Hi,
insgesamt ein sehr guter Artikel um einen ersten Einblick in die Aquarienfotografie zu bekommen.
Schon bei der Kamerawahl ist es wichtig sich ein lichtstarkes Gehäuse und ein lichtstarkes Objektiv auszusuchen was sich leider immer auf den Geldbeutel negativ auswirkt.
Würde ich so nicht formulieren. Sicher bringen bei der AQ-Fotografie eine Vollformatkamera und entsprechend lichtstarke Objektive gewisse Vorteile, notwendig sind sie jedoch nicht. Wichtiger wäre es sich gleich zu Beginn intensiv mit der Blitzlichtfotografie auseinander zu setzen und dort entsprechende Investitionen zu tätigen.
Folgende Fakten bitte nur auf Canon beziehen
Nachdem ich letztens auf dem D-Forum-Festival einem Vortrag von
Jürgen Denter zum Thema Objektive und die Physik lauschen konnte habe ich ein neues Lieblingsobjektiv gefunden. Und zwar handelt es sich um mein bisher von mir verschmähtem EF 50 1.8 II mit einem Gebrauchtpreis von ca. 60 €. Der Grund ist folgender: Alle Canon-Festbrennweiten sind auf einen bestimmten Abstand zum Motiv hin optimiert. Und zwar handelt es sich um die 5-fache Brennweite, also ist der optimale Abstand des 50 1.8 zum Aquarium genau 2,5 m. Und wehe es kommt mir wer mit einer angeblichen Brennweitenverlängerung bei Crop-Kameras. Wie schon die genaue Übersetzung lautet handelt es sich um einen Ausschnittsfaktor, 50mm bleiben 50mm. Zudem hat das 50er einen besonderen Vorteil da es nicht verzeichnet, man hat also weder einen Kissen-, noch einen Tonnen-Effekt.
Und nun zum Blitzlichtgewitter
Für meinen Beitrag zum IAPLC-Wettbewerb habe ich einige, für mich neue, Tipps und Tricks ausprobiert.
Das wichtigste vorweg: Will ich bei wenig Licht *meine 4x39W sind nicht hell genug

*neben dem Becken auch die Fische scharf abbilden geht das nur mit Blitzlicht. Und da lassen sich interessante Effekte erzielen. Hervorragend ist dies von Dirk Wächter in seinem Buch
Buch beschrieben, schwerpunktmässig natürlich unter der Verwendung der Produkte von Canon.
Mein Wettbewerbsfoto habe ich so z.B. bei Blende 10, ISO 100 und 1/10 sec geschossen, zum Einsatz kamen 2 externe Blitze, deren Licht mittels Softboxen aufgeweicht und gestreut wurde. Die Fische sind dabei knackscharf abgebildet und nix ist verschwommen. Der Grund dafür ist einfach. Wenn es keine andere Lichtquelle gibt *der Raum muss wie von Bruno beschrieben absolut abgedunkelt sein* übernimmt der Blitz allein die Belichtung durch seine ultrakurzen Abbrennzeiten. Den gleichen Effekt kann man sich auch beim Fotografieren eines Gewitters zunutze machen. Die Belichtungszeit lange wählen, z.B. 10-15 Sekunden und dabei hoffen das es blitzt. Trotz der recht langen Zeit wird das Foto ziemlich scharf sein.
Übrigens, einige meiner "Testfoto's" haben gar Belichtungszeiten von einer Sekunde und auch da sind die Fische noch recht scharf abgebildet
lg Chris
p.s.: Meine Hinweise sollen nicht als Werbung für Canon verstanden werden, mit anderen Herstellern lassen sich auch Bilder machen
