive scharlachrote, glockenförmige Blüten hervor, die sie in ihrer Heimat sehr populär und zu einer wahren Augenweide machen. Die submerse Pflanze ist im Gegensatz dazu hellgrün. Schon seit langem für Aquarien im holländischen Stil verwendet, ist L. cardinalis heutzutage im Handel weit verbreitet.
L. cardinalis ist ziemlich leicht zu pflegen. Die Beleuchtung sollte zumindest mittelstark sein, obwohl höhere Wattzahlen auf kompakteres, üppigeres Wachstum hinauslaufen. Eine Düngung mit CO2 ist nicht notwendig, aber für ein kräftiges Wachstum dennoch zu empfehlen. Regelmäßige Düngergaben über die Wassersäule bestimmen, wie groß die Pflanze letztendlich wird. Ein Nitratwert von 10-20 mg/l und Phosphat im Bereich von 1-2 mg/l sowie genügend Mikronährstoffe führen zum schnellsten, üppigsten Wachstum. Dann bringt L. cardinalis auch die größte Anzahl von Seitentrieben hervor.
Diese ungewöhnliche Stängelpflanze wächst nur im mäßigem Tempo zur Wasseroberfläche. Ebenfalls neigt sie dazu, viele weiße Wurzeln an den Stengelknoten zu treiben, die aber verborgen bleiben, wenn die Pflanze sorgfältig beschnitten wird. Beschneiden sollte man diese Pflanze, indem man die Triebspitzen abschneidet und einpflanzt. Möchte man mit der Kardinalslobelie eine "Pflanzenstraße" anlegen, schneidet man die Spitzen in zunehmend kürzeren Zeitabständen.
Wegen ihrer eher geringen Wachstumsrate und regulierbaren Höhe ist L. cardinalis häufig in holländischen Aquarien zur Gestaltung der sogenannten "Leidener Straßen" gepflanzt worden. Ihre Größe und einzigartige Blatttextur machen sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Aquarianer, die ein eher formelles Layout schaffen möchten. |