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emerse Auslagerungsversuche...

Emerse Kultivierung von Aquarienpflanzen

Beitragvon zikamoi » 13 Feb 2010 14:48

Hallo,

möchte den Uraltthread nochmal aufwärmen, da ich hier wegen der Auslagerung meiner Hydrocotyle verticillata geschaut hatte und nun etwas Feedback zurückgeben möchte.
Ich habe einige Ausläufer vor 2 Wochen aus den AQ genommen, in einen Übertopf mit 50/50 Torf und Gartenerde eingepflanzt, darüber etwas Riccia und ziemlich gnadenlos ans Südfenster in die direkte Sonne gestellt. Der Wasserstand im Topf ist ca.5cm über dem Substrat.
In diesen 2 Wochen haben sich über 15! neue Blätter gebildet, vorher im AQ war es maximal 1 Blatt pro Woche. Die neuen Blätter sind sehr kräftig aber nur noch halb so hoch wie im AQ. Die Unterwasserblätter haben die direkte Sonne ohne Schaden verkraftet – die meisten unserer Zimmerpflanzen würden am gleichen Standort verbrennen.....
Die Erkenntniss für mich hieraus ist, dass die Hydrocotyle verticillata eigentlich eine Überwasserpflanze ist, die zwar auch Unterwasser wachsen kann, aber nicht dauerhaft dort hingehört.
Zum Schluss hätte ich noch eine Frage: Gibt es hier jemanden, der diese Pflanze im Gartenteich pflegt und dort Erfahrungen mit der Überwinterung gemacht hat?

LG Volker
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Beitragvon nik » 13 Feb 2010 15:51

Hallo Volker,

probiert nicht, aber die wird nicht winterhart sein. Das es eine emerse Pflanze ist, sehe ich auch so. In F im Palmengarten wächst in einem Haus an einem Bach entlang ebenfalls eine Hydrocotyle ?, die auch in den Wasserlauf hinein wächst. Ich bin ja schon versucht die mal submers zu versuchen.

Gruß, Nik
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Beitragvon gartentiger » 13 Feb 2010 17:42

Hallo Volker,

winterhart ist die H. verticillata nicht, allerdings verträgt sie recht gut Kaltwassertemperaturen um 10-15°C.

Emers ist sie wesentlich gedrungener und hat auch ein satteres grün als submers, insgesamt sehr gefällig.


Momentan blühen meine emersen Anubien und Staurogyne sehr gefällig. Sobald die S. dann weitestgehend verblüht ist werde ich ein paar Versuche in Richtung Zimmerpflanze wagen.









lg Chris
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Beitragvon SebastianK » 14 Feb 2010 13:34

Hi Christian,

ja die Staurogyne sieht emers klasse aus... Werde dieses Jahr wieder einen Haufen auf der Ufermatte meines Teichs platzieren...Letztes Jahr ist es mehr als nur gut gewachsen... Werde die Art vom Rio Christalino, low grow und eine andere Species nebeneinander setzen und mal sehen wie sie sich emers unterscheiden lassen.

Grüße

Sebastian
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Beitragvon Sumpfheini » 15 Feb 2010 11:50

Hallo Volker,
ich habe die auch noch nicht auf Winterhärte getestet, aber lt. plants.usda.gov (http://plants.usda.gov/java/profile?symbol=HYVE2) geht H. verticillata in den USA nördlich bis in die Staaten Oregon und New York, andererseits bis in die Tropen (u.a. Hawaii). Die mögliche Winterhärte hängt wahrscheinlich von der ursprüngl. Herkunft ab, aber die lässt sich bei der H. verticillata im Handel wohl nicht mehr nachvollziehen.
Die bei uns heimische Hydrocotyle vulgaris sieht sehr ähnlich aus und ist als winterharte Teichpflanze im Handel.

Gruß
Heiko
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Beitragvon zikamoi » 16 Feb 2010 15:45

Hallo Heiko,

das ist ja eine interressante Seite wo man einige Bekannte aus dem tropischen Aquarium in doch eher kühleren Breiten wiederfindet. Einen Überwinterungsversuch im Teich ist mir das dann schon wert.
Da ich im letzten Herbst einiges Grünzeug aus dem AQ im Teich vergessen habe, kann ich im Frühahr vielleicht etwas mehr zum Thema Winterhärte an anderer Stelle posten.

LG Volker
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Beitragvon Sumpfheini » 16 Feb 2010 16:12

Hallo Volker,
das wäre nach diesem fürchterlichen Winter wirklich spannend! Bei einigen Echinodorus-Arten z.B. habe ich gemerkt, dass sie den Winter überdauern können, so lange das Rhizom keinen Frost abbekommt, aber oft erst sehr spät (Mai/Juni) austreiben, wenn das Frühjahr nicht besonders warm ist.
Die H. vulgaris kommt in der Regel als Land- u. Sumpfpflanze vor, aber wäre vielleicht auch für Aquarienkulturversuche interessant.

Gruß
Heiko
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Beitragvon zikamoi » 09 Mai 2010 13:00

Hallo,

ich möchte noch ein paar neue emers Bilder hier dazustellen:
Hydrocotyle verticillata nach ca 10 Wochen am Südfenster bei normaler Wohnzimmerluft.
Die Pflanze steht jetzt seit 4 Wochen im Gartenteich. Dort hat sie zunächst das Wachstum eingestellt, seit die Tagestemperaturen über 15 Grad sind, wächst sie wieder weiter. Gemeinsam mit jedem Blatt kommt jetzt auch immer eine Blüte.

12212

Alternanthera reineckii, gleicher Standort seit 4 Wochen emers. Im gelben Topf mit Balkonpflanzenerde, im orangen Topf mit Erde aus dem Garten, beides mit Kies abgedeckt. Ich habe 4cm lange Spitzen in die Erde gesteckt, so dass sie gerade mit Wasser bedeckt waren. Im orangenen Topf wurde noch eine Helanthium bolivianum eingepflanzt.

12209

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12211

Vielleicht hat jemand eine Idee, warum das Wachstum so unterschiedlich ist. Haben die Wasserwerte in den Töpfen eine Bedeutung oder ist die Balkonerde so stark gedüngt?

LG Volker
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Beitragvon Sumpfheini » 09 Mai 2010 13:43

Hi Volker,

das sieht ja toll aus! Die Hydrocotyle würde als Topfpflanze im Blumenladen bestimmt weggehen wie warme Semmeln, und vielleicht muss die Erde noch nicht mal richtig nass sein. Zumindest von H. vulgaris und H. umbellata weiß ich, dass sie auch in relativ trockenem Boden wachsen können.

Bei der Alternanthera würde ich darauf tippen, dass es daran liegt, weil Blumenerde leicht wasserlöslicher, schnell verfügbarer Dünger zugemischt ist. In der Gartenerde sind die Nährstoffe wohl in nicht so leicht pflanzenverfügbarer Form, bzw. werden wahrscheinlich erst allmählich durch Zersetzung frei. Und sind vielleicht insges. in geringerer Konzentration vorhanden als in der Blumenerde.

Gruß
Heiko
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Beitragvon zikamoi » 04 Jul 2010 17:22

Hallo,

eine kurze Fortsetzung der Emersdoku....

Hydrocotyle verticillata seit Mai im Grtenteich:

12527

Im vorderen Topf: Hygrophila corymbosa
Vor 3 Wochen mit grünen Blättern im Becher bei Ikea gekauft
Die beiden hinteren: Alternanthera reineckii
Die Hochgewachsene ganz hinten steht seit 1 Monat im Halbschatten.

12526

Die Pflanzen sind sehr dankbare Pfleglinge, man muß nur auf den enormen Wasserverbrauch achten und ordentlich düngen.
Was mir nicht gelingt, ist Helanthium bolivianum zum emersen Wachstum zu bringen. Im mittleren Topf drücken sich einige zwergwüchsige Pflanzen seit Monaten unter den Wasserlinsen herum.

LG Volker
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Beitragvon Zeltinger70 » 05 Jul 2010 21:10

Hallo Volker,

richtig Klasse!
Nächstes Jahr werde ich hoffentlich frühzeitig auch damit starten können.

Vielleicht hat jemand eine Idee, warum das Wachstum so unterschiedlich ist. Haben die Wasserwerte in den Töpfen eine Bedeutung oder ist die Balkonerde so stark gedüngt?


Genau das war mein erster Gedanke, was anderes fiele mir auch nicht ein.

Gruß Wolfgang
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Beitragvon SebastianK » 06 Jul 2010 10:15

Hallo zusammen,

leider kann ich gerade nicht mit Bilder dienen, aber ich habe auf meinem Balkon einige Pflanzen emers ausgelagert. Sie stehen in einem ausgedientem Gemisch aus ADA Powersand und Aqua Soil mit einem Wasserstand von etwa 7cm. Im dem Eimer haben sich schon sehr viele Wasserflöhe angesiedelt und die Eleocharis Xingu wuchert was das Zeug hält, allerdings werden ihre Halme maximal 20cm lang und hat bisher auch noch keine Blütenstände gebildet, obwohl sie bereits seit etwa März draußen steht.
Auch Pogostemon erectus, Ludwigia repens und Staurogyne repens habe ich ausgelagert. Die Pogostemon verkümmert leider, sobald sie aus dem Wasser wächst. Ich hatte erst die Vermütung, dass ihr die direkte Sonne nicht gefällt, allerdings sehen die Triebe nicht vertrocknet aus sondern eher verkümmert. Die L. repens wächst auch über Wasser sehr gut und bildet anständig Seitentriebe. Auch im natürlichen Habitat kann P. erectum direkt in der Sonne stehen, daher weiss ich nicht was da los ist :( Gedüngt wird regelmäßig NPK sowie Mikros.

Grüße

Sebastian
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Beitragvon Freibel » 04 Aug 2010 15:44

Hallo,

ich hatte vor ein paar Wochen bei einer Pflanzenbestellung eine extra Portion Marsilea hirsuta
hinzubekommen, nun hatte ich aber in meinen 2 Becken leider keinen Platz mehr gehabt und
wegschmeißen wollte ich sie natürlich auch nicht.
Also nahm ich einen Blumtopf und setzte die Marsilea ein. Ich bin mit dem wuchs sehr zufrieden und muss
sagen das mir das Aussehen sehr gut gefällt :D

Gruß Christian
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