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die Anomalie des Wassers

Allgemeine Plauderecke

Beitragvon Änd » 09 Jan 2009 19:32

Hallo!

habe heute mal mein Leitungswasser getestet, und ebenfalls das gleiche, nur in abgekochtem Zustand, um zu sehen wie sich die Werte ändern. Folgendes ist dabei herausgekommen:


frisch / abgekocht
NO[sub]3[/sub]: - 25 - 25

NO[sub]2[/sub]: - 0 / - 0

GH: - >14 Grad / - >7 Grad

KH: - 10 Grad / - 8 Grad

pH: - 7,6 / - 8,0


Bin zwar kein Chemiker, aber die Werte zeigen genau das Gegenteil an, das ich erwartet hätte. Dachte daß sich durchs abkochen die GH und KH in den weichen, sowie der pH- Wert in den sauren Bereich verschieben würde.

Grüße[hr]
Wenn du dirs vorstellen kannst, kannst du es auch bauen.

Gruß aus den Südstaaten,

Andreas
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Beitragvon Änd » 09 Jan 2009 21:17

...hat denn keiner eine Idee an was das liegt??
Wenn du dirs vorstellen kannst, kannst du es auch bauen.

Gruß aus den Südstaaten,

Andreas
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Beitragvon Pumi » 09 Jan 2009 21:21

Hallo Andreas

Ich kann dir zwar nicht weiterhelfen aber du solltest die Leute mehr Zeit geben als 1,5 Std um zu Antworten, bis ja nicht alleine hier.

LG Mario
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Beitragvon Änd » 09 Jan 2009 21:27

Verstehe schon,... war vielleicht zu ungeduldig :oops: ,


die Werte haben mich halt etwas überrascht...
Wenn du dirs vorstellen kannst, kannst du es auch bauen.

Gruß aus den Südstaaten,

Andreas
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Beitragvon MarcelD » 09 Jan 2009 22:39

Änd hat geschrieben:...
frisch / abgekocht

GH: - >14 Grad / - >7 Grad

KH: - 10 Grad / - 8 Grad


Bin zwar kein Chemiker, aber die Werte zeigen genau das Gegenteil an, das ich erwartet hätte. Dachte daß sich durchs abkochen die GH und KH in den weichen, sowie der pH- Wert in den sauren Bereich verschieben würde.
...
[hr]


Hallo Andreas,

also entweder bin ich heut' Abend zu blöd zum Lesen oder hier ist irgendwas murks...
Laut deinen angeführten Werten ist das Wasser durch das Abkochen weicher geworden, du schreibst, dass dies auch deinen Erwartungen entspricht, aber dich das Ergebnis dennoch verwundert?!

Durch das Abkochen wird das Wasser, das in dem Behältnis verbleibt, aber härter und nicht weicher, da die gelösten Salze nicht verdunsten. Die absolute Menge der gelösten Stoffe/Salze dürfte ziemlich exakt der entsprechen, die vor dem Abkochen vorhanden war, nur wird das Gesamtvolumen kleiner, was die Konzentration schlußendlich erhöht, wenn auch nur "passiv". Das ist chemisch gesehen bestimmt kompletter Unfug, was ich hier schreibe, aber ich bin ja auch kein Chemiker. Man möge mir verzeihen :D Du kannst ja einfach mal solange weiterkochen, bis das gesamte Wasser verdunstet ist, die Salze werden dann als feiner weißlicher Belag im Topf verbleiben.


Schöne Grüße,
Marcel.
Lebenskunst ist nicht zuletzt die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
(Vittorio de Sica, 1902-1974)
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Beitragvon GreenReef » 09 Jan 2009 23:06

Hi Andreas,
...da is nix mit Anomalie, ....dein Wasser hat sich ja enthärtet denn sowohl GH als auch KH sind gefallen und somit ist das Wasser weicher geworden

....je länger man das Wasser kocht desto mehr CalciumCarbonat fällt auch aus und wenn Du nach dem kochen lange genug wartest damit sich das Wasser abkühlt und sich die Ausfällungen als Kesselstein ablagern können wirst Du auch noch weniger Härte feststellen und dass der pH ansteigt ist ja nur logisch weil durch das Kochen sämtliche Gase (auch CO2) ausgetrieben werden

...ich bin auch kein Chemiker aber so oder so ähnlich sind die Zusammenhänge ....glaub ich ;)
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Beitragvon MarcelD » 10 Jan 2009 09:50

Guten Morgen!

Ok, dann nehme ich mal alles zurück und behaupte das Gegenteil :D
Danke für die Richtigstellung Harald.


Schöne Grüße,
Marcel.
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Beitragvon Änd » 10 Jan 2009 18:14

[quote="GreenReef"]

....je länger man das Wasser kocht desto mehr CalciumCarbonat fällt auch aus und wenn Du nach dem kochen lange genug wartest damit sich das Wasser abkühlt und sich die Ausfällungen als Kesselstein ablagern können wirst Du auch noch weniger Härte feststellen und dass der pH ansteigt ist ja nur logisch weil durch das Kochen sämtliche Gase (auch CO2) ausgetrieben werden


Erstmal danke für die Erklärung,
kann ich nun also schlußfolgern daß (theoretisch) abgekochtes Wasser besser für den WW ist? Also von wegen Härtereduzierung?
Könnte mir auch vorstellen daß das Wasser dadurch auch Fisch- verträglicher wird durch Keimreduzierung, und möglicherweise zerfallen auch andere Stoffe wie Chlor usw was eben so alles im Leitungswasser gelöst ist. (Daß ich trotzdem einen Wasseraufbereiter verwende is ja eh klar)
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Beitragvon GreenReef » 10 Jan 2009 19:29

Änd hat geschrieben:kann ich nun also schlußfolgern daß (theoretisch) abgekochtes Wasser besser für den WW ist? Also von wegen Härtereduzierung?
Könnte mir auch vorstellen daß das Wasser dadurch auch Fisch- verträglicher wird durch Keimreduzierung, und möglicherweise zerfallen auch andere Stoffe wie Chlor usw was eben so alles im Leitungswasser gelöst ist. (Daß ich trotzdem einen Wasseraufbereiter verwende is ja eh klar)


....ein Wasser abzukochen um es aquaristisch tauglich zu machen ist die unwirtschaftlichste Methode wo gibt ;)

...Leitungswasser ist sehr viel keimärmer als AQ-Wasser selbst, da muss nichts mehr reduziert werden und ob Chlor ausgetrieben wird weiss ich nicht

...über Sinn und Unsinn von Wasseraufbereitern gibt es Netz jede Menge Stoff zu finden, ....für mich persönlich sind sie absoluter Unsinn
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Beitragvon kurt » 10 Jan 2009 21:38

Hallo zusammen,
habe mal ein bisschen in meinen Notizen gestöbert, keine Garantie.

GreenReef hat geschrieben:....ein Wasser abzukochen um es aquaristisch tauglich zu machen ist die unwirtschaftlichste Methode wo gibt ;)

Das kann man wohl sagen………

Durch Kochen kannst du das Wasser enthärten, die durch Kochen entfernte Härte wird auch temporäre Härte genannt. Man bezeichnet die den Erdalkalimetallionen äquivalente (Gleich-Wertigkeit) Konzentration an Hydrogenkarbonationen als Karbonathärte bzw. temporäre Härte.

Bei Wärmezufuhr Ca(HCO3)2 wird zu CaCO3 â + H2O + CO2
bei Wärmezufuhr Mg(HCO3)2 wird zu MgCO3 â + H2O + CO2

Ein Wasser befindet sich im Kalkkohlensäure-Gleichgewicht wenn es soviel Kohlenstoffdioxid enthält, dass es keinen Kalk abscheidet, aber auch keinen Kalk lösen kann.
Wasserwerke halten kalkhaltiges Wasser über den ph-Wert neutral, damit die Rohrleitungen nicht so schnell verkalken.
Durch die Temperaturabhängigkeit des Gleichgewichtssystems bilden sich Ablagerungen beim Kochen, Heißwasser,
Wasserkocher-Kessel (daher Kesselstein) und Kaffeemaschinen.

In den Gewässern nennt sich ein entsprechender Prozess (verbrauch der Kohlensäure) biogene Entkalkung, der hohe
ph entsteht durch die Fotosynthese der Wasserpflanzen.
Permanente oder bleibende Härte bezieht sich auf den Teil der Gesamtwasserhärte, der nicht an Hydrogenkarbonat oder Karbonat gebunden ist.
Bin kein Chemiker, die wissen das genauer. :wink:
Gruß Kurt
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