Hallo Jörg,
ich habe mich neigungsweise immer mehr zum Nano-Fischer entwickel. Meine Frau fährt aber ziemlich auf Diskus ab. sodass ich mir schon Gedanken um Diskus im Pflanzenaquarium gemacht habe. Vom Düngeansatz bedeutete das, die durch reichliche Fütterung eingebrachten Nährstoffe um die fehlenden zu ergänzen. Ich denke schon das bekäme ich irgendwie hin. Da würde ich schon von hohen Sauerstoffgehalten ausgehen. Bei mir ging noch jedes Becken mit hohen O2-Gehalten einher ohne ein höheres CO2-Niveau bereitstellen zu müssen. Das CO2-Niveau spielt IMO keine sonderliche Rolle, viel wichtiger ist, dass ausreichend nachgeführt wird. Ich habe nie beobachten können das ein hohes oder niedriges CO2-Niveau das Wachstum entscheidend beeinflusst. Bei mir beginnt ein höheres CO2-Niveau bei 20mg/l. Der Normalfall in meinen Becken ist ein CO2-Niveau von 15mg/l, 10mg/l und auch noch darunter. Das abhängig von der KH und immer geregelt. Ungeregelt gibt es einen Zuschlag wegen der Tagesschwankungen. Um es nochmal zu sagen, wichtig ist das verbrauchte CO2 ausreichend nachzuführen!
jgottwald hat geschrieben:... Der Illusion das mehr Sauerstoff durch die Pflanzen erzeugt wird, würde ich mich nicht hingeben, der der Sauerstoff muss ja erstmal vom Medium aufgenommen werden können und da ist schon CO². Hier sollte man ganz klar trennen: was ist für mich wichtiger: der Fisch oder die Pflanze . Ist die Pflanze wichtiger so lege ich die Prioritäten mehr in der Richtung.
Über Sauerstoffgehalt kann man diskutieren, die Punkte, worüber ich mir im Diskuspflanzenaquarium Gedanken machte, wären Licht(obergrenze) und Temperatur(untergrenze). Die üblicherweise hohe Temperatur im Diskusaquarium wäre mir eine ziemliche Kröte, weil in einem größeren Aquarium der pflanzliche Stoffwechsel weiter angekurbelt wird und der Pflegeaufwand dadurch noch zusätzlich in Bereiche steigt, die mir fragwürdig werden. Ein weiterer Punkt wäre O2-Zehrung durch Mineralisation des reichlichen Futters. Da fehlen mir die Vorstellungen, auf der anderen Seite weiß ich welche Mengen O2 wüchsige Pflanzen produzieren.
Aber das im obigen Zitat von dir geschriebene kannst du keinesfalls als Begründung heranziehen! Es gibt bei CO2- und O2-Sättigung eine vernachlässigbare Konkurrenz der Gase. Beide Gase lösen sich zusammen im Wasser, dass es die aquaristischen Notwendigkeiten bei weitem übersteigt! Es geht also ausschließlich um Fischschädigung durch entweder zuviel CO2 und/oder zu wenig O2, eine direkte Abhängigkeit gibt es in aquaristisch relevanten Bereichen nicht. Ein Diskusaquarium würde ich nach einer Einlaufphase in der KH auf um 1°KH absenken und geregelt CO2 zugeben. Das ermöglichte am ehesten die Bedürfnisse aller Beteilgten abzudecken. Das wäre ein auszutestendes, denn die ausgeprägte Nitrifikation zerstört ebenfalls die KH.
Gruß, Nik