Hi Patrick,
Echt? Sollten die Züchter nicht darauf achten welche Echi. Arten im selben Gewächshaus stehen?
Schon bei den Namen für die Hybridsorten geht es im Handel ja ziemlich drunter und drüber. Nach dem, was ich mal bei ZooLogiCa gesehen habe, lassen sich viele Echi-Wildformen und -Hybriden miteinander kreuzen, wenn auch Fruchtansatz, Keimungsrate und Vitalität der Sämlinge sehr unterschiedlich sein können. Aber das gilt für Sortenzüchtung. In den Gewächshäusern werden die Echinodoren normalerweise nur durch Ableger vermehrt oder kommen aus In-Vitro-Vermehrung, und Spontan-Sämlinge kommen da wohl kaum hoch. Anders ist es vielleicht in den Gärtnereien in den Tropen. Wenn irgendwo eine Pflanze auftaucht, die gut aussieht, wächst und sich vermehrt und nicht krankheitsanfällig ist, wird sie weiter vermehrt, woher sie auch immer stammt. Die ursprüngliche Herkunft vieler Echi-"Arten" im Handel ist unbekannt, viele wurden wohl vor Jahrzehnten durch die Firma "Lotus Osiris" irgendwo in Brasilien gesammelt, weiterkultiviert und exportiert. Es soll auch Echinodorus-Naturhybriden geben, und manche kultivierte "Arten" lassen sich schwer einordnen. Z.B. der E. "argentinensis" im Handel ist ein E. palaefolius mit E. subalatus-Anklängen, und E. "fluitans" aus der Gärtnerei Rataj scheint ein E. cordifolius mit E. paniculatus-Ähnlichkeit zu sein.
Gruß
Heiko