Moin zusammen,
ich habe die schwarze Variante und kann nur bestätigen, dass die ach so bösen Fransenlipper sehr gesellige Tiere sind, aber das Becken muss groß genug sein, wobei es bei Jungfischen dieser Größe durchaus noch in Ordnung ist wie sie aktuell untergebracht sind. Wichtig sind ausreichend Unterstände, beidseitig offene Höhlen und starke Strukturen der Beckengestaltung, dadurch ergeben sich Sichtbarrieren und Ruhezonen von selbst. Reviergrenzen werden abgesteckt und die Rangordnung wird festgelegt, ist das so weit geregelt werden sogar "Besuche" beim Nachbarn geduldet, sofern diese nicht zu aufdringlich werden.
Beifische sind ok so lange sie zum einen selber recht aktiv sind und sich in der Körperform deutlich unterscheiden, andernfalls sollten sie kleiner als die Fransenlipper sein. Es funktioniert bestens mit Schachbrettschmerlen, aber mit siamesischen Rüsselbarben gibt es mächtig Bewegung im Becken, Ausnahme sind Prachtschmerlen, die harmonieren sehr gut mit den Fransenlippern, werden aber auch recht groß.
Man sollte aber eins beachten, wenn zu diesen 5 Tieren noch weitere Fransenlipper dazu kommen sollen, dann jetzt sofort, später wird das nichts mehr, zumindest nicht in haushaltsüblichen Becken.
Ich möchte noch anmerken, dass diese Fische nicht nur zeitlebens recht verspielt, sondern auch sehr gelehrig sind, das reicht von Umbaumaßnahmen an der technischen Einrichtung über Sprünge durch Kabelführungen oder offene Futterklappen (bis zu 2 Meter weit) bis hin zu gezielten Duschen mittels Schwanzflosse für denjenigen der die Klappe öffnet...

und sie treffen immer.
Man sollte sich die Anschaffung dieser Fische sehr gut überlegen, sie werden nicht nur groß, sie können auch recht zutraulich werden und unter guten Bedingungen 20 Jahre und mehr erreichen.
Gruß Sigune