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GloFish = fluoreszierende Zebrabärblinge

Allgemeine Plauderecke

Beitragvon mighty muffin » 26 Okt 2009 21:33

Hoi,

aber da steht doch, daß sie als "Haustiere" in den Handel gekommen sind. Sie werden nicht verändert und in die Natur zurückgesetzt, was ihnen evtl. einen Vor- oder Nachteil verschaffen würde (Dein Argument weiter oben: In der Natur hätten sie einen Nachteil..).

Meine Red Bees hätten in der Natur bestimmt auch einen Nachteil durch ihre Färbung, aber sie werden nie wieder in die Natur gelangen sondern sind ausschließlich Haustiere für's Aquarium.

Von dem her kann ich in dieser Hinsicht nichts erkennen, was für einen Nachteil dieser Tiere gegenüber ihren wildlebenden Artgenossen sprechen würde.

Beste Grüße,
Muffin :D
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Secundum

Beitragvon flo » 27 Okt 2009 00:32

Hallo

Hans hat geschrieben:und häßlich sind sie nun auch wieder nicht, nur ungewohnt weil bunt.


Da magst du Recht haben, dass dies vor allem ungewohnt ist, aber ich empfinde es trotzdem als hässlich ;). Der Natur wohnt meiner Meinung nach eine ganz eigene Schönheit inne. Ist wohl aber Geschmackssache.
In Asien kommt das bestimmt super an, soweit ich die asiatische Mentalität kenne (habe selbst
chinesische Freunde).

unkraut hat geschrieben:Soll jetzt aber keine verspätete Wahlwerbung sein Finds nur passend.


Gerade dieses Wahlplakat finde ich unheimlich blöd.
Gegen Gene ? Gene sind Grundlage jeden Lebens.
Diesen Begriff "Gen" mit negativen Assoziationen zu belegen halte ich daher für unsinnig,
denn Gen ist kein Unwort, nichts Schlimmes und schon gar nicht giftig. Die meiste DNA die wir verzehren
wird von den DNA spaltenden Enzymen zerstückelt. Dass es durch den Verzehr von DNA bzw. Genen zum Einbau
dieser in eine unsere Körperzellen kommt, ist zwar rein theoretisch denkbar, aber kommt in der Praxis wohl seltener
vor, als ein noch vollständiges DNA-Molekül eines T-Rex in einer Bernsteinmücke zu finden^^.
Aber wie gesagt, Nutzen und Risiken müssen abgewogen werden.

Torsten hat geschrieben:Meiner Ansicht nach geht es hier auch nur wieder darum wirtschaftlicher zu werden, da gibts mit sicherheit Verfahren mit denen man sowas auch nachweisen kann, nur eben mit viel höheren personellen und zeitlichen Aufwand.


Der Aufwand wäre wohl ungleich viel höher, falls überhaupt möglich und finanzierbar.
Es geht allerdings doch immer darum, die Effizienz zu erhöhen. Warum können wir z.B. Pflanzenaquaristk betreiben?
Weil es Kunstdünger gibt und weil jemand den Traktor erfunden hat.
Somit war es durch eine enorme Steigerung der Effizienz möglich,dass nur noch relativ wenige Leute eine
sehr große Anzahl an Personen ernähren können und nicht mehr 90% der Bevölkerung als Bauern tätig sein müssen.
Wenn wir den ganzen Tag auf dem Acker stünden, wo bliebe dann die Zeit um im Forum zu schreiben. :D

Ben hat geschrieben:für mich ist es Tierqüälerei, da die die ganze Zeit leuchten (stimmt das nun?).


Das Fluoreszieren geschieht erst als Reaktion auf Anregung mit Licht bestimmter Wellenlänge. Von alleine leuchtet da also nichts. Wie lange die Fluoreszenz nach Anregung mit Licht anhält, weiss ich jedoch nicht. Dürfte jedoch nicht allzu lange anhalten.
Zudem sollte die Intensität der Fluoreszenz relativ gering sein.
Die Tiere leuchten also nicht wie 70W HCI.


lg,
Flo
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Beitragvon Bratfisch » 27 Okt 2009 00:36

Hallo.

Ben hat geschrieben:das ist krasse Tierquälerei.


Viel weniger als die Gesamtgeschichte des Massengrabes "Aquaristik" bis heute.

flo hat geschrieben: Es kommt doch immer darauf an, Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen.


Vor allem wenn man vorhersehbar auf der Seite des Nutzens steht.

flo hat geschrieben: Gentechnik [...] Nanotechnik [...] Feindbild. Es ist schließlich immer gut, ausreichend Feindbilder zu haben [...]


Eigentlich braucht man nur ein einziges Feindbild. Den Menschen. Geschichte, Aktualität und Ausblick beweisen: Damit liegt man (global) immer richtig. Alles andere ist nur Feuer, Schere, Licht.

flo hat geschrieben: Viele befürchtete Risiken der Gentechnik konnten mittlerweile widerlegt werden, werden von Gegnern aber trotzdem aufgeführt, da diese meistens wohl leider nicht die Nucleic Acid Research, Nature oder ähnliche Fachpresse lesen, es nicht verstehen oder nicht glauben.


Das Labyrinth dieses Mikrokosmos braucht man sich auch gar nicht anzutun weil es eben nicht um Schnick und Schnack von Messer, Schere, Licht sondern den Charakter desjenigen geht der damit spielen will. Das Lesen und Verstehen von "Atomliteratur" hätte schließlich auch niemanden vor Hiroshima, Tschernobyl und den vielen mitlerweile in Ratlosigkeit verfallen(d)en "Endlagern" bewahrt.

flo hat geschrieben:Man muss [...] nicht alles pauschal und unreflektiert verteufeln, wenn man gar nicht weiss, um was es genau geht.


Wie gesagt, aufgrund vorhandener Erfahrungswerte braucht man das auch gar nicht weil (eigenes) Wissen nicht vor (der) Unmoral (Anderer) schützt. Lediglich muß man um ein Potential auf der einen Seite und um die gierigen Hände und verdrehten Geister auf der anderen wissen, um diese Technologien (zumindest für die aktuelle Reifestufe des Menschen) kategorisch abzulehnen.

---

Eine eigene Anmerkung zu dem Fisch:

Soweit ich weiß kommunizieren Fische (auch) über (teilweise im UV-Bereich arbeitende und somit für uns nicht sichtbare) Merkmale ihrer Körperoberfläche (Farben, Farben + Muster, Sättigungen?). Ich frage mich ob das für die (fluoreszierenden) Tiere nun so ist als täte man einem Taubstummen die Arme auf den Rücken binden und ihn nur noch hilflos sein ebenso kommunikationsgestörtes Gegenüber anstarren lassen. Oder einem Gesunden die Stimmbänder rausschneiden. Ob das nicht ziemlicher Stress für diese (Schwarm-) Tiere ist?

---

Ingo
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Beitragvon Bratfisch » 27 Okt 2009 00:52

Hallo Flo.

flo hat geschrieben:Das Fluoreszieren geschieht erst als Reaktion auf Anregung mit Licht bestimmter Wellenlänge. Von alleine leuchtet da also nichts. Wie lange die Fluoreszenz nach Anregung mit Licht anhält, weiss ich jedoch nicht. Dürfte jedoch nicht allzu lange anhalten.
Zudem sollte die Intensität der Fluoreszenz relativ gering sein.
Die Tiere leuchten also nicht wie 70W HCI.


In einem stinknormalen Aquarium unterschieden die Tiere sich also in nichts von üblichen Zebras? Auch nicht im angesprochenen UV-Bereich?

---

Ingo
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Beitragvon flo » 27 Okt 2009 00:58

Hi.

Ingo hat geschrieben:Viel weniger als die Gesamtgeschichte des Massengrabes "Aquaristik" bis heute.


Da muss ich dir allerdings zustimmen.

Ingo hat geschrieben:Lediglich muß man um ein Potential auf der einen Seite und um die gierigen Hände und verdrehten Geister auf der anderen wissen, um diese Technologien (zumindest für die aktuelle Reifestufe des Menschen) kategorisch abzulehnen.


Es geht hier nicht um zügellosen Wahnsinn. Experimente bedürfen der Genehmigung und unterliegen Gesetzen. Müssen exakt dokumentiert werden. Wärst du konsequent in deiner Meinung, könntest du fast alles verbieten.

Ingo hat geschrieben:Ob das nicht ziemlicher Stress für diese (Schwarm-) Tiere ist?


Die Veränderungen der Fluoreszenz-Eigenschaften stehen unter Kontrolle eines Stress-Response-Elements. Würden die Tiere unter Dauerstress stehen wäre die Anwendung sinnlos, da sie dann permanent die Anwesenheit von Toxinen vorgaukeln würden.

Ingo hat geschrieben:Vor allem wenn man vorhersehbar auf der Seite des Nutzens steht.


Nutzen bedeutet, dass es niemandem zum Nachteil wird.

Ingo hat geschrieben:Eigentlich braucht man nur ein einziges Feindbild. Den Menschen.


Die Welt ist schlecht, es macht eh keinen Sinn, wir sollten uns alle umbringen? Das glaube ich dir nicht, denn ansonsten hättest du es bereits hinter dich gebracht. ^^ :D

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Beitragvon flo » 27 Okt 2009 01:02

Ingo hat geschrieben:In einem stinknormalen Aquarium unterschieden die Tiere sich also in nichts von üblichen Zebras?


In einem stinknormalen Aquarium ist die Fluoreszenz gar nicht zu sehen, da ihre Intensität im Vergleich zum restlichen Licht viel zu klein ist. Um sie zu sehen muss man das Restlicht ausfiltern.

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Beitragvon Bratfisch » 27 Okt 2009 02:06

Hallo Flo.

flo hat geschrieben: Es geht hier nicht um zügellosen Wahnsinn. Experimente bedürfen der Genehmigung und unterliegen Gesetzen. Müssen exakt dokumentiert werden. Wärst du konsequent in deiner Meinung, könntest du fast alles verbieten.


Aber warum stehen wir denn dann da wo wir heute stehen? Weil wir zuviel experimentiert haben? Oder zu wenig? Weil zuviel genehmigt wurde oder zuwenig? Weil wir konsequent waren? Oder eben nicht ...?

Es geht nicht um zügellosen Wahnsinn. Da hast Du sicher recht. Wie im Film ist es nicht. Hier geht das alles schleichend. Auf der einen Seite die Salamitaktik auf der anderen die Narkose des Fußvolkes. Dazwischen die schönmalenden Bommeln der Präambeln und Festschriften und Absichtsserklärungen. Das offizielle Tatata ...

Trotzdem versinkt der Laden jedes Jahr ein Stückchen tiefer in der Scheiße und jede neue Generation übernimmt dies als Normalität.

*Kopfkino anschaltet* ... Es gibt bald nur noch Menschen. Auf diesem Planeten existiert (makroskopisch) bald nichts anderes mehr als der Mensch. Eine einzige gigantische Nährhefe fressende Monokultur. Wie Krebs... OO

flo hat geschrieben:Die Veränderungen der Fluoreszenz-Eigenschaften stehen unter Kontrolle eines Stress-Response-Elements. Würden die Tiere unter Dauerstress stehen wäre die Anwendung sinnlos, da sie dann permanent die Anwesenheit von Toxinen vorgaukeln würden.


Das klingt logisch. Ja.

flo hat geschrieben:Nutzen bedeutet, dass es niemandem zum Nachteil wird.


Der Satz ist prima! Aber mit "Niemandem" sind wohl nur solche Niemande gemeint welche vor dem Gesetzt als Lebewesen und nicht als Dinge gelten, oder?

flo hat geschrieben: In einem stinknormalen Aquarium ist die Fluoreszenz gar nicht zu sehen, da ihre Intensität im Vergleich zum restlichen Licht viel zu klein ist. Um sie zu sehen muss man das Restlicht ausfiltern.


Und auf diese Weise ist also das einleitende Bild zustande gekommen?

---

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