Vesicularia dubyana

Javamoos

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Aufsitzerpflanze (Begrünung von Hardscape), Laichpflanze, Nano-Aquarium
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
Wachstum: langsam
Siehe auch: Taxiphyllum barbieri
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Populärnamen [?]: 
  • Javamoos
  • Singapurmoos

Pflanzentyp [?]:

  • Aufsitzerpflanze (auf Holz oder Stein)
  • Moos oder Farnprothallium
Botanischer Name [?]: Vesiculária dubyána (Müll. Hal.) Broth.

Großgruppe [?]: Laubmoose (Bryophyta)
Ordnung [?]: Hypnales - Schlafmoosartige
Familie [?]: Hypnaceae - Schlafmoosgewächse
Gattung [?]: Vesicularia

Beschreibung: 

Der Name Vesicularia dubyana ist in der Aquaristik seit über 50 Jahren bekannt und mit dem Populärnamen "Javamoos" verbunden. Um beide Namen gibt es aber viel Verwirrung.

Das heute weltweit als "Javamoos" bzw. "Java moss" populäre Aquarienmoos ist nämlich nicht Vesicularia dubyana, sondern Taxiphyllum barbieri. Dies hatte schon 1982 der japanische Moosexperte Zennosuke Iwatsuki herausgefunden, doch erst vor einigen Jahren (Benito C. Tan & andere, 2004) wurde das auch im Aquarienhobby allgemein bekannt gemacht. Das Moos, das Aquarianer in Asien als "Singapurmoos" (Singapore moss) kennen, wurde hingegen als die echte Vesicularia dubyana identifiziert.

In Europa war das ursprüngliche "Javamoos" allerdings tatsächlich Vesicularia dubyana. Diese Art ist auf Fotos in älterer Aquarienliteratur zu sehen. Taxiphyllum barbieri wurde später eingeführt und 1969 von Gerhard Benl als "Bogormoos", irrtümlich "Glossadelphus zollingeri", vorgestellt. Dieses schnellwüchsigere Moos wurde aber meistens ebenfalls für V. dubyana gehalten und hat die echte V. dubyana in Kultur weitgehend verdrängt. Langjährige Aquarianer haben manchmal noch "Javamoos", das ein Mix aus "alter" Vesicularia dubyana und Taxiphyllum barbieri ist.

In den letzten Jahren ist echte Vesicularia dubyana erneut aus Asien importiert worden - nun unter dem Namen "Singapurmoos".

Vesicularia dubyana ist im tropischen Asien weit verbreitet und kommt meistens emers an verschiedenen feuchten und nassen Standorten vor. Das Moos wächst emers und submers kriechend bzw. horizontal und ähnelt sehr dem "Christmas Moss" (Vesicularia montagnei). Es hat aber eine schmalere Blattform und ist unter gleichen Kulturbedingungen unregelmäßiger und weniger dicht verzweigt, die Blattzellen sind länglicher (mehr als 3x so lang wie breit). Das oft für V. dubyana gehaltene Taxiphyllum barbieri hat Blätter, die regelmäßiger und im spitzeren Winkel am Stämmchen angeordnet sind. Dieses Moos ist noch weniger dicht verzweigt. Die Äste sind meistens länger als bei V. dubyana, und besonders bei Schwachlicht sieht T. barbieri eher fädig aus. Die Blattzellen von Taxiphyllum barbieri sind deutlich schmaler als bei V. dubyana (und anderen Vesicularia-Arten).

An Vesicularia dubyana entwickeln sich häufig Sporenkapseln (Sporophyten), nicht nur in der Landform, sondern auch unter Wasser (siehe Bild 1). Das in Aquarien kultivierte Taxiphyllum barbieri bildet offenbar niemals Sporenkapseln.

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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