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Aquarium Live Okt/Nov-Thema Algen

Allgemeine Plauderecke

Beitragvon Larsmd » 19 Okt 2009 23:19

Hi,
ich habe heute zufällig eine Ausgabe von dem Magazin "Aquarium Live" in den Finger bekommen und ein bisschen geblättert.
Es waren hauptsächlich Artikel über verschiedene Fische drin, was mich natürlich nicht gerade interessiert hat. Jedenfalls gab es ein Interview mit Bernd Kaufmann der als "Algenpapst" bezeichnet wurde. Es war schlimm was er da von sich gegeben hat
die alte Leier, dass Makronährstoffe der Feind sind und das man auch möglichst viele Schnellwachsende Pflanzen reinpacken sollte
und es mit Langsamwachsenden nicht geht, die würden ja von den Algen sofort "überwuchert". Ich hatte eigentlich gedacht, dass der Herr Kaufmann auch schon etwas weiter wäre und etwa die selbe Meinung teilt wie die (sehr erfolgreichen) Flowgrower.
Ich denke sowas macht wieder zunichte, was wir hier machen.
Was denkt ihr darüber? Wie wäre es mit einer Mail mit den schönsten Aquarien die mit 20+mg/LNO3 und 2+mg/LPO4 laufen?
Vielleicht könnte man sogar ein Angebot machen ein Interview mit einem unserer Experten abzuhalten?
Grüße
Lars
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Beitragvon flo » 19 Okt 2009 23:56

Hi,

was ist dieser angebliche Experte eigentlich beruflich?

Und warum willst du ihn interviewen lassen, wenn du ihn so schrecklich findest :D ? Willst du ihn bloßstellen :lol: ? :roll:


lg, flo
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Beitragvon HolgerB » 20 Okt 2009 00:02

Hallo Leute!
Ich hab idesen Artikel selber gelesen und fand ihn sehr informativ! Für alle die B. Kaufmann nicht kennen. Er ist ein langjähriger Mitarbeiter bei Dennerle gewesen und man hatte ihn an der Hotline wenn man mal Probleme mit der Technik dieser Firma hatte.
Ich hab für jemanden in nem anderen Forum diesen Artikel in ne *.pdf umgewandelt falls da jemand mal Interesse hat.
Gruß Holger
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Beitragvon Larsmd » 20 Okt 2009 00:11

Hi Flo
flo hat geschrieben:Hi,
was ist dieser angebliche Experte eigentlich beruflich?
Und warum willst du ihn interviewen lassen, wenn du ihn so schrecklich findest :D ? Willst du ihn bloßstellen :lol: ? :roll:
lg, flo

Ich will doch nicht Bernd Kaufmann interviewen. :lol: Ich hatte gerne das die Leute von Aquarium Live mal jemanden interviewen der sich mit den Nährstoffen und dahingehend mit Algenprävention besser auskennt (z.B. aus diesem Forum haben doch sehr viele Ahnung) damit dieses Interview dann wenigsten den Lesern hilft im Gegensatz zu dem was der Herr Kaufmann dort schreibt.
PS:Warum interessiert dich sein Beruf?
Hallo Holger,
@mazonas hat geschrieben:Hallo Leute!
Ich hab idesen Artikel selber gelesen und fand ihn sehr informativ!

Was genau fandest du informativ? Ich hätte jetzt als Unwissender entnommen, dass ich Micronährstoffe düngen sollte (mit Hilfe von Volldünger) und das ich schnellwachsende Pflanzen brauche, dass würde mich zu einen Makronährstoffmangel führen oder?
Achja und man solle pro Woche 50% Wasserwechsel machen-Was ja auch nicht unbedingt sein muss oder?
Ich hoffe das klingt jetzt nicht böse oder so!
Grüße
Lars
Zuletzt geändert von Larsmd am 20 Okt 2009 00:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon HolgerB » 20 Okt 2009 00:15

Ich hatte ja den Artikel an jemand anders geschickt weil er so schön für Anfänger geschrieben ist!!! Da sind die Tips nicht die Schlechtesten!
Gruß Holger
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Beitragvon addy » 20 Okt 2009 08:49

Hi ihr,
ich kenne den Artikel leider nicht. Kann mir aber gut vorstellen das es sich um Tips für "normale Fischaquarien" handelt.
Wenn man so überlegt ist das ja auch sinnvoll den das Magazin beschäftigt sich ja fast ausschließlich mit Fischaquaristik.
Leider verwischt dieser Unterschied oft das Bild.
mfG André :hippy:

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Beitragvon Sumpfheini » 21 Okt 2009 17:47

Hi André,

habe den Artikel, es ist darin zwar weder explizit von tier- noch von pflanzenlastiger Aquaristik die Rede, aber wie es aussieht, richten sich die Tips tatsächlich vor allem an die "Normalaquarianer" mit meistens viel Fisch, wenig u. oft langsamwüchsigem Grünzeug u. mäßiger Beleuchtungsstärke, wo wirklich große Makronährstoffmengen anfallen.
Wenn man so überlegt ist das ja auch sinnvoll den das Magazin beschäftigt sich ja fast ausschließlich mit Fischaquaristik.
Leider verwischt dieser Unterschied oft das Bild.
Wichtiger Hinweis! Überhaupt müsste bei solchen Tips im Vorfeld deutlicher gemacht werden, auf was für eine Art von Aquaristik sie sich beziehen.

Gruß
Heiko
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Beitragvon Wirbelmann » 22 Okt 2009 17:29

Hallo,

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Es war schlimm was er da von sich gegeben hat
die alte Leier, dass Makronährstoffe der Feind sind


ich hatte diesbezüglich schon vor einigen Jahren mit Herrn Kaufmann diskutiert, das hätte ich mir aber damals schon sparen können.
Herr Kaufmann hat seine vorgefaßte Meinung von der er sich durch kein noch so sinnvolles und logisches Argument abbringen läßt.
Leider steht er mit seinen Argumenten nicht alleine da.
Der angeblich beste Händler in unserer Umgebung verzapft solches:
http://www.aquarium-bach.at/bach/index.php?option=com_content&view=article&id=56&Itemid=61
Manchmal frage ich mich schon ob hinter solchen Aussagen eventuell wirtschaftliche Interessen stehen, denn Krauses Theorie vom ach so bösen Sauerstoff ist wirklich lange schon widerlegt.

Gruß Hans
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Beitragvon kurt » 22 Okt 2009 19:07

Hallo zusammen,

Larsmd hat geschrieben: Jedenfalls gab es ein Interview mit Bernd Kaufmann der als "Algenpapst" bezeichnet wurde. Es war schlimm was er da von sich gegeben hat die alte Leier, dass Makronährstoffe der Feind sind und das man auch möglichst viele Schnellwachsende Pflanzen reinpacken sollte und es mit Langsamwachsenden nicht geht, die würden ja von den Algen sofort "überwuchert".

kann man die gemeinten Aussagen (die alte Leier) mal genauer wiedergeben, um sich ein Bild davon machen zu können?


@Hans,
deine bemängelte Aussage, http://www.aquarium-bach.at/bach/index. ... &Itemid=61 Auszug aus dem Link.

Durch den erhöhten Sauerstoffwert ergibt sich ein 'oxidierendes' Milieu. Algen lieben dies und bilden sich jetzt verstärkt. Wasserpflanzen brauchen ein leicht reduzierendes Milieu oder sie wachsen nicht. Aquariumalgen sind sehr urtümliche Lebewesen. Sie können sich schlecht an neue Verhältnisse anpassen. Wenn sie aber einmal ihr ideales Milieu gefunden haben, gedeihen sie umso besser.

Normalerweise werden ja die verschiedenen Parameter angepasst und man bekommt sein reduzierendes Milieu z.B. durch Düngen, sichtbar an dem vorübergehend niedrigeren Redoxwert.
Es wurde aber nur ein Parameter (Licht) verändert und über seine Auswirkungen geschrieben, was ist daran falsch?
Man kann natürlich auch alles zerpflücken oder man schreibt wissenschaftlich so detailliert, dass ein Karl-May Buch dagegen ein Heftchen ist.

Sumpfheini hat geschrieben:Wichtiger Hinweis! Überhaupt müsste bei solchen Tips im Vorfeld deutlicher gemacht werden, auf was für eine Art von Aquaristik sie sich beziehen.

Da bin ich bei Heiko.
Gruß Kurt
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Beitragvon Wirbelmann » 22 Okt 2009 19:56

Hallo Kurt,

wenn Algen hohe Sauerstoffwerte wirklich so lieben würden müßte mein Becken total veralgt sein, ist es aber nicht, es gibt keine Algen.
Meiner Meinung nach sind durch den Austausch der Röhren bessere Lichtverhältnisse geschaffen worden.
In der Folge verbesserte sich der Pflanzenwuchs wodurch wiederum mehr Nährstoffe verbraucht wurden.
Zuletzt geriet ein oder mehrere Nährstoffe in einen Mangel und dieser begünstigte dann das Algenwachstum.
So stellt sich die Sachlage für mich dar.

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Alle negativen Folgen durch das Auswechseln der Lampe wären mit einer leichten Erhöhung der CO²-Zugabe abwendbar gewesen. Ein Blick auf den CO²-Langzeittest (s. Bild) hätte genügt.


Allein schon diese Aussage erscheint mir mehr als suspekt.

Gruß Hans
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Beitragvon kurt » 23 Okt 2009 11:33

Hallo Hans,

Wirbelmann hat geschrieben: wenn Algen hohe Sauerstoffwerte wirklich so lieben würden müßte mein Becken total veralgt sein, ist es aber nicht, es gibt keine Algen.

keine Algen???, kann nicht stimmen...!, aber ich weiß was du meinst.
Algen gibt es im reduzierenden und oxidierenden Milieu, Probleme können unter beiden Bedingungen entstehen.
Alle negativen Folgen durch das Auswechseln der Lampe wären mit einer leichten Erhöhung der CO²-Zugabe abwendbar gewesen.

Natürlich ist die Aussage mit einer CO2 Zugabe wäre das Problem abwendbar gewesen nicht richtig.
Das müsste anders formuliert werden weil eine Parameterveränderung alleine nicht reicht, sondern nur beeinflusst.
Wir hätten sonst auch nicht die ganzen Threads über Algenprobleme.
Ich glaube aber nicht das es so gemeint war, deshalb mein Bezug auf zerpflücken und Karl May.
Man kann davon ausgehen, dass man näher beieinander ist als man glaubt. :D
Gruß Kurt
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Beitragvon LuckyLuke_3011 » 23 Okt 2009 13:38

Hallo Lars,

ich würde dem Artikel nicht so große Beachtung schenken. Wie bereits erwähnt wurte, ist der Artikel in einem Magazin verfasst worden, welches sich überwiegend mit Fisch-Aquaristik beschäftigt. In derartigen Becken sind Pflanzen eher eine Begleiterscheinung. Man möchte die Algengefahr natürlich für die Kundschaft so gering wie nur möglich halten, daher setzt man zu diesen Methoden an. Jeder Anfänger würde sofort eine Algenplage erleben, wenn Aquarien z.B. standarisiert mit >0,5W/L Beleuchtung, Makro- und Microdünger etc. verkauft werden würden. Jeder Anfänger wäre sofort überfordert und würde das Hobby Aquaristik sehr schnell an den Nagel hängen. Solche Neulinge sind auch überwiegend die jenigen, die solche Zeitschriften anfangs kaufen und lesen ( Treue Leser natürlich ausgenommen ). Die Leute hier im Forum beschäftigen sich ja mehr oder weniger mehr mit Pflanzen und Aquaristik. Man darf nicht die Becken ausser acht lassen, die zu Weihnachten, zum Geburtstag oder nach Lust und Laune gekauft und dem Sohnemann hingestellt werden, diese Becken sollen ja schliesslich auch algenfrei funktionieren, ohne nebenbei Biologie studiert zu haben, da kann man diese kurzen Ratschläge sicherlich sehr gut und pragmatisch umsetzen.

Interwviews mit Pflanzenexperten gibt es genug. Google mal Tom Barr oder Takeshi Amano ;).
Viele Grüsse,
Lukas aus Ratingen
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Beitragvon Wirbelmann » 23 Okt 2009 15:10

Hallo Kurt,

kurt hat geschrieben:Algen gibt es im reduzierenden und oxidierenden Milieu, Probleme können unter beiden Bedingungen entstehen.

selbiges gilt natürlich auch für Pflanzen und es ist diesen auch ziemlich egal ob reduzierendes oder oxidierendes Milieu, bei optimaler Nähstoffversorgung wachsen sie immer.

Man kann davon ausgehen, dass man näher beieinander ist als man glaubt. :D


so ist es, nur wird dies oftmals nicht klar genug ausgedrückt.

Gruß Hans
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