Hallo Jürgen,
ich hoffe sehr die bisherigen Antworten haben dich nicht davon abgebracht.Es gibt eben auch hierüber viele Meinungen, aber die aller wenigsten Meinungen beruhen auf Erfahrung.
Also bleib mal ganz entspannt, den Bonsai kannst du in jedem Fall verwenden und zuwar ohne ihn zu konseervieren.
Auch ohne Konservierung überlebt das Holz weit mehr als die nächsten 10 Jahre und sieht ohne so eine künstliche Haut auch natürlich und nicht wie Plastik aus.
Ich hab auch einen richtig großen Bonsai von etwas über 1m Höhe und es steht schon immer fest, daß der im Falle seines Todes im Aquarium landet. Eine Gefahr für Pflanzen, Wasser od. die Tiere im Becken besteht dabei nicht, wenn man ein paar wenige Regeln einhält.
Ich habe in 4 Becken 7 verschiedene Bäume schon seit vielen Jahren und es sind sowohl Nadelhölzer als auch die giftige Tuje darunter.
Bei richtigem Ablagern ensteht auf dem Todholz aus der Natur, oder wie bei dir vom Fensterbrett noch nicht mal ein Bakterienrasen, wie das bei gekauften Aquariumholz in 90% der Fälle üblich ist.
Angebotene Aquaristikwurzeln bilden wegen der noch enthaltenen Nährstoffe in den ersten Tagen bis Wochen meiset einen Bakterienrasen. Das liegt daran daß, wenn man mit den Wurzeln Geld verdienen will, keine Zeit bleibt um es entsprechend abzulagern und auszudampfen.
Wenn du mal deinen Bonsai im Bild zeigst kann man anhand des Stammes eventuell sogar sagen was es für einer war, wobei das für die Verwendung nicht entscheident ist.
Ich schätze mal 70% alles Bonsais die man in Deutschland zu kaufen bekommt gehören zur Familie der Vicus, also zur großen Familie sder Gummibäume (Leute vom Fach dürfen das gerne berichtigen wenn mein Halbwissen nicht passt). Also vermute ich mal deiner ist auch ein Vicus?
Diese Vicusarten geben bei Verletzungen reichlich weiße Milch ab die zum Teil aus Latex besteht (so viel ich weis).
Also Wenn der tote Bonsai bei dir nicht schon 1-2 Jahre im toten Zustand ausdampft, dann mußt du beim ausdampfen nachhalfen, damit er nichts ans Wasser abgibt was du dort nicht haben willst.
Ich persönlich laß mir bei meinen Bäumen fürs Aquarium immer reichlich Zeit und lager die zuvor ""volständig geschälten"" Baumleichen auf der gepflasterten Terrasse 1 Jahr lang in Sonne, Regen Wind und Frost bevor sie ins Becken kommen. Nicht ins Gras lgen, das Holz wird sonst durch unzählige Cellulose fressende Mikroorganismen mürbe und hält später im Aquarium nicht so lange durch.
Agespühlten Hochwasseropfer die vom Fluß schon Wochen mitgeschleift wurden und dann auf einer Kiesbank über Wochen von der Sonne und Wind gebleicht wurden, können man nach dem Abschrubben und Wässen auch sofort verwendet werden.
Wenn dein Bonsai nun erst vor kurzem gehimmelt wurde, kann man den Ausdampfungsprozeß auch sehr beschläunigen, dazu würde ich den Baum 3 mal über je 1 Woche untergetaucht wässern, und jedesmal danach im Backrohr für 2 Stunden bei 50-60C° ausdampfen.
Zuvor muß der Baum vollständig von Rindenresten befreit werden.
Danach ist er fürs Becken tauglich und wird weder durch alte Pestiziede (an die ich beim sehr wiederstandsfähigen Vikus nur mäßig glaube), noch durch eingelagerte Nährstoffe oder andere Baumsäfte dem Becken schaden.
Zur Befestigung. Da halte ich den Rat mit der Edelstahlschraube für den besten. Ich würde die Untere Wurzel dünn duchbohren und dann von unten noch mit einem größeren Bohrer mit Schraubenkopfdurchmesser bis 2cm vor Wurzelende aufbohren und dann mit einer langen Edelstalschraube den Baum von unten anschrauben.
Mit etwas Geschick sieht es aber natürlicher aus wenn deine Wurzeln über einen Felsen kriechen, wie dir auch schon geraten wurde.
Zum Moos.
Javamoos ist heutzutage wohl das unantaktivste Moos von allen die man im Aquarium hält. Also überleg dir das nochmal ob du nicht eine stärker verzweigte Moosart verwenden willst.
Themen zum Thema:
aquariengestaltung/holzauswahl-t19278.htmlaquarienvorstellungen/baume-am-felsenbach-t19415.htmlkein-thema-wenig-regeln/spontane-wurzelsuche-an-der-isar-t19301.htmlRobert