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Künstlerisches Scaping

Allgemeine Plauderecke

Beitragvon Martin Krüger » 12 Feb 2009 20:58

Hallo,

Aquascaping hat ja nun wie wir alle wissen eine künstlerische Ader.
An alle Einsteiger wendet sich dieser Beitrag wenn es um den Freiraum der Kunst geht.

Künstlerische Gestaltung fängt immer damit an, dass man im hintersten Winkel des Kellers ein völlig versifftes Aquarium findet und nun den Entschluss fasst: "Wow, ich habe ein Becken und nun mach ich Aquascaping."

In vielen Fällen sieht der Einstig dann so aus:

Bild

Ganz wichtig ist auch einen Platz zu finden um das Scape entsprechend präsentieren zu können.
Idealerweise in Reichweite, damit man vom Drehschemel vor dem Computer nicht weg muss:

Bild

Steht das Aquarium, äääh Scapehülle erst einmal am richtigen Platz macht es Sinn sich den Kopf darüber zu zerbrechen was man eigentlich künstlerisch erreichen will.
Dazu zerrt man natürlich die späteren Einrichtungsgegenstände aus den verlassensten Ecken und in der Fantasie entsteht der Plan von späteren Scape.
Um die Ideen nicht über Nacht und im Vollrausch wieder zu verlieren ist es natürlich wichtig alle Deko Elemente per Bildmachapparat festzuhalten:

Bild

Erfolgsverwöhnte Scaper gehen natürlich auch in der Planung auf die Technik ein:

Bild

Buntstifte um den Pflanzplan zu malen, Bier um zu überlegen was falsch läuft und CO2 ist eh immer gut.

Weiter geht es dann in Teil Zwo: "Wenn ich nüchtern bin, sieht alles ganz anders aus".

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon Oli » 12 Feb 2009 21:23

Hi Martin

Bei so viel Plansplan, äh Pils,is es natürlich schwierig.
Morgen bereus du wieder alles. Schwamm drüber.

Die 10000 kg Co2 Bottle macht sich auf jeden Fall gut neben dem Nano-Set.

Schöne Träume noch .

Oli
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Beitragvon SebastianK » 12 Feb 2009 21:27

Hi,

krass, wenn die mal undicht ist füllt sich ein ganzes Haus von unten nach oben mit Co2... Eine 500g Flasche ist eher angebracht denke ich. Oder ist das eine Füllflasche für andere, kleinere Flaschen?

Gruß

Sebastian
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Hypercube

Beitragvon Martin Krüger » 12 Feb 2009 21:49

Hallo,

sicherlich muss auch eine Pflanzenauswahl getroffen werden.
Schnell wachsende Pflanzen sind immer eine gute Option wenn es darum geht irgendwelche Nährstoffdefizite auszugleichen.

Die schnell wachsende und einfach zu pflegende C. ischhabkeinspurenelement:
Bild

Nicht ganz einfach zu kultivieren sind die beiden roten feinfiedrigen Pflanzen.

Hier I. chhaballesimgriff
Bild

Und V. ersaltztesuppe
Bild

Eine Schwimmpflanzendecke kann mitunter den Wellenschlag günstig hervorheben.
Es empfiehlt sich S. chlagmichtot
Bild

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon Oli » 12 Feb 2009 22:30

Hallo Kellerkind.

Die nächste Pflanzentauschbörse kommt bestimmt. :D :D :D

Schöne Grüße

Oli
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Beitragvon SebastianK » 12 Feb 2009 22:33

Hi Martin,

heftig... Ist das der Neuanfang des Beckens mit den superschnellwachsenden? Die normal schnellwachsenden würde ich dir für diesen Versuch empfehlen!

Gruß

Sebastian
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Beitragvon Änd » 13 Feb 2009 11:47

Hallo Martin,


...is Dir auf dem einen Bild ein Meerschweinchen ins Becken gefallen?? :roll:


Grüße,
Andreas
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Beitragvon Boby » 13 Feb 2009 11:58

Änd hat geschrieben:Hallo Martin,


...is Dir auf dem einen Bild ein Meerschweinchen ins Becken gefallen?? :roll:


Grüße,
Andreas

Dürfte eher ein chinchilla sein. :D
S.chlagmichtot hatte ich auch mal im becken, leider ist die pflanze restlosverschwunden - jemand hats mit dem kescher immer wieder abgeschöpft.. :?
LG
Boby
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Beitragvon Bernd.G » 13 Feb 2009 13:46

Boby hat geschrieben:
Änd hat geschrieben:Hallo Martin,


...is Dir auf dem einen Bild ein Meerschweinchen ins Becken gefallen?? :roll:


?


Hallo Andreas

Das hatten wir in einem anderen Thread bereits geklärt das es das Tupet des Einrichters war! :D

@Martin

Mensch Martin! machst du hier nur den Hofnarr oder ist das Frust über die Szene?

Gruß
Bernd
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Beitragvon nik » 13 Feb 2009 14:12

Hallo Martin,

kannst du mal in wenigen, klaren Worten die Intention dieses Threads darlegen?

Gruß, Nik
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Beitragvon Martin Krüger » 13 Feb 2009 15:37

Hallo Nik,

kurz wird es bestimmt nicht. Vielleicht wird es aber klar.

Dir wird sicher nicht entgangen sein wie kontrovers die Diskussion um Aquascaping und Aquariengestaltung seit der "Heimtiermesse Hannover 2008" (nein nicht 2009) geführt wird.
2008 waren unter den ausgestellten Aquarien auch welche am Start, die die Überschrift "Antibecken" trugen.
Man sah sogar in einem Aquarium einen schicken roten Buddha und ein in den Bodengrund eingelassenes Ying und Yang Zeichen und die Aquarien liefen nicht ausserhalb des Wettbewerbes.
Solche gestalterischen Mittel werden dann gerne mal mit dem Mantel der "künstlerischen Freiheit" überdeckt und sind durch diese Definition nicht mehr diskutierbar/bewertbar.
Was uns dann zu dem Punkt bringt was wirklich "künstlerisch" ist. Sieht es gekünstelt aus, ist es Kunst die von Können kommt oder ist es der Versuch wirklich Kunst zu schaffen. Und wie darf man dann Kunst im Aquascaping verstehen?

Es geht hier in diesem Thread in keinster Weise gegen Scaper. Ich konterkariere nur im Moment mal die "Kunst" an sich und was man mitunter als "Kunst" so vorgesetzt bekommt.
Ich gebe allerdings zu, dass ich ein sehr gespanntes Verhältnis zu dem Wort Kunst habe.

Die Leute, die sich dieses Jahr auf der "Heimtiermesse 2009" in einem fairen Wettbewerb gemessen haben, haben aus meiner Sicht durch die Bank sehr schöne handwerkliche Arbeit abgeliefer und dadurch sehr schön gestaltete Aquarien der Öffentlichkeit präsentiert. Ich ziehe da meinen Hut vor, da ich so etwas nicht kann.

Man sah aber auch nicht solche "künstlerischen" Gestaltungsmittel wie die oben aufgeführten zwei Beispiele.
Da frage ich mich dann: Warum nicht? Man kann so ein Gimmick doch ruhig bringen und es durchaus toll in so eine Sache einbinden ohne kitschig zu sein.
Ist da dann Schluss mit der "künstlerischen Freiheit", da sie nicht Mainstream ist und verpönt belächelt wird?
Oder nimmt die Szene sich manchmal selbst zu ernst und will dadurch zu seriös erscheinen?
Da frage ich mich manchmal was Raffael wohl dachte als er die beiden Engel unter die "Sixtinische Madonna" malte.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... el_051.jpg

Dann kommen wir mal auf das Equipment zu sprechen. Als wir vor fünf oder sechs Jahren 25iger Würfel mit Halogenbelechtung auf einer Messe zeigten und für so ein Ding (komplett bepflanzt) 150,- Euro veranschlagt wurden, da zeigte uns die ganze Welt einen Vogel.
Heute ist es Standard ein Nano für 89,- Euro zu kaufen (ohne Pflanzen).
Und was bekommt man dafür? Ein Beckelchen mit runden senkrechten Kanten, welches über 4cm so verzerrt, dass man am liebsten zu Fielmann rennen möchte um die Rezeptoren mal überprüfen zu lassen.
Wo ist da dann der Anspruch an die Gestaltung und die Kunst an sich?
Nun sage mir bitte niemand das die Verzerrung der künstlerischen Gestaltung dient.
Auf der einen Seite höchste Ansprüche und auf der anderen Seite begnügt man sich mit verzerrenden Glaskästen?
Man kommt also nach Hause mit seinem 89,- Euro Aquarium und nun geht die Sache richtig los. Pflanzen rein für nicht wenig Geld. Die CO2 Anlage kommt dann aus der Küche in Form zweier (wenn schon) Cola-Pullen und einer Paffrathschale vom letzten "Heringshappen in Dill Soße"?
Da das alles aber nicht geeignet ist um die eigenen Ansprüche in Sachen Scaping zu erfüllen wird dann für eine eventuelle Bewertung alles entfernt um ja keinen Schandfleck im Aquarium zu haben.
Die Kommentare über ein ins Becken ragendes Ausströmerrohr habe ich noch zu Hauf im Gehör.

Leute mit geschultem Auge und ein wenig Kenne der Gepflogenheiten werden ganz sicher wissen, dass der Betrieb solcher Aquarien ohne entsprechende Technik nicht möglich ist.

Dummerweise werden aber durch dieses Vorgehen ein paar Leute ziemlich blöd aus der Wäsche gucken wenn sie zu Hause anfangen ein Scape so hinlegen zu wollen wie sie das ja immer auf Bildern und auch auf der "Heimtiermesse" gesehen haben.
Bei einigen Recherchen wird dann mal festgestellt "Huch, die Gewinner hatte ja sonst immer 2 x 11W über der Kiste". So platzen Träume.

Nik, ich denke dieses Forum wird diesen Thread hier aushalten.
Sollte es nicht Sinne dieses Forums sein, so hätte ich es dieses Ding nicht angefangen.
Sehe es als "Antibecken" mit all meinen Unzulänglichkeiten, die ich versuche mit gewaltigem Technikeinsatz zu kompensieren.
Und letztlich, nimm diesen Thread nicht ernster als er ist.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass der eine oder andere leise schmunzelt. So war es geplant, nur von mir nicht kommuniziert.

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon Tim Smdhf » 13 Feb 2009 16:14

Hey,

ich war amüsiert deinen Thread bis hierhin zu lesen!

Weiter so!
Viele Grüße!
Tim :strand:
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Beitragvon nik » 13 Feb 2009 16:58

Hallo Martin,

Martin Krüger hat geschrieben:Nik, ich denke dieses Forum wird diesen Thread hier aushalten.

Na klar, im speziellen Fall kam die Überzeichnung halt besser heraus als die Intention. ;)

Kunst ist auch was gefällt. Vermutlich ist "Gefallen" höher anzusetzen als der herbeigezerrte Begriff (subjektiver) "Kunst", der von vielen auch noch unterschiedlich belegt wird.

Solche Contests erlauben keine digitale Bewertung mit 0 und I. Es ist immer eine teilweise subjektive Bewertung durch Juroren, die bestimmte Intentionen haben und die über Regeln dem Teilnehmer vermittelt werden müssen. Aus diesem Spielraum ergibt sich zwangsläufig ein *möglicher* "mismatch". Das ist unmöglich genau zu regeln, trotzdem steht jede Form der Gestaltung frei. Kann ganz anders, kann trotzdem gut sein und kann der Jury gefallen - oder nicht.

Ich sehe wenig Sinn über die Dinge zu streiten (im positiven Sinn), die sich im Grunde nicht konkretisieren lassen. Ein Aquascape ist/sind Gedanken und die sind für den Teilnehmer, den Betrachter und auch den Juroren frei.

Digital geht nicht!

Gruß, Nik
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Beitragvon Martin Krüger » 13 Feb 2009 19:31

Hallo Nik,

in meiner Eigenschaft als völliger "Kunstversteher" :D

kann ich nur sagen: "Jedem das Seine." :)

Nicht aus Versehen sitzen bei solchen Wettbewerben ja mehrere Juroren und geben Ihre Meinung zum Besten.
Es soll ausgeglichen sein und ich habe damit auch keine Schwierigkeiten.

Es sei mir nur ein kleine Spitze gegönnt: Wenn Leute Becken zu Hause vorbereiten und dann unter anderen Vorraussetzungen ausstellen, dann bleibt die Ausgeglichenheit etwas aussen vor.
Aber nur ein bisschen. :D

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon aengebrecht » 13 Feb 2009 20:10

Hallo Martin,

ich musste wirklich schmunzeln über deinen Beitrag !
Ich denke, du solltest deinen Stil beibehalten ! Nur Mut !

Martin Krüger hat geschrieben:Es sei mir nur ein kleine Spitze gegönnt: Wenn Leute Becken zu Hause vorbereiten und dann unter anderen Vorraussetzungen ausstellen, dann bleibt die Ausgeglichenheit etwas aussen vor.
Aber nur ein bisschen. :D


Spielst du auf die Nano-Aquarien in Hannover an?
Jedem einzelnen Teilnehmer war doch bekannt, dass es die Möglichkeit gibt.
Anders betrachtet: Es waren ja auch Layouts dabei, die sicher unter gewöhnlichen Umständen nicht lange durchhalten ohne zu veralgen, jedenfalls bei mir nicht.

Schönen Abend,
Viele Grüße,
Alex
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wenn kleine Affen Äffchen heißen, wie heißen dann kleine Maden?
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