Hi,
ich hatte mich anfangs auch mit dieser Frage beschäftigt und es gibt wirklich Tabellen, wo die Anzahl der Liter pro cm Fisch nach der Endgröße der Fische gestaffelt ist. Dass mir hier ja keiner mit dem Hai-Argument kommt!

Im Prinzip ist es aber eher so, dass du schauen solltest, ob es deinen Fischen gut geht. Zum Beispiel: haben die vergesellschafteten Arten annähernd Gleiche Ursprungsgewässer? Passt die Temperatur? Ist eine Beckenregion überbesiedelt? Frisst der eine Fisch gerne die Flossen des anderen Fisches oder geht ihm irgendwie sonst auf den S... ääh verurschacht Stress?
Ich hatte z.B. die Idee, Heterandria formosa mit Elassoma evergladei zu halten. Die Zwergkärpflinge (H.f.) sind im Fressverhalten leider guppymäßig verfressen. Die Zwergschwarzbarsche (E.e.) dagegen fixieren ihre Beute erstmal ausgiebig, um sie sich dann von einem vorbeischwimmenden Kärpfling vor der Nase wegfressen zu lassen.
Ergebnis: Unterernährung der Barsche und/oder vollgefressene Kärpflinge.
Jetzt schwimmen die Barsche allein mit Zwergganelen im Becken, sind weniger scheu und zeigen eine bessere Färbung.
Es ist eben alles viel komplizierter als cm-pro-Fisch.

Deine Corydoras und Boraras kommen sich höchtswahrscheinlich gar nicht in die Quere. Ich würde in so einem 150er Becken
gefühlsmäßig maximal ~50 dieser Kleinfische halten. Beispielsweise 30 B. und 20 C.
Gruß,
Christian