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Magnesium und die gH ?

Was sind die wichtigsten Pflanzennährstoffe oder welche Dünger sollte ich nutzen ?

Beitragvon desperado » 05 Dez 2010 13:46

Moin Moin !

Ich bräucht mal dringend etwas Nachhilfe über das Zusammenspiel von gH, kH und wie sich die Werte verändern bei der Zugabe von Magnesium oder Calzium.

Die gH ergibt sich ja u.a. aus dem Verhältnis von Ca : Mg ...

Wenn ich jetzt dem ungünstigem Ca:Mg Verhältnis meines Leitungswassers (Ca 40mg/l :Mg 4,6mg/l) mit Bittersalz auf die Sprünge helfen möchte (also 5 Gramm Bittersalz laut Nährstoffrechner) erhöht sich doch zwangsläufig auch die gH ?

Kling vielleicht blöde gefragt aber wie schlimm ist das ? Bzw. Über welchen Wert sollte man nicht gehen ?

Bei mir hat sie sich laut Ratestäbchen von 6 auf über 12 fast verdoppelt ...

Laut den in Klammern gesetzten Zahlen im Nährstoffrechner bin ich ja mit 10mg/l Mg dann schon recht heftig unterwegs ....
Auf welches Düngesystem beziehen sich diese in Klammern gehaltenen *Grundwerte* überhaupt ?

Wär schön wenn da jemand etwas Licht in mein dunkel bringen könnte ...!

Ich sitz schon den halben vormittag über verschiedenen Düngekonzepten, WW und anderer Wasserchemie um für mich ein vernünftiges Düngekonzept zu finden - so langsam Qualmt der kleine Kopf ... :-/

Danke und Gruß,

Daniel
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Beitragvon Wuestenrose » 05 Dez 2010 15:15

Hallo,

desperado hat geschrieben:Die gH ergibt sich ja u.a. aus dem Verhältnis von Ca : Mg ...
Nein. Die Gesamthärte ergibt sich aus der Summe, nicht dem Verhältnis, der im Wasser enthaltenen Calcium- (Ca2+) und Magnesium-Ionen (Mg2+). In Wässern mit vergleichsweise hohen Barium- (Ba2+) und Strontium-(Sr2+)-Gehalten z. B. Meerwasser) zählen diese mit zu den Härte-Ionen, dann muß aber die Härteangabe entsprechend gekennzeichnet sein.

Wenn ich jetzt dem ungünstigem Ca:Mg Verhältnis meines Leitungswassers (Ca 40mg/l :Mg 4,6mg/l) mit Bittersalz auf die Sprünge helfen möchte (also 5 Gramm Bittersalz laut Nährstoffrechner) erhöht sich doch zwangsläufig auch die gH ?
Ja. Wenn Du eines der oben genannten Ionen ins Wasser kippst, erhöht sich die Gesamthärte, und zwar je 0,1786 mmol/l um ein Grad. Umgerechnet auf Milligramm pro Liter sind das etwa 7 mg/l Calcium oder 4,3 mg/l Magnesium.

Kling vielleicht blöde gefragt aber wie schlimm ist das ?
Nicht schlimm.

Bzw. Über welchen Wert sollte man nicht gehen ?
Kommt auf die Pflanzen an. Es gibt ein paar Mimosen (z. B. Mayaca fluviatilis oder Rotala wallichii), bei denen hohe Calcium- und Magnesiumgehalte Enzyme blockieren, was die Pflanze auf Dauer zum Absterben bringt. Das beginnt meiner Erfahrung mit Mayaca fluviatilis nach schon bei 4 °dGH.

Bei mir hat sie sich laut Ratestäbchen von 6 auf über 12 fast verdoppelt ...
Du müsstest 26 mg Magnesium oder 43 mg Calcium pro Liter dazukippen, um die GH um 6 Grad zu erhöhen. Das kann ich nicht ganz glauben. Was und wieviel hast Du eigentlich reingeschüttet?

Viele Grüße
Robert
Meine Eindrücke von der LED China 2011.

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Beitragvon desperado » 05 Dez 2010 15:42

Moin

Danke für die Antwort !

Das mit der Summe ist natürlich richtig! Mein Fehler !

Natürlich setzt sich die gH auch nicht rein aus Mg und Ca zusammen ...

Ich habe lediglich 5g Bittersalz was nach Nährstoffrechner 4,93 mg/l Mg auf mein angenommenes Brutovolumen von 100l bedeuten würde. Zusätzlich V30 als Wochendosierung welcher aber soweit ich weiß nicht wirklich viel magnesium enthält ...

Daher verwundern mich die Werte der Ratestäbchen auch - kann aber durchaus auch an denen liegen ...

Ich versuche mir grade eine Übersicht über die verschiedenen Vorgänge, Nährstoffquellen udn Düngekonzepte zu verschaffen ...

Was mir zugegebenerweise grade etwas schwer fällt - dafür bitte ich um Verständnis ...

Danke und Gruß,

Daniel
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Beitragvon nik » 06 Dez 2010 09:49

Sorry für's OT

Hallo Robert,

Wuestenrose hat geschrieben:Kommt auf die Pflanzen an. Es gibt ein paar Mimosen (z. B. Mayaca fluviatilis oder Rotala wallichii), bei denen hohe Calcium- und Magnesiumgehalte Enzyme blockieren, was die Pflanze auf Dauer zum Absterben bringt. Das beginnt meiner Erfahrung mit Mayaca fluviatilis nach schon bei 4 °dGH.

da wird was anderes eine größere Rolle spielen. M. fluviatilis habe ich seit Jahren immer in meinen Becken bzw. in denen der Kids drin. Die werden alle mit 5-6 KH und normal 7-8 GH aus drei verschiedenen Leitungen versorgt. Wegen des geringen Mg-Anteils wird in allen Becken PMS zugegeben mit einer resultierenden GH von 9-10 °dGH. Die geht auch so in prächtig.

Die M.fluviatilis kann durchaus ein pienziges Pflänzlein sein und wenn die nicht in Ordnung ist, besteht Handlungsbedarf. Sie ist mir schon Zeiger, aber ich weiß nicht wirklich für was. Sie kann bis hin zu stark chlorotischen Triebspitzen und lässt dann im Durchmesser deutlich nach. Wegen der Chlorose, d.h. gestörten Chlorophyllbildung, sollte sich die Ursache im Dunstkreis von Mg, Stickstoff, evtl. Fe bewegen - tut es aber nicht. Wenigstens nicht direkt.

Ein Beispiel für mind. GH 9. Sie sitzt in der Mitte und wucherte wie blöde. Links oben sieht man ein paar Triebe R.rotundifolia. Die sind von der Größe normal, farblich sehen sie nach moderatem Stickstoffmangel aus. Die Gruppe Links ist auch R.rotundifolia, allerdings kümmerlich. Liegt zum Einen ganz sicher an der schlechten Ausleuchtung (80x40x40, 2x24W, 965,860), wohl auch am knappen Stickstoff, evtl. auch am ungedüngten Sand. Die P.spec. sieht sehr deutlich nach stickstoffarmen Betrieb aus. PO4 ist in 2 von 3 Leitungswässern reichlich (1 - 1,5 mg/l), auch in diesem. Sonst ist noch HCC in sehr gutem und H. micreanthmoides in ordentlichem Zustand drin.
5501

/OT

Gruß, Nik
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